DE4013C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B41/00—Drop keels, e.g. centre boards or side boards ; Collapsible keels, or the like, e.g. telescopically; Longitudinally split hinged keels
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Earth Drilling (AREA)
Description
1878.
Klasse 65.
DENNIS MC. COLGAN in SAN FRANCISCO (V. S. A.). Verstellbares Mittelschwert für Schwertboote und Schiffe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Mai 1878 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Schiffs - Mitteischwerten und
deren Gehäusen und besteht:
1. in der Befestigung des Mittelschwertes an eine senkrechte Stange, welche durch das
Schiffsdeck hinaufreicht, so dafs das Schwert mit Hülfe des auf Deck befindlichen Spills gehoben
und gesenkt werden kann;
2. in einer Vorrichtung, mit Hülfe deren das Mittelschwert, sobald dasselbe aus seinem Gehäuse
herausgetreten ist, in irgend einen Winkel zu dem Schiffskiel gestellt und in dieser Stellung
gehalten werden kann;
3. in der Anordnung eines eigentümlich construirten Gehäuses für das Schwert, welches
unter den Bodenwrangen angebracht ist, so dafs diese nicht weggeschnitten zu werden
brauchen, wie dies bisher zur Aufnahme eines Gehäuses der fraglichen Art nöthig war;
4. in der eigenthümlichen Construction eines metallenen Mittelschwertes;
5. in der eigenthümlichen Construction des Gehäuses, in welchem die Stange des Schwertes
eingeschlossen ist und welches ein Eindringen des Wassers in den Schiffsraum verhindert.
In beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι eine perspectivische Ansicht der ganzen Einrichtung mit den bezüglichen Theilen des
Schiffes. Fig. 2 und 3 sind Ansichten des Mechanismus in vergröfsertem Maafsstabe,
Fig. 4 und s Ansichten des Mittelschwertes und seines Gehäuses. A ist der Schiffskörper, B der
Kiel und C der Loskiel, welcher den Schiffskiel vor Beschädigung schützt, wenn dieser den
Grund berührt. D ist das Kielschwein.
Das Mittelschwert-Gehäuse ist aus Metall und mit den Flantschen F und der Hülse G aus
einem Stück gegossen. Die Enden i7' des Gehäuses
sind durchbohrt, so dafs man Bolzen durch den Kiel und diese Enden hindurchtreiben
und das Gehäuse auf diese Weise an seiner Stelle halten kann. Die Flantschen F
am Boden des Gehäuses liegen zwischen dem Kiel B und dem Loskiel C; durch Bolzen,
welche man durch diese Flantschen und den Kiel treibt, kann man das Gehäuse noch mehr
befestigen. Die Hülse G erstreckt sich von dem oberen Theile des Gehäuses durch das
Kielschwein hindurch und ist oben mit Gewinde versehen für den weiter unten angegebenen
Zweck.
Man sieht, dafs bei dieser Construction des Gehäuses keine einzige der Bodenwrangen des
Schiffes weggeschnitten und das Schiff hierdurch geschwächt zu werden braucht, da sich die
Spanten über dem Kiel kreuzen, während das Gehäuse sich nicht über die obere Fläche des
Kieles hinaus erstreckt. Bei der alten Construction mufsten an betreffender Stelle sämmtliche
Bodenwrangen weggeschnitten werden, da das Gehäuse über den Kiel hinausreichte.
Das Mittelschwert, welches genau in das Gehäuse hineinpafst, ist folgendermaafsen construirt:
Die Metallstange H ist an ihrem unteren Ende flach ausgeschmiedet, Fig. 4. An beiden
Seiten dieses breit geschmiedeten Theiles sind die Platten /, welche das Schwert bilden, angenietet.
Die Platten / sowie die Stange H sind aus Stahl gemacht. Die Platten / sind an
ihrem oberen Theile eingeschnitten, damit die Stange H mit ihrem runden Theile eine Strecke
weit unter die Oberkante dieser Platten hinabreichen kann.
Im Innern des Gehäuses E befinden sich zwei rinnenförmige Ansätze J, Fig. 5, welche
eine Fortsetzung der Hülse G bilden und der Stange H als Führung dienen. Diese geht
durch die Hülse G und ist oberhalb derselben mit einer anderen Stange verbunden, welche
bis zum Verdeck geht, woselbst sich der Bewegungsmechanismus für das Schwert befindet.
