AT151659B - Zwillingsgenerator zur Gaserzeugung aus Holz und anderen, Schwelgase liefernden Brennstoffen. - Google Patents

Zwillingsgenerator zur Gaserzeugung aus Holz und anderen, Schwelgase liefernden Brennstoffen.

Info

Publication number
AT151659B
AT151659B AT151659DA AT151659B AT 151659 B AT151659 B AT 151659B AT 151659D A AT151659D A AT 151659DA AT 151659 B AT151659 B AT 151659B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
generator
shaft
gas
twin
wood
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Carl Ing Marischka
Original Assignee
Carl Ing Marischka
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carl Ing Marischka filed Critical Carl Ing Marischka
Application granted granted Critical
Publication of AT151659B publication Critical patent/AT151659B/de

Links

Landscapes

  • Coke Industry (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Zwillingsgenerator zur Gaserzeugung aus Holz und anderen, Schwelgase liefernden Brennstoffen. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Gasgeneratoren zur Vergasung von Holz oder bituminösen wasserhaltigen Brennstoffen, die für die Erzeugung eines einwandfreien Treibgases einer ausreichend grossen Reduktionszone bedürfen. Die Erfindung bezieht sieh auch im besonderen Masse auf die Erzeugung von Holzgas aus jeder Art Holz, auch aus solchem von höherem Feuchtigkeitsgrad. 



   Sie bedient sich der im Wesen bekannten Einrichtung von Zwillingsgeneratoren, das sind zweischächtige Generatoren, die im Oberteil je eine verschliessbare Öffnung zum Einbringen des Brennstoffes besitzen und in ihrem Unterteil in offener Verbindung miteinander stehen. Die Erfindung liegt in einer besonderen Ausbildung des Zwillingsgenerators, um die Entgasung minderwertiger oder stark teerhaltiger Brennstoffe (z. B. Weiehholz) getrennt von der Vergasung derselben vornehmen zu können. 



  Dies geschieht erfindungsgemäss durch die Schaffung einer langgestreckten   Reduktions-oder   Glutzone sowie durch eine besondere Ausgestaltung der   Schachtwände   und gegebenenfalls auch der Trennwand, so dass der Zwillingsgenerator auch bei stärkster Inanspruchnahme und Leistung, stets ein heizwertkräftiges und reines Generatorgas liefert. 



   Bei den Schwelgase liefernden Brennstoffen wird die erforderliche Reduktionszone, in der beispielsweise die bei der Holzvergasung entstehenden Teerdämpfe und wässrigen Produkte (Holz-   essig, Essigsäure usw. ) zersetzt werden, CO2 zu CO reduziert sowie Wasserdampf zerlegt wird, gewöhnlich   im Generator selbst gebildet. Ein wesentliches Erfindungsmerkmal ist die Schaffung einer gegenüber den bekannten Generatorbauarten um ein vielfaches verlängerten Reduktionszone. Im Falle der Anwendung von Holz als Brennstoff besteht diese verlängerte Reduktionszone aus im Generator selbst erzeugter Holzkohle, die zur restlosen Vergasung gelangt. Die Erfindung ermöglicht es z. B. die Vorzüge der Holzkohlengaserzeugung, trotz der Verwendung von Holz, sich zunutze zu machen.

   Die erfindungsgemässe Einrichtung zur Gaserzeugung aus Holz stellt somit gewissermassen eine Kombination eines Holzgenerators mit einem Holzkohlengasgenerator dar. 



   Wird ein bituminöser Brennstoff, z. B. Holz oder Braunkohle, in zweischächtigen Generatoren behandelt, so erfolgen die Entgasung   (Absehwelung,   Vermeilerung, Verkokung) und die Vergasung zwar im selben Sehacht, aber nicht in einer einzigen Betriebsperiode, sondern zeitlich getrennt in zwei hintereinander folgenden Betriebsperioden. Nach jeder Betriebsperiode (die normalerweise durch Aufgabe von frischem Brennstoff in einen der beiden Schächte eingeleitet wird) findet eine Änderung in der Gasstromrichtung automatisch statt. Dabei tritt die notwendige Verbrennungsluftmenge immer bei den unteren Schachtende ein, u. zw. in jenem Schacht in stärkerem Masse, wo gerade die Vergasung vor sich geht, da die Lufteinströmstelle näher der Gasabsaugöffnung   (Gasausgangsoffnung)   liegt. 



