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Auseinandernehmbares Scharnier. Die Erfindung bezieht sich auf ein
auseinandernehmbares Scharnier, insbesondere für "Türen von Automobilen, bei welchem
der feste Scharnierteil ein geschlitztes Lagerauge und der bewegliche Scharnierteil
einen Drehzapfen besitzt. Dieser Drehzapfen hat seinerseits teils einen vollen Kreisquerschnitt,
mit dem er sich im Lagerauge dreht und teils einen schwächeren Ansatz zum Zusammensetzen
bzw. Auseinandernehmen des Scharniers. Von diesen bekannten auseinandernehmbaren
Scharnieren unterscheidet sich das au seinandernehmbare Scharnier entsprechend der
Erfindung im besonderen dadurch, daß von der Grundplatte des festen Scharnierteil-es
zwei sich von dieser Grundplatte aus in eine Aussparung des Türrahmens hinein erstreckende
geschlitzte und in die Lageraugen endigende Ansätze ausgehen, während von dem gekrümmten,
durch eine Aussparung der Grundplatte hindurchgehenden Arm des beweglichen Scharnierteiles
mittels einer Hülse ein Scharnierbolzen mit zwei in die beiden Lageraugen eingreifenden
Zapfenteilen getragen wird, unterhalb welchen je ein dünnerer Führungsteil von rechteckigem
Querschnitt vorgesehen ist.
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Durch eine Ausbildung des Scharniers entsprechend der Erfindung mit
doppelseitiger Lagerung ergibt sich eine sehr stabile und nicht eckende Führung
für den Drehzapfen, und ein derart ausgebildetes Scharnier ist weiterhin imstande,
verhältnismäßig großen Beanspruchungen Widerstand zu leisten, obwohl es in seiner
Gesamthöhe verhältnismäßig kurz ist und einen einfachen Aufbau besitzt.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele eines auseinandernehmbaren
Scharniers nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen die Abb.1 bis 15 das
erste Ausführungsbeispiel und die Abb.16 ein zweites Ausfüh: rungsbeispiel.
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Abb. i zeigt eine Aufsicht auf das Scharnier, bei der sich die Tür
in ihrer Schließstellung befindet.
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Abb. a zeigt ebenfalls eine Aufsicht auf das Scharnier, jedoch bei
geöffneter Tür. Abb.3 zeigt schließlich eine Aufsicht auf das Scharnier bei einer
Stellung der Tür, in der das Scharnier auseinandergenommen werden kann.
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Die Abb. ¢, 5 und 6 sind eine Vorderansicht, eine Seitenansicht und
eine Aufsicht auf den festen Scharmerteil.
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Abb. 7 ist ein Querschnitt nach Linie a-a der Abb. q..
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Abb. 8 ist ein, senkrechter Schnitt nach Linie b-b der Abb. q..
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Die Abb. 9 und io geben in Seitenansicht und Unteransicht den beweglichen
Scharnierteil wieder.
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Abb. i i ist ein senkrechter Schnitt nach Linie c-c der Abb. i, der
die Lage des beweglichen Scharnierteiles bei geschlossener Tür zeigt.
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:Ibb. 12 ist ein senkrechter Schnitt nach Linie d-d der Abb. 3, der
die Stellung des beweglichen Scharnierteiles zeigt, wenn die Tür angehoben ist,
uni sie von dem festen Scharnierteil zu lösen.
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Abb. 13 ist ein Schnitt nach Liniee-e der -b. i i, während
Abb. 14 eine Unteransicht des unteren Teiles des Scharnierbolzens des beweglichen
Scharnierteiles ist.
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Abb. 15 zeigt in Seitenansicht einen Scharnierbolzen, der in Verbindung
finit dem beweglichen Scharnierteil des unteren Scharniers seines Scharnierpaares
benutzt werden kann.
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Abb. 16 ist eine schaubildliche Ansicht einer abgeänderten Ausführungsform
des festen Schamierteiles.
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In Aden Abb. i bis 14 ist mit q. der feste Scharnierteil des auseinandernebmbaren
Scharniers bezeichnet, der aus einer Grundplatte 5 mit Befestigungslöchern. 6 und
zwei geschlitzten Ansätzen 7 besteht. Die Grundplatte 5 wird mit Schrauben an dem
Tür= rahmen A in .einer Aussparung A1 befestigt, wie dies insbesondere Abb. i erkennen
läßt. Die geschlitzten Ansätze 7 der Grundplatte 5 erstrecken sich in die Aussparung
A1 des Türrahmens und sind übereinander angeordnet, um zwischen sich den beweglichen
Scharnierteil 8 aufzunehmen. Die in den Ansätzen 7 vorgesehenen Schlitze io besitzen
die aus den Abb. 6 und 7 ersichtliche Gestalt, gehen von kreisförmigen Lageröffnungen
14 aus und besitzen Eintrittsöffnungen i i.
