DE4122299C2 - Schacht - Google Patents
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- DE4122299C2 DE4122299C2 DE4122299A DE4122299A DE4122299C2 DE 4122299 C2 DE4122299 C2 DE 4122299C2 DE 4122299 A DE4122299 A DE 4122299A DE 4122299 A DE4122299 A DE 4122299A DE 4122299 C2 DE4122299 C2 DE 4122299C2
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schacht gemäß dem Oberbe
griff von Anspruch 1.
In der Abwassertechnik und auch bei Abscheidevorrichtun
gen wird ein Revisionsschacht überlicherweise aus Beton-Schachtelementen
aufgebaut, die aufeinandergesetzt wer
den. Jedes Schachtelement weist an seinen Öffnungsrän
dern umlaufende Falze auf, die zum Zentrieren zweier
Schachtelemente ineinandergreifen. Die Schachtelemente
sind teuer, benötigen für die Lagerhaltung und beim
Transport viel Platz und sind wegen ihres hohen Gewichts
und des spröden Materials schwierig zu transportieren.
Sie erfordern für die Manipulation Hebezeuge. Bei der
Erstellung des Schachts aus Betonschachtelementen wird
zunächst eine tragfähige Schachtsohle betoniert, ehe die
Schachtelemente aufeinandergesetzt werden. Da sich die
Betonschachtelemente seitlich nicht anbohren lassen,
können Zuführrohre von vornherein nur in den Schacht
grundteil bei der Schachtsohle geführt werden. Beim
nachträglichen Anschließen von Zuführrohren muß bis zur
Schachtsohle ausgegraben werden. Die Reinigung von Zu
führrohren ist schwierig, weil die Zuführrohre in großer
Zahl tief unten einmünden, wo zumeist Abwasser steht und
wenig Platz zur Verfügung ist.
Ein aus FR-A 25 09 343 bekannter Schacht besteht aus
mehreren konischen Kunststoff-Schachtelementen, die je
weils paarweise mit ihren engeren oder mit ihren weite
ren Öffnungsrändern aufeinandergesetzt sind und die in
einem Längsschnitt zick-zack-förmige Schachtwand bilden.
Die Aufsetzflansche an den beiden Öffnungsrändern jedes
Schachtelementes sind nach außen gerichtet. Jeweils zwei
in Größe und Form gleiche Schachtelemente bilden ein zu
sammengehöriges Paar, wobei sich die beiden Schachtele
mente des Paares durch die Ausbildung ihrer Aufsetzflan
sche unterscheiden, weil der eine Aufsetzflansch über
den anderen, angrenzenden gestülpt wird. Die beiden,
sich hinsichtlich ihrer Aufsetzflansche unterscheiden
den Schachtelemente jedes Paares müssen in unterschied
lichen Formen hergestellt werden, was die Herstellungs
kosten und den Aufwand für die Lagerung erhöht. Die
Schachtelemente sind zwar zum Lagern und zum Transport
ineinanderstapelbar. Jedoch wird durch die nach außen
gerichteten Aufsetzflansche auch an den engeren Öff
nungsrändern das Ineinanderstapeln erschwert und muß für
die Stapelbarkeit eine extreme Wandneigung (Kegelwinkel
40°) gewählt werden, die herstellungstechnisch und aus
statischen Gründen ungünstig ist. Beim Aufbauen des
Schachtes muß besondere Sorgfalt aufgebracht werden,
weil die Schachtelemente nur jeweils paarweise zueinan
der passen.
Bei einem aus AT-C 29 00 78 (Fig. 19 bis 21) bekannten
Schacht werden im wesentlichen zylindrische Schachtele
mente aufeinandergesetzt, die an nur einem Öffnungsrand
einen Einsteckfalz mit einem nach außen ragenden Ver
steifungsflansch aufweisen, während das Schachtelement
am anderen Öffnungsrand zylindrisch ausläuft.