   Lignit, Torf oder sonstige Vergasungsstoffe pflanzlichen Ursprungs oder brikettierte Brennstoffe sind in ähnlicher Weise verwendbar. 



   In jedem der beiden Schächte eines durch eine, gegebenenfalls mit Heizkanälen und mit   Rekuperationskanälen   zur Luftvorwärmung versehenen, Trennwand geteilten Generators oder in zwei miteinander gekoppelten Generatorschächten wird in abwechselnder Hintereinanderfolge das Vergasungsmittel eingebracht und der Vergasungsvorgang (Trocknung-, Schwelungs-, Verkokung-, Vermeilerungsvorgang) derart geleitet, dass das erzeugte Gas abwechselnd aus dem einen Generatorschacht oder Schachtteil entnommen wird und dem andern Generatorschacht oder Schachtteil die Gase und Dämpfe der Reduktionszone zuströmen. Durch die abwechselnde Gasentnahme aus dem einen und dem andern Schacht bzw.

   Schachtteil wechselt natürlich jeweils auch die Richtung des Gasstromes in beiden   Schächten   oder Schachtteilen, während die Luftzufuhr für die   nt-und   Vergasungsvorgänge im Generator zu dem in jedem Schacht bzw. Schachtteil vorhandenen Brennstoffherd in abwechselnder, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 gegebenenfalls regulierbarer Stärke vor sich geht. Der Wechsel dieser hintereinander folgenden peri-   odischen Vorgänge wird   immer dann vorgenommen, wenn in jenem Schacht oder Schachtteil, in dem zuletzt Vergasungsstoff eingebracht worden ist, dieser durch die fühlbare Wärme des in den Heizzügen des andern Schachtes abströmenden Gases soweit getrocknet, verschwelt, verkokt oder vermeilert ist, dass mit seiner eigentlichen Vergasung-begonnen werden kann.

   Nach dem vorgenommenen Wechsel der Gasrichtung dient der nunmehr   entgaste (getrocknete, verschwelte, verkokte)   heisse Brennstoff des einen Schachtes bzw.   Sehachtteiles   zur Vergasung und zum Teil als Reduktionszone für die im andern Schacht bzw. Schachtteil aus dem frisch eingebrachten Vergasungsstoff sich bildenden Dämpfe und Gase. Auf diese Weise ist diese Reduktionszone stets und in für alle Fälle (auch bei einer Heiss-   karburierung   mit in diese Zone eingeleiteten vorgewärmten Karburiermittel) ausreichender Stärke (Höhe und Länge) vorhanden. Sie ist zum Unterschied gegenüber bekannten Generatorbauarten grösser und kann noch dadurch   vergrössert werden,   dass die am unteren Ende zungenartig ausgebildete Trenn- 
 EMI2.1 
 



   Handelt es sich um die Vergasung von Holz, so findet in abwechselnder Reihenfolge im einen Schacht oder Schachtteil die Trocknung, Schwelung des Holzes zu Holzkohle und im andern Schacht oder Schachtteil die Vergasung der Holzkohle statt. Die Dämpfe und Gase (Schwelgase) strömen in dem Schacht oder   Sehaehtteil,   dem zuletzt frisches Holz zugeführt wurde, von oben nach unten durch den gemeinsamen Unterteil beider Schächte   (Reduktions-oder Glutzone) hindureh,   um die Trennwand unten herum, zum zweiten Schacht oder Schachtteil, diesen von unten nach oben durchziehen. Beim Austritt der Schwelgase unten aus dem   ersterwähnten   Schacht oder Schachtteil treten diese in die durch die entstehende Holzkohle gebildete Reduktionszone ein und legen dort einen für alle Fälle ausreichend langen Weg zurück, auf dem z.

