DE401685C - Verfahren zum Betriebe von paarweise zusammenarbeitenden Wassergaserzeugern - Google Patents

Verfahren zum Betriebe von paarweise zusammenarbeitenden Wassergaserzeugern

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DE401685C
DE401685C DEJ21962D DEJ0021962D DE401685C DE 401685 C DE401685 C DE 401685C DE J21962 D DEJ21962 D DE J21962D DE J0021962 D DEJ0021962 D DE J0021962D DE 401685 C DE401685 C DE 401685C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Fuel Combustion (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betriebe von paarweise zusammenarbeitenden Wassergaserzeugern. Bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung von Wassergas im Gaserzeuger wurde immer nur ein einziger Apparat oder mehrere vollkommen unabhängig voneinander arbeitende _ Apparate benutzt, was auch für ,las zur Verfügung stehende grobstiickigere und hochwertige Gut vollauf genügte. Versuche, die mit feinl;örnigeretti, mehr orler weniger hochwertigem Gut, z. B. Halbkoks o. dgl., vorgenommen wurden, ergaben aber wegen des zum Warmblasen stets bendtihten, verhältnismäßig hohen Winddruckes stets einen beträchtlichen Verlust an Beschickungsgut infolge des Übertrittes von sogenannter Plu-kohle (bi;s zu .Io Prozent und mehr) in den Abgasschornstein. Infolge der hierdurch @:erursachten hohen Gestehungskosten des erzeugten Wassergases war die Verwendung solcher feinkörnigen, staubförmigen oder leicht zum "Zerfallen neigenden Brennstoffe, z. B. Halbkoks o. dgl., bisher ausgeschlossen.
  • Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Verfahren zum Betriebe von paarweise zusammen arbeitenden Wassergaserzeugern, ,legen oberhalb der Brennstoffschichten liegende Räume miteinander in Verbindung stehen. Es besteht darin, daß .das Gaserzeugerpaar sowohl beim Heißblasen als auch beim Gasen in wechselnder Reihenfolge derart hintereinandergeschaltet wird, daß die beiden Gaserzeuger von der Heißblaseltift bzw. von dem Dampf in einander entgegengesetzten Richtungen durchströmt werden, wobei während der Heißblasezeiten dem jeweils zweiteschalteten Gaserzeuger zusätzliche Heißg e blaseluft zugeführt wird.
  • Es ist an sich bekannt, wegen des erforderlichen Wechselbetriebes @Vassergaserzeuger paarweise zu betreiben. Hierzu wurden auch bereits die verschiedensten Vorschläge gemacht.
  • So soll z. B. nach einem Vorschlage bei solchen haarweise zusammen arbeitenden Gaserzeugern jeweils nur einer der beiden Gaserzeuger heißgeblasen werden, während gleichzeitig in dem anderen Gaserzeuger unter Dampfzuführung vergast wird: Es entsteht hierdurch jedoch kein reines Wassergas, sondern ein Gemisch von Heißblasgasen mit Schwelgasen und Generatorgas. Dieses bekannte Verfahren hat vor allein den Nachteil, daß es ein verhältnismäßig geringwertiges Gas liefert und außerdem zu übermäßig langen Heißblasezeiten oder unnötig abgekürzten Gasezeiten zwingt, weil sich bei ,dem gleichzeitigen verschiedenartigen Betriebe der beiden Gaserzeuger der eine nach dem andern richten muß.
  • Ferner wurde schon angeregt, beide Gaserzeuger beim Heißblasen parallel und sie le-.diglich während der Gasezeiten hintereinander zu schalten. Es ergibt sich hierdurch der große Nachteil, daß beide Gaserzeuger in stets gleichbleibender Richtung heißgeblasen «-erden, ein ''erfahren, glas man bekanntlich nach Möglichkeit ztt vermeiden sucht, um die durch das Heißblasen stark in Anspruch genotninenen Teile des Gaserzeugers möglichst zu schonen. Diese Betriebsweise ist also für den Gaserzeuger unvorteilhaft. Ferner eignet sich diese Betriebsweise nicht im geringsten zur Vergasung mulmiger und bröckeliger Brennstoffe mit starker Neigung zum Zerfallen und zur Staubbildung. Denn es wird während des Heißblasens ein verhältnismäßig großer Teil des staubförmig gewordenen Brennstoffs mit den Heißblasegasen unmittelbar aus beiden Gaserzeugern weggeführt, der nicht verbrennt und so verlorengeht. Diese Verluste sind bei dem neuen Verfahren ausgeschlossen, weil hier ein großer Teil .des von der Heißblaseluft aufgewirbelten Staubes beim üLertritt in den anderen Gaserzeuger durch die zugeführte zusätzliche Verbrennungsluft verbrannt und nur der übrigbleibende Rest beim Durchgang durch den anderen Gaserzeuger abgesiebt und zurückgehalten wird. Außerdem ist die Möglichkeit, aus dem zweitgeschalteten Gaserzeuger staubförinigen Inhalt mitzureißen, besonders gering, weil der Druck im zweiten Gaserzeuger naturgemäß durch die eigenartige Drosselwirkung .der Beschickung .des ersten Gaser zetigers entsprechend niedriger ist. Es arbeitet somit eine nach dem. neuen Verfahren betriebene Gaserzetigungsanlage mit wesentlich geringeren Brennstoffverlusten und mit wesentlich geringeren Ablagerungen fester Stoffe in den Abgasleitungen. Gleichzeitig mit dieser erhöhten Wirtschaftlichkeit des eigentlichen Vergasungsvorgangs erbringt die Erfindung auch noch den Vorteil, daß bei ihr der bewährte -Wechsel in der Heißblaserichtung angewandt werden kann, die Gaserzeuger selbst also länger lebensfähig bleiben.
