DE405387C - Verfahren zur Herstellung eines Mischduengers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mischduengers

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DE405387C
DE405387C DEB109875D DEB0109875D DE405387C DE 405387 C DE405387 C DE 405387C DE B109875 D DEB109875 D DE B109875D DE B0109875 D DEB0109875 D DE B0109875D DE 405387 C DE405387 C DE 405387C
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DE
Germany
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nitrate
sodium chloride
production
mixed fertilizer
sodium
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Expired
Application number
DEB109875D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hermann Rassow
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C1/00Ammonium nitrate fertilisers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Mischdüngers. Unter den Stickstoffdüngemitteln sind diejenigen für die Landwirtschaft voll besonderem Wert, die zugleich raschwirkenden Nitratstickstoff und langsamer wirketidz#li Ammoniakstickstoff enthalten. Ein diesen Anforderungen entsprechendes Düngemittel wäre das Ammonnitrat, doch ist dieses seiner hygroskopischen Eigenschaften wegen zum Düngen nicht ohne weiteres verwendbar. Man hat daher das Animonnitrat in Form von Mischdüngern zur Anwendung gebracht, z. B. solchen, die man dadurch herstellte, daß man es mit Chlorkalium oder Chlornatrium in Gegenwart von wenig Wasser innig mischte. Während sich Amilionitimnitrat und Chlorkalium hierLei rasch in ein aus Kalisalpeter und Chloranirnoilitnn bestellendes -Tischsalz von vorzüglichen Eigenschaften umsetzen, liegen die Verhältnisse Leini .Mischen voll Ainnionitnnnitrat und Chlornatrium wesenlich ungünstiger. Eine genügende j= nisetzuilg ist hierbei in Gegenwart beschränkter Mengen Lösungsmittel nicht zu erzielen, vieli-nehr finden sich in dem Produkt die Ausgangssalze zum größten Teile unverändert «-leder.
  • Es wurde null gefunden, daß es gelingt, ein Mischsalz zu erlialtcil, (las praktisch vollständig zuNatroilsalpeter undChlorainnionium umgesetzt ist, wenn man Ammonnitrat und Chlornatrium gegebenenfalls unter Zusatz voll Chlorammonium finit Wasser bei liolirr Teitiperatur zusammenbringt und (las Gemisch der
    Umsetzungsprodukte durch Abkühlung ab-
    ,cheidet. Man geht hier zweckmäßig voll
    einer Lösung aus, die man durch Zusammen-
    bringen von Natriunichlorid, Amilionium-
    nitrat und Wasser bei erhöhter Temperatur
    erhält, wobei die Salze mindestens in solchen
    Mengenverhältnissen verwendet «-erden, daß
    die Lösung in der \\ ärine an N atriumnitrat
    und Chloraninionium gesättigt ist. Beim Ab-
    kühlen auf gewöhnliche Temperatur oder dar-
    unter, das zweckmäßig durch Anlegen eines
    Vakuums unterstützt wird, gelangen reich-
    liche Mengen Cliloraninionittni und Natron-
    salpeter gleichzeitig zur Abscheidung. Das
    -Mischsalz wird voll der -Mutterlauge in der
    üblichen Weise getrennt und nötigenfalls ge-
    trocknet. In die Mutterlauge wird von neuem
    Clilorliatritnn und Ainnioniuinnitrat eilige-
    tragen, und zwar werden die beiden Salze in
    der Regel in gleichniolekularein- Verhältnis
    zugefügt. Es kann außerdem Chlorainmoriitini
    eingetragen «-erden, wadurch die Zusammen-
    setzung <les Produktes zugunsten des Ge-
    haltes all Ainmoniakstickstofi % erschoben
    wird. Eine ähnliche Änderung kann auch
    durch nachträgliches Zumischen voll Chlor-
    ai1nnorlitrili zum fertigen Mischsalz bewirkt
    werden.
    Das Aninioniulnnitrat wird zweckmäßig als
    konzentrierte Lösung verwendet; das Chlor-
    natrium kann auch in Form eines finit Chlor-
    aimnoniuni verunreinigten Produktes, wie es
    z. B. leicht bei der Aufarbeitung von Animoniaksodaniutterlauge anfällt, zur Anwendung kommen. Man kann sogar auf eine Abtrennung des Kochsalzes vomChlorammonium in diesem Falle überhaupt verzichten und einfach das beim Eindampfen der Ammoniaksodamutterlauge 1--ei niedriger Temperatur, zweckmäßig unter vermindertem Druck, anfallende Salzgemisch unmittell:ar benutzen. Die Auflösung der Salze kann durch Rühren unterstützt werden.
  • Beispiel. Aus einer Lösung, die durch Auflösen von 666 kg Chlornatrium und 211o1;gAminotiiumnitrat in i cbm Wasser bei 70° hergestellt wird, gewinnt man durch Abkühlen auf 2o° und Abnutschen etwa doo kg Salzgemisch, enthaltend i3o kg Natronsalpeter und 27o kg Chlorammonium. Die Mutterlauge wird auf 7o° aufgeheizt und nach Auflösen von i2o kg Ammoniumnitrat und cgp kg Chlornatrium wieder auf 20° gekühlt. Hierbei wird ein Mischsalz, bestehend aus 130 kg Natronsalpeter und 8o kg Chlorammonium, erhalten. «'i11 man ständig ein Mischsalz von der Zusammensetzung des bei der ersten Abscheidung erhaltenen gewinnen, so «-erden der Mutterlauge außer den angegebenen Mengen Ammoniumnitrat und Chlornatrium noch igo kg Chlorammonium hinzugefügt oder dem gewonnenen :Tischsalz nachträglich beigemischt.

Claims (1)

  1. PATENT-AxSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Mischdüngers, dadurch gekennzeichnet, daß Ammoniumnitrat, Chlornatrium und gegel-enenfalls Chlorammonium mit Wasser bei höherer Temperatur zusammengebracht und Gemische der C'm.setzungsprodukte durch Kühlung zur Abscheidun r gebracht «erden. Ausführungsform des Verfahrens gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von reinem Chlornatrium Gemische von ChlornatriumAerwendet werden, wie sie aus Ammoniakso(lamutterlaugen erhalten werden können.
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