   B. die Teer und wässrigen Dämpfe sowie die Essigsäure restloszersetzt werden. Auch die Kohlensäure der Entgasungsprodukte wird zum grossen Teil in Kohlenoxyd umgewandelt (reduziert). Auch wird in der heissen Reduktionszone der im Verbrennungsherd gegebenenfalls eingeblasene Wasserdampf in seine Bestandteile zerlegt, der in diesem Zustande heizwertsteigernd wirkt. Die erfindungsgemässe langgestreckte Reduktionszone dient nicht nur als eine Art Filter zur Absonderung der mitgerissenen Staubteile der Dämpfe und Gase des Entgasungssehachtes, sondern sie kann unter Umständen auch zur Zersetzung des in den Generator eingebrachten Karburiermittels, d.   i   zur Hilfskarburation des Gases dienen. 



   Ähnlich ist der Vergasungsvorgang bei der Vergasung bituminöser Brennstoffe, z. B. Braunkohle. Während in der ersten Periode in einem der beiden Schächte oder Schachtteil die Verschwelung bzw. die Verkokung der Braunkohle erfolgt, wird in der nachfolgenden Periode, d. h. nach dem Wechseln der Gasströmung in ein und demselben Schacht oder Schachtteil der bei der Abschwelung entstandene Koks oder Halbkoks vergast. Gleichzeitig werden in der Reduktionszone die aus dem Entgasungs- (Entschwelungs) schacht kommenden Schwelgase und Teerdämpfe verbrannt bzw. in Gas umgewandelt, was heizwertsteigernd für das Endgas ist. Kohlensäure reduziert sich hier zu Kohlenoxyd, was ebenfalls die Menge und Qualität des Endgases steigert. 



   Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt   J-K   der Fig. 3, Fig. 2 ein waagrechter Schnitt A-R der Fig. 3, Fig. 3 ein waagrechter Schnitt C-D der Fig. 1, Fig. 6 ein senkrechter Schnitt   -H   der Fig. 2. a und b 
 EMI2.2 
 ist. Jeder Generatorschaeht trägt eine feuerfeste Innenauskleidung d, die miteinander die Trennwand   111   zwischen beiden   Schächten bilden.   Das erfindungsgemässe Verfahren kann auch bei Generatoren zur Anwendung gebracht werden, wo die keramische Auskleidung durch eine feuerfeste Auskleidung aus Eisen ersetzt ist.

   Beide Schächte sind mit je einer Einfüllöffnung   a1   und   b1   für den Brennstoff versehen und durch Trennwand   1Il,   die in ihrer Verlängerung nach unten als eine aus feuerfestem Material hergestellte Zunge oder Brücke d1 ausgebildet ist, getrennt. Der feuerfeste Unterteil c ist für beide Generatorschächte gemeinsam ; er trägt die verschliessbare   Entleerungsöffnung Ci   zur Entfernung der Schlacke und der Brennstoffreste. Beiderseits der vertikalen Wand in sind die waagrecht liegenden Rekuperationskanäle   111'die   in die senkrecht liegenden abzweigen und zur   Vorwärmung   der den Herden zuströmenden Verbrennungsluft dienen.

   Die horizontalen Luftvorwärmungskanäle können auch seitlich ganz herum um die   Generatorschaehtwandung   vorgesehen werden.   it"ii,... ii"sind   Heizkanäle, durch das aus den Generatorschächten abziehende heisse Generatorgas strömt, wobei es seine fühlbare Wärme an das Sehachtinnere abgibt. Auch die Heizkanäle können seitlich ganz herum um die Generatorsehachtwandung vorgesehen werden. Die äussere Umkleidung e der   Generatorsehäehte   besteht am besten aus Eisenblech, gegen welches die Innenauskleidung des Generators zweckmässigerweise isoliert ist. 



