DE493601C - Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer Holzvergasung - Google Patents

Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer Holzvergasung

Info

Publication number
DE493601C
DE493601C DEL67200D DEL0067200D DE493601C DE 493601 C DE493601 C DE 493601C DE L67200 D DEL67200 D DE L67200D DE L0067200 D DEL0067200 D DE L0067200D DE 493601 C DE493601 C DE 493601C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas generator
zone
wood
grate
gasification
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL67200D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JEAN RAOUL FRANCOIS MARIUS LAS
Original Assignee
JEAN RAOUL FRANCOIS MARIUS LAS
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JEAN RAOUL FRANCOIS MARIUS LAS filed Critical JEAN RAOUL FRANCOIS MARIUS LAS
Application granted granted Critical
Publication of DE493601C publication Critical patent/DE493601C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/02Fixed-bed gasification of lump fuel
    • C10J3/20Apparatus; Plants
    • C10J3/22Arrangements or dispositions of valves or flues
    • C10J3/24Arrangements or dispositions of valves or flues to permit flow of gases or vapours other than upwardly through the fuel bed
    • C10J3/26Arrangements or dispositions of valves or flues to permit flow of gases or vapours other than upwardly through the fuel bed downwardly

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

Description

  • Gaserzeuger mit umgekehrter Xugrichtung für Holzvergasung i. Die Erfindung betrifft einen Gaserzeuger für die Vergasung von Holz, der mit umgekehrter Zugrichtung betrieben wird. Nach der Erfindung ist der Gaserzeugerschacht in zwei übereinanderliegende Zonen erfindungsgemäß aufgeteilt, wobei die obere Zone zur Verkohlung und die untere Zone zur Vergasung dient. Beide Zonen sind voneinander durch einen Rost geschieden, der so ausgebildet ist, daß nach derVerkohlung derBrennstoff in die obere Zone, die Holzkohle in die untere Zone fallen kann. Zwar sind Gaserzeuger für Kohle mit zwei übereinandergelegten Zonen bekannt, doch erfolgt dabei die Vergasung von Kohle mit gerader und nicht umgekehrter Zugrichtung. Würde ein solcher Gaserzeuger mit Holz gespeist werden, so würden allerdings die in der unteren Zone gebildeten Gase eine gewisse Reinigung erfahren, wenn sie durch die obere Zone gehen würden; die in der oberen Zone jedoch erzeugten Gase würden vollkommen ungereinigt entweichen, was für den Gasmotorenbetrieb nachteilig wäre. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht die Vergasung des mehr oder weniger feuchten Holzes ohne Nachteil und in ununterbrochenem Betrieb.
  • Die Zeichnungen veranschaulichen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung: Abb. i zeigt einen lotrechten Schnitt durch die erste Ausführungsform und Abb. z einen solchen durch die zweite Ausführungsform.
  • Der Gaserzeuger enthält die obere Zone f, in welcher die Verkohlung des Holzes erfolgt, welches durch den Speisetrichter t eingeführt wird. Die in der Glocke c vorgewärmte Luft dringt in diese Zone durch Vermittlung eines oder mehrerer Ringe a, die mit Lochungen versehen sind, deren Größe durch eine kreisförmige Registerplatte geregelt werden kann, ein. An der Grundfläche der Zone befindet sich ein Rost g mit Löchern von solchem Querschnitt, daß für ein Holzmaterial von im wesentlichen konstanter Größe die Lochungen des Rostes in ihrer Größe den Kohlenstücken entsprechen, welche nach der Verkohlung und Entgasung des Holzes auf diesem Rost erhalten werden.