  • Die vorstehend erwähnten Vorteile sind von «-eitergehender Bedeutung und Tragweite, als es auf den ersten Augenblick scheint; denn aie Rücksicht auf möglichst sparsame Brennstoffwirtschaft zwingt in immer stärkerem Maße zum Gewinnen der sämtlichen in der Kohle enthaltenen Teere, Öle und Fette, woclurch in ilnnler größeren Mengen sogenannter >:Halbkoks« entfällt, für clen bisher eine umfassende Verwendungsmöglichkeit wegen seiner geringen Festigkeit noch nicht gefunden worden ist. Die Erfindung zeigt nun erstinalig den wirtschaftlichsten Weg zur Vergasung dieses Abfallerzeugnisses in Gaserzeugern unter Gewinnung eines hochwertigen Gases. Die gleiche Aufgabe vermag keine der erwähnten bekannten Betriebsweisen zu lösen.
  • Nach einem weiteren Vorschlage soll bei einem Zwillingswassergaserzeuger stets nur einer der beiden Gaserzeuger unter Verlust der staubförmigen Bestandteile heißgeblasen und darauf in ihm unter Zuführen von Wasserdampf Gas erzeugt werden, das den frischen Brennstoff des anderen Gaserzeugers verkoken soll und sich mit dessen Schwelgasen mischt. Es führt das aber zu einem gänzlich anders gearteten Verfahren mit einem gänzlich anderen Gaserzeugnis als das neue Verfahren. Vor allein wäre dieses bekannte Verfahren zum Vergasen staubiger oder mulmiger Brennstoffe, wie Halbkoks u. dgl., wegen der hohen Blaseverluste unbrauchbar.
  • In der Zeichnung ist eine Wassergasanlage zum Durchführen des neuen Verfahrens in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt. Abb. t -neigt ,die in ihrem Füllschacht durch einen Kanal miteinander verbundenen beiden Gaserzeuger I und II in einem senkrechten Mittelschnitt; Abb.2 zeigt dieWassergaserzeugungsanlage in einer Draufsicht.
  • Mittels eines Kanals a ist der über der Beschicktingssäule cles einen Gaserzeugers liegende Hohlraum mit dein gleichen Hohlratten des anderen Gaserzeugers stetig- verbunden. Das Erzeugen des Wassergases erfolgt nun abwechselnd in der Weise, daß z. B. erst der Gaserzetiger 1 warnt- und dann kaltgeblasen wird; dann wiederholen sich diese Vorgänge beidem Gaserzeuger II und nachdem wieder bei I usw. Beim Warmblasen, z. B. von I, tritt der `Find aus einer Windleitung h durch die finit einem Absperrschieber ausgestattete Zweigleitung c unter dem Rost von I in die Beschickung ein, bringt diese in Glut und zieht dann als Abgas durch den Verbindungskanal a. und die Beschicktings-,Aschen- und Schlackenschicht des benachbarten Gaserzeugers 11 unter dein Rost desselben in die Abgasrohrleitung d und den Schornstein e ab. Während dieses Vorganges wird durch eine von .der Windleitung c abgezweigte Rohrleitung j Zusatzluft in den Hohlratten oberhalb der Beschickungssäulen eingeführt, wodurch die in dein Alwasstroin noch enthaltenen 11 Kohlenstoffteilchen restlos verbrennen: dabei wird auch die obere Schicht der Beschickung ini Gaserzeuger II zum Glühen gebracht. Die durch #len Abgasstrom aus <lein. Gaserzeuger I mitgerissene Flugkohle lagert sich auf der Oberfläche der Beschickung iin Gaserzeuger 11 ab und verbrennt hier zum Teil gleichfalls. Ein etwa verbleibender unverbramiter Rest «wandert bei umgekehrter Arbeitsrichtung von fler Ablagerungsstelle wieder auf die Beschickung des Gaserzeugers I zurück und wir,l , so a Ihn äll lich restlos der Verbrennung und Vergasung unterliegen. Nach Beendigung dieses Warmblasens, währenddessen die Schieber der Windzuführung zu 11, cler Ab-;1alsführung in 1 und der Wässergasabführung in 1 und II sowie die Dampfzuleitung g abgesperrt bleiben, geschieht das Kaltblasen und Wassergaserzeugen in der Weise, daß Wasserdampf oberhalb und unterhalb des Rostes von 1 eingeführt wird, nachdem man vorher die Windzuführung zu I und 1I, die Abgasableitung aus I und 11 sowie ,die '#Vassergasableitung aus I und die Dampfzuleitung zu 11 abgesperrt hat. Das in I entstehende Wassergas, vermehrt durch das durch Zersetzung des überschüssigen Wasserdampfes an ,der glühenden Oberschicht der Beschickung in II sich bildende Wassergas, zieht durch die aus Beschickung, Asche und Schlacke Lestehendeii Schichten des Gaserzeugers II hindurch, reinigt sich hierbei von festen Beimengungen und tritt unter dein Rostdes letzteren aus der abgesperrten Abgasleitung d in die Wassergasableitung h. und «-eiter in den Gas-«-ascher i ein, tun von hier aus rlen Verbrauchsstellen zugeführt zu werden. Hierauf wiederholen sich dieselben Vorgänge in der gleichen Reihenfolge mit der Abweichung, daß jetzt der Gaserzeuger 1I erst warm- und dann kaltgeblasen wird und zu jedem dieser Vorgänge die Schieber .der angeschlossenen Rohrleitungen sinngemäß in die Offnungs- und Absperrlage vorher umgestellt und verriegelt wer-len.
  • Das öffnen und Schließen der in de@i Wind-, Abgas-, Dampf- und Wassergasrohrle itungen der beiflen Gaserzeuger eingebauten Absperrorgane kann. von Hand oder unter Zuhilfenahme an sich bekannter Vorrichtungen, z. B. .durch eine Öl,dr ucksteuerung o. d-1., geschehen, wobei !lie verschiedenen Absperrorgane in gegenseitiger Abhängigkeit zwangläufig derart gesteuert werden, daß vor dein Üttnen der Windzuleitung zum Gaserzeuger I gleichzeitig oder auch nacheinander die schon ol>enerwähnten Absperrorgane in die Uffnungs- oder Absperrstellung gebracht und in #lieser Lage verriegelt werden, wäliren,l nach dein Absperren dieser Windzuleitung zwangläufig alle anderen Absperrorgane iin Sinne des Kaltblasens im Gaserzeuger I betätigt «-erlen. In gleicher Weise erfolgt ein öffnen und Schließen der Absperrorgane auf zwangläufige Art auch dann, wenn das Kaltblasen iin Gaserzeuger I 1>eenrligt ist oder wenn die erwähnten Vorgänge statt ini Gaserzeuger 1 in dein Gaserzeuger II vor sich gehen sollen.