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Die Grundplatte 5 ist finit einer öffnung 9 zwischen den beiden Ansätzen
7 versehen, durch die der gekrümmte Arm 16 des beweglichen Scharnierteiles 8 hindurchgeht.
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Der bewegliche Scharnierteil8 besitzt am Ende des gekrümmten Armes
16 eine Grundplatte
17, die mit Löchern r 8 für die Befestigungsschrauben
versehen ist, mittels derer die Grundplatte 17 an der Tür B festgeschraubt wird.
Das andere Ende des gekrümmten Armes 16 ist mit einer hülsenartigen Erweiterung
ig ausgerüstet, die derartige Abmessungen besitzt, daß sie zwischen den mit Schlitzen
versehenen Ansätzen 7 des festen Scharnierbeiles 4. Platz findet. Von der Hülse
ig wird ein Scharnierbolzen 13 unlösbar getragen, der mit zwei in die beiden Lageraugen
14. der Ansätze 7 eingreifenden Zapfenteilen versehen ist. Unterhalb jedes Zapfenteiles
besitzt der Scharnierbolzen 13 je einen dünneren Führungsteil 2o bzw. 21 von rechteckigem
Querschnitt. Die Führungsteile 2o, 21 sind derart gegenüber den schlüssellochartigen
Schlitzen i o der Ansätze 7 angeordnet, daß zwecks Auseinandernehmens des Scharniers
die TürB in die in Abb. 3 gezeichnete Stellung gebracht werden muß; bei der die
Teile 20 und 21 parallel zu den verengten Teilender Schlitze io liegen. Wird alsdann
bei einer derartigen gegensieitigen Lage, der Scharnierteile die Tür mit dem an
ihr befestigten Scharnierteil 8 senkrecht angehoben, so treten die Führungsteile
20 und 21 z2 Scharnierbolzens 13 in die Schlitze io ein, während die kreisförmigen
Zapfenenden des Scharnierbolzens 13 aus den kreisförmig ge-#.talteten Teilen 14.
der Schlitze io heraustreten (s. Abb. 12). Die Tür kann dann nach außen abgezogen
werden, wie dies in Abb.3 in strichpunktierten Linien angedeutet ist.
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Damit das obere zapfenförmige Ende des Scharnierbolzens 13 nach vorn
durch die Grundplatte 5 des festen Scharniert:eiles hindurchtreten kann, ist in
dieser Grundplatte 5 oberhalb des oberen Ansatzes 7 noch eine ciffnung 15 vorgesehen.
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Das Zusammensetzen des Scharniers geschieht in entsprechender Weise,
indem zunächst die Führungsstücke 2o, 21 in die, Schlitze io der Ansätze 7 eingeführt
werden.
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Um ein zufälliges, unbeabsichtigtes Anheben des beweglichen Scharniert-eiles
8 zu verhindern, welche senkrechte Verschiebung eine Folge des heftigen Zuschlagens
der Tür sein könnte, besitzt der Führungsteil 2o des Scharnierbolzens 13 einen nasenartigen
Vorsprung 22 (s. Abb. i i), der sich gegen die Unterfläche des oberen Ansatzes 7
legt und ein Anheben der Tür nur bei einer Stellung der Tür B entsprechend Abb.
3 zuläßt.
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Der Scharnierbolzen 13 des unteren Schariaiers eines Paares übereinander
angeordneter Scharniere kann auch entsprechend Abb. 15 ausgebildet sein, indem er
kreisförmige Teile i3a und 13L von verschiedenem Durchmesser besitzt. Jeder Teil
13a besitzt einen Durchmesser, der dem Innenidurchmesser der Lageraugen 14 entspricht,
während die kreisförmigen Teile 13b nur einen Durchmesser von solcher Größe besitzen,
daß sie sich in den engeren Teilen der schlüssellochartigen Schlitze io verschieben
können.
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Der feste Scharnierteil 4 kann auch entsprechend Abb. 16 ausgebildet
sein, bei welcher Ausführungsform die Grundplatte 5a innerhalb der Aussparung A1
in dem Türrahmen A angeordnet und starr befestigt ist. Bei dieser abgeänderten Ausführungsform
erstrecken sich die geschlitzten Ansätze 7 auswärts von dem Türrahmen A und lassen
ebenfalls wieder eine Auseinandernahm:e oder Zusammenfügung der beiden Scharnierteile
in der oben beschriebenen Art und Weise zu.