  Die äussere Form der Generatorverkleidung kann so gewählt werden, dass sich abgeschlossene Kammern   il,     1"1"ergeben,   die als Vorratsbehälter für den Brennstoff bzw. für Zwecke der Gasreinigung dienen können. In Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 6 ist eine solche Gasreinigung angedeutet, die aber nicht zum Erfindungsgegenstand gehört. 



   Im Generatoroberteil kann eventuell die   Sehaehtausmauerung   durch perforierte oder geschlitzte Wände g ersetzt werden, wie dies in Fig. 1 rechts oben angedeutet ist. Die Wände g dienen dazu, um 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 die Kondensate bei feuchtem Brennstoff dadurch auszuscheiden, dass die Gase mit den   kühlen   Flächen der Bleehwandung des Generators in   Berührung   kommen und sich dort kondensieren. Die Ableitung der Kondensate erfolgt dann durch die Entleerungsöffnung r der Fig. 1. Auch diese Einrichtungen sind kein Erfindungsgegenstand. In Fig. 1 sind noch die Wechselventile   fi   und v2 ersichtlich, die zur periodischen Änderung der Gasstromrichtung abwechselnd geöffnet und geschlossen werden.

   Dies kann beim Öffnen und Schliessen der Fülldeckel al und   b1   selbsttätig geschehen, zu welchem Zwecke die einerseits mit den Ventilen   VI   und   V2, anderseits   mit den   Fülldeckeln   al und   b1   durch ein Gestänge   i   verbundene Einrichtung vorgesehen ist. 



   In Fig. 1 sind ferner die Warmluftkanäle   h1 > h2   angedeutet, in welche die in   n1   vorgewärmte Verbrennungsluft durch vertikale Verbindungskanäle einströmt. 



   In Fig. 2 sind federnde Ventilklappen   Mi, ersichtlich,   die die   Lufteinströmöffnungen       i, o     abschliessen   und dem jeweilig zu verarbeitenden Brennstoff entsprechend so regulierbar sind, dass sie die richtigen Mengen an Verbrennungsluft und Generatorunterluft in die Luftkanäle n, n1, p1, p2 in die 
 EMI3.1 
 den   Schachtausgängen   durch die Steuerorgane   v" . anderseits   (unten) mit den horizontalen Generatorgaskanälen n2, n3 ... nx in Verbindung stehen.

   Die in dieser Figur in einer oder mehreren Etagen angedeuteten Entstaubungseinrichtungen   81   und   82   werden vorteilhaft in durch eine Trennwand m getrennte Kammern untergebracht, die beiderseits der Trennwand, als selbständige, voneinander unabhängige Einrichtungen zur Entfernung des vom Generatorgas aus den Generatorschächten unabhängige Gasreinigungsvorriehtung dienen. 



   In Fig. 3 ist angedeutet, dass die aus den Heizzügen der Generatorschächte kommenden Gase derart in die Stossreiniger einströmen, dass je eine Seite der Stossreiniger durch Schliessen   der Klappen U : t, U2   ausser Betrieb gesetzt werden kann und die andere Seite im Betrieb bleibt. Gegebenenfalls ziehen die Gase gleichzeitig in zwei Teilströmen, wie gezeichnet, durch beide Reinigerseiten. Die Teilung des Gasstromes in den Stossreinigern vermindert die Geschwindigkeit des Gasstromes und sichert durch 
 EMI3.2 
 den Heizkanälen des Generatorschachtes a. In der Figur ist durch den Pfeil angedeutet, dass das aus dem Generatorschacht a kommende Gas durch t2 zu den Heizkanälen des Generatorschachtes b geleitet wird. 



