DE406148C - Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Anthranilsaeurederivate - Google Patents

Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Anthranilsaeurederivate

Info

Publication number
DE406148C
DE406148C DEB100739D DEB0100739D DE406148C DE 406148 C DE406148 C DE 406148C DE B100739 D DEB100739 D DE B100739D DE B0100739 D DEB0100739 D DE B0100739D DE 406148 C DE406148 C DE 406148C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
acid
carboxylic acid
nitrogen
anthranilic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB100739D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Albert Rothmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roche Diagnostics GmbH
Original Assignee
Boehringer Mannheim GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehringer Mannheim GmbH filed Critical Boehringer Mannheim GmbH
Priority to DEB100739D priority Critical patent/DE406148C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE406148C publication Critical patent/DE406148C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Atithranilsäurederivate. Abkömmlinge der Anthranilsäure haben bis jetzt keine Anwendung in der Therapie C - gefunden. Es isi zwar eine Salicyloylverbin dung der Anthranilsäure in der Patentschrift 284735 beschrieben, die sich durch ihre Fähigkeit, die Harnsätireausscheidung zu beeinflussen, auszeichnen soll. Tatsächlich ist je- doch keine nach dem Verfahren dieser Patentschrift hergestellte Verbindung zur Einführung in die therapeutische Praxis gelangt.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine besonders "n,ite Wirkung Anthranilsäurederivaten zukommt, die in der Aminogruppe durch einen Chinolincarbonsäurerest substituiert sind. Diese Substitution kann entweder erfolgen durch Vermittlung des Carboxvis einer Chinolincarbonsäure oder durch Vermittlung eines ihrer Kernkohlenstoffatome.
  • Die im ersteren Falle entstehenden Verbindungen vom Typtis der Chinolincarboxylathranilsäuren, also N-Acidylderivate, werden dargestellt durch Einwirkung eines Chinolincarbonsäurechlorides bzw. von Derivaten oder Substitutionsprodukten eines solchen auf Anthranilsäure oder deren Derivate oder Substitutionsprodukte. Verbindungen, in denen ein Chinolincarbonsäurerest durch Vermittlung eines Kernkohlenstoffatoms an die Aminogruppe einer Antranilsäure gekuppelt ist (N - Carboxvchinolylanthranilsäuren), lassen sich beispieisweise durch Kondensation einer kernhalogenierten Chinolincarbonsäure mit nthranilsäure, einem ihrer Derivate oder Substitutionsprodukte erhalten. Bemerkt sei noch, daß an Stelle von Chinolinearbonsäuren auch Substitutionsprodukte von kernhalogenierten Chinolincarbonsäuren Verwendung finden können.
  • Die neuen Kondensationsprodukte besitzen, wie durch klinische Versuche erwiesen wurde, in außerordentlich hohem Maße das Vermögen, Harnsäl#ire aus dem Organismus zur Aussclieidti!ig zu bringen; sie rufen eine weit starkere Harnsäureausschwemmung hervor als die als Gichtmittel meist verwendete 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure und deren bisher bekannte Derivate. Ferner weisen sie die wertvolle Eigenschaft auf, völlig geschmacklos zu sein und keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen zur Folge-zu haben.
  • Beispiele. i. Man suspendiert ioo Teile 2-Phenylchinolin-4-carbonsäure in 40o Teilen Benzol, versetzt mit einer Lösung von 112 Teilen Thionvlchlorid in 2oo Teilen Benzol und erhitzt drei bis vier Stunden am Rückflußkühler auf dem Wasserbade. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels und des überschüssigen Thionylchlorids löst man den Rückstand in 8oo Teilen heißem Benzol und gibt unter kräftigem Rühren eine heiße Lösung von 65 Teilen Anthranilsätire in 4oo Teilen Benzol hinzu. Das Reaktionsprodukt scheidet sich zum größten Teil sofort ab. Man erwärmt das Reaktionsgemisch einige Zeit auf dem Wasserbad, saugt nach dein Erkalten den Niederschlag ab und trocknet ihn. Er zeigt rotgelbe Färbung. Zur weiteren Reinigung suspendiert man das Reaktionsprodukt in Wasser, erhitzt einige Zeit und filtriert darauf ab. Dieses Ausziehen mit Wasser wird gegebenenfalls mehrmals wiederholt, bis im Filtrat keine Anthranilsätire mehr nachweisbar ist. Der Niederschlag, der bei der Behandlung mit Wasser eine hell weißlichgelbe Färbung annimmt, wird auf der Nutsche mit heißem Wasser nachgewaschen und getrocknet. Er ist unlöslich in heißem Wasser, leicht löslich in warmem Benyolsprit, in Chloroform und Essigester. Aus Alkohol umkristallisiert, besteht die neue Verbindung von 'der Zusammensetzung: aus feinen Nädelchen vom F. P.:2:26 bis 2273- 2. Entsprechend der Vorschrift in Beispiel i werden ioo Teile 2-Phenyl-6-methylchinolin--[-carbonsätire in das Chlorid übergeführt und alsdann mit 65 Teilen Anthranilsätire umgesetzt. Das Reaktionsprodukt bildet nach dem Erhitzen und Ausziehen mit-Wasser ein hellgraugelbes Pulver. Durch Umkristallisieren aus heißem Alkohol erhält man es in Gestalt feiner 2"ädelchen, deren Schmelzpunkt bei :212' liegt. Das neue Reaktionsprodukt löst sich leicht in warmem Chloroform und Essigester, es ist unlöslich in Wasser.
