DE40192C - Chlorirende Röstung kupferhaltiger Abbrände und Erze - Google Patents

Chlorirende Röstung kupferhaltiger Abbrände und Erze

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DE40192C
DE40192C DENDAT40192D DE40192DA DE40192C DE 40192 C DE40192 C DE 40192C DE NDAT40192 D DENDAT40192 D DE NDAT40192D DE 40192D A DE40192D A DE 40192DA DE 40192 C DE40192 C DE 40192C
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Dr. H. RIEMANN in Linden—Hannover
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 4O: Hüttenwesen.
Zusatz zum Patent No. 38072 vom 26. März 1886.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. November 1886 ab. Längste Dauer: 25. März 1901.
Das dem Patente No. 38072 zu Grunde liegende Verfahren zur chlorirenden Röstung zinkhaltiger Kiesabbrände und Erze unter Mitwirkung von Ferrisulfat läfst sich unter Erzielung neuer technischer Wirkungen auch bei kupferhaltigen Abbränden und Erzen anwenden.
Bei dem bisher üblichen Röstverfahren wird den kupferhaltigen Erzen und Abbränden lediglich Kochsalz zugesetzt.
Diese chlorirende Röstung mit Kochsalz läfst sich jedoch nur bei. solchen Erzen und Abbränden mit Vortheil anwenden, deren Kupfergehalt 5 bis 6 pCt. nicht übersteigt. Durch die chlorirende Röstung mit Kochsalz allein lassen sich nur etwa 75 pCt. des Kupfers in wasserlösliche Form bringen, während der Rest durch verdünnte Salzsäure ausgezogen werden mufs, auch ist bei der seitherigen Kochsalzröstung die sehr lange Dauer des Röstprocesses, wenn die Abbrände stark schwefelhaltig und gesintert sind, ein grofser Uebelstand.
Den beiden Mängeln der jetzt üblichen Röstung soll durch das vorliegende Verfahren abgeholfen werden.
Das Verfahren besteht (nach Analogie des im Patente No. 38072 beschriebenen Verfahrens) ■ darin, dafs den kupferhaltigen Abbränden und Erzen aulser dem Kochsalz noch ein geeigneter Procentsatz Ferrisulfat zugesetzt wird, und zwar genügt bei den gewöhnlichen kupferhaltigen Kiesabbränden mit 4 bis 5 .pCt. Kupfer ein Zusatz von 5 bis 7 pCt. Ferrisulfat. Die gut gemischte Masse wird nun in der üblichen Weise der Röstung unterworfen. Durch die rasche und reichliche Chlorentwickelung aus dem Zusatz von Ferrisulfat und Kochsalz wird die Oxydation des Schwefels und die Chlorirung des Kupfers so beschleunigt, dafs die Dauer der Röstung einer Charge nur zwei Drittel der Zeit einer Röstung mit Kochsalz allein beträgt. Bei nicht zu sehr gesteigerter Hitze ergiebt sich dann, dafs von dem Kupfer bis 96 pCt. in Wasser löslich sind. Die Extraction mit verdünnter Säure braucht also nur für einen viel kleineren Theil bezw. Procentsatz des vorhandenen Kupfers stattzufinden. Die Anwendung von Salzsäure wird überflüssig, denn es genügt das bei dem Procefs selbst durch Absorption der entweichenden Gase gewonnene saure Wasser zum Ausziehen des in reinem Wasser unlöslichen Kupfers.
Für die gewerbliche Verwerthbarkeit des neuen Verfahrens ist von wesentlicher Bedeutung die Abkürzung der Röstdauer einer Charge, da hierdurch bedeutend an Kohlen und Arbeitslohn gespart wird und in den vorhandenen Oefen ein gröfseres Quantum Abbrände oder Erze wie seither abgeröstet werden kann.
Es mufs noch bemerkt werden, dafs das alte Verfahren der chlorirenden Röstung mit Kochsalz allein nur bei solchen Abbränden und Erzen mit Erfolg durchzuführen war,

Claims (1)

  1. deren Kupfergehalt 6 pCt. nicht überstieg, während durch den Ferrisulfatzusatz, also durch die damit zusammenhängende Entwickelung gröfserer Mengen von Chlor die Röstung und Extraction auch bei kupferreicherem Material mit Vortheil. Anwendung finden kann.
    Es geht aus vorstehendem zur Genüge hervor, von welcher hohen industriellen Bedeutung das neue Verfahren ist; denn die für das geringe Quantum von Ferrisulfat aufzuwendenden Kosten sind bei der Geringwerthigkeit dieses Productes verschwindende gegenüber der Ersparnifs an Zeit, Arbeitskosten, Kohlen und Säuren, sowie gegenüber der Gewinnung reineren Kupfers.
    Die geringere Zeitdauer des Röstprocesses gestattet eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit der vorhandenen Anlagen um 40 bis 50 pCt.
    Patenτ-Ansρroch:
    Behufs Anwendung des unter No. 38072 patentirten Röstverfahrens bei kupferhaltigen Abbrä'nden und Erzen dessen Abänderung dahin, dafs den kupferhaltigen Abbränden und Erzen auf 4 bis 6 pCt. Kupfergehalt etwa 5 bis 7 pCt. Ferrisulfat zugesetzt und das beim Auslaugen des Röstproductes mit Wasser sich nicht lösende Kupfer mittelst des bei der Röstung selbst durch Absorption der entweichenden Gase gewonnenen sauren Wassers extrahirt wird.
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