   In Fig. 6 sind Luft-und Gaszuführung angedeutet sowie der etagenweise Aufbau des Stossreinigers ersichtlich. Die von den Luftkanälen n (in Fig. 2) kommende Luft tritt durch den waagrechten Kanal n1 in den Gaskanal   k   (Fig.   l)   des Generatorherdes gl (Fig. 1) des Generatorschachtes a (Fig. 1) ein. 



   Das im Generatorschacht a (Fig. 1) erzeugte Generatorgas zieht in der Pfeilrichtung zum senkrechten Gaskanal t2 (Fig. 2,3) und von dort durch die seitlich des Generatorschachtes b (Fig. 1) in die Heizzüge   n2, na   dieses Schachtes (in der Zeichnung hinter den dort dargestellten Heizzügen   n2, n3   
 EMI3.3 
 Generator e im herabgekühlten und gereinigten Zustande zu verlassen. 



   Angenommen der Generator nach Fig. 1, 2,3, 6 befindet sich bereits im Betrieb, u. zw. steht beispielsweise Holz als Brennstoff in Verwendung. Nach der durch Pfeile kenntlich gemachten Strömungsrichtung der Dämpfe und Gase und nach der dargestellten Stellung der Ventile   VI'v2   ist zuletzt in den Schacht b frischer Brennstoff (Holz) eingebracht worden. Im Schacht a und im Unterteil c befindet sich die   in der unmittelbar vorausgegangenenPeriode durch die Entgasung (trockeneDestillation)   erzeugte Holzkohle in glühendem Zustande. Die aus b kommenden Destillationsgase und-dämpfe 
 EMI3.4 
 in den von h Luft eingeführt wird.

   Die hier entstehenden Teer-und säurefreien Holzkohlengase durchziehen gemeinsam mit den aus a kommenden, in   c   vom Teer und dem Holzessig befreiten Gasen die Brennzone   a ; (Fig. l)   in der eingezeichneten Pfeilrichtung und entweichen schliesslich bei geöffnetem Ventil v1 durch die Heizzüge des jeweiligen Entgasungssehachtes in den Rohrkanal k und in den Gasreiniger und Gaskühler. 



   Durch die Saugwirkung des Motors herrscht im ganzen Generator Unterdruck, der bei der Ventilstellung nach Fig. 1 im Schacht   a   grösser ist als im Schacht b. Infolgedessen strömt aus dem Luftkanal   Ai   dem Schachte a mehr Verbrennungsluft zu als dem Schacht b aus dem Luftkanal   h2.   Da in a mehr Luft einströmt wird hier eine höhere Temperatur herrschen als in b. Die höhere Temperatur in a ist zur Holzkohlenvergasung notwendig, während die niedrigere Temperatur in b für die Entgasung (Trocknung, Entschwelung) des frisch eingebrachten Holzes genügt. Das Verhältnis beider Verbrennungsluftmengen kann man durch Regulieren der Ventile   101   und   11) 2 dem   jeweiligen Brennstoff leicht anpassen. 



  Die nötige Entgasungswärme liefert das aus dem jeweiligen Vergasungsschacht durch die Heizzüge des jeweiligen Entgasungsschachtes abziehende heisse Generatorgas. Ist der Inhalt a vergast, so wird frischer Brennstoff (Holz) durch den Verschluss   a1   aufgegeben werden. Beim Öffnen des Deckels von   a1   

 <Desc/Clms Page number 4> 

 hat sich bereits das Ventil   sol geschlossen   und   v2   geöffnet. Beim Schliessen des Deckels a1 bleibt die
Stellung der Ventile v1, v2 unverändert, so dass bei einsetzender Saugwirkung in dieser Periode die
Strömungsrichtung des Gases umgekehrt jener der vorangegangenen Periode ist. Im Schacht a findet jetzt die Entgasung des Holzes und im Schacht b die Vergasung der in der vorangegangenen Periode erzeugten Holzkohle statt.

   Das Spiel des Wechselns der Gasstromrichtung geht periodisch vor sich und die Dauer der einzelnen Perioden wird von der Qualität des Brennstoffes und von der Beanspruchung des Generators abhängen. 



