DE40303C - Verfahren zur Herstellung von Peptonpräparaten mit Hilfe des bei der Teiggährung sich bildenden Fermentes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Peptonpräparaten mit Hilfe des bei der Teiggährung sich bildenden Fermentes

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DE40303C
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A. BRUNN in Wiesbaden
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23JPROTEIN COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS; WORKING-UP PROTEINS FOR FOODSTUFFS; PHOSPHATIDE COMPOSITIONS FOR FOODSTUFFS
    • A23J3/00Working-up of proteins for foodstuffs
    • A23J3/30Working-up of proteins for foodstuffs by hydrolysis
    • A23J3/32Working-up of proteins for foodstuffs by hydrolysis using chemical agents
    • A23J3/34Working-up of proteins for foodstuffs by hydrolysis using chemical agents using enzymes
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Description

PATENTAMT.
KAISERLICHES
bildenden Fermentes.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist die Herstellung von Peptonpräparaten mit Hülfe des Fermentes, welches sich bei der Gäbrung des gewöhnlichen Brotteiges mit Sauerteig bildet. . ■ ■
Unter Pepton sind hier in lösliche Form umgewandelte Eiweifskörper zu verstehen, welche aus ihren mit Salzsäure angesäuerten Lösungen durch'Kochen nicht niedergeschlagen werden.
Um diesen Zweck zu erreichen, setzt man mit Mehl, Kleie, Sauerteig und Wasser bei geeigneter Temperatur (etwa 35 bis 500 C.) einen Teig an, knetet demselben eine eiweifshaltige Substanz bei, aus welcher sich Pepton bilden kann, etwa gehacktes Fleisch (z. B. auf ι kg Fleisch 2 kg Kleie und Mehl), und überläfst das Ganze mehrere Stunden der durch den Sauerteig veranlafsten Gährung bei ebenfalls etwa 35 bis 5 o° CL
Nachdem der Teig genügend gegohren hat, wird derselbe mit Wasser durchgearbeitet und darauf das Feste von dem Flüssigen, etwa mittelst Centrifugiren, Pressen, Filtriren oder Decantiren, getrennt.
Das bei der Brotteiggährung durch den Sauerteig sich bildende oder auch schon im Sauerteig vorhandene Ferment wandelt das Eiweifs der zu dem Teig zugesetzten eiweifshaltigen Substanz (z. B. des Fleisches) in Pepton um. Dasselbe geschieht auch zum Theil mit der Klebersubstanz des im Teige enthaltenen Mehles, wenn auch kein besonderer Eiweifszusatz zu dem Teig stattgefunden hat. Das Pepton ist in Wasser löslich, und es enthält somit die auf oben beschriebene Art erhaltene Flüssigkeit das durch den Procefs erzeugte Pepton. Diese Flüssigkeit wird zum Sieden gebracht und bis zur Trockne oder auch nur bis zu einer gewünschten (z. B. syrupartigen) Consistenz eingedampft. Die sich hierbei abscheidenden Flocken werden von der Flüssigkeit getrennt und können nochmals einem Peptonisirungsprocefs unterworfen werden. Dieses flüssige oder feste Peptonprä'parat kann man noch mit geschmackverbessernden Zusätzen oder mit Kochsalz versetzen; auch kann man die in demselben enthaltene Säure neutralisiren.
Werden anstatt Fleisch andere eiweifshaltige Stoffe, wie z. B. Milch oder Eier, verwendet, so kann man natürlich zur , Teigbildung in diesem Falle des Wassers ganz oder theilweise •entbehren.
Man kann auch aus dem mit Hülfe, des Sauerteiges gegohrenen Brotteige das Ferment isoliren und durch dasselbe das Eiweifs der eiweifshaltigen. Substanzen peptonisiren; jedoch wird von dem Erfinder die Peptonisirung durch directe Anwendung des in dem gegohrenen Brotteige enthaltenen und nicht isolirten Fermentes für mindestens ebenso vortheilhaft gehalten.
Unter Umständen kann übrigens auch eine vorherige Isolirung. des Fermentes durch Extraction desselben aus dem mit Hülfe von Sauerteig gegohrenen Teig mit einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Wasser oder durch ein anderes
Äl',1
Verfahren, z.B. durch das von Wittich'sche, Cohnheim'sche oder . Musculus'sche Verfahren, und darauf folgende Verwendung dieses Fermentes in Lösung zur Peptonisirung vortheilhaft sein.

Claims (1)

  1. Pa tent-An Sprüche:
    ι. Verfahren zur Herstellung von Peptonpräparaten mit Hülfe des bei der Teiggährung sich bildenden Fermentes, darin bestehend, dafs man die eiweifshaltigen Substanzen, z. B. Fleisch, Milch oder Eier,
    a) einem sauerteighaltigen Teig einverleibt, diese Masse der Gährung überläfst und das dadurch gebildete Pepton mit Wasser auslaugt;
    b) der Einwirkung einer Lösung von Ferment, welche durch einfache Extraction mit einem Lösungsmittel oder durch ein anderes Verfahren aus einem mit Hülfe von Sauerteig gegohrenen Teig erhalten wurde, bis zur vollendeten Peptonisirung des Eiweifses überläfst und dann das so gebildete Pepton mit Wasser auslaugt.
    Verfahren zur Gewinnung von Peptonpräparaten,-. darin bestehend, dafs man einen sauerteighaltigen Teig ohne weiteren Zusatz von eiweifshaltigen Substanzen der Gährung überlä'fst und das dadurch aus dem Kleberstoff des Mehles gebildete Pepton mit Wasser auslaugt.
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