DE493601C - Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer Holzvergasung - Google Patents
Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer HolzvergasungInfo
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Classifications
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- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
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Description
- Gaserzeuger mit umgekehrter Xugrichtung für Holzvergasung i. Die Erfindung betrifft einen Gaserzeuger für die Vergasung von Holz, der mit umgekehrter Zugrichtung betrieben wird. Nach der Erfindung ist der Gaserzeugerschacht in zwei übereinanderliegende Zonen erfindungsgemäß aufgeteilt, wobei die obere Zone zur Verkohlung und die untere Zone zur Vergasung dient. Beide Zonen sind voneinander durch einen Rost geschieden, der so ausgebildet ist, daß nach derVerkohlung derBrennstoff in die obere Zone, die Holzkohle in die untere Zone fallen kann. Zwar sind Gaserzeuger für Kohle mit zwei übereinandergelegten Zonen bekannt, doch erfolgt dabei die Vergasung von Kohle mit gerader und nicht umgekehrter Zugrichtung. Würde ein solcher Gaserzeuger mit Holz gespeist werden, so würden allerdings die in der unteren Zone gebildeten Gase eine gewisse Reinigung erfahren, wenn sie durch die obere Zone gehen würden; die in der oberen Zone jedoch erzeugten Gase würden vollkommen ungereinigt entweichen, was für den Gasmotorenbetrieb nachteilig wäre. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ermöglicht die Vergasung des mehr oder weniger feuchten Holzes ohne Nachteil und in ununterbrochenem Betrieb.
- Die Zeichnungen veranschaulichen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung: Abb. i zeigt einen lotrechten Schnitt durch die erste Ausführungsform und Abb. z einen solchen durch die zweite Ausführungsform.
- Der Gaserzeuger enthält die obere Zone f, in welcher die Verkohlung des Holzes erfolgt, welches durch den Speisetrichter t eingeführt wird. Die in der Glocke c vorgewärmte Luft dringt in diese Zone durch Vermittlung eines oder mehrerer Ringe a, die mit Lochungen versehen sind, deren Größe durch eine kreisförmige Registerplatte geregelt werden kann, ein. An der Grundfläche der Zone befindet sich ein Rost g mit Löchern von solchem Querschnitt, daß für ein Holzmaterial von im wesentlichen konstanter Größe die Lochungen des Rostes in ihrer Größe den Kohlenstücken entsprechen, welche nach der Verkohlung und Entgasung des Holzes auf diesem Rost erhalten werden.
- Unmittelbar unterhalb der ersten befindet sigh eine zweite Zone f' von ähnlicher AusbilGlung und mit einem unteren Rost. Auf di@sein letzteren sind bis zu einer bestimmten Höhe Kugelkörper y aus feuerfestem, unverbre'nlichem Stoff, z. B. Porzellan, aufgest chtet, welche schlechte Wärmeleiter sind u 1 das Volumen der Zone im bestimmten Verhältnis vermindern. An dem oberen Teil dieser Zone, und zwar unterhalb des erstgenannten Rostes g, ist eine Anzahl von Luftlöchern d vorgesehen, welche entweder von Hand oder selbsttätig regelbar sind. Vorzugsweise sind diese Luftzutrittslöcher durch Rohre gebildet, welche an bestimmten Stellen Kugeln als Ventilkörper enthalten, die durch den Unterdruck im Gaserzeuger gehoben werden und Luft einlassen. Ein regelbarer Anschlag kann die Höhen des Emporhebens der Kugelventile steuern.