Bei einem aus CH-C 457 306 bekannten Schacht werden ohne
Aufsetzflansche ausgebildete, kegelstumpfförmige
Schachtelemente aufeinandergesetzt, wobei in den Stoßbe
reichen zwischen angrenzenden Schachtelemente im Quer
schnitt dreieckige Verbindungsringe eingeklebt werden.
Bei einem aus DE-C 38 24 228 bekannten Schacht wird ein
Bausatz aus unterschiedlichen, jeweils kegelstumpfförmi
gen Schachtelementen verwendet, die stumpf aneinander
stoßend nur aufeinandergelegt sind.
Bei einem aus DE-U 85 04 341 bekannten Schacht ist ein
zylindrisches Schachtelemente mit einem Falz am Öff
nungsrand auf einen Gegenfalz eines polyedrischen
Schachtgrundkörpers formschlüssig aufgesetzt.
Bei einem Schacht gemäß EP-A 0 456 958 mit älterem Zeit
rang sind zylindrische Blech-Schachtelemente mit an bei
den Öffnungsrändern nach außen gerichteten Aufsetzflan
schen mit dazwischengesetztem Dichtring aufeinanderge
setzt. Ein zylindrischer und angespitzter Zentrierfort
satz in einem Öffnungsrand taucht in den anderen Öff
nungsrand des angrenzenden Schachtelements ein. Ein
Spannring übergreift außen die beiden im Stoßbereich
benachbarten Flansche und spannt diese gegen den Dicht
ring.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schacht
der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Schacht
elemente kostengünstig herstellbar, platzsparend zu la
gern und zu transportieren und einfach zum Schacht zu
sammensetzbar sind.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im
Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
Dank des am engeren Öffnungsrand nach innen gerichteten
Aufsetzflansches lassen sich die Schachtelelemente platz
sparend dicht ineinanderstapeln. Die dichte Stapelbar
keit wird mit verhältnismäßig geringer Wandneigung jedes
Schachtelementes erreicht, was herstellungstechnisch und
statisch günstig ist. Da die Schachtelemente untereinan
der gleich sind, auch bezüglich ihrer Aufsetzflansche,
lassen sich alle Schachtelemente für einen Schacht in
derselben Form oder in gleichen Formen herstellen. Da
der nach außen gerichtete Aufsetzflansch eines Schacht
elementes auf den nach außen gerichteten Aufsetzflansch
jedes anderen Schachtelementes bzw. der nach innen ge
richtete Aufsetzflansch auf den nach innen gerichteten
Aufsetzflansch jedes anderen Schachtelementes paßt, ist
der Aufbau eines solchen Schachtes einfach. Jedes
Schachtelement ist dank seiner Aufsetzflansche formsta
bil.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 2 ergibt sich
eine einfache Montage. Die Schachtelemente brauchen nur
mit ihren Aufsetzflanschen aufeinandergesetzt zu wer
den. Die Halteklammern oder der Spannring werden von au
ßen angebracht.
Um bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 3 wegen der
formentechnisch günstigen flachen Ausbildung der Auf
setzflansche ein gegenseitiges Verschieben der Schacht
elemente zu verhindern, sind zweckmäßigerweise in den
Aufsetzflanschen formschlüssig ineinandergreifende Zen
trierelemente vorgesehen.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 4 wird trotz der
Wölbung des freien Wandbereiches ein dichter Sitz des
Anschlußrohres oder des Einsatzteils im Dichtkragen er
reicht, der sich an die Wölbung anzupassen vermag. Es
sind im Schacht in frei wählbaren Höhenbereichen und aus
frei wählbaren Richtungen Anschlußrohre mit oder ohne
Einsatzteile in den Schacht geführt. Bei einem nachträg
lichen Anschluß eines Zulaufrohres braucht der Schacht
nur mehr so weit aufgegraben zu werden, wie das für das
notwendige Gefälle oder die Tiefenlage des Zulaufrohres
erforderlich ist, damit ein Rohr angeschlossen oder ein
Einsatzteil eingebaut werden kann.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 5 sind in die
Wand des Schachtelementes eingeformte Wandflachstellen
für einen besonders einfach herzustellenden Anschluß
mittels einer Schraubhalterung vorgesehen. Diese fin
det trotz der gewölbten Wand des Schachtelementes in der
strukturell integrierten Wandflachstelle einen festen,
dichten und belastbaren Sitz zum Anschließen des Rohres
oder des Einsatzteils.
