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Künstlicher Zahn- mit metallischer- Rückenplatte. Die Erfindung bezieht
sich auf eine «eitere Ausführung eines künstlichen Zahnes mit metallischer Rückenplatte
nach Patent 387653; gemäß letzterem wird eine Verbindung zwischen einem Hakenanker
an einer metallischen Rückenplatte und einer geeignet ausgebildeten künstlichen
Zahnmasse unter Zuhilfenahme eines Winkelkeiles hergestellt derart, daß der Anker
nach dem Einführen in die hintere Hakenaussparung einschnappt und sich selbst darin
verkeilt. Die Verbesserung besteht darin, daß, anstatt den Hakenanker durch Herausbiegen
aus der Rückenplatte herzustellen, derselbe auch für sich gesondert angefertigt
und danach in dieselbe eingesetzt und durch einen aus der Rückenplatte nach hinten
herausgebogenen konsolartigen Arm oder Steg unterstützt werden kann. Dann kann auch
ein für sich gesondert angefertigter Hakenanker an die unabgeschnitten verbleibende
Rückenplatte angesetzt und der Steg des Hakenankers durch einen um ihn herumgebogenen
Metallstreifen verstärkt werden, der zugleich zur selbsttätigen Verkeilung dient.
Das unterste Ende dieses Verstärkungsstreifens wird dann zu einem sich gegen die
Rückenplatte legenden und den Hakenankersteg mit seiner Unterzugplatte abstützenden
Konsolarm ausgebildet.
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Auf den Zeichnungen sind die vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele
des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigen: Abb. i eine Schaubildansicht
der neuen Anordnung der Rückenplatte mit abstehendem Hakenanker und Verstärkungskeil
sowie einer aus der Platte herausgebogenen Konsolstütze, Abb. 2 eine Rückenansicht
des zugehörigen künstlichen Zahnes bei abgenommener Rückenplatte. Abb. 3 einen Vertikalschnitt
durch die Vereinigung des künstlichen Zahnes mit seiner Rückenplatte, Abb. .4 eine
Schaubildansicht einer zweiten Ausführungsform mit auf die Rückenplatte aufgesetztem
Hakenanker, Abb. 5 eine Schaubildansicht des zur Verstärkung, Abstützung und Verkeilung
des Haken jnkersteges dienenden, mehrfach zurechtgebogenen Blechstreifens, Abb.
6 eine Schaubildansicht der in Abb. 4. und 5 gezeigten Konstruktionsteile nach ihrer
Vereinigung, Abb. 7 .eine Rückenansicht des zugehörigen künstlichen Zahnes.
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Abb. 8 bis i i veranschaulichen den Abb. 5 bis 7 entsprechende Darstellungen
einer dritten Ausführungsform der Erfindung mit vertikaler Hakenanordnung.
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Bei dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Abb. i bis 3 wird in die
Rückenplatte i der Halzenanker 2 eingesetzt und sein Steg unterstützt durch einen
keilförmigen Unterzug 3. Aus der Fläche der Rückenplatte i ist ferner ein senkrechter
Steg q. herausgebogen, so daß er als konsolartige Stützrippe für den Unterzug 3
und den daraufliegenden Hakenanker :2 wirkt. Der künstliche Zahn selbst, aus Porzellan
oder sonst geeignetem Material hergestellt, zeigt an seiner der Rückenplatte zugewendeten
Fläche 5 eine wagerechte, hakenförmig hinterschnittene Aussparung 6. Bei der Vereinigung
beider Teile dringt der Hakenanker 2 mit der Uriterzugsverstärkung 3 in die Aussparung
6 und der senkrechte Quersteg q. in die entsprechende senkrechte Aussparung 7 ein.
_ Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel nach den Abb. q. bis 7 ist an der Rückenplatte
8 lediglich ein Hakenanker 9 vorgesehen, in der
Rückenplatte selbst-aber
keinerlei Ausschnitte. Ferner ist aus einem Stückchen Blech das in Abb. 5 gezeigte
Stück derart zurechtgeschnitten und gebogen, daß dieses Blechstück die Hälfte der
Breite des Steges io des Hakenankers aufweist. Ein oberer kleiner Fortsatz i i des
Stückes nach Abb. 5 paßt gerade hinein in die Breite des Raumes zwischen der Rückenplatte
8 und dein vertikalen hinteren Hakensteg 9 des Hakenankers; dann biegt der Blechfortsatz
i i mit der Fläche 12 nach unten herab und darauf wieder zur horizontalen Fläche
13, die unter den Steg io des Hakenankers zu liegen kommt, etwa bis zu dessen Mitte;
dort biegt das Stück wieder nach unten ab und bildet den senkrechten Konsolstützarm
14. Die in Abb. .I und 5 gezeigten beiden Stücke werden dann durch einfaches Ineinanderschieben
gemäß Abb. 6 miteinander vereinigt, so daß dann ein gut versteifter Hakenanker an
der Rückenplatte vorhanden ist, ohne daß jedoch die Rückenplatte selbst durch ausgeschnittene
Teile geschwächt oder unterbrochen worden ist. Die zugehörige .Rückseite des künstlichen
Zahnes zeigt die in Abb. 7 dargestellte Form der hakenförmig hinterschnittenen Aussparung
der Zahnmasse.
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Da gewisse Zähne im Gebiß verhältnismäßig schmal sind im Vergleich
zu ihrer Länge, empfiehlt es sich, für diese Zähne die Schnappankerverbindung zwischen
Zahn und Rückenplatte nicht horizontal anzuordnen, sondern vertikal, wie dies aus
den nachfolgenden Abbildungen hervorgeht.
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Bei der nach den Abb. 8 bis i i gezeigten Ausführungsform ist an der
Rückenplatte 15 ein in seiner Längsrichtung vertikaler Winkelanker angeordnet, bestehend
aus dem quer abstehenden Steg 16 und dem hinteren, dazu rechtwinkligen Hakenstück
17. Über den Steg 16 wird zur Versteifung ein hakenförmig gebogenes Stück 18 aus
Blech herüber gehängt, wie dies Abb. io zeigt. Abb. ii stellt den Zahn 2o dar. Die
senkrechte Durchgangsöffnung für den Winkelanker hat in ihrem unteren Teile 21 die
Breite des Ankersteges 16 und des Stückes 18. In dem oberen Ende 22 ist der Durchgangsschlitz
noch breiter um die Dicke des Aufhängeendes i9 des Stückes. Hinter der Durchgangsöffnung
zeigt der Zah.i die hakenförmig hinterschnittene, verbreiterte Aussparung bis zu
der punktiert gezeichneten Linie 23, so daß dieser Grund der Aussparung der vollen
Breite des Hakenquerstückes 17 entspricht. Die durch Zusammenfügung unter Druck
hergestellte Einschnappverbindung ergibt sich aus dieser Konstruktion und bedarf
wohl keiner näheren Erörterung.
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In allen diesen Beispielen können nach dem "Zusammensetzen der verschiedenen
Metallteile zu dem fertigen Träger des künstlichen "Zahnes diese Metallteile durch
Löten oder Verschmelzen miteinander verbunden werden oder auch durch einfache Klemmbefestigung,
beispielsweise durch kräftiges Zusammendrücken der Teile mittels geeigneter Zangen
oder Anhauen mit kleinen Meißeln oder Kernern, wodurch allein schon eine genügend
feste Verbindung der zusammengefügten Metallteile erreicht werden kann, um so mehr,
als nach dem Einfügen der so gebildeten Hakenanker in die hakenförmig hinterschnittene
Aussparung der Zahnmasse die erzielte Zusammenfügung eine Wiederlösung der Verbindung
oder auch nur ein Verschieben der einzelnen Teile so gut wie unmöglich macht.