- Unten ist ein kegelstumpfförmiger Raum e vorgesehen, zu welchem die Gase zutreten und durch welchen die Asche in einen Aschkasten l durchtritt. In dem Aschkasten sind Abstreicher vorgesehen und ermöglichen das Entleeren während des Ganges. Die Gase treten durch einen Schacht b aus und gehen zu dem Entstäuber iz, welcher mit Eisensinter oder ähnlichem gefüllt ist. Zwecks endgültiger Reinigung ist eine Reihe von Kästen m mit Prellplatten sowie ferner Kondensrohre für den Wasserdampf vorgesehen.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Nachdem Holz von bestimmter Stückgröße in den Trichter t eingeführt worden ist, tritt dasselbe in die Feuerung fein, wo es durch die Löcher des Ringes a mittels Kohlenanzünder entzündet wird, worauf das Gebläse in Wirkung gesetzt wird. Die durch die öffnungen des Ringes a in geregelter Menge zutretende Luft bewirkt eine teilweise Verbrennung sowie die Verkohlung des Holzes. Die Spalten des Rostes g sind derart bemessen, daß die entstandenen Kohlenstücke durch sie hindurchgehen können. Die Kugelschicht im Schacht f 1 erhitzt sich unter der Einwirkung der glühenden Kohlenstücke und der durchziehenden Gase nach und nach so weit, daß die Kugeln die Temperatur des Dunkelrotglühens bis Hellrotglühens annehmen, welche: für die Reduktion des Teers und anderer Umsetzungen günstig ist. Gleichzeitig wird die Gasmasse, welche von der ersten Zone herabsinkt, durch die Kugelkörper sehr gleichmäßig zerteilt. In der Feuerung f erfolgt zunächst dieVerbrennung überschüssigenSauerstoffs, ferner die Umsetzung der Kohlensäure in Kohlenoxyd und die Zersetzung des Wasserdampfes zu Wassergas.
- Die Asche wird durch die Gase mitgerissen und gleitet auf den Kügelchen, ohne sie verstopfen zu können. Diese Asche enthält so gut wie gar keinen Kohlenstoff, da derselbe vollständig aufgezehrt wird, so daß die Rückstandasche nur in geringer Menge entsteht. Aus dem Kessel e gelangt die Asche in den Aschkasten, während das Gas zu dem Staubreiniger b tritt.
- In die nach dem Entstäuber folgenden Kästen zya gelangen die Gase mit großer Geschwindigkeit und werden hier durch Aufschlagen auf Prallwände von Wasser befreit. Das Kondenswasser wird im Maße seiner Bildung entleert. Bevor das Gas zum Motor gelangt, wird es in entsprechender Menge von Luft vermischt.
- Falls eine jähe zusätzliche Ansaugung der Gase durch den Motor erfolgen sollte, wird durch die Luftlöcher d selbsttätig zusätzliche Luft eingeführt, so daß die Zone f 1 zusätzliche Gasmengen entwickelt.
- Diese Vorrichtung gestattet ein sehr rasches Ingangsetzen in etwa ein oder zwei Minuten und zeichnet sich durch eine geringe Rautnbeanspruchung und geringes Gewicht aus.
- Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 sind die beiden Feuerungen f, f1 des Gaserzeugers durch zwei feuerfeste Futter umschlossen, die innerhalb ein .und desselben Blechmantels f 2 angeordnet sind. Dieser Mantel enthält Luftlöcher d in mehreren Zonen. Diese Luftlöcher sind innerhalb einer konzentrischen Bekleidung f 3 angeordnet, wodurch die eintretende Luft vorgewärmt wird. Der Eintritt der Luft unter die Bekleidung f3 erfolgt durch ein oder mehrere Öffnungen f4, die mit Stellschiebern oder selbsttätigen Ventilen versehen sind, welche sich beim Unterdruck öfuen. Die Bekleidung kann in einfachster Weise entfernt werden, indem entsprechende dichte Einhakungen auf Ringen f 5 vorgesehen sind. Die Einhakungen lassen sich durch Riegel auf- und zuschließen, die sämtlich durch einen einzigen Handhebel f s steuerbar sind. Unterhalb des Rostes g, welcher die beiden Zonen trennt, können mehrere zusätzliche Roste oder Trennböden vorgesehen sein, um unverkohlte Holzstücke usw. zurückzuhalten und sie dann zu verkohlen. Die Anordnung der Brennzonen in einem Blechmantel aus einem einzigen Stück mit einer oder mehreren Bekleidungen für die Luftvorwärmung macht das Anbringen von Anschlußstutzen aus schweren Gußstücken, welche Luftstöße verursachen, überflüssig. Infolgedessen wird der Gaserzeuger leichter gemacht und vereinfacht.
