DE40703C - Vorrichtung zur Aufnahme und Sichtbarmachung von schriftlichen Mittheilungen - Google Patents
Vorrichtung zur Aufnahme und Sichtbarmachung von schriftlichen MittheilungenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B42—BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 12. October 1886 ab.
Zweck dieser Erfindung ist, auf schnelle und bequeme Weise einen schriftlichen Verkehr
zwischen Personen herzustellen, welche häufig an demselben Orte verkehren, ohne sich stets
zu treffen. Erreicht wird dieser Zweck durch Aufstellung
eines ständigen Apparates, welcher eine Papierrolle enthält, auf welcher Mittheilungen
und Benachrichtigungen niedergeschrieben werden, welche dann in geeigneter Weise, gesichert
vor Fälschungen, sichtbar aufgestellt werden. Der Apparat ist so eingerichtet, dafs
er für weitere Benutzung verschlossen ist, bis eine Art Keil in denselben eingeschoben wird,
infolge dessen ein Papierstreifen zu Tage tritt, welcher nun neue Mittheilungen aufnehmen
kann. Wird dann der beschriebene Papierstreifen wieder bedeckt, so bewirkt diese Operation
ein Aufrücken der Mittheilung in Ausstellungshöhe, wo sie kürzere oder längere Zeit verbleibt, während gleichzeitig neues Papier
zur Benutzung vorrückt.
In den Zeichnungen stellen dar: Fig. 1 einen verticalen Querschnitt des Apparates in derjenigen
Stellung seines Mechanismus, in welcher der Theil des Papieres, welcher die
nächste Mittheilung aufnehmen soll, verdeckt ist; Fig. 2 die Stellung, in welcher das zu beschreibende
Papierstück zur Benutzung freigelegt ist. Fig. 3 giebt einen Horizontalschnitt, in welchem die rechte Hälfte einen Schnitt
nach a-b, Fig. 1, die linke einen Schnitt nach
c-d, Fig. 2, darstellt.
Das Gehäuse 1, welches die arbeitenden Theile einschliefst und unbefugten Eingriffen
vorbeugt, hat die Form eines Glasschrankes 2, welcher auf einer Art Pult 3 steht. Die Pultform
ist aus Bequemlichkeitsgründen gewählt. Der Theil 3 hat eine Oeffhung 4, durch welche
ein Papierstreifen 5 zugänglich ist. Diese Oeffnung ist durch eine Klappe oder einen Schieber
6 bedeckt, welcher in seiner Stellung Fig. 1 unverändert bleibt und den Zugang zu dem
Papier so lange verhindert, bis ein Controlapparat in entsprechende Bewegung gesetzt
wird.
Klappe 6 hat einen Zapfen 7, welcher einen Arm 8, Fig. 3, trägt, der mittelst Stange 9 mit
einem mit Gegengewicht 10 versehenen Hebel verbunden ist, der um Achse 11 schwingt.
Gelagert ist diese Achse in den Seitenwänden des Gehäuses 1. Befindet sich die Klappe 6
in der Position Fig. 1, so wird sie in dieser Stellung durch den mit Gegengewicht versehenen
Hebel 12 gehalten, welcher, in Trägern 14 lagernd, im Punkte 13 dieser Träger
schwingt. Die Bewegung dieses mit dem Seitenarm 16 versehenen Hebels 12 ist durch
Stifte 15 beschränkt; derselbe greift hintereine
Verstärkung 37 des Armes 8 und verhindert auf diese Weise die Oeffhung der Klappe 6.
Diese Oeffnung ist erst möglich, nachdem durch Schlitz 17 ein Keilstück von geeigneter
Form und Gewicht eingeschoben wurde, welches auf Arm 16 wirkt und so die durch
Hebel 12 bewirkte Sicherung des Armes 8 mittelst der Nase 37 aufhebt. Nach Befreiung
des Armes 8 öffnet sich Klappe 6 automatisch infolge der Wirkung des Gewichtshebels 10.
Diese Wirkung wird unterstützt durch das Gewicht einer Stange 18, während die Feder ig die
Stellung der Klappe, wie in Fig. 2 gezeichnet, bedingt. Stange 18 ist oben mit einem Sperr-
i,J
klinkenträger 20 verbunden, welcher um 21
schwingt und eine Federsperrklinke 22 trägt. Bei dem soeben beschriebenen Vorgange ver-·
anlafst die Stange 18, indem sie fällt, die Sperrklinke 22 , eine neue Stellung einzunehmen
in Bezug auf die Zähne eines Sperrrades 23, welches von dieser Klinke in der ■Richtung des Pfeiles, Fig. 2, getrieben wird,
aber der rückwärtsgehenden Bewegung dieser Sperrklinke nicht zu folgen vermag, weil es
von einer beschwerten Klinke 24, schwingend um 25, festgehalten wird. Der Sperrklinkenträger
20, das Sperrrad 23 und die Sperrklinke 24 sind in einer Art Gehäuse 26 an der Seite des Glasschrankes untergebracht, wo
sie freie Bewegung haben. Das Sperrrad 23 hat im Centrum einen viereckigen Ausschnitt 38,
in welchen die Aufnahmewalze 28 mit ihren Enden 27 pafst. Die Drehung der Walze 28
geschieht in der Richtung des Pfeiles 39; gelagert ist dieselbe aufserdem .im entgegengesetzten
Seitenlager 40, welches, wie in Fig. 1 punktirt gezeichnet, geöffnet werden kann, indem
Hebel 29 gehoben wird; infolge dessen kann die Walze 28 sammt dem auf ihr befindlichen
verbrauchten Papier herausgenommen werden, ohne die übrigen Theile entfernen zu müssen.
