DE367681C - Isolatorenketten, bei welchen die elektrische Beanspruchung der der Leitung zunaechst liegenden Glieder vermindert wird - Google Patents

Isolatorenketten, bei welchen die elektrische Beanspruchung der der Leitung zunaechst liegenden Glieder vermindert wird

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DE367681C
DE367681C DEP37360D DEP0037360D DE367681C DE 367681 C DE367681 C DE 367681C DE P37360 D DEP37360 D DE P37360D DE P0037360 D DEP0037360 D DE P0037360D DE 367681 C DE367681 C DE 367681C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B17/00Insulators or insulating bodies characterised by their form
    • H01B17/02Suspension insulators; Strain insulators
    • H01B17/06Fastening of insulator to support, to conductor, or to adjoining insulator
    • H01B17/10Fastening of insulator to support, to conductor, or to adjoining insulator by intermediate link

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  • Insulators (AREA)

Description

Für hohe Spannungen werden bekanntlich Isolatorenketten, aus verschiedenen Gliedern bestehend, verwandt. Diese Isolatoren haben den Nachteil, daß die der Leitung zunächstliegenden Glieder verhältnismäßig sehr stark belastet werden, da sich auf dieselben der größte Bruchteil der Spannung verteilt. Bei einer Isolatorenkette, welche an einem geerdeten Maste aufgehängt ist und bei welcher an der Klemme (in der Zeichnung mit 1 bezeichnet) durch den Leitungsdraht iooooo Volt Spannung angelegt sind, verteilt sich die Spannung wie folgt:
Das der Leitung zunächstUegende Element bekommt
eine Spannung von 32 000 Volt
das zweite Element 18 000 »
das dritte Element 14 000 »
das vierte Element 13 000 »
das fünfte Element 12 000 »
das sechste Element, am Mast
hängend ir 000 »
Hieraus ist ersichtlich, daß das der Leitungsklemme zunächstliegende Element eine so hohe Spannung erhält, daß es verhältnismäßig sehr leicht durchschlagen werden kann oder überschlägt. Es sind nun bereits Wege angegeben worden, welche durch eine abgestufte Kapazität der Kette eine günstige Spannungsverteilung auf die Kette hervorrufen, und zwar wurde für Isolatorenketten nach dem Kappentyp eine abgestufte Kapazität dadurch erzielt, daß die Bolzen und Porzellanscherben der einzelnen Glieder verschiedene Stärken erhielten, so daß die Isolatorenglieder, welche den dünnsten Porzellanscherben zwischen Kappe und Bolzen und die größten Armaturteile (Kappe und Bolzen) besaßen, die größte Kapazität erhielten. Dies hat den Nachteil, daß verschiedene Armaturteile fabriziert werden müssen und d'aß auch verschieden starke Porzellanglieder von der Porzellanfabrik hergestellt werden müssen. Es muß bei der Montage der einzelnen Isolatorenglieder sowohl wie der ganzen Kette besonders Obacht gegeben werden, daß immer die richtigen Armaturteile in die richtigen Porzellanteile einmontiert werden. Des ferneren muß bei der Montage der ganzen Kette besonders aufgepaßt werden, daß die Elemente in der richtigen Reihenfolge montiert werden. Bei den sogenannten Hewlett-Hängeisolatoren- und Hewlett-Abspannisolatorenketten laut der beiliegenden Zeichnung ist eine Abstufung der Kapazität noch nicht erreicht worden. Dies geschieht nach der nunmehr beschriebenen Erfindung, welche in gleicher Weise bei Isolatoren der Kappentypen vorteilhaft Verwendung findet, in folgender Weise:
Die Oberflächen der der Leitung zunächstliegenden Isolatorenglieder erhalten einen Metallüberzug (in der Zeichnung mit 2 bezeichnet), welcher mit den nach oben führenden Seilschlingen 3 in leitender Verbindung steht. Die Unterseite der Glieder erhalten bei 4 ebenfalls Metallbeläge, welche mit den nach unten gerichteten Seilschlingen 5 in leitender Verbindung stehen. Die nach unten gerichteten Seilschlingen sind natürlich die nach oben gerichteten des darunter befindlichen Gliedes. Durch eine derartige Anordnung wird eine bessere Verteilung der Spannung auf die gesamte Ketta erzielt. Nach den vorgenommenen Versuchen wurde eine wesentliche Entlastung der unteren Isolatorenelemente erzielt. Zu gleicher Zeit wird durch diesen Metallbelag noch ein besonderer Vorteil erreicht: nämlich der Überschlagswert im trockenen Zustande wird heruntergesetzt, während der Überschlagswert im nassen Zustande nicht heruntergesetzt wird. Die unteren Glieder werden auf jeden Fall selbst bei guter Verteilung der Spannung noch am stärksten •beansprucht, so daß die Gefahr des Durchschlages für diese Elemente am größten ist. Diese Gefahr wird jedoch beseitigt, wenn durch die Metallbeläge der Überschlagswert im trockenen Zustande heruntergesetzt wird, so daß die Isolatoren leichter überschlagen als durchschlagen. Auf die Isolationsfähigkeit im nassen Zustande haben diese Metallbeläge keinen Einfluß, da die belegten Isolatorenflächen ohnehin bei Regen naß werden. Dies gilt besonders von der Oberseite; aber auch die flache Unterseite wird bei feuchter Witterung, besonders in der Mitte, wo sie durch die Wulste nicht geschützt ist, am schnellsten feucht und leitend, so daß die Metallbeläge den Überschlag im nassen Zustande nur wenig herabsetzen. Die oberen, dem Maste zunächstliegenden Elemente erhalten gar keine Metallbeläge, während die mittleren Elemente nur kleine Metallbeläge erhalten. Die gleiche Anordnung ist nicht nur bei den Hewlett-Hängeketten, sondern auch bei den Hänge- und Abspannketten, welche aus Kappenisolatoren bestehen, anzuwenden. In diesem Falle wird der Metallüberzug auf der Oberfläche des Isolators mit der Kappe in leitender Verbindung stehen müssen, während der Metallüberzug auf der Unterseite mit dem Bolzen in leitender Verbindung steht. Die Metallüberzüge selbst werden am besten auf galvanischem Wege angebracht.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Isolatorenketten, bei weichen die elektrische Beanspruchung der der Leitung zunächstliegenden Glieder vermindert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die der Leitungsklemme zunächstliegenden Isolatorenelemente auf der Ober- und Unterseite Metallbeläge erhalten, wobei der Metallbelag auf der Oberfläche mit der Kappe, bei den Hewlett-Isolatoren mit der oberen Seilschlinge in leitender Verbindung steht -and wobei der Metallbelag auf der Unterseite mit dem Klöppel, bei den Hewlett-Isolatoren mit der nach unten gerichteten Seilschlinge
in leitender Verbindung steht. .
2. Isolatorenketten nach Anspruch 1, wobei die Metallbeläge nach oben in der Richtung der Aufhängung am Mast immer kleiner werden in der Art, daß die Metallbeläge des zweiten Gliedes von der Leitungsklemme aus kleiner sind als wie die des ersten, die des dritten kleiner als wie die des zweiten.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEP37360D 1919-01-21 1919-01-21 Isolatorenketten, bei welchen die elektrische Beanspruchung der der Leitung zunaechst liegenden Glieder vermindert wird Expired DE367681C (de)

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