DE407367C - Verfahren zum Reinigen von Zuckerloesungen und -saeften - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von Zuckerloesungen und -saeften

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/12Purification of sugar juices using adsorption agents, e.g. active carbon
    • C13B20/123Inorganic agents, e.g. active carbon

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  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Zuckerlösungen und -säften. Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung in der Anwendung von Entfärbungskohle mit hohem Kohlenstoffgehalt zum Reinigen und Entfärben von Zuckersäften und Lösungen von Zuckerarten.
  • Verwendet man derartige Entfärbungskohlen, wie Norit, Eponit u. dgl., zum Reinigen und Entfärben von Zuckersäften oder Zuckerlösungen, wie Rohr- und Rübenzucker, Invertzucker, Glukose, Milchzucker usw., so entzieht die Entfärbungskohle den Flüssigkeiten nicht nur Farbstoffe, sondern auch viele andere Verunreinigungen, wie z. B. Gummi, Pektine, Schleimstoffe oder andere kolloidale, filtrationshemmende Stoffe. Die Entfernung dieser Verunreinigungen durch Entfärbungskohle bildet an sich einen Vorteil, weil dadurch die Verarbeitungsfähigkeit der Flüssigkeiten verbessert wird, so daß infolgedessen bei Zuckersäften eine höhere Ausbeute erzielt werden kann. Wenn andere Verunreinigungen als Farbstoffe, insbesondere, wenn diese Verunreinigungen in größerer Menge vorhanden sind, von der Entfärbungskohle aufgenommen werden, so entsteht der Nachteil, daß die Entfärbungskohle bald unwirksam wird, indem die kolloidalen Schleim- und Gummistoffe die Kohlenteilchen umhüllen . und unwirksam machen. Will man die Kohle wiederbeleben, so ist dies mit größeren Kosten verbunden, wird anderseits die Kohle nicht wiederbelebt, dann werden erheblich größere Mengen von Entfärbungskohle benötigt.
  • Ein anderer Übelstand ist, daß man sehr unreine Flüssigkeiten in vielen Fällen nicht ohne Verwendung eines hohen Prozentsatzes von Entfärbungskohle behandeln kann, da die Filtrationsgeschwindigkeit der Lösung sonst erheblich gehemmt wird.
  • Zweck der Erfindung ist nun, eine wirtschaftlichere Verwendung der pulverigen Entfärbungskohle zu ermöglichen.
  • Das Verfahren beruht auf der Erkenntnis, daß man bei der Behandlung von Flüssigkeiten mit adsorbierenden Mitteln .die pulverige Entfärbungskohle ausschließlich oder wenigstens hauptsächlich zur Aufnahme solcher Stoffe verwendet, welche am schwierigsten durch andere adsorbierende Mittel entfernt werden, wie z. B. die Farbstoffe, gegebenenfalls auch Bakterien, übelschmekkende oder schlecht riechende Stoffe usw., und die Flüssigkeit daher zunächst einer Vorreinigung durch Einwirkung von Kieselgur aussetzt, wodurch die filtrationshemmenden Kolloide usw. aufgenommen werden. Dabei werden gleichzeitig etwa vorhandene suspendierte Verunreinigungen entfernt. Die derart durch Adsorption vorgereinigte Flüssigkeit wird alsdann mit pulveriger Entfärbungskohle behandelt. Hierdurch ist es möglich, die Entfärbungskohle ohne störende Einflüsse wirken zu lassen, so daß sie die Farbstoffe usw. aufnehmen kann. Die Kohle wird somit vollständig ausgenutzt.
  • Durch diese Arbeitsweise wird die Entfärbungskohle, welche ein teures Material ist, nicht nur viel länger verwendbar, sondern ihre Wiederbelebung wird erheblich erleichtert, denn gerade die Entfernung der gummiartigen und schleimartigen Stoffe verursacht bei der Wiederbelebung die größten Schwierigkeiten.
  • Die Flüssigkeit läßt sich--bei der Nachbehandlung mit Entfärbungskohle sehr leicht filtrieren, so daß die Flüssigkeit, wenn erwünscht, durch eine mit Entfärbungskohle beschickte Filterpresse hindurchgeleitet werden kann.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, zum- Reinigen von Zuckerlösungen Kieselgur und Entfärbungskohle zu benutzen, und zwar derart, daß man der Entfärbungskohle entweder eine geeignete Menge Kieselgur zusetzte öder nach erfolgter Entfärbung mit Kohle den filtrierten Zuckersaft mit Kieselgur behandelte. Diese Reihenfolge der Behandlung (erst Kohle und später Kieselgur) hat aber -.gerade die obenerwähnten Nachteile zur Folge, claß die kostspielige Entfärhungskohle nicht zur vollen Wirkung gelangen kann. Die vorliegende Erfindung beansprucht nicht die Mittel zur Reinigung, sqndern beschränkt sich ausschließlich auf die umgekehrte Reihenfolge der Behandlung, nämlich, daß die zu reinigenden Lösungen oder Säfte erst mit Kieselgur behandelt werden, worauf man sie filtriert, gegebenenfalls dann konzentriert und zuletzt der Einwirkung von Entfärbungskohle aussetzt. e

Claims (1)

  1. PATLINT-ANSPRUC1I: Verfahren zum Reinigen von Zuckerlösungen und -säften durch Behandlung derselben mit anorganischen Adsorptionsmitteln und Entfärbungskohle, dadurch gekemizeichnet"dß man _diezu behandelnden Lösungen erst- mit k-ieselgur und darauf mit Entfärbungskohle behandelt.
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