DE40108C - Einrichtung zum selbstthätigen Oeffnen des Geschützverschlusses bei dem Abfeuern des Schusses - Google Patents

Einrichtung zum selbstthätigen Oeffnen des Geschützverschlusses bei dem Abfeuern des Schusses

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DE40108C
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DE
Germany
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wedge
barrel
shot
fired
cartridge chamber
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Application number
DENDAT40108D
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English (en)
Original Assignee
W. LORENZ in Karlsruhe, Baden
Publication of DE40108C publication Critical patent/DE40108C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A5/00Mechanisms or systems operated by propellant charge energy for automatically opening the lock
    • F41A5/32Energy accumulator systems, i.e. systems for opening the breech-block by energy accumulated during barrel or gas piston recoil

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezweckt, bei Hinterladegeschützen mit verticalen Keilverschlüssen die bei Abgabe eines Schusses eintretenden Relativbewegungen des Geschützrohres gegenüber der Laffetenbewegung zum seibstthätigen Oeffnen des Verschlusses der Patronenkammer auszunutzen. Diese Relativbewegungen bestehen entweder nur in einem Schwingen des Geschützrohres um seine Lagerzapfen, dem sogen. Bocken, wobei der hintere Theil des Rohres sich nach, oben bewegt, oder aus diesem Bocken und einer Rückbewegung des Rohres in der Laffete, wenn man dasselbe zur Aufnahme des Rückschlages mit seinen Lagerzapfen in bekannter mannigfacher Weise gegen Gummibuffer, Federn, hydraulische Widerstände etc. wirken läfst.
Um das Bocken des Rohres zum seibstthätigen Oeffnen des Keilverschlusses zu benutzen, wird der vertical liegende Keil von der. Laffette aus in irgend welcher geeigneten Weise festgehalten, so dafs sich das hintere Rohrende bei Abgabe des Schusses von dem Keil nach oben abzieht. Diese Aufwärtsbewegung des hinteren Rohrendes braucht nur so weit gestattet zu werden, als erforderlich ist, um den Laderaum (die Patronenkammer) behufs Einsetzens eines neuen Geschosses freizu'-legen. Dieselbe wird daher mittelst einer beliebigen, geeigneten, selbstthätig functionirenden Vorrichtung, wie z. B. einer Feder, einer Klinke, einer Nase etc., begrenzt und das Rohr in passender Stellung auf dem Keil so festgehalten, dafs derselbe noch ein gewisses Stück im Keilloch stecken bleibt, damit nach Auslösung der Arretirvorrichtung . das Rohr vermöge seines Uebergewichtes am hinteren Ende von selbst ohne Weiteres über den Keil niedersinkt, so dafs derart ein selbsttätiges Verschliefsen der Patronenkammer stattfindet.
Um die .Rückbewegung des Rohres in der Laffete zum seibstthätigen Oeffnen des Keilverschlusses zu benutzen, wird der vertical liegende Keil durch irgend eine Arretirvorrichtung, die fest an der Laffete angeordnet ist, z. B. durch eine Feder, eine Klinke, einen Riegel etc., in der Verschlufsstellung festgehalten und diese Arretirvorrichtung dadurch ausgelöst, dafs sich das Geschützrohr sammt Keil bei Abgabe des Schusses in der Laffete um eine gewisse Strecke nach rückwärts bewegt, so dafs der Keil dadurch von der Arretirvorrichtung selbstthätig abgezogen wird und nun vermöge seines Gewichtes im Keilloch niedergleitet. Dieses Niedergleiten des Keiles braucht nur so weit gestattet zu werden, als erforderlich ist, um den Laderaum (die Patronenkammer) behufs Einsetzens eines neuen Geschosses freizulegen. Dasselbe wird daher mittelst einer am Keil, am Rohr oder im Keilloch angebrachten beliebigen, geeigneten, selbstthätig functionirenden Vorrichtung, wie z. B. einer Feder, einer Klinke, einer Nase etc., oder mittelst einer Stützvorrichtung an der Laffete begrenzt und der Keil in passender tieferer Stellung so festgehalten, dafs derselbe noch ein gewisses Stück im Keilloch stecken bleibt, damit er in demselben zum Wiederverschliefsen des Geschützes ohne Schwierigkeit hochgeschoben werden kann.
