DE616181C - Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer HochofenschlackenInfo
- Publication number
- DE616181C DE616181C DEM100915D DEM0100915D DE616181C DE 616181 C DE616181 C DE 616181C DE M100915 D DEM100915 D DE M100915D DE M0100915 D DEM0100915 D DE M0100915D DE 616181 C DE616181 C DE 616181C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- slag
- blast furnace
- iron
- strength
- improving
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000002893 slag Substances 0.000 title claims description 31
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N iron oxide Inorganic materials [Fe]=O UQSXHKLRYXJYBZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 7
- JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N ferric oxide Chemical compound O=[Fe]O[Fe]=O JEIPFZHSYJVQDO-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 3
- 229960005191 ferric oxide Drugs 0.000 title claims 2
- 235000013980 iron oxide Nutrition 0.000 title claims 2
- 239000000428 dust Substances 0.000 claims description 10
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 9
- 238000002844 melting Methods 0.000 claims description 6
- 230000008018 melting Effects 0.000 claims description 6
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 claims description 4
- 150000002506 iron compounds Chemical class 0.000 claims description 4
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 3
- 201000005569 Gout Diseases 0.000 description 9
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 6
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 3
- 230000009286 beneficial effect Effects 0.000 description 2
- 238000002425 crystallisation Methods 0.000 description 2
- 230000008025 crystallization Effects 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 229910044991 metal oxide Inorganic materials 0.000 description 2
- 150000004706 metal oxides Chemical class 0.000 description 2
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 2
- 239000004575 stone Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 238000007259 addition reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000996 additive effect Effects 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 238000005187 foaming Methods 0.000 description 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 1
- 230000006911 nucleation Effects 0.000 description 1
- 238000010899 nucleation Methods 0.000 description 1
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 1
- 238000005245 sintering Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B5/00—Treatment of metallurgical slag ; Artificial stone from molten metallurgical slag
- C04B5/06—Ingredients, other than water, added to the molten slag or to the granulating medium or before remelting; Treatment with gases or gas generating compounds, e.g. to obtain porous slag
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Ceramic Engineering (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)
Description
- Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Beständigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken Die ,in der Hochofenindustrie in großen Mengen entfallende Schlacke kann heute noch keine restlose Verwendung für Schottermaterial, Pflastersteingießerei usw. finden, weil. sie bei heißem Ofengange arm an Metalloxydul (Fe und Mn) ist und damit entweder zum Zerfall neigt oder infolge zu geringer Iiristallisationsgeschwindigkeit nur geringe-Festigkeit besitzt. Diese Schlacken müssen auf die Halde geschüttet werden; damit gehen große Werte dauernd verloren.
- Die Bestrebungen, ungeeignete Schlacke durch Zusätze zu verbessern, sind alt und mannigfaltig. So ist die Verwendung eines Zwischenofens vorgeschlagen worden, in dem die Schlacke mit Zusätzen, wie Sand, Tonerde usw., verschmolzen wird. Die große Unwirtschaftlichkeit dieses Verfahrens hat seine Einführung verhindert. Andere wollen ohne Zwischenofen das Ziel erreichen.- Aber auch hier ist der Erfolg ausgeblieben, weil die üblichen Zusätze einen sehr hohen Schmelzpunkt haben und daher nur eine unvollständige Mischung, aber keine chemische Verbindung stattfindet. Selbst wenn es auf diesem Wege gelänge, die Zusätze chemisch zu binden, wäre der Erfolg nur ein halber, weil nur der Zerfall der Schlacke verhindert würde, während die vorzügliche Eigenschaft der eisenoxyd- und -oxydulreichen, rein kristallinischen Schlacke, nämlich die große Festigkeit, die besonders bei der Pflastersteingiel'')erei, aber auch bei Schottermaterial usw. die größte Rolle spielt, nicht erreicht würde.
