DE616181C - Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken

Info

Publication number
DE616181C
DE616181C DEM100915D DEM0100915D DE616181C DE 616181 C DE616181 C DE 616181C DE M100915 D DEM100915 D DE M100915D DE M0100915 D DEM0100915 D DE M0100915D DE 616181 C DE616181 C DE 616181C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slag
blast furnace
iron
strength
improving
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM100915D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEM100915D priority Critical patent/DE616181C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE616181C publication Critical patent/DE616181C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B5/00Treatment of  metallurgical  slag ; Artificial stone from molten  metallurgical  slag 
    • C04B5/06Ingredients, other than water, added to the molten slag or to the granulating medium or before remelting; Treatment with gases or gas generating compounds, e.g. to obtain porous slag

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Beständigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken Die ,in der Hochofenindustrie in großen Mengen entfallende Schlacke kann heute noch keine restlose Verwendung für Schottermaterial, Pflastersteingießerei usw. finden, weil. sie bei heißem Ofengange arm an Metalloxydul (Fe und Mn) ist und damit entweder zum Zerfall neigt oder infolge zu geringer Iiristallisationsgeschwindigkeit nur geringe-Festigkeit besitzt. Diese Schlacken müssen auf die Halde geschüttet werden; damit gehen große Werte dauernd verloren.
  • Die Bestrebungen, ungeeignete Schlacke durch Zusätze zu verbessern, sind alt und mannigfaltig. So ist die Verwendung eines Zwischenofens vorgeschlagen worden, in dem die Schlacke mit Zusätzen, wie Sand, Tonerde usw., verschmolzen wird. Die große Unwirtschaftlichkeit dieses Verfahrens hat seine Einführung verhindert. Andere wollen ohne Zwischenofen das Ziel erreichen.- Aber auch hier ist der Erfolg ausgeblieben, weil die üblichen Zusätze einen sehr hohen Schmelzpunkt haben und daher nur eine unvollständige Mischung, aber keine chemische Verbindung stattfindet. Selbst wenn es auf diesem Wege gelänge, die Zusätze chemisch zu binden, wäre der Erfolg nur ein halber, weil nur der Zerfall der Schlacke verhindert würde, während die vorzügliche Eigenschaft der eisenoxyd- und -oxydulreichen, rein kristallinischen Schlacke, nämlich die große Festigkeit, die besonders bei der Pflastersteingiel'')erei, aber auch bei Schottermaterial usw. die größte Rolle spielt, nicht erreicht würde.
  • Die Erfindung bezieht sich darauf, der Schlacke Eisen in Form von in der Schlacke leicht schmelzenden Eisenverbindungen zuzusetzen. Es ist bereits bekannt, Hochofenschlacke Metalloxyde zuzusetzen, um eine widerstandsfähigere und anders gefärbte Schlacke zu erhalten, die sich für Töpfereizwecke eignet. Dieser Prozeß muß jedoch in einem besonderen Ofen vorgenommen werden, ganz gleich ob die Schlacke vom Hochofen unmittelbar flüssig in diesen Ofen geleitet wird oder, im festen Zustand eingebracht, dort erst eingeschmolzen werden muß. Dieses Verfahren ist daher infolge der zu seiner Ausführung erforderlichen teuren Ofen kostspielig; es ist aber auch durch die für seine Durchführung aufzuwendenden beträchtlichen Wärmemengen unwirtschaftlich. Aus diesen Gründen hat auch dieses Einschmelzverfahren bisher keinen Eingang in die Praxis gefunden.
  • Man hat auch schon Walzsinter als leicht schmelzende Eisenverbindung zum Impfen der Hochofenschlacke benutzt. Demgegenüber besteht das Merkmal der Erfindung darin, daß als leicht schmelzende Eisenverbindung Gichtstaub der flüssigen Schlacke auf dem Wege vom Hochofen zur Schlackenpfanne oder in dieser zugesetzt wird.
  • Besondere beheizte Zwischenöfen werden hierbei also erspart, und außerdem wird noch der Vorteil erzielt, daß zur Durchführung des neuen Verfahrens keine besonderen Wärmeaufwendungen erforderlich sind.
  • Gichtstaub enthält etwa 45 % Fe; und zwar als Fe0, Fe203 und Fe304,. Der Schmelzpunkt liegt bei etwa i2oo° C, so daß die Schlacke mit 135o bis 1q.00° C ihn leicht schmelzt und in sich aufnimmt. Das hohe spezifische -Gewicht des Gichtstaubes bewirkt" ein schnelles und inniges Mischen. Auch der im Gichtstaub enthaltene Koksgrus scheint günstig auf den Verlauf des Prozesses zu wirken.
  • Zahlreiche Versuche haben bewiesen, daß die Schlacke auf dem Wege vom Ofen zur Schlackenpfanne oder in dieser selbst mit dem zugesetzten Gichtstaub vollständig gelöst wird und durch die Kristallkeimbildung und Kristallisationsgeschwindigkeit eine günstige Wirkung ausübt. Die innige und gleichmäßige Mischung des Gichtstaubes bzw. der anderen Zusatzstoffe mit der Schlacke kann erreicht werden durch die Länge der Schlakkenrinne sowie durch verhältnismäßig starke Neigung der Rinne 1:i1. Verbindung mit zahlreichen Querdämmen, die ein ständiges Aufwirbeln und Aufquirlen der Schlacke verursachen. Durch fallartigen Einwurf der mit dem Gichtstaub geimpften Schlacke aus der Rinne in die Pfanne tritt nochmals eine äußerst innige= Vermischung ein. Auch die pulverförmige Beschaffenheit des leicht schmelzbaren Gichtstaubes ruft eine gleichmäßige Vermischung der beiden Stoffe hervor. Die so behandelte Schlacke ist erstarrt dunkelgrau bis schwarz, auch wenn sie den Ofen hellgelbgrün verläßt, hat den Charakter von Basalt und ist außerordentlich fest. Selbst stark schäumende, gasige Schlacke nimmt diese Eigenschaften an, da die durch den Zusatz bedingten Reaktionen die Gase aus der Schlacke entfernen.
  • Der Gichtstaubzusatz wird je nach der Art der Ofenschlacke auf i bis 2 % der Schlakkenmenge bemessen. Die Anreicherung der Schlacke an Fe beträgt dann etwa 30 0;ö, das in ihr in Form von Fe O, Fe. 03 und Fei O_, entfalten ist.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCFI Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Beständigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken durch Zusatz von Eisen in Form leicht schmelzender Eisenverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß geringe Mengen (z. B. i bis 2 %) Gichtstaub der flüssigen Schlacke auf dem Wege vom Hochofen zur Schlackenpfamie oder in dieser zugesetzt werden.
DEM100915D 1927-08-06 1927-08-06 Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken Expired DE616181C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM100915D DE616181C (de) 1927-08-06 1927-08-06 Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM100915D DE616181C (de) 1927-08-06 1927-08-06 Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE616181C true DE616181C (de) 1935-07-22