  • 3. -to Teile 2-Chlorchinolin-4-carbonsätire (Ber. 1:2 [18971 S. ioo) werden mit 700 Teilen Wasser erwärmt, mit 8o Teilen Anthranilsäure versetzt und 5 Stunden am Rückflußkühler in schwachem Sieden erhalten. Darauf wird das gelb gefärbte Reaktionsprodukt abgenutscht, mit heißem Wasser gewaschen und, zwecks Entfernung der überschüssigen Anthranilsäure, mit erwärmter, stark verdünnter Salzsäure behandelt. Nach dem Absaugen wird das Reaktionsprodukt zur weiteren Reinigung mit warmer Sodalösung aufgenommen, filtriert k# und durch Versetzen mit Essigsäure in der Wärme in Form eines gelben Niedersefilages zur Abscheidung gebracht. Die neue Ver, bindung von der Zusammensetzung: ist unlöslich in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln, sie schmilzt bei 301' unter Zersetzung.
  • 4. 16 Teile der nach Beispiel 3 erhaltenen Verbindung werden in :2oo Teilen wasserfreiem Methylalkohol suspendiert und am Rückflußkühler zum Sieden erhitzt; während des Siedens wird ein mäßig starker Strom getrockneter Salzsäure eingeleitet. Es tritt bald Lösung ein. Nach 4 bis 5 Stullden unterbricht man das Einleiten der Salzsäure, verdünnt mit dem gleichen Volumen Wasser und bringt durch Zufügung von Soda in fester Form 'und im überschuß den entstandenen Dimethylester zur Abscheidung Das gelb gefärbte Reaktionsprodukt wird darauf nochmals mit verdünnter Sodalösung behandelt, abgesaugt und mit weißem Wasser gut nusgewaschen. Nach dr-m Trocknen erhält man durch Urnkristallisieren aus Aceton feine gelbe Nädelchen vom F. P. 164', die leicht löslich sind in kaltem Benzol und Chloroform, etwas schwerer in kaltem Essigester, ziemlich schwer löslich in heißem Äthvlalkohol.
  • 5. Entsprechend der in Beispiel i gegebenen Vorschrift werden ioo Teile 2-Phenil-6-methylchinolin-4-carbonsäure in das Chlorid übergeführt und sodann mit 5o Teilen Anthranilsäuremethylester, gelöst in 2oo Teilen Benzol, umgesetzt. Aus der anfangs klaren Lösung scheidet sich allmählich das Reaktionsprodukt gelb gefärbt und in krystallinischer Form ab. Zur Vollendung der Reaktion wird noch etwa eine halbe Stunde auf dem Wasserbad erwärmt und das Kondensationsprodukt wie in Beispiel i abgetrennt und gereinigt. Aus heißem Alkohol umkrystallisiert, zeigt es schwach gelbe Färbung und hat den F. P. 155 bis 156'. Der neue Ester ist in Essigester, Aceton und Äther unlöslich ' in Methylalkohol schwer löslich. In Chloroform löst er sich sehr leicht.
  • 6. Das in bekannter Weise aus 87 Teilen 2-Phenyl-4-chinolincarbonsäure erhaltene Chlorid wird mit 57 Teilen 5(7)-Chlor-iaminobenzol-2-carbonsäure (journ. f. prakt. Chemie N. F. 33, S. 50 [18861), die in 2oo Teilen Benzol gelöst sind, zur Reaktion gebracht. Das Reaktionsprodukt fällt als gelber Niederschlag aus. Nach etwa einstündigem Erwärinen auf dem Wasserbad wird es in üblicher Weise abgetrenAt. Aus heißem Alkohol umkrystallisiert, hat das netie Kondensationsprodukt den F. P. 155'. Es ist sehr schwer löslich in Essigester, Methylalkohol und Chloroform, leicht löslich in Ajeton.
  • 7. 2o Teile 2-Chlorchinolin-4-carbonsätire werden in 5oo Teilen Wasser mit 17 Teilen 5-Oxy-2-aminobenzol-i-carbonsäure (Annalen der Chemie 263, S.234 [18911) l:'i2 Stunden unter Rückfluß gekocht. Das erhaltene Kondensationsprodukt scheidet sich als gelb gefärbte Masse ab. Es wird abgetrennt und durch Lösen in zweifach norm. Natronlauge und Fällen mit verdünnter Salzs' Ulre gereinigt. In organischen Lösungsmitteln ist der Körper unlöslich. Er schmilzt bei etwa 280'.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Anthranilsätirederivate, darin bestehend, daß man auf Anthranilsäure oder deren Derivate oder Substitutionsprodukte entweder das Halogenid einer Chinolincarbonsäure, eines Derivates oder Substitutionsproduktes einer solchen oder eine im Kern halogenierte Chinolincarbonsäure oder ein Substitutionsprodukt einer solchen einwirken läßt und gegebenenfalls die entstandenen Kondensationsprodukte nach den üblichen Methoden in Mono- oder Dialtylester überführt.
DEB100739D 1921-07-21 1921-07-21 Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Anthranilsaeurederivate Expired DE406148C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB100739D DE406148C (de) 1921-07-21 1921-07-21 Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Anthranilsaeurederivate