  • Unmittelbar unterhalb der ersten befindet sigh eine zweite Zone f' von ähnlicher AusbilGlung und mit einem unteren Rost. Auf di@sein letzteren sind bis zu einer bestimmten Höhe Kugelkörper y aus feuerfestem, unverbre'nlichem Stoff, z. B. Porzellan, aufgest chtet, welche schlechte Wärmeleiter sind u 1 das Volumen der Zone im bestimmten Verhältnis vermindern. An dem oberen Teil dieser Zone, und zwar unterhalb des erstgenannten Rostes g, ist eine Anzahl von Luftlöchern d vorgesehen, welche entweder von Hand oder selbsttätig regelbar sind. Vorzugsweise sind diese Luftzutrittslöcher durch Rohre gebildet, welche an bestimmten Stellen Kugeln als Ventilkörper enthalten, die durch den Unterdruck im Gaserzeuger gehoben werden und Luft einlassen. Ein regelbarer Anschlag kann die Höhen des Emporhebens der Kugelventile steuern.
  • Unten ist ein kegelstumpfförmiger Raum e vorgesehen, zu welchem die Gase zutreten und durch welchen die Asche in einen Aschkasten l durchtritt. In dem Aschkasten sind Abstreicher vorgesehen und ermöglichen das Entleeren während des Ganges. Die Gase treten durch einen Schacht b aus und gehen zu dem Entstäuber iz, welcher mit Eisensinter oder ähnlichem gefüllt ist. Zwecks endgültiger Reinigung ist eine Reihe von Kästen m mit Prellplatten sowie ferner Kondensrohre für den Wasserdampf vorgesehen.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Nachdem Holz von bestimmter Stückgröße in den Trichter t eingeführt worden ist, tritt dasselbe in die Feuerung fein, wo es durch die Löcher des Ringes a mittels Kohlenanzünder entzündet wird, worauf das Gebläse in Wirkung gesetzt wird. Die durch die öffnungen des Ringes a in geregelter Menge zutretende Luft bewirkt eine teilweise Verbrennung sowie die Verkohlung des Holzes. Die Spalten des Rostes g sind derart bemessen, daß die entstandenen Kohlenstücke durch sie hindurchgehen können. Die Kugelschicht im Schacht f 1 erhitzt sich unter der Einwirkung der glühenden Kohlenstücke und der durchziehenden Gase nach und nach so weit, daß die Kugeln die Temperatur des Dunkelrotglühens bis Hellrotglühens annehmen, welche: für die Reduktion des Teers und anderer Umsetzungen günstig ist. Gleichzeitig wird die Gasmasse, welche von der ersten Zone herabsinkt, durch die Kugelkörper sehr gleichmäßig zerteilt. In der Feuerung f erfolgt zunächst dieVerbrennung überschüssigenSauerstoffs, ferner die Umsetzung der Kohlensäure in Kohlenoxyd und die Zersetzung des Wasserdampfes zu Wassergas.
  • Die Asche wird durch die Gase mitgerissen und gleitet auf den Kügelchen, ohne sie verstopfen zu können. Diese Asche enthält so gut wie gar keinen Kohlenstoff, da derselbe vollständig aufgezehrt wird, so daß die Rückstandasche nur in geringer Menge entsteht. Aus dem Kessel e gelangt die Asche in den Aschkasten, während das Gas zu dem Staubreiniger b tritt.
  • In die nach dem Entstäuber folgenden Kästen zya gelangen die Gase mit großer Geschwindigkeit und werden hier durch Aufschlagen auf Prallwände von Wasser befreit. Das Kondenswasser wird im Maße seiner Bildung entleert. Bevor das Gas zum Motor gelangt, wird es in entsprechender Menge von Luft vermischt.
  • Falls eine jähe zusätzliche Ansaugung der Gase durch den Motor erfolgen sollte, wird durch die Luftlöcher d selbsttätig zusätzliche Luft eingeführt, so daß die Zone f 1 zusätzliche Gasmengen entwickelt.