Mit nur einem Schachtelement gemäß Anspruch 6 kann be
reits ein Revisionsschacht geringer Tiefe hergestellt werden.
Mit mehreren, dann aufeinandergesetzten Schachtelementen
läßt sich ein Schacht mit beliebiger Schachttiefe aufbau
en. Die Lagerhaltung und der Transport solcher Schachte
lemente sind vereinfacht, weil sich die Schachtelemente
platzsparend ineinanderstapeln lassen, wobei wegen des
nach innen gerichteten Aufsetzflansches am engeren Öff
nungsrand eine hohe Stapeldichte erzielbar ist.
Im Hinblick auf genügend Platz zum Einsteigen in den
Schacht und um Schächte gängiger Höhen aufbauen zu können,
sind die Maßverhältnisse gemäß Anspruch 7 vorteilhaft. Das
Gewicht und die Größe der Schachtelemente ermöglichen die
problemlose Handhabung auch durch nur eine Person und ohne
Hebezeug. Die großflächigen Aufsetzflansche sind unempfind
lich gegen Beschädigungen bei grober Handhabung, was eine
zügige Montage des Schachtelements gestattet.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 8 ist der Vor
teil einfacher und kostengünstiger Herstellung erreicht.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 9 ergibt sich
eine gleichmäßig hohe Einbeulfestigkeit der Wand des
Schachts.
Die notwendige Einbeulfestigkeit, ein gefälliges Aus
sehen und eine leichte Entformbarkeit bei der Her
stellung sind bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 10
gegeben. Der Verlauf der Versteifungsrippen ist ferner
für eine dichte Stapelung wichtig, weil sich die Ver
steifungsrippen sozusagen in die durch die Aufsetzflan
sche gegebenen Stapelkontur einschmiegen.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 11 wird eine
wirksame Abdichtung im Stoßbereich erzielt.
Bei der Ausführungsform gemäß Anspruch 12 gestaltet sich
das Ausschneiden eines Durchgangs problemlos. Die Wand
flachstelle ist formtechnisch leicht herstellbar. Durch
die strukturelle Integration der Wandflachstelle in die
gewölbte Wand des Schachtelementes wird eine eingeformte
Aussteifung erzeugt.
Die Handhabung beim Anschließen eines Zulaufrohres oder
beim Anbringen eines Einsatzteils ist bei der Ausfüh
rungsform gemäß Anspruch 13 vereinfacht, weil der
Durchgang bei der Sollbruch- oder Solltrennzone von
vornherein zum leichten Öffnen vorbereitet ist.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungs
gegenstandes erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 ein Schachtelement in einem Längsschnitt,
Fig. 2 einen Revisionsschacht in einem Längsschnitt und
Fig. 3 schematisch ein Gebäudeentwässerungssystem mit einem
Revisionsschacht.
Ein Schachtelement E gemäß Fig. 1 ist ein konisches Kunststoff-Formteil
F mit einem weiteren Öffnungsrand W und einem engeren
Öffnungsrand K, begrenzt durch eine umlaufende Wand 1 mit einer
Innenseite 2 und einer Außenseite 3. Das Schachtelement E ist ein
Kegelstumpf mit einem Kegelwinkel α, der zweckmäßigerweise zwi
schen 4° und 15°, vorzugsweise bei etwa 6° liegt. Die Wand 1 ist
demzufolge unter einem Winkel β, der zwischen 2° und 8°, vorzugs
weise bei etwa 3° liegt, gegenüber der Längsachse des Schachtele
ments E geneigt.