   In Fig. 4 ist ein senkrechter Schnitt   Z-M der Fig.   5 und letztere ein waagrechter Schnitt E-F durch erstere. Beide Figuren stellen ein anderes Beispiel, u. zw. einen in der äusseren Form und im Schachtquerschnitt runden Sauggasgenerator dar. Der Generator e ist durch die vertikale Trennwand   lIt   in zwei Hälften a und b geteilt. Jede der beiden Hälften besitzt ein Lufteinströmrohr g1, g2 mit Düsenhaube f1, f2; beide Schachtteile besitzen einen gemeinsamen Unterteil c mit verschliessbarer Entleerungs- 
 EMI4.1 
 stehen. Der Oberteil der Schachtteile a und b ist im Ausführungsbeispiel nicht ausgemauert, sondern kann (wie auch in Fig. 1 angedeutet ist) aus einem perforierten oder jalousieartig geschlitzten Eisenblech g hergestellt sein.

   Diese Art Schachtmantel dient zu dem gleichen Zweck, wie dieser bei der Beschreibung der Fig. 1 erwähnt ist. Es kondensieren sich an der kühlen Aussenwand die wässrigen Dämpfe, die dann durch die   Öffnung T abfliessen.   An Stelle der Wechselventile      und   V2   der Fig. 1, 3,6 ist in Fig. 4 ein Mehrweghahn oder -ventil v mit Öffnungen K1 ,K2, K3, K4 vorgesehen. Das Gestänge J2 dient dazu, beim Öffnen der Verschlussdeckel a1 und   b1   die Umstellung des Mehrweghahnes v selbsttätig vorzunehmen. 



  Die   Lufteinströmventile     M'i   und   W2   können nötigenfalls von Hand aus oder auf mechanischem Wege   geregelt und gesteuert werden. Die Trennwand 1n trägt an ihrem unteren Ende die Brücke oder Zunge d1.   



  Unmittelbar unterhalb derselben ist die zweckmässigste Stelle zum allfälligen Heisskarburieren des 
 EMI4.2 
 Generator gebracht. 



   Der Vorgang der Gaserzeugung in einem nach Ausführungsbeispiel Fig. 4 und 5 hergestelltem Generator ist im Prinzip genau der gleiche wie bei Fig. 1, 2, 3, 6 beschrieben. 



   Die äussere Form und die Sehaehtanordnung des Zwillingsgenerators kann mannigfaltig sein und sie ist durchaus nicht an die zwei beschriebenen   Ausführungsbeispiele   beschränkt. So z. B. können die miteinander gekoppelten Generatorschäche auch eine V-Form haben. Auch eine Ausführung, bei der die Trennwand ringförmig ausgebildet ist, so dass der Querschnitt des einen Generatorschachtes eine   Kreisringfläche   und der des andern eine   Kreisfläche   ist, ist denkbar. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zwillingsgenerator zur Gaserzeugung aus Holz und andern, Schwelgase liefernden Brennstoffen bei getrennter abwechselnder Entgasung (Schwelung) und Vergasung in beiden Schächten, dadurch gekennzeichnet, dass die aus dem jeweiligen Vergasungsschacht kommenden heissen Gase die Heizzüge des jeweiligen Entgasungsschachtes durchströmen und ihre fühlbare Wärme durch die Heizwände dieses Schachtes hindurch an den zu entgasenden Brennstoff abgeben.