Von dem Kielschwein bis zu dem unteren Theile des Verdeckes erstreckt sich ein viereckiges
Gehäuse K (dessen eine Hälfte links von Fig. 2 in perspectivischer Ansicht gezeichnet
ist). Dieses Gehäuse ist wasserdicht und umschliefst die Stange H. Das Wasser,
welches durch den Hals G eindringen könnte, wird von diesem Gehäuse aufgenommen, ohne
in das Schiffsinnere selbst gelangen zu können. Der untere Theil des Gehäuses K steckt in der
Metallhülse Z, in deren Mitte ein hohler Konus M angebracht ist. Die Innenseite desselben
ist mit Gewinde versehen, so dafs man ihn auf den mit Gewinde versehenen Hals des
Gehäuses E aufschrauben kann. Auf diese Weise wird das Gehäuse E .τώί dem Gehäuse K
wasserdicht verbunden. Die Fugen an den Rändern der Hülse L sind abgedichtet. Letztere
ist an ihrem Boden mit den Flantschen O versehen, mit Hülfe deren sie nach dem Aufschrauben
auf den Hals G durch Bolzen auf dem Kielschweine befestigt werden kann.
Am oberen Ende des Gehäuses K befindet sich eine ebenfalls mit Flantschen versehene
Hülse P, welche am besten aus zwei Theilen besteht, damit man das Gehäuse K von der
Seite her an seine Stelle bringen kann, worauf die beiden Theile der Hülse durch Bolzen an
einander gefügt und abgedichtet werden. An der Bodenplatte Q des auf Deck befindlichen
Gangspills ist der Konus J? angebracht, welcher in den oberen Theil des Gehäuses K hineinreicht.
Der untere Theil dieses Konus ist mit Gewinde versehen, auf welches die flache Platte S aufgeschraubt ist. Diese Platte wird
durch Bolzen an die Flantschen der Hülse P befestigt. Zwischen Platte und Flantschen kann
man eine Kautschukscheibe zum Abdichten legen.
Auf diese Weise ist die Verbindung des. Gehäuses E mit der Bodenplatte Q des Gangspills
hergestellt. Die Stange H geht durch das Gehäuse K und den Konus R bis zur
Bodenplatte Q, woselbst sie mit dem auf Deck befindlichen Bewegungsmechanismus verbunden
ist.
Der Bewegungsmechanismus besteht aus einem gewöhnlichen Gangspill mit einigen zusätzlichen
Theilen. Auf der Stange M sitzt oben ein mit zwei Rippen versehenes Schulterstück
T, welches so hoch über Deck angebracht ist, dafs, wenn die Stange niedergelassen
ist, um das Mittelschwert ganz aus dem Gehäuse austreten zu lassen, die Schulter T auf
dem Verdeck ruht. Wenn die Stange so weit gehoben ist, dafs sich das Schwert vollständig
in dem Gehäuse E befindet, so legt sich eine Palle U unter die Schulter T und hält die
Stange sammt Schwert in ihrer Lage. Eine kleine horizontale Welle V lagert in dem Gangspillgestell
und ist mit einem Excenter versehen, welches beim Drehen der Welle V die Palle U von der Schulter T weghebt. Eine Feder
sucht die Palle U stets gegen die Stange H angedrückt zu halten. An einer Seite des über
Deck liegenden Theiles der Stange H befindet sich eine Zahnstange W, in welche das auf der
Welle Y sitzende Getriebe X eingreift, so dafs durch Drehen der Welle Y die Stange H gehoben
oder gesenkt wird. Das kleine Sperrrad α mit Sperrkegel b am Ende der Welle Y
dient dazu, letztere in jeder Lage der Stange H anzuhalten.
Auf der Bodenplatte Q liegt eine die Stange H umgebende Muffe c, welche an ihrer
Aufsenseite mit einer ringförmigen Rinne und zwei Armen d versehen ist, welche sich in die
Zähne der beiden Zahnsegmente e e einlegen. Im Innern dieser Muffe sind zwei Einschnitte angebracht,
in welche sich die beiden an dem Schulterstück T befindlichen Rippen einlegen,
wenn die Stange niedergelassen ist und die Schulter T auf dem Verdeck ruht. Die Muffe c
läfst sich alsdann in verticaler Richtung längs der Stange auf- und niederbewegen, dagegen
verhindern die in den Einschnitten der Klaue liegenden Rippen der Schulter T eine Drehung
der Stange ohne gleichzeitige Drehung der Klaue. Letztere liegt aber mit ihren Armen d
in den Zähnen der Zahnsegmente und wird von diesen am Drehen verhindert. Doch kann
die Muffe mit Hülfe des Hebels/, dessen kurzer Arm sich gabelförmig um die ringförmige Rinne
legt, mit ihren Armen d aus den Segmenten e e herausgehoben werden, worauf sich die Stange H
mit der Klaue drehen läfst. Wenn man nach der Drehung die Klaue wieder niederläfst, so
legen sich die Arme in ein anderes Zähnepaar der Segmente e e ein und die Stange wird alsdann
in ihrer neuen Stellung festgehalten.