Das Schachtelement E kann aber auch mit einem ovalen oder polygo
nalen Querschnitt und geneigter Wand 1 ausgebildet sein. Ein poly
gonaler Querschnitt wird zweckmäßigerweise als regelmäßiges Vier-,
Sechs- oder Achteck ausgelegt.
Am weiteren Öffnungsrand W ist ein nach außen gerichteter Auf
setzflansch 4 einstückig angeformt, während beim engeren Öffnungs
rand K ein nach innen gerichteter Aufsetzflansch 5 vorgesehen ist.
An der Innen- oder/und Außenseite 2, 3 sind längsverlaufende Ver
steifungsrippen 7, 8 angeformt, die sich zweckmäßigerweise über
nahezu die gesamte Höhe h des Schachtelementes E erstrecken und
in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen angeordnet sind. In
der Wand 1 ist zwischen Versteifungsrippen 7, 8 mindestens eine
ebene Wandflachstelle 6 eingeformt. Gegebenenfalls sind über die
Wand 1 mehrere solche Wandflachstellen 6 verteilt. Bei der gezeigten
Ausführungsform liegt die Wandflachstelle 6 in etwa parallel zur
Längsachse des Schachtelementes E. Ferner sind in der Wand 1 von
Versteifungsrippen 7, 8 freie Wandbereiche 9 vorgesehen. Der
Wandbereich 9 hat wie die Wandflachstelle 6 eine Größe, die minde
stens dem Querschnitt genormter Abwasserrohre oder Anschlußrohr
stutzen von Einsatzteilen entspricht. Sind aus Gründen der Beulfe
stigkeit der Wand die Versteifungsrippen 7, 8 dicht angeordnet,
dann können die Versteifungsrippen beim Wandbereich 9 oder bei
der Wandflachstelle 6 ausgespart sein.
Der Wandbereich 9 dient wie auch die Wandflachstelle 6 zum wahlweisen
Anschließen eines Rohres oder zum Einstecken des Anschluß
stutzens eines Einsatzteils; in letzterem Falle zum Festlegen eines
Einsatzteils im Inneren des Schachtelementes E mit einer Anschluß
möglichkeit nach außen. Bei der Wandflachstelle 6 ist eine Achse 11
für ein Rohr angedeutet, das durch einen in der Wand 1 freizule
genden Durchgang 10 gesteckt wird. Eine Sollbruch- oder Solltrenn
zone B kann vorgeformt sein, z. B. in Form konzentrischer Kreise
unterschiedlicher Durchmesser, um das Freilegen des Durchgangs 10
in der jeweils gewünschten Größe zu vereinfachen. Da die Teile aus
Kunststoff sind, ist es nicht schwierig, in die Wand ein Loch ge
wünschter Größe zu bohren und darin das Zulaufrohr festzulegen.
Am Außen-Aufsetzflansch 4 sind Angriffsstellen 12, z. B. eine An
zugsschräge, für ein Schachtelement-Verbindungsteil eingeformt.
Beim engeren Öffnungsrand K sind ebenfalls außen Angriffsstellen
13 in Form von umlaufender Sicke für ein Verbindungsteil, wie ein
Spannband, das mit seinen Außenrändern in die Sicken eingreift,
eingeformt. Es ist aber auch denkbar, am Innen-Aufsetzflansch 5
Angriffsstellen für ein Verbindungsteil vorzusehen.
Das Schachtelement E besteht zweckmäßigerweise aus Polyäthylen
oder Polyurethan und hat eine Höhe h von ca. 50 cm bei einer mitt
leren Weite g von ca. 75 cm. Die Wandstärke e beträgt ca. 1 bis 2
cm, während die Breite c des Außen-Aufsetzflansches 4 ca. 6 cm
und die Breite d des Innen-Aufsetzflansches 5 ca. 4 cm beträgt.