  • Diese Vorrichtung gestattet ein sehr rasches Ingangsetzen in etwa ein oder zwei Minuten und zeichnet sich durch eine geringe Rautnbeanspruchung und geringes Gewicht aus.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 sind die beiden Feuerungen f, f1 des Gaserzeugers durch zwei feuerfeste Futter umschlossen, die innerhalb ein .und desselben Blechmantels f 2 angeordnet sind. Dieser Mantel enthält Luftlöcher d in mehreren Zonen. Diese Luftlöcher sind innerhalb einer konzentrischen Bekleidung f 3 angeordnet, wodurch die eintretende Luft vorgewärmt wird. Der Eintritt der Luft unter die Bekleidung f3 erfolgt durch ein oder mehrere Öffnungen f4, die mit Stellschiebern oder selbsttätigen Ventilen versehen sind, welche sich beim Unterdruck öfuen. Die Bekleidung kann in einfachster Weise entfernt werden, indem entsprechende dichte Einhakungen auf Ringen f 5 vorgesehen sind. Die Einhakungen lassen sich durch Riegel auf- und zuschließen, die sämtlich durch einen einzigen Handhebel f s steuerbar sind. Unterhalb des Rostes g, welcher die beiden Zonen trennt, können mehrere zusätzliche Roste oder Trennböden vorgesehen sein, um unverkohlte Holzstücke usw. zurückzuhalten und sie dann zu verkohlen. Die Anordnung der Brennzonen in einem Blechmantel aus einem einzigen Stück mit einer oder mehreren Bekleidungen für die Luftvorwärmung macht das Anbringen von Anschlußstutzen aus schweren Gußstücken, welche Luftstöße verursachen, überflüssig. Infolgedessen wird der Gaserzeuger leichter gemacht und vereinfacht.
  • Der Rost g1 der unteren Zone, auf welchem die Schicht der feuerfesten Kügelchen r aufruht, kann hin und her -geschüttelt werden, z. B. indem der Rost in Teildrehungen um seinen Mittelpunkt hin und her geschwenkt wird. Zu diesem Zweck ist der Rost zwanä läufig mit der drehbaren Grundplatte des Aschkastens verbunden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Aschkasten durch eine Schüssel l gebildet, die luftdicht am Boden der Gaskammer e1 befestigt ist. Der Aschkasten trägt einen durchlochten Boden 1l, unter welchem sich dicht der obere Deckel des zweiten Aschkastens l° anlegt. Der letztere besitzt einen luftdichten Verschluß 11. Der zweite Aschkasten l? ist derart auf dem ersteren befestigt, daß der erstere um seine Mittelachse verschwenkbar ist, zu welchem Zweck man den Handgriff 14 hin und her bewegt. Es sind Verstrebungsstangen h zwischen dem Aschkasten l= und dem Rost g` gelegt; außerdem trägt- die untere Muffe für die Stangen 15 radiale Abstreifer l6, so daß, wenn man den Handgriff 14 hin und -her bewegt, gleichzeitig der Rost g1 und die Abstreifer l° hin und her geschwenkt werden, wodurch die Kügelchen r gereinigt und die Aschen aus dem Kasten L in den Kasten l= geführt werden. Für eine bestimmte Winkellege bildet der Deckelteil des Aschkastens 12 einen Verschluß und unterbricht jede Verbindung zwischen der Gaskammer e1 und der Außenluft, so daß man während des Ganges die Öffnung 13 öffnen kann, um die in dem unteren Aschkasten 12 befindliche Asche zu entladen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung für Holzvergasung, dadurch gekennzeichnet, daß in der für geraden Zug und für Kohle bekannten Weise zwei Zonen übereinander angeordnet sind, von welchen die obere (Verkohlungszone) mit frischem Holz gespeist wird, und der zwischen den beiden Zonen angeordnete Rost Spalten von solcher Weite besitzt, daß die gebildete Holzkohle zu der zweiten (Vergasungs-) Zone durchfallen kann. Gaserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost der unteren (Vergasungs-) Zone eine Lage von feuerfesten, unverbrennlichen Körpern, wie Kugelkörper, trägt.
DEL67200D 1925-11-27 1926-11-06 Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer Holzvergasung Expired DE493601C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR493601X 1925-11-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE493601C true DE493601C (de) 1930-03-10