Family

ID=7324445

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM100915D Expired DE616181C (de) 1927-08-06 1927-08-06 Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE616181C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767717C (de) * 1939-07-12 1953-04-09 Hoesch Ag Verfahren zur Gewinnung von Baustoffen aus glasig erstarrenden Stoffen, insbesondereaus huettenmaennischen Schlacken
EP0191904A1 (de) * 1985-02-21 1986-08-27 Klimanek GmbH Verfahren zur Herstellung entsorgungsfähiger Filterstäube
BE1004171A3 (fr) * 1989-09-15 1992-10-06 Klimanek Margarete Procede pour se debarasser des poussieres de filtres.

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767717C (de) * 1939-07-12 1953-04-09 Hoesch Ag Verfahren zur Gewinnung von Baustoffen aus glasig erstarrenden Stoffen, insbesondereaus huettenmaennischen Schlacken
EP0191904A1 (de) * 1985-02-21 1986-08-27 Klimanek GmbH Verfahren zur Herstellung entsorgungsfähiger Filterstäube
BE1004171A3 (fr) * 1989-09-15 1992-10-06 Klimanek Margarete Procede pour se debarasser des poussieres de filtres.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE616181C (de) Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken
DE2428715C3 (de) Verfahren und Anlage zur Reduktion und Agglomeration von feinkörnigem Erz
DE2727896C2 (de) Verwendung von Siliciumkarbid-Preßlingen als Kupolofenzusatz
DE2123313B2 (de) Verfahren zur herstellung von huettenkoks
DE1646837C2 (de) Verfahren zur Herstellung von feuerfesten, insbesondere ungebrannten, Magnesitchrom- und Chrommagnesitsteinen
DE659336C (de)
DE898756C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Metallen, insbesondere von Eisen (Eisenschwamm) ohne Schmelzung
DE2627407A1 (de) Verfahren zur herstellung von graphitischen agglomeraten und nach dem verfahren erhaltene produkte
DE233892C (de)
DE3211056C2 (de) Feuerfeste Erzeugnisse und deren Verwendung
DE714099C (de) Verfahren zur Beeinflussung des Schmelzvorganges von Brennstoffaschen
DE2951745A1 (de) Verfahren zum sauerstoff-sprueh-schmelzen von sulfid-konzentraten
DE257686C (de)
AT79943B (de) Verfahren zum Verfestigen von Zusammenballungen auVerfahren zum Verfestigen von Zusammenballungen aus Feinerzen, Kiesabbränden und dgl. durch sinternds Feinerzen, Kiesabbränden und dgl. durch sinterndes Brennen im Schachtofen. es Brennen im Schachtofen.
DE2300893A1 (de) Verfahren zum schmelzen von mineralen in einem schachtofen
DE767717C (de) Verfahren zur Gewinnung von Baustoffen aus glasig erstarrenden Stoffen, insbesondereaus huettenmaennischen Schlacken
AT16695B (de) Verfahren zur Entchromung von chromreichem Roheisen, sowie zur Darstellung von chromarmem Flußeisen und Flußstahl aus chromreichen Einsätzen.
DE706008C (de) Verfahren zur Gewinnung von Baustoffen aus glasig erstarrenden Stoffen, insbesondere huettenmaennischen Schlacken
DE587458C (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallen, wie Zinn, Blei, Antimon, Wismut oder deren Legierung, aus sulfidischen Erzen oder Huettenprodukten
DE81906C (de)
DE3000927C2 (de) Entschwefelung von Eisenmetallen
DE2133417C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminium-Silizium-Legierungen
DE673876C (de) Verfahren zum Roesten leicht schmelzender toniger, eisenarmer, aber schwefel-, phosphor- und kieselsaeurereicher Erze
DE1266327B (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl aus Eisensanden
DE453469C (de) Verfahren zum Einbinden von Feinerzen, Kiesabbraenden u. dgl. unter Ausnutzung der Eigenwaerme fluessiger Schlacke