DE405397C - Verfahren zur Herstellung von waesserigen Dispersionen aetherischer OEle oder anderer in Wasser unloeslicher organischer Substanzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von waesserigen Dispersionen aetherischer OEle oder anderer in Wasser unloeslicher organischer Substanzen

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DE405397C
DE405397C DEP43282D DEP0043282D DE405397C DE 405397 C DE405397 C DE 405397C DE P43282 D DEP43282 D DE P43282D DE P0043282 D DEP0043282 D DE P0043282D DE 405397 C DE405397 C DE 405397C
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    • A61K8/02Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by special physical form
    • A61K8/04Dispersions; Emulsions
    • AHUMAN NECESSITIES
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von wässerigen Dispersionen ätherischer Öle oder anderer in Wasser unlöslicher organischer Substanzen. inogenen haltbaren Dispersionen verarbeitet wird. In gewissen Fällen ist es zweckmäßig, diesen Stoffen geringe, i bis z Prozent der Dispersion nicht übersteigende Mengen von organischen Körpern zuzusetzen, die eine oder mehrere Sulfogruppen im Molekül enthalten. Hierfür eignen sich in erster Linie sulfurierte Öle, z. B. Türkischrotöl, ferner Naphthensulfosäuren, Sulfitzelluloselauge, welche mit Schwefelsäure vorbehandelt und dann gereinigt wurde, usw.
  • Die Anwendung von Kolloidmühlen zur Herstellung von Dispersionen und Emulsionen ist zwar bekannt. So gelingt es z. B., Dispersionen von Mineralöl durch einfaches Behandeln derselben mit Wasser in Kolloidmühlen herzustellen; bei ätherischen Ölen ist dieses Verfahren jedoch nicht anwendbar, da dabei nur wenig stabile Dispersionen entstehen. Erst unter Anwendung solcher Flüssigkeiten, die sowohl `'Wasser wie die zu di-#-hergierendenStoffe zu lösen vermögen, gelingt die Herstellung stabiler Verteilungen. Diese Flüssigkeiten sind schließlich nicht ohne weiteres zu identifizieren mit bereits bekannten Dispersionsbeschleunigern, wie Seifen, Alkalien, Tanninsäure usw. Bei der Verarbeitung von Riechstoffen, ätherischen Ölen usw. auf Essenzen, Parfüme u. dgl., die zur Verbesserung des Geschmacks von Lebensmitteln dienen oder in der Medizin Verwendung finden, wurden diese Stoffe meist in Alkohol gelöst. Da man heute die Verwendung von Alkohol oder anderen organischen Lösungsmitteln gern vermeidet, wurde bereits vorgeschlagen, wässerige Emulsionen ätherischer Öle mittels Türkischrotöl herzustellen. Werden bei der Bereitung solcher Emulsionen die üblichen Homogenisierungsmaschinen angewendet, so muß die :Menge des als Einulgen wirkenden Stoffes verhältnismäßig groß sein, da sonst keine stabilen Emulsionen erhalten werden. Die bisher vorgeschlagenen Zusätze, in erster Linie Türkischrotöl, schädigen, in größeren Mengen zugegeben, nicht nur die Qualität des ätherischen Öles, sondern sie beeinträchtigen auch den Geruch und Geschmack der Emulsionen.
  • Es wurde nun gefunden, daß man beliebige Riechstoffe, ätherische Öle und andere organische ölige Flüssigkeiten mit Wasser in ein hochd.isperses System überführen kann, in welchem der ölige Bestandteil in kolloider Form vorliegt, wenn der Grundstoff unter Zusatz geringer Mengen von Ketonen, Alkoholen oder Äthern u. dgl. Flüssigkeiten, die sowohl Wasser wie die zu dispergierenden Stoffe lösen bzw. damit mischbar sind, in Wasser mittels Kölloidmühlen oder ähnlich wirkenden schnellaufenden Dispergiermaschinen zu ho-Beispiel. io Teile Zitronenöl werden in einer Kolloidmühle, System Plauson, mit 6öo Teilen Wasser, in dem 5 bis io Teile Azeton gelöst sind, einige Minuten bearbeitet, dabei erhält man eine milchige Flüssigkeit, die recht beständig ist. Der Zusatz eines Schutzkolloids kann .die Beständigkeit. ihr Emulsion noch erhöhen." - --@"erdünnt man die milchige Flüssigkeit mit etwa 2 bis 3 Volumina Wasser, so wird sie fast wasserklar.
  • Statt des Azetons kann man als Dispersator auch andere betone und andere Store verwenden, die sowohl mit Ölen wie mit Wasser mischbar sind, z. B. Alkohole, _Äther usw.
  • Zweckmäßig verstärkt mau die Wirkung dieser Dispersatoren noch durch Zusatz von geringen Mengen Türkischrotöl oder Sulfitzelluloselauge. Eine Veränderung der Mischverhältnisse ist zulässig.
  • In gleicher Weise kann man ein kolloides Parfüm erhalten, wenn man von einem natürlichen oder synthetischen Riechstoff ausgeht. Arbeitet man hierbei wie oben angegeben, so Entsteht ein wässeriges, wasserklares Produkt, das etwa l:, Prozent des Oles in kolloider Form enthält.
  • Ein derartiges Parfüm ist wesentlich billiger als eine alkoholische Lösung und stabiler als eine nach bekannten Verfahren hergestellte Emulsion. Die Intensität des Geruchs kann noch erhöht werden, wenn man vor der Behandlung in der Kolloidmü hle eine ganz kleine Menge grauen Ambra zusetzt. Dieser Stoff wird hierdurch gleichfalls sehr fein verteilt, so daß er in der Flüssigkeit schweben bleibt und sich nicht mehr absetzt, wie dies sonst zu geschehen pflegt.
  • Medizinische und neutrale Öle lassen sich auf -demselben Wege bis zu einem gewissen Prozentsatz denwässerigenDispersionsmitteln einverleiben und in beständige Emulsionen überführen. Substanzen, wie z. B. Salol, Menthol usw., kann man gleichfalls in antiseptisch wirkende Lösungen überführen oder für "Zahnpasten o. dgl. geeignet machen. Obgleich die Erfindung hauptsächlich in bezug auf die Herstellung von Parfüm and Essenzen aus ätherischen Ülen angewandt werden wird, kann man auch organische, in Wasser unlösliche Substanzen auf gleiche Weise zu stabilen Dispersionen verteilen. Elektrolyte sind hierbei möglichst zu vermeiden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von wässerigen Dispersionen ätherischer Öle oder anderer in Wasser unlöslicher organischer Substanzen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Stoffe in Gegenwart gEringer klengen von Ketonen, Alkoholen oder Äthern u. cl-I., die sowohl Wasser wie die zu dispergierenden Stoffe zu lösen vermögen bzw. damit mischbar sind, in Wasser vermittels einer Kolloidmühle oder ähnlich wirkenden schnellaufenden Dispergiermaschinen zu homogenen haltbaren Dispersionen verteilt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß außer den im Anspruch i genannten Dispersatoren noch geringe, i bis 2 Prozent der Dispersion nicht übersteigende Mengen von organischen Körpern, die eine oder mehrere Sulfogruppen im Molekül enthalten, zugesetzt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß während der Verarbeitung in- der Mühle solche Stoffe, welche die Intensität des Geruchs oder Geschmacks erhöhen, und gegebenenfalls Schutzkolloide zugesetzt werden.
DEP43282D 1921-12-02 1921-12-02 Verfahren zur Herstellung von waesserigen Dispersionen aetherischer OEle oder anderer in Wasser unloeslicher organischer Substanzen Expired DE405397C (de)

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