Claims (1)

  1. P_1TGNT-AN SPRUCH: Verfahren zum Betriebe von paarweise zusitninen arbeitenden Wassergaserzeugern, deren oberhalb der Brennstoffschichten liegende Räume miteinander in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, laß das Gaserzeugerpaar sowohl beim Heißblasen als auch beim Gasen in wechselnder Reihenfolge derart hintereinandergeschaltet wird, daß die beiden Gaserzeuger von der Heißblasehift bzw. von Hein Dampf in einander entgegengesetzten Richtungen (hirchströnit werden, wobei während der Heißblasezeiten dem jeweils zweitgeschalteten Gaserzeuger zusätzliche Heißblaseltift zugeführt wird.
DEJ21962D 1921-09-06 1921-09-06 Verfahren zum Betriebe von paarweise zusammenarbeitenden Wassergaserzeugern Expired DE401685C (de)

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DE (1) DE401685C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE913570C (de) * 1940-09-24 1954-06-14 Brennstoff Technik G M B H Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Wassergas aus Schwelkoks
DE1058193B (de) * 1954-02-16 1959-05-27 Friedrich Johswich Dr Ing Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Wassergas in zwei Vergasungsschaechten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE913570C (de) * 1940-09-24 1954-06-14 Brennstoff Technik G M B H Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Wassergas aus Schwelkoks
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