Das Schachtelement E läßt sich leicht von einer Person tragen und
manipulieren. Mehrere gleiche Schachtelemente E können problemlos
ineinandergestapelt werden (strichliert angedeutet), um bei der La
gerhaltung und beim Transport Platz zu sparen. Im Hinblick auf ei
ne möglichst dichte Stapelung sind die Versteifungsrippen 7, 8 so
ausgebildet, daß sie jeweils am Flansch 4 oder 5 beginnen und zum
gegenüberliegenden Öffnungsrand W oder K schräg bis auf die Höhe
Null auslaufen. An den Flanschen 4, 5 können Zentriereinrichtungen
Z vorgeformt sein, die beim Aufeinandersetzen zweier oder mehrerer
Schachtelemente, und zwar jeweils mit Außen-Aufsetzflansch 4 gegen
Außen-Aufsetzflansch 4 oder Innen-Aufsetzflansch 5 gegen Innen-Aufsetzflansch
5, ineinandergreifen und die Schachtelemente zentrieren.
Ferner können dort Nuten für Dichtelemente vorgesehen sein.
Es läßt sich mit nur einem Schachtelement E gemäß Fig. 1 ein
Schacht herstellen, z. B. ein Revisionsschacht in der Abwassertech
nik oder ein Revisionsschacht für eine Abscheidevorrichtung, wofür
das Schachtelement E entweder in der in Fig. 1 gezeigten Lage mit
dem Innen-Aufsetzflansch 5 nach unten auf einen Gerinneteil oder
eine Basis bei einer Abscheidevorrichtung aufgesetzt wird, ehe oben
eine übliche Schachtabdeckung vorgesehen wird. Es ist aber auch
denkbar, das Schachtelement E in umgekehrter Lage mit dem Außen-Aufsetzflansch
4 nach unten einzusetzen und oben die übliche
Schachtabdeckung anzubringen oder ein Höhenausgleichselement,
zweckmäßigerweise mittels einer Dichtung, von oben in den Innen-Aufsteckflansch
5 einzuschieben. Falls erforderlich, kann im Wand
bereich 9 oder/und in der Wandflachstelle 6 ein Rohr eingesteckt
werden. Es ist auch denkbar, im Inneren des Schachtelements E
einen Einsatzteil, z. B. einen Geruchverschluß, eine Rückstauvorrichtung
oder dgl., festzulegen, an das von außen her ein Rohr
angeschlossen wird. Bei einer Abscheidevorrichtung bleibt die Wand
1 ggf. geschlossen. Das Schachtelement E erfüllt dann die Funktion
eines Revisionsschachtes zu untenliegenden Installationen.
Gemäß Fig. 2 ist ein Revisionsschacht S aus mehreren aufeinander
gesetzten Schachtelementen E gemäß Fig. 1 montiert, und zwar aus
drei Schachtelementen E, die über die Schachthöhe H die Schacht
wand D definieren. Es können jedoch auch mehrere Schachtelemente
E aufeinandergesetzt werden, z. B. für einen 3 m tiefen Revisions
schacht sechs Schachtelemente E. Die Schachtelemente E sind jeweils
mit ihren Innen-Aufsetzflanschen 5 bzw. mit ihren Außen-Aufsetz
flanschen 4 aufeinandergesetzt, so daß sich in einem Längsschnitt
ein zickzackförmiger Verlauf der Schachtwand D ergibt. In den Auf
setzflanschen sind jeweils Aussparungen 37 zur Aufnahme von
Dichtungen 38 vorgesehen, um im zusammengesetzten Zustand einen
dichten Schacht zu erhalten. Die Schachtelemente E sind zweckmäßi
gerweise mit Verbindungsteilen V miteinander fest verbunden
(Spannringen oder Halteklammern mit Spannschrauben). Bei den
nach innen reichenden Aufsetzflanschen 5 ist in der Außenseite 3
der Wand 1 eine als Angriffsstelle 13 ausgebildete umlaufende
Sicke vorgesehen, in die der Spannring mit einer Randkante zum
Zusammenhalten eingreift.