Family

ID=8904646

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL67200D Expired DE493601C (de) 1925-11-27 1926-11-06 Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer Holzvergasung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE493601C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE760123C (de) * 1939-11-23 1953-08-10 Krupp Fried Grusonwerk Ag Umbau mechanisch angetriebener Rollgaenge, insbesondere Walzwerksrollgaenge, in Elektrorollgaenge
WO2013060473A1 (de) * 2011-10-28 2013-05-02 Ligento green power GmbH Vergasungsreaktor für kohlenstoffhaltiges brennmaterial
WO2017077245A1 (fr) * 2015-11-04 2017-05-11 Haffner Energy Dispositif de pyrolyse avec secousses

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE760123C (de) * 1939-11-23 1953-08-10 Krupp Fried Grusonwerk Ag Umbau mechanisch angetriebener Rollgaenge, insbesondere Walzwerksrollgaenge, in Elektrorollgaenge
WO2013060473A1 (de) * 2011-10-28 2013-05-02 Ligento green power GmbH Vergasungsreaktor für kohlenstoffhaltiges brennmaterial
WO2017077245A1 (fr) * 2015-11-04 2017-05-11 Haffner Energy Dispositif de pyrolyse avec secousses

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3049250C2 (de) Einrichtung mit Schweldrehtrommel und Schachtofen
DE3732867A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum erzeugen von generatorgas und aktivierter kohle aus festen brennstoffen
DE945503C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Durchfuehrung chemischer Reaktionen in einer Wirbelschicht
DE2207803A1 (de) Roestverfahren und roestmaschine zu dessen durchfuehrung
DE493601C (de) Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer Holzvergasung
DE3335537C1 (de) Anlage fuer die Entlackung von metallischen und keramischen Gegenstaenden
DE2947346C2 (de) Verfahren zur Gewinnung von Aktivkohle oder Koks und Trommelofen zur Durchführung des Verfahrens
EP0126408A2 (de) Gaswandler
DE3509341C1 (de) Gleichstrom-Gasgenerator mit Abwärtszug
AT116728B (de) Für den Betrieb auf Fahrzeugen bestimmter und mit kleinstückigem Holz zu betreibender Gaserzeuger.
DE549554C (de) Verfahren zum kontinuierlichen Betrieb von Reichgaserzeugern
DE2743392A1 (de) Verfahren zur erzeugung von brennbarem gas und fliessbettreaktor zur durchfuehrung des verfahrens
DE427973C (de) Dauerbrandofen fuer Brennstoffe aller Art mit Fuellschacht und unterem Abbrand
DE3518053C1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Reduktion von feinkörnigen Erzen
DE421804C (de) Ofen, besonders fuer Grudekoks
DE910472C (de) Stehender Heizkessel mit ringzylindrischem, von Rauchgaszuegen durchsetztem Wassermantel
DE490657C (de) Gaserzeuger, insbesondere mit umgekehrter Zugrichtung
AT156023B (de) Verfahren zum Heizen von Ziegelei-Ringöfen und andern Brennöfen und Feuerungseinrichtung zur Durchführung desselben.
DE2925879A1 (de) Verfahren zur thermischen behandlung von feststoffen in einem herdofen
DE3119517A1 (de) Verfahren zum brennen oder calcinieren von kohlebloecken in einem ringkammerofen unter zurueckfuehrung des rauchgases sowie eine vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE619081C (de) Verfahren zum Verbrennen von Braunkohlenkoks in Schachtfeuerungen und Feuerung zur Ausfuehrung des Verfahrens
DE656557C (de) Fuellschachtfeuerung mit Abbrand von oben nach unten fuer Briketts und andere gasreiche Brennstoffe
DE589766C (de) Verfahren zur Herstellung von Starkgas in Kohlenwassergaserzeugern mit Tieftemperaturentgasung
AT143386B (de) Feuerung mit Füllschacht.
DE473797C (de) Verfahren zum Betriebe von Fuell- und Dauerbrandoefen