Das zu benutzende Papier ist vortheilhaft ebenfalls auf einer Walze 30 aufgerollt, welche
vom Gestell 31 getragen wird und auswechselbar ist. Unter der Oeffnung 4 liegt im Gestell
31 die Führungswalze 32 für das Papier, von der dasselbe zu einem tischartigen Brett 33
gelangt, das direct unter der Klappe angebracht ist und als Unterlage beim Schreiben
dient. 34 und 35 sind fernere Führungswalzen für das Papier, zwischen denen das beschriebene Papier hinter Glasscheibe 2 zur
Ausstellung gelangt. Ist das Papier auf Brett 33 beschrieben, so geschieht die Beförderung
nach 2 durch das Schliefsen der Klappe 6 automatisch. 36 ist eine Hemm vorrichtung,
befestigt im herausnehmbaren Gestell 31, welche, beherrscht durch Hebel 9, die Vorrathsrolle 30
mittelst Sperrkranzes 46 feststellt, sobald die Klappe 6 vollständig geöffnet ist. Wird letztere
geschlossen, so veranlafst die Hebelstange 9 das Loslassen der Sperrung 36 vom
Sperrkranz 46, und mittelst des Hebels ι ο und der Stange 18 wird nun die Trommel 28 in
der Richtung des Pfeiles 39 gedreht, wodurch das Papier um etwas mehr, als die beschriebene
Stelle beträgt, in die Höhe gezogen wird, so dafs zwischen den einzelnen Mittheilungen
ein kleiner Raum bleibt.
Nach Schliefsung der Klappe 6 greift auch Hebel 12 wieder hinter die Nase 37 des
Hebelarmes 8 und bleibt in dieser Stellung, bis die Klappe 6 von neuem geöffnet wird.
41 ist eine Verschlufsvorrichtung zu Schlitz 17,
welche sich am Hebel 12 befindet und durch die passenden Keilstücke sofort verschoben
wird, nachdem das Keilstück den Hebel 16 erreicht hat. 42 ist ein verschlossener Aufnahmebehälter
für die Keilstücke mit Thür 43, in welchen dieselben nach ihrer Anwendung fallen. Der Arbeitsmechanismus ist durch die
Thür 44 zugänglich, welche ebenfalls verschliefsbar ist.
Der Apparat kann auch so eingerichtet werden, dafs er nach Belieben festgestellt werden
kann, wenn eine Colonne von Mittheilungen eine bestimmte Zeit ausgestellt bleiben soll.
Man bringt zu diesem Ende eine spiralförmige Nuth auf einem Ende . der Walze 30 an,
welche mit einer radialen Bohrung endigt und deren Länge der Höhe der Scheibe 2 entspricht.
Eine Feder mit Stift schleift in dieser Nuth und greift, sobald eine Colonnenlänge
Papier die Walze passirt hat, in die Bohrung, den Apparat hemmend, ein, wobei gleichzeitig
ein Schieber unter Schlitz 17 tritt. Soll die ausgestellte Colonne durch eine andere ersetzt
werden, so wird der Federstift aus der Bohrung wieder herausgenommen und am Anfang
der Nuth eingesetzt, wodurch gleichzeitig auch Schlitz 17 wieder frei wird.
Der Apparat kann doppelt, Fig. 3, und mehrfach sein.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:An einem Apparat zur Uebermittelung und Sichtbarmachung von geschriebenen Benachrichtigungen und anderen Mittheilungen:1. Die Klappe 6, welche den über Brett 33 geführten Papierstreifen zudeckt, durch den um Punkt 11 schwingenden Hebel 9 und das mit demselben verbundene Gewicht 10 zurückgeschlagen wird, wenn die Nase 37 am hinteren Ende der Klappe ausgeklinkt wird.2. Die Ausklinkvorrichtung 12, bestehend aus dem mit Belastungsgewicht versehenen, um 13 schwingenden Hebel 12, dessen Spitze in die Nase 37 am hinteren Ende der Klappe 6 greift und durch Einführen von Keilstücken geeigneter Form in den Schlitz 17 durch ihr auf den Arm 16 des Hebels 12 wirkendes Gewicht aufser Eingriff mit der Nase 37 kommt.3. Die Vorrathsrolle 30, welche mit der Führungsrolle 32 und dem als Unterlage für das" Papier beim Schreiben dienenden Brett 3 3 in dem Gestell 31 gelagert ist, in Verbindung mit der Aufnahmewalze 28 im oberen Theile des Glasschrankes 2 und den Führungsrollen 34, 35 zum Aufnehmen und Leiten des Papierstreifens 5.Das Sperrrad 23 an der Aufnahmewalze 28 in Verbindung mit der von dem Hebel 9 aus mittelst Verbindungsstange 18 bewegten Sperrklinke 22 und der Sperrfalle 24 zum Zwecke des automatischen Aufwickeins des Papierstreifens 5, wenn durch Zudecken des Papierstreifens 5 auf dem Brett 33 die Stange 18 in die Höhe geht.
Die Hemmvorrichtung 36, welche auf den Sperrkranz 45 wirkt und die Bewegung der Vorrathsrolle 30 hemmt, wenn die Klappe 6 vollständig geöffnet ist.6. Die Verschlufsvorrichtung 41 zum Schlitz 17, welche sich an dem Hebel 12 befindet und durch die passenden Keilstücke verschoben wird.7. Die spiralförmige Nuth an einem Ende der Vorrathswalze 30 von der Länge der Glasscheibe 2 und mit Bohrung an dem Ende, in welcher Nuth eine Feder mit Stift schleift, welcher durch Eintritt in diese Bohrung den Apparat hemmt, zum Ausstellen einer Colonne von Mittheilungen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT40703D Expired - Lifetime DE40703C (de) | Vorrichtung zur Aufnahme und Sichtbarmachung von schriftlichen Mittheilungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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-
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