Der Revisionsschacht S gemäß Fig. 2 dient für Abwasserzwecke
z. B. für eine Hausentwässerung. Auf einer Schachtsohle 26, die
zweckmäßigerweise betoniert ist, sitzt ein Grundteil G, das das Ge
rinne des Revisionsschachtes S definiert und über einen Anschlußstutzen
23 an das weiterführende Kanalsystem angeschlossen ist. Ein
Einsatzteil K, und zwar ein Reinigungsrohr mit mindestens einem
Rückstauverschluß in einem Grundkörper 24 und einem abnehmbaren
Reinigungsdeckel 25 ist im Grundteil G so festgelegt, daß ein Rohr
in den Anschlußstutzen 27 eingesteckt werden kann. Auf dem ober
sten Schachtelement E liegt üblicherweise die nicht dargestellte
Schachtabdeckung A bzw. ein Höhenausgleichselement, das Höhen
differenzen zum Bodenniveau ausgleicht.
Im obersten Schachtelement E ist im Wandbereich 9 ein Durchgang 15
freigelegt, z . B. durch Anbohren und nachfolgendes Ausschneiden
mit einem Zirkelschneider, in den eine Ringdichtung 16 eingeknüpft
ist, durch die das Ende des Rohres 17 abgedichtet eingesteckt ist.
Im untersten Schachtelement E ist oberhalb des Anschlußstutzens 23
in einer Wandflachstelle 6 ein Durchgang 18 freigelegt, um ein Ein
satzteil R, hier einen Rückstauverschluß mit einer Rückstauklappe
21, festzulegen. Das Einsatzteil R besitzt einen außenliegenden An
schlußstutzen 20, 22 und ist mit einer Schraubhalterung 19 im
Durchgang 18 abgedichtet festgelegt, so daß ein Rohrstutzen 20 ins
Innere ragt. In das unterste Schachtelement E kann ferner ein wei
teres Rohr einmünden.
Da die Schachtelemente E gemäß Fig. 1 mehrere Wandbereiche 9
und Wandflachstellen 6 besitzen können, lassen sich frei wählbar in
verschiedenen Höhenlagen und unterschiedlichen Orientierungen be
züglich der Längsachse des Revisionsschachtes S Einsatzteile oder
Anschlußrohre vorsehen, und zwar entweder beim Montieren des Re
visionsschachtes oder auch zu einem späteren Zeitpunkt. Es braucht
dann nicht bis zur Schachtsohle 26 aufgegraben zu werden.
Der Revisionsschacht S bietet nicht nur den Vorteil, Anschlüsse frei
wählbar von vornherein oder auch in beliebigen Höhenlagen und
Orientierungen anzubringen, sondern ist einfach bei Reinigungs- oder
Revisionsarbeiten inspizierbar. Da nämlich die Rohre und die
Einsatzteile über die Schachtwandhöhe H verteilt sind, ist unbehin
derter Zugang zu den Rohrmündungen und den Einsatzteilen gege
ben, aber auch zu den Installationen an der Schachtsohle, wo übli
cherweise bei aus Beton bestehenden Revisionsschächten sämtliche
Anschlußleitungen und Abflüsse angeordnet sein müssen. Da ferner
wegen der außerhalb des Sumpfbereiches anbringbaren Rohre genü
gend Platz ist, dort Einsatzteile wie Geruchverschlüsse oder Rück
stauverschlüsse vorzusehen, wird das Zurückdrücken von Kanalga
sen oder einem Rückstau schon innerhalb des Revisionsschachtes
verhindert, wodurch die Hausinstallationen einfacher ausgebildet
werden können. Revisionen oder Reparaturen lassen sich zentral in
nerhalb des Revisionsschachtes vornehmen, ohne im Gebäude an den
einzelnen Sammelstellen oder in den Gullys arbeiten zu müssen, wo
zumeist wenig Platz zur Verfügung steht. Schließlich spielen in dem
großen Revisionsschacht angeordnete große Einsatzteile keine Rolle,
während sie im Gebäude, in den Gullys oder Abwasserbehältern oft
wegen des sehr geringen Platzangebotes kaum unterzubringen wä
ren.