- Die Erfindung bezieht sich darauf, der Schlacke Eisen in Form von in der Schlacke leicht schmelzenden Eisenverbindungen zuzusetzen. Es ist bereits bekannt, Hochofenschlacke Metalloxyde zuzusetzen, um eine widerstandsfähigere und anders gefärbte Schlacke zu erhalten, die sich für Töpfereizwecke eignet. Dieser Prozeß muß jedoch in einem besonderen Ofen vorgenommen werden, ganz gleich ob die Schlacke vom Hochofen unmittelbar flüssig in diesen Ofen geleitet wird oder, im festen Zustand eingebracht, dort erst eingeschmolzen werden muß. Dieses Verfahren ist daher infolge der zu seiner Ausführung erforderlichen teuren Ofen kostspielig; es ist aber auch durch die für seine Durchführung aufzuwendenden beträchtlichen Wärmemengen unwirtschaftlich. Aus diesen Gründen hat auch dieses Einschmelzverfahren bisher keinen Eingang in die Praxis gefunden.
- Man hat auch schon Walzsinter als leicht schmelzende Eisenverbindung zum Impfen der Hochofenschlacke benutzt. Demgegenüber besteht das Merkmal der Erfindung darin, daß als leicht schmelzende Eisenverbindung Gichtstaub der flüssigen Schlacke auf dem Wege vom Hochofen zur Schlackenpfanne oder in dieser zugesetzt wird.
- Besondere beheizte Zwischenöfen werden hierbei also erspart, und außerdem wird noch der Vorteil erzielt, daß zur Durchführung des neuen Verfahrens keine besonderen Wärmeaufwendungen erforderlich sind.
- Gichtstaub enthält etwa 45 % Fe; und zwar als Fe0, Fe203 und Fe304,. Der Schmelzpunkt liegt bei etwa i2oo° C, so daß die Schlacke mit 135o bis 1q.00° C ihn leicht schmelzt und in sich aufnimmt. Das hohe spezifische -Gewicht des Gichtstaubes bewirkt" ein schnelles und inniges Mischen. Auch der im Gichtstaub enthaltene Koksgrus scheint günstig auf den Verlauf des Prozesses zu wirken.
- Zahlreiche Versuche haben bewiesen, daß die Schlacke auf dem Wege vom Ofen zur Schlackenpfanne oder in dieser selbst mit dem zugesetzten Gichtstaub vollständig gelöst wird und durch die Kristallkeimbildung und Kristallisationsgeschwindigkeit eine günstige Wirkung ausübt. Die innige und gleichmäßige Mischung des Gichtstaubes bzw. der anderen Zusatzstoffe mit der Schlacke kann erreicht werden durch die Länge der Schlakkenrinne sowie durch verhältnismäßig starke Neigung der Rinne 1:i1. Verbindung mit zahlreichen Querdämmen, die ein ständiges Aufwirbeln und Aufquirlen der Schlacke verursachen. Durch fallartigen Einwurf der mit dem Gichtstaub geimpften Schlacke aus der Rinne in die Pfanne tritt nochmals eine äußerst innige= Vermischung ein. Auch die pulverförmige Beschaffenheit des leicht schmelzbaren Gichtstaubes ruft eine gleichmäßige Vermischung der beiden Stoffe hervor. Die so behandelte Schlacke ist erstarrt dunkelgrau bis schwarz, auch wenn sie den Ofen hellgelbgrün verläßt, hat den Charakter von Basalt und ist außerordentlich fest. Selbst stark schäumende, gasige Schlacke nimmt diese Eigenschaften an, da die durch den Zusatz bedingten Reaktionen die Gase aus der Schlacke entfernen.
- Der Gichtstaubzusatz wird je nach der Art der Ofenschlacke auf i bis 2 % der Schlakkenmenge bemessen. Die Anreicherung der Schlacke an Fe beträgt dann etwa 30 0;ö, das in ihr in Form von Fe O, Fe. 03 und Fei O_, entfalten ist.