Claims (1)

  1. 2. Zwillingsgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (d1) der Trennwand (eil) zwischen den Schächten (Teilschächten) tief unterhalb der Lufteinströmstellen liegt, damit die Reduktions-oder Glutzone im Generatorunterteil zwecks restloser Zerstörung der teerigen, säurehaltigen und wässerigen Bestandteile der um die Zunge herum strömenden Schwelgase möglichst lang gestreckt ist.
    3. Zwillingsgenerator nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Glutzone les gemeinsamen Unterteils der Generatorsehäehte (oder Teilschächte) zwecks Heizwertsteigerung, Karburiermittel, wie Öle, Teere u. dgl., gegebenenfalls mit Hilfe der Generatorabwärme im vorgewärmten Zustand, knapp unterhalb der Zunge (d1) zwecks Heisskarburierung des Generatorgases eingespritzt werden.
    4. Zwillingsgenerator nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die als Heizwand bei Zwillingsgeneratoren dienende Trennwand (in) mit Rekuperationskanälen zur Vorwärmung fön Luft, Gas oder Karburiermittel versehen wird.
    5. Zwillingsgenerator nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Gasableitungen sitzenden Absperrorgane mit dem Öffnungsmechanismus der Schachttüren zwangs- . äufig gekoppelt sind, um einerseits nur die Türe jenes Schachtes (Teilschaehtes) öffnen zu können, der mit Brennstoff beschickt werden soll und um anderseits durch das Öffnen der Schaehttüre die Sehaltorgane so zu schalten, dass die Gasstromrichtung nach jeder Betriebsperiode wechselt.
AT151659D 1935-04-23 1935-04-23 Zwillingsgenerator zur Gaserzeugung aus Holz und anderen, Schwelgase liefernden Brennstoffen. AT151659B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT151659T 1935-04-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT151659B true AT151659B (de) 1937-11-25

Family

ID=3646738

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT151659D AT151659B (de) 1935-04-23 1935-04-23 Zwillingsgenerator zur Gaserzeugung aus Holz und anderen, Schwelgase liefernden Brennstoffen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT151659B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3335544A1 (de) Reaktorvorrichtung zur erzeugung von generatorgas aus brennbaren abfallprodukten
DE2952065A1 (de) Verfahren zur trockenkuehlung von koks und kokskuehleinrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE2419517C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Reduktionsgas
DE112007003339T5 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung von Vergasungsbrennstoff
AT151659B (de) Zwillingsgenerator zur Gaserzeugung aus Holz und anderen, Schwelgase liefernden Brennstoffen.
DE2913666A1 (de) Verfahren zur herstellung von huettenformkoks
DE2622266A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur erzeugung von gas aus kohlenstoff- einsatzgut
DE3317977A1 (de) Gaswandler
DE897310C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung von Brennstoffen
DE3245104C2 (de) Schachtgenerator zum Erzeugen von brennbaren Gasen aus kohlenstoffhaltigen Brennstoffen, insbesondere Biomassen, Abfällen, Hausmüll u.ä.
DE493601C (de) Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer Holzvergasung
AT94220B (de) Für Gaserzeuger mit Teergewinnung bestimmter Entgasungseinbau.
DE3344106A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum diskontinuierlichen betrieb von vertikalkammerverkokungsoefen
DE401685C (de) Verfahren zum Betriebe von paarweise zusammenarbeitenden Wassergaserzeugern
DE609382C (de) Verfahren zur Erzeugung karburierten Wassergases
DE670882C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verkoken von Kohle in mehreren getrennten Beheizungsstufen
DE2439014C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkoks
AT130254B (de) Verfahren zur Gewinnung eines Mischgases aus Destillationsgas und Wassergas bei Öfen zur Erzeugung von Gas und Koks unter Mitbenutzung von minderwertigem verkoktem Brennstoff.
AT154666B (de) Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas.
AT200699B (de) Verfahren und Anlage zur Wassergaserzeugung
DE15987C (de) Apparat zur Bereitung von Coaks, Holzkohle etc. unter gleichzeitiger Gewinnung der Destillationsprodukte
DE2842425A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von heissbriketts
AT134276B (de) Verfahren und Einrichtung zur Vergasung feinverteilter, staubförmiger Brennstoffe.
DE595739C (de) Verfahren und Einrichtung zum Vergasen von feinkoernigem Brennstoff unter Einfuehrung in die grobstueckige Kokssaeule eines Gaserzeugers
AT20879B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Wassergas.