In Fig. 3 ist schematisch ein Gebäude-Entwässerungssystem C mit
einem zentralen Revisionsschacht S angedeutet, der aus den
Schachtelementen E gemäß Fig. 1 in der in Fig. 2 gezeigten Weise
ausgebildet ist. Das Gerinne-Grundteil G des Revisionsschachts S ist
über den Rohrstutzen 23 an die Kanalisation 29 angeschlossen. An
das Einsatzteil K, nämlich das Reinigungsrohr, oder ein an dessen
Stelle eingesetztes Einsatzteil R, nämlich ein Rückstauverschluß, ist
über den Rohrstutzen 27 ein Rohr 34 angeschlossen, das Abwässer
von einem im Kellergeschoß eines Gebäudes angeordneten Waschbek
ken 35, einem Bodenablauf 36 oder anderen tiefliegenden Installatio
nen einleitet. Das rechts angedeutete Rohr 17 ist an Toiletten im
Gebäude angeschlossen und führt fäkalienhaltiges Abwasser in den
Revisionsschacht S, und zwar knapp unterhalb der Schachtabdek
kung A. Linksseitig ist ein weiteres Rohr 17 durch eine Wandflach
stelle 6 in den Revisionsschacht S geführt, das an einen Hofablauf
31 und einen Regenwasserablauf 32 angeschlossen ist, der u. a. aus
einem Regenwasserfallrohr 33 gespeist wird. An der Mündung des
linksseitigen Zuführrohres 17 ist im Revisionsschacht S als Einsatz
teil 30 ein Geruchverschluß angeordnet. In den Ablaufbehältern,
Gullys oder ähnlichen Sammelstellen der Gebäude werden keine Ein
satzteile benötigt, weil diese im Revisionsschacht S eingebaut sind
und dort zentral überwacht, gewartet und repariert werden können.
Wegen der in verschiedenen Höhenlagen in den Revisionsschacht S
geführten Zuführrohre 17 ist im Gerinne-Grundteil G genügend Platz
für Reinigungs- oder Reparaturarbeiten. Selbst wenn dort ein be
stimmter Abwasserspiegel vorliegt, können die darüberliegenden Ein
satzteile problemlos gewartet und repariert werden. Weder ein Rück
stau noch Kanalgase können in die Gebäude zurückgelangen.
Claims (13)
1. Schacht, insbesondere Revisionsschacht für ein Abwas
sersystem oder eine Abscheidevorrichtung, mit einer im
Längsschnitt zick-zack-förmigen Schachtwand, die aus
mehreren, gleich großen konischen und ineinander stapel
baren Schachtelementen gebildet ist, wobei jedes
Schachtelement eine engere und eine weitere Öffnung auf
weist, an deren Öffnungsrand ein Aufsetzflansch vorgese
hen ist, der an einen gleichen Aufsetzflansch des be
nachbarten Schachtelements angrenzt, wobei der Aufsetz
flansch an der weiteren Öffnung von der Wand des
Schachtelements nach außen gerichtet ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Schacht (S) aus untereinander
gleichen Schachtelementen (E) aufgebaut ist, und daß die
aufeinanderliegenden Aufsetzflansche an den engeren Öff
nungsrändern (K) je zweier aneinander angrenzender
Schachtelemente (E) von den Wänden (1) dieser Schacht
elemente (E) nach innen gerichtet sind.