Claims (1)
- PATENT ANSPRUCFI Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Beständigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken durch Zusatz von Eisen in Form leicht schmelzender Eisenverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß geringe Mengen (z. B. i bis 2 %) Gichtstaub der flüssigen Schlacke auf dem Wege vom Hochofen zur Schlackenpfamie oder in dieser zugesetzt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM100915D DE616181C (de) | 1927-08-06 | 1927-08-06 | Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM100915D DE616181C (de) | 1927-08-06 | 1927-08-06 | Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE616181C true DE616181C (de) | 1935-07-22 |
Family
ID=7324445
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM100915D Expired DE616181C (de) | 1927-08-06 | 1927-08-06 | Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE616181C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767717C (de) * | 1939-07-12 | 1953-04-09 | Hoesch Ag | Verfahren zur Gewinnung von Baustoffen aus glasig erstarrenden Stoffen, insbesondereaus huettenmaennischen Schlacken |
| EP0191904A1 (de) * | 1985-02-21 | 1986-08-27 | Klimanek GmbH | Verfahren zur Herstellung entsorgungsfähiger Filterstäube |
| BE1004171A3 (fr) * | 1989-09-15 | 1992-10-06 | Klimanek Margarete | Procede pour se debarasser des poussieres de filtres. |
-
1927
- 1927-08-06 DE DEM100915D patent/DE616181C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767717C (de) * | 1939-07-12 | 1953-04-09 | Hoesch Ag | Verfahren zur Gewinnung von Baustoffen aus glasig erstarrenden Stoffen, insbesondereaus huettenmaennischen Schlacken |
| EP0191904A1 (de) * | 1985-02-21 | 1986-08-27 | Klimanek GmbH | Verfahren zur Herstellung entsorgungsfähiger Filterstäube |
| BE1004171A3 (fr) * | 1989-09-15 | 1992-10-06 | Klimanek Margarete | Procede pour se debarasser des poussieres de filtres. |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE616181C (de) | Verfahren zur Verbesserung der Festigkeits- und Bestaendigkeitseigenschaften eisenoxydularmer Hochofenschlacken | |
| DE2428715C3 (de) | Verfahren und Anlage zur Reduktion und Agglomeration von feinkörnigem Erz | |
| DE2727896C2 (de) | Verwendung von Siliciumkarbid-Preßlingen als Kupolofenzusatz | |
| DE2123313B2 (de) | Verfahren zur herstellung von huettenkoks | |
| DE1646837C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von feuerfesten, insbesondere ungebrannten, Magnesitchrom- und Chrommagnesitsteinen | |
| DE659336C (de) | ||
| DE898756C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Metallen, insbesondere von Eisen (Eisenschwamm) ohne Schmelzung | |
| DE2627407A1 (de) | Verfahren zur herstellung von graphitischen agglomeraten und nach dem verfahren erhaltene produkte | |
| DE233892C (de) | ||
| DE3211056C2 (de) | Feuerfeste Erzeugnisse und deren Verwendung | |
| DE714099C (de) | Verfahren zur Beeinflussung des Schmelzvorganges von Brennstoffaschen | |
| DE2951745A1 (de) | Verfahren zum sauerstoff-sprueh-schmelzen von sulfid-konzentraten | |
| DE257686C (de) | ||
| AT79943B (de) | Verfahren zum Verfestigen von Zusammenballungen auVerfahren zum Verfestigen von Zusammenballungen aus Feinerzen, Kiesabbränden und dgl. durch sinternds Feinerzen, Kiesabbränden und dgl. durch sinterndes Brennen im Schachtofen. es Brennen im Schachtofen. | |
| DE2300893A1 (de) | Verfahren zum schmelzen von mineralen in einem schachtofen | |
| DE767717C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Baustoffen aus glasig erstarrenden Stoffen, insbesondereaus huettenmaennischen Schlacken | |
| AT16695B (de) | Verfahren zur Entchromung von chromreichem Roheisen, sowie zur Darstellung von chromarmem Flußeisen und Flußstahl aus chromreichen Einsätzen. | |
| DE706008C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Baustoffen aus glasig erstarrenden Stoffen, insbesondere huettenmaennischen Schlacken | |
| DE587458C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Metallen, wie Zinn, Blei, Antimon, Wismut oder deren Legierung, aus sulfidischen Erzen oder Huettenprodukten | |
| DE81906C (de) | ||
| DE3000927C2 (de) | Entschwefelung von Eisenmetallen | |
| DE2133417C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aluminium-Silizium-Legierungen | |
| DE673876C (de) | Verfahren zum Roesten leicht schmelzender toniger, eisenarmer, aber schwefel-, phosphor- und kieselsaeurereicher Erze | |
| DE1266327B (de) | Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl aus Eisensanden | |
| DE453469C (de) | Verfahren zum Einbinden von Feinerzen, Kiesabbraenden u. dgl. unter Ausnutzung der Eigenwaerme fluessiger Schlacke |