DE409463C - Isolator, dessen Dielektrikum aus gewickeltem Hartpapier besteht - Google Patents

Isolator, dessen Dielektrikum aus gewickeltem Hartpapier besteht

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DE409463C
DE409463C DEJ22213D DEJ0022213D DE409463C DE 409463 C DE409463 C DE 409463C DE J22213 D DEJ22213 D DE J22213D DE J0022213 D DEJ0022213 D DE J0022213D DE 409463 C DE409463 C DE 409463C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B17/00Insulators or insulating bodies characterised by their form
    • H01B17/26Lead-in insulators; Lead-through insulators
    • H01B17/30Sealing
    • H01B17/303Sealing of leads to lead-through insulators
    • H01B17/306Sealing of leads to lead-through insulators by embedding in material other than glass or ceramics

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Insulators (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 14. FEBRUAR 1925
REICHS PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21c GRUPPE (J 22213 Viatic1)
us
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1921 ab.
Hartpapier kommt in stetig zunehmendem Maße als Baustoff für Isolatoren wegen seiner wertvollen mechanischen und elektrischen Eigenschaften zur Verwendung; ein gutes Hartpapier ist auch im allgemeinen genügend widerstandsfähig und unhygroskopisch, Jim zum mindesten in Innenräumen den Einflüssen von Luftfeuchtigkeit, Niederschlägen und Staub zu widerstehen.
ίο Wenn trotzdem insbesondere gewickelte Hartpapierisolatoren vornehmlich bei hoher elektrischer Beanspruchung versagen, so liegt das nach neueren Beobachtungen daran, daß das Eindringen von Feuchtigkeit von den Kopfenden des Isolators her achsial in sein Inneres nicht völlig ausgeschlossen ist. Wenn nämlich das Papier nicht völlig durchtränkt ist — und eine im physikalischen Sinne vollkommene Tränkung ist praktisch nicht zu erreichen —, so bietet das Hartpapier nicht das Idealbild eines überall homogenen Körpers, sondern es läßt die Schichtung der einzelnen Papierlagen noch erkennen, die mit dazwischenliegenden Lackschichten abwechseln, und innerhalb dieser nicht völlig durchtränkten Papierlagen bieten sich dann feine Haarrisse der Feuchtigkeit als Wege dar. In der Richtung senkrecht zur Papierschichtung, d. h.' beim Isolator in radialer Richtung, ist dagegen das Eindringen von Feuchtigkeit quer durch die vielen Hunderte von Lackschichten bei einem guten Hartpapier praktisch völlig ausgeschlossen.
Die eingedrungene Feuchtigkeit führt nun bei hoher elektrischer Beanspruchung eine allmähliche Zerstörung des Isolators herbei. Dagegen bietet auch der vielfach übliche Überzug der Oberfläche mit Lack keinen Schutz, denn die Stärke der Lackschicht ist praktisch begrenzt, und es besteht die Gefahr, daß der Lack abgestoßen, beim Einbau und beim Reinigen zerkratzt und rissig wird. Gerade die Kopfenden bedürfen aber eines besonderen Schutzes, da die Isolatoren zumeist senkrecht stehen, die Stirnflächen also wagerecht liegen, so dlaß sich auf ihnen Staub und Niederschläge besonders stark absetzen.
Erfindungsjgemäß wird dieser Fehler der Hartpapierisolatoren dadurch behoben, daß ihre Kopfenden eine besondere Isolierschicht erhalten, welche in achsialer Richtung eine größere Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse, vor allem gegen Eindringen von Feuchtigkeit, besitzt als der Isolatorkörper.
Die Abb. 1 bis 3 zeigen Ausführungsbeispiele von Durchführungsisolatoren nach der Erfindung, und zwar Abb. 1 und 2 einen solchen mit aufgeschraubter Isolierschicht in Ansicht und Schnitt, Abb. 2 einen Schnitt durch einen Durchführungsisolator mit aufgegossener Isolierschicht.
In Abb. ι und 2 ist α der Isolatorkörper, b der Durchführungsbolzen, c eine Isolierschicht, bestehend aus Hartpapierplatten. Das in Platten hergestellte Hartpapier hat den Vorzug hoher mechanischer Festigkeit und be-
Lagerex emplar
quemer Bearbeitbarkeit und ist an sich homogener und widerstandsfähiger als gewickeltes Hartpapier; außerdem liegt bei dieser Anordnung seine Schichtung senkrecht zur Isolatorachse, die Richtung seiner größten Widerstandsfähigkeit also parallel der Achse. Die Isolierschicht in Form einer Kappe ist mittels Gewindes d auf dem Isolierkörper aufgeschraubt, und alle Zwischenräume zwischen
ίο der Schutzkappe und dem Isolatorkörper sind durch Vergußmasse e und f gut ausgefüllt.
Abb. 3 zeigt eine einfachere Ausführungsform, bei der die Isolierschicht g aus einer nach dem Guß erstarrenden Vergußmasse besteht, die unmittelbar auf das Kopfende des Isolators aufgegossen ist und an diesem durch eine Hinterdrehung h gesichert ist.
Abb. i.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Hartpapierisolator, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnenden des Isolierkörpers aus einer Isolierschicht bestehen, die in achsialer Richtung eine größere Widerstandsfähigkeit gegen das Eindringen von Feuchtigkeit hat als der Isolierkörper im übrigen.
2. Hartpapierisolator nach Anspruch-i, dadurch gekennzeichnet, daß die Endschicht aus Hartpapierplatten besteht.
3. Hartpapier isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Endschicht aus einer gießbaren, nach dem Guß erstarrenden Masse besteht und auf den Isolatorkopf aufgegossen ist.
Abb. 2.
DEJ22213D 1921-11-30 1921-11-30 Isolator, dessen Dielektrikum aus gewickeltem Hartpapier besteht Expired DE409463C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1140247B (de) * 1960-07-08 1962-11-29 Siemens Ag Abschlusskopf fuer Isolierrohre fuer Hochspannungsgeraete, z. B. Kabelendverschluesse

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DE1140247B (de) * 1960-07-08 1962-11-29 Siemens Ag Abschlusskopf fuer Isolierrohre fuer Hochspannungsgeraete, z. B. Kabelendverschluesse

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