2. Schacht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jeweils zwei aufeinander gesetzte Schachtelemente (E) mit
einem Spannring oder mit Halteklammern verbunden sind,
für den bzw. die bei den aufeinanderliegenden, nach au
ßen gerichteten Aufsetzflanschen (4) in diese eingeform
te Angriffsstellen (12) und bei den aufeinanderliegen
den, nach innen gerichteten Aufsetzflanschen (5) in den
Schachtelement-Wänden (1) außen eingeformte Angriffs
stellen (13) oder umlaufende Sicken vorgesehen sind.
3. Schacht nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
aufeinandergesetzte Schachtelemente (E)
durch in den beiden Aufsetzflanschen (4; 5) vorgese
hene, formschlüssig ineinandergreifende Zentrierelemente
(Z) zentriert sind.
4. Schacht nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Wand (1) wenigstens
eines Schachtelements (E) in einem freien Wandbereich
(9) in einer freigelegten Durchgangsöffnung (15) ein Dichtkragen (16)
festgelegt ist, in dem ein Anschlußrohr (17) oder ein
Einsatzteil (R) abgedichtet gehalten ist.
5. Schacht nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Wand (1) wenigstens
eines Schachtelements (E) in einer Wandflachstelle (6)
in einer freigelegten Durchgangsöffnung (18) ein Anschlußrohr (17)
oder ein Einsatzteil (R) mit einer Schraubhalterung (19)
abgedichtet festgelegt ist.
6. Schacht nach wenigstens
einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schachtelement
(E) ein Kunststoff-Formteil ist und eine geneigte, umlaufende Wand
aufweist.
7. Schacht nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schachtelement (E) eine Höhe (h) kleiner als 1 m, vorzugsweise
von etwa 50 cm, und eine mittlere Weite (g) zwischen etwa
100 cm und 60 cm, vorzugsweise von ca. 75 cm, bei einer
Wandstärke (e) zwischen 1,0 und 2,0 cm aufweist, und daß
der nach innen gerichtete Aufsetzflansch eine Flansch
breite (d) von ca. 4,0 cm und der nach außen gerichtete
Aufsetzflansch (4) eine Flanschbreite (c) von ca. 6,0 cm
besitzt.
8. Schacht nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß das Schachtelement (E) einen kreisrunden, einen
ovalen oder einen polygonalen, vorzugsweise vier-,
sechs- oder achteckigen, Querschnitt und eine Wandnei
gung (β) zwischen 2 und 8°, vorzugsweise von 3° auf
weist.
9. Schacht nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß am Schachtelement (E) innenseitig oder/und außenseitig einstückige
und in Längsrichtung verlaufende, in Umfangsrichtung be
abstandete Versteifungsrippen (7, 8) vorgesehen sind.
10. Schacht nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß jede Versteifungsrippe (7, 8) ausgehend von
einem Aufsetzflansch (4: außen; 5: innen) mit bis zum
gegenüberliegenden Ende des Schachtelements (E) auf an
nähernd Null abnehmender Höhe ausgebildet ist, wobei die
Höhe der Versteifungsrippe am Aufsetzflansch (4, 5) an
nähernd der Flanschbreite (c, d) abzüglich der Wandstär
ke (e) entspricht.
11. Schacht nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß jeder Aufsetzflansch (4, 5) in seiner freien
Flanschseite eine Aussparung (37) zur Aufnahme einer
Dichtung (38) aufweist.
12. Schacht nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich
net, daß in der Wand (1) des Schachtelements (E) wenig
stens eine von Versteifungsrippen (7, 8) freie ebene
Wandflachstelle (6) vorgesehen ist, und daß die Wand
flachstelle (6) größer ist als die Querschnittsfläche
genormter Anschlußrohre (17) oder Einsatzteil-Rohrstut
zen (20).
13. Schacht nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß in der Wandflachstelle (6) wenigstens eine
einen Durchbruch (10) für ein Anschlußrohr (17) oder
einen Einsatzteil-Rohrstutzen (20) begrenzende Soll
bruch- oder Solltrennzone (B) vorgesehen ist.
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