Nachdem die rücktreibende Wirkung der Explosionsgase beendet ist, wird das Geschütz-
rohr nebst Verschlufskeil durch die Reaction der vom Rückschlag geprefsten Gummibuffer, Federn etc. wieder in seine Anfangslage in der Laffete, also auch in die anfängliche Stellung zur Arretirvorrichtung zurückgedrängt. In dieser Stellung kann der Keil behufs Wiederverschliefsens der Patronenkammer gehoben, mit der Arretirvorrichtung von Hand oder selbstthätig in Eingriff gebracht und dadurch in seiner Verschlufsstellung festgehalten werden.
In beiliegender Zeichnung sind derartige Keilverschlüsse schematisch dargestellt.
Fig. ι zeigt ein um einen Zapfen α schwingendes oder bockendes Geschützrohr A mit verticalem Verschlufskeil B. Die horizontale oder ausgezogene Lage zeigt den Keil in der Verschlufsstellung; der Pfeil I soll andeuten, dafs der Keil irgendwie von der Laffete aus festgehalten wird. Beim Bocken schwingt das hintere Rohrende in der Richtung des Pfeiles II in die punktirte Lage, in welcher es in beliebiger geeigneter Weise arretirt wird, während der Keil B stehen bleibt, so dafs der Laderaum b freigelegt ist und ein neues Geschofs, wie Pfeil III andeutet, eingesetzt werden kann. Nach Auslösung gedachter Arretirvorrichtung sinkt das Rohr vermöge des Uebergewichtes seines hinteren Theiles aus der punktirten Lage über den Keil in die ausgezogene herab und schliefst so die Patronenkammer. .
Die Fig. 2 und 3 zeigen ein zurückbewegbar gelagertes Rohr A1 mit verticalem Verschlufskeil B1. Fig. 2 zeigt das Rohr in der Anfangsstellung, in welcher eine Arretirvorrichtung C den Verschlufskeil in der Verschlufsstellung hält; der Pfeil I soll andeuten, dafs C irgendwie mit der Laffete fest verbunden ist. Bei Abgabe des Schusses bewegt sich das Rohr in der Laffete um die Strecke s in der Richtung des Pfeiles II bis in Stellung Fig. 3 zurück, so dafs das mit dem Rohr zurückgehende Verschlufsstück B1 von der stehenbleibenden Arretirvorrichtung C abgezogen wird. Hiernach gleitet das Verschlufsstück in der Richtung des Pfeiles III herab, Fig. 3, und legt den Laderaum b frei, so dafs ein neues Geschofs, wie Pfeil IV andeutet, eingesetzt werden kann. Zum Wiederverschliefsen der Patronenkammer kann ein Hebel d oder eine sonst geeignete Hebevorrichtung angebracht werden, mittelst welcher der Keil B \ wie Pfeil V andeutet, wieder in die Verschlufslage gehoben wird, um dort wieder von der Arretirvorrichtung C festgehalten zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verticale, selbsttätig durch das Bocken oder durch die Rückbewegung der Geschützrohre in der Laffete sich öffnende Keilverschlüsse für Hinterladegeschütze jeden Kalibers, bei welchen:
    a) bei Benutzung des Bockens das Rohr, um seine Lagerzapfen schwingend, sich mit seinem hinteren Theile von dem von der Laffete aus festgehaltenen Verschlufsstück nach oben abzieht und so die Patronenkammer freilegt;
    b) bei Benutzung der Rückbewegung der Verschlufskeil sich von einer von der Laffete aus festgehaltenen Arretirvorrichtung nach rückwärts befreit, wonach er vermöge seines Eigengewichtes im Keilloch niedergleitet und so die Patronenkammer freilegt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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