Die Drehung der Stange H wird durch ein Zahnsegment g bewirkt, welches an ihrem oberen
Ende angebracht ist, und sich, wenn die Stange soweit niedergelassen ist, dafs sich das Schwert
vollständig aufserhalb des Gehäuses befindet, in das Zahngetriebe h einlegt. Wird dann die
Kurbel des Gangspills gedreht, so wird durch Vermittlung des Getriebes h und Segmentes g
die Stange H gedreht. Das Getriebe h erhält von der Welle Y aus durch Vermittlung des
Zahnrades / seine Bewegung. . Letzteres sitzt nämlich gemeinschaftlich mit dem Zahnrade X
auf einer.Muffe, welche an der drehenden Bewegung der Welle Y theilnimmt, aber mit
Hülfe des Hebels / auf dieser Welle in der Richtung ihrer Längsaxe verschoben werden
kann. Wenn also die Stange H gedreht werden soll, so schiebt man die Muffe nach dem
Getriebe h hin, so dafs dieses mit dem Zahnrade / in Eingriff kommt, während das Zahnrad
X aufser Eingriff mit der Zahnstange W tritt. Wie man sieht, kommt der Mechanismus
zum Drehen des Mittelschwertes nur dann zur Wirkung, wenn sich das Schwert aufserhalb
seines Gehäuses befindet. In jeder anderen Stellung verhindert schon das Gehäuse E eine
Drehung des Schwertes. Aus dem gleichen Grunde braucht auch die Muffe c nur dann in
Thätigkeit zu treten, wenn die Stange mit ihrer Schulter T auf dem Verdeck aufliegt.
Wenn man die auf der Welle Y sitzende Muffe mit Hülfe des Hebels j so verschiebt,
dafs weder das Zahnrad / mit dem Getriebe h noch das Zahnrad χ mit der Zahnstange W in
Verbindung steht, so läfst sich das Gangspill auch für gewöhnliche Zwecke verwenden. Dies
kann sowohl geschehen, wenn die Stange gehoben, als auch wenn dieselbe niedergelassen ist.
Es empfiehlt sich, stets zwei Mitteischwerte zur Verwendung zu bringen, so dafs sich nahe
an jedem Ende eines mit dem zugehörigen Mechanismus befindet. Wenn bei seichtem Wasser das Schiff schnell gedreht werden soll,
so stellt man das eine Schwert in einen und das andere in den entgegengesetzten Winkel zur
Schiffsaxe ein. Die Schwerte unterstützen alsdann in hohem Grade ein kurzes Drehen des
Schiffes.
Claims (1)
- Patent - Anspruch:Verstellbare Mitteischwerte für Schwertboote und Schiffe, nach Maafsgabe der Zeichnung und Beschreibung.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4013C true DE4013C (de) |
Family
ID=282866
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4013D Active DE4013C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4013C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1138331B (de) * | 1958-07-22 | 1962-10-18 | Alessandra Viotti Geb Bonfanti | Segelboot in Jollenbauweise |
| WO1981003311A1 (fr) * | 1980-05-22 | 1981-11-26 | G Ickinger | Engin flottant, notamment bateau a coques multiples avec propulsion a voiles |
| FR2552392A1 (fr) * | 1983-09-26 | 1985-03-29 | Dedale | Derive orientable pour embarcation a voile |
-
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- DE DENDAT4013D patent/DE4013C/de active Active
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1138331B (de) * | 1958-07-22 | 1962-10-18 | Alessandra Viotti Geb Bonfanti | Segelboot in Jollenbauweise |
| WO1981003311A1 (fr) * | 1980-05-22 | 1981-11-26 | G Ickinger | Engin flottant, notamment bateau a coques multiples avec propulsion a voiles |
| EP0045293A1 (de) * | 1980-05-22 | 1982-02-03 | Georg Dipl.-Ing. Ickinger | Mehrrumpfboot mit Segelantrieb |
| FR2552392A1 (fr) * | 1983-09-26 | 1985-03-29 | Dedale | Derive orientable pour embarcation a voile |
| EP0140758A1 (de) * | 1983-09-26 | 1985-05-08 | DEDALE, Société dite | Verstellbares Schwert für Segelschiffe |
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