DE401532C - Entwaesserung von Torf - Google Patents
Entwaesserung von TorfInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10F—DRYING OR WORKING-UP OF PEAT
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Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)
Description
- Entwässerung von Torf. Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbereitung von Torf zwecks Gewinnung eines Brennstoffes aus Torf und Sulfitablauge.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, Torf derart zu entwässern, daß er mit konzentrierter Sulfitablauge in Berührung gebracht wird, wobei durch die Lauge dem Torf auf dem Wege der Diffusion das Wasser entzogen wird. Durch bloßes Einlegen in Sulfitabiauge kann aber der 'Wassergehalt nicht so weitgehend herabgedrückt werden, wie dies für die 'Weiterverarbeitung wünschenswert ist, da die Diffusion zwischen der Sulfitlauge und dem Torfkörper nur so weit geht, bis der osmotische Druck innerhalb und außerhalb des Torfstückes der gleiche ist.
- Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren, bei dem derart gearbeitet wird, daß der fertig behandelte Torf die Sulfitlauge in ihrer vollen Konzentration enthält.
- Das Verfahren wird zweckmäßig so ausgeführt, daß der Torf, nachdem er durch Pressen soweit wie möglich vom Wasser befreit worden ist, in einen zylindrischen Behälter geführt wird, in welchem sich Sulfitablauge befindet. Der Torf sinkt allmählich nach unten im Behälter und wird am unteren Ende desselben, zusammen mit einem Teil der Ablauge in der Form von Brei entfernt, wülirend gleichzeitig ein Strom von Sulfitablauge, die so konzentriert wie möglich, aber doch noch )dünnflüssig ist, am unteren Teil des Behälters hirneingeleitet und durch die Masse hinaufgepreßt wird, in einer Richtung, die der Bewegungsrichtung des Torfes entgegengerichtet ist. Dadurch wird der größte Teil des Primärwassers im Torf ausgetrieben.
- Der Prozeß ist somit teils ein Diffusionsprozeß und teils eine direkte Verdrängung des primären -\Vassers aus dem Torf. Da ein solcher Prozeß nicht durchgeführt werden kann, ohne daß eine gewisse Mischung zwischen den verschiedenen Flüssigkeiten stattfindet, so ist das Resultat in diesem Falle eine Mischung von Wasser und konzentrierter Sulfitablauge innerhalb einer begrenzten Zone im Behälter, d. h. die Konzentration der Ablauge wird im Behälter nach oben abnehmen. Die am meisten verdünnte Lauge wird am oberen Teil des Behälters kontinuierlich abgeleitet. Vom unteren Teil des Behälters wird eine Mischung von Torf und Sulfitablauge als dicker Brei entfernt, in welcher die Ablauge annähernd ihre ursprüngliche Konzentration hat. Die Mischung wird der Zentrifugierung oder Pressung unterworfen, wodurch ein Teil der Ablauge abgeschieden wird. Die verdünnte Lauge wird wieder auf die ursprüng;iche Konzentration eingedampft. Das gepreßte Scblußprodukt wird in annähernd fester Form erhalten und kann ohne weitere Behandlung als Brennstoff benutzt werden,- kann aber auch einer weiteren Behändlung; wie z. B. Trocknung und Brikettierung unterworfen «erden.
- Weil die im Schlußprodukt erhältliche Sulfitablauge etwa 5o Prozent Trockensubstanz enthält, die ungefähr denselben Brennwert wie die Trockensubstanz des Torfes aufweist, wird der Brennwert des Endproduktes verhältnismäßig hoch und sein Wasserinhalt verhältnismäßig niedrig (etwa z5 bis 3o Prozent). Nimmt man z. B. an, daß nach dem Pressen gleiche Gewichtsteile Torfsubstanz und Sulfitablauge mit 5o Prozent Trockensubstanz im Endprodukt vorhanden sind, so wird sein Wassergehalt 25 Prozent betragen.
- Das Verfahren verläuft z. B. wie folgt: Die ursprüngliche Ablauge wird z. B. von einer benachbarten Sulfitzellulosefabrik an die Verdampfungsanlage geleitet, wird hier auf die gewünschte Konzentration eingedampft und wird darauf zu dem obengenannten Behandlungsbehälter geleitet. Die am oberen Teil des Behälters abgehende verdünnte Ablauge wird zur Eindampfungsanlage zurückgeleitet. Dasselbe geschieht mit der abgepreßten Lauge, soweit diese notwendig ist. Diese Laugen, die das zugeführte Primärwasser des Torfes enthalten, werden eingedampft und ganz oder teilweise für die erneute Verwendung zurückgewonnen. Die Sulfitablauge wird somit bei dem vorliegenden Verfahren nicht allein als Brennstoff ausgenutzt, sondern auch als Mittel zur Aufnahme und bequemen Verdampfung des Primärwassers des Torfes, welches im letzteren Falle auf wirtschaftliche Weise in zeitgemäßen Verdampfungsapparaten aus der Lauge entfernt werden kann. Es hängt von den örtlichen Verhältnissen ab, ob die Behandlung der verdünnten Ablauge aus dem oberen Teil des Behälters sich lohnt oder ob besonders bei stärkerer Verdünnung der Lauge es wirtschaftlicher ist, die mit der Konzentration verbundenen Kosten nicht aufzuwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren, Torf durch eingedickte Sulfitablauge zu entwässern, dadurch gekennzeichnet, da.ß in einem mit Sulfitablaug.e gefüllt zu haltenden hohen Behälter unten konzentrierte Sulfitablauge stetig zugedrückt und der Torf oben eingeführt wird, während der behandelte Torf unten entnommen und die verdünnte Lauge oben abgezogen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO401532X | 1922-02-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE401532C true DE401532C (de) | 1924-09-05 |
Family
ID=19905543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM80628D Expired DE401532C (de) | 1922-02-25 | 1923-02-25 | Entwaesserung von Torf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE401532C (de) |
-
1923
- 1923-02-25 DE DEM80628D patent/DE401532C/de not_active Expired
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