- Der Rost g1 der unteren Zone, auf welchem die Schicht der feuerfesten Kügelchen r aufruht, kann hin und her -geschüttelt werden, z. B. indem der Rost in Teildrehungen um seinen Mittelpunkt hin und her geschwenkt wird. Zu diesem Zweck ist der Rost zwanä läufig mit der drehbaren Grundplatte des Aschkastens verbunden. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Aschkasten durch eine Schüssel l gebildet, die luftdicht am Boden der Gaskammer e1 befestigt ist. Der Aschkasten trägt einen durchlochten Boden 1l, unter welchem sich dicht der obere Deckel des zweiten Aschkastens l° anlegt. Der letztere besitzt einen luftdichten Verschluß 11. Der zweite Aschkasten l? ist derart auf dem ersteren befestigt, daß der erstere um seine Mittelachse verschwenkbar ist, zu welchem Zweck man den Handgriff 14 hin und her bewegt. Es sind Verstrebungsstangen h zwischen dem Aschkasten l= und dem Rost g` gelegt; außerdem trägt- die untere Muffe für die Stangen 15 radiale Abstreifer l6, so daß, wenn man den Handgriff 14 hin und -her bewegt, gleichzeitig der Rost g1 und die Abstreifer l° hin und her geschwenkt werden, wodurch die Kügelchen r gereinigt und die Aschen aus dem Kasten L in den Kasten l= geführt werden. Für eine bestimmte Winkellege bildet der Deckelteil des Aschkastens 12 einen Verschluß und unterbricht jede Verbindung zwischen der Gaskammer e1 und der Außenluft, so daß man während des Ganges die Öffnung 13 öffnen kann, um die in dem unteren Aschkasten 12 befindliche Asche zu entladen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung für Holzvergasung, dadurch gekennzeichnet, daß in der für geraden Zug und für Kohle bekannten Weise zwei Zonen übereinander angeordnet sind, von welchen die obere (Verkohlungszone) mit frischem Holz gespeist wird, und der zwischen den beiden Zonen angeordnete Rost Spalten von solcher Weite besitzt, daß die gebildete Holzkohle zu der zweiten (Vergasungs-) Zone durchfallen kann. Gaserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Rost der unteren (Vergasungs-) Zone eine Lage von feuerfesten, unverbrennlichen Körpern, wie Kugelkörper, trägt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR493601X | 1925-11-27 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE493601C true DE493601C (de) | 1930-03-10 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEL67200D Expired DE493601C (de) | 1925-11-27 | 1926-11-06 | Gaserzeuger mit umgekehrter Zugrichtung fuer Holzvergasung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE493601C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760123C (de) * | 1939-11-23 | 1953-08-10 | Krupp Fried Grusonwerk Ag | Umbau mechanisch angetriebener Rollgaenge, insbesondere Walzwerksrollgaenge, in Elektrorollgaenge |
| WO2013060473A1 (de) * | 2011-10-28 | 2013-05-02 | Ligento green power GmbH | Vergasungsreaktor für kohlenstoffhaltiges brennmaterial |
| WO2017077245A1 (fr) * | 2015-11-04 | 2017-05-11 | Haffner Energy | Dispositif de pyrolyse avec secousses |
-
1926
- 1926-11-06 DE DEL67200D patent/DE493601C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE760123C (de) * | 1939-11-23 | 1953-08-10 | Krupp Fried Grusonwerk Ag | Umbau mechanisch angetriebener Rollgaenge, insbesondere Walzwerksrollgaenge, in Elektrorollgaenge |
| WO2013060473A1 (de) * | 2011-10-28 | 2013-05-02 | Ligento green power GmbH | Vergasungsreaktor für kohlenstoffhaltiges brennmaterial |
| WO2017077245A1 (fr) * | 2015-11-04 | 2017-05-11 | Haffner Energy | Dispositif de pyrolyse avec secousses |
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