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB100739D DE406148C (de) 1921-07-21 1921-07-21 Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Anthranilsaeurederivate

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE406148C true DE406148C (de) 1924-11-15

Family

ID=6989964

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB100739D Expired DE406148C (de) 1921-07-21 1921-07-21 Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Anthranilsaeurederivate

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE406148C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE406148C (de) Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Anthranilsaeurederivate
DE2655130C3 (de) Eine praktisch lösungsmittelfreie Kristallform des Cefacetril-Natriumsalzes
DE2435222C2 (de) Verfahren zur Herstellung von N-(2-Diethylamino)-ethyl-2-methoxy-5-methylsulfonylbenzamid
DE2728248A1 (de) Nitroxolinderivate
AT216004B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen N-(4-Sulfonamidophenyl)-butansultam
DE2327193C3 (de) N-(Diethylaminoethyl)-2-methoxy-5methylsulfonylbenzamid, seine Salze, Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen sowie diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
DE576712C (de) Verfahren zur Herstellung eines Doppelsalzes des ª‰-Bromaethyltrimethylammoniums
DE414190C (de) Verfahren zur Darstellung von Zitronensaeuretribenzylester
DE574190C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffenolschwefelsaeureestern
AT94307B (de) Verfahren zur Darstellung am Stickstoff substituierter Aminobenzoesäurederivate.
DE1543295C3 (de) N-substituierte Anthranilsäuren, deren Salze, Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
AT146967B (de) Verfahren zur Herstellung von Schwermetallverbindungen der Porphinreihe.
DE946139C (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Aralkylamino-9-dialkyl-aminobenzo-[a]-phenoxazimen
DE437974C (de) Verfahren zur Darstellung von phosphorhaltigen Derivaten der Carbazolreihe
DE203081C (de)
DE603088C (de) Verfahren zur Darstellung eines physiologisch hochwirksamen Umwandlungsproduktes ausultraviolett bestrahltem Vitamin D
DE590582C (de) Verfahren zur Herstellung loeslicher Abkoemmlinge von Aminoarylarsenoarsen-, Aminoarylarsenoantimon- und Aminoarylarsenwismutverbindungen
AT146819B (de) Verfahren zur Darstellung von Diaminochinolinen.
DE347139C (de) Verfahren zur Darstellung von Metallverbindungen der Sulfinide
CH102683A (de) Verfahren zur Darstellung eines am Stickstoff substituierten Anthranilsäurederivates.
DE579918C (de) Verfahren zur Herstellung von Zwischenprodukten, die im Naphthalinkerne durch mindestens eine Carboxylgruppe substituiert sind und gleichzeitig einen heterocyclischen Kern enthalten
DE694100C (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallverbindungen wasrodukte
AT147483B (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen des N-Methyltetrahydronicotinsäuremethylesters.
DE234851C (de)
DE556866C (de) Verfahren zur Darstellung von Monoaroyldiaminen der Benzolreihe