DE397983C - Verfahren zur Herstellung von Druckformen aus gehaerteten Kolloiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Druckformen aus gehaerteten Kolloiden

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DE397983C DEB109389D DEB0109389D DE397983C DE 397983 C DE397983 C DE 397983C DE B109389 D DEB109389 D DE B109389D DE B0109389 D DEB0109389 D DE B0109389D DE 397983 C DE397983 C DE 397983C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/20Exposure; Apparatus therefor
    • G03F7/2022Multi-step exposure, e.g. hybrid; backside exposure; blanket exposure, e.g. for image reversal; edge exposure, e.g. for edge bead removal; corrective exposure

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

Es ist bekannt, autotypische Druckformen aus gehärteter Chromatgelatine in der Weise herzustellen, daß man eine dünne Schicht Chromatgelatine auf einen geeigneten Träger bringt und nach dem Trocknen ein autotypisches Negativ durch Kontaktdruck darauf kopiert. Hierauf wird die an der Oberfläche der Gelatineschicht gelegene unbelichtete und somit nicht gehärtete Gelatine durch Anwendung von Dampf, heißem Wasser u. dgl. in der von dem Pigmentdruckverfahren her bekannten Weise entfernt. Dies muß mit großer Vorsicht ausgeführt werden, da es aus gewissen Gründen nicht möglich ist, das Häutchen während des Kopierens vollständig durchzubelichten, wenigstens in den hohen Lichtern. Infolgedessen befindet sich unter den gehärteten Teilen des Häutchens noch eine Schicht nicht gehärteter Gelatine, und wenn die beao kannte Entwicklung mit heißem Wasser, Dampf usw. zu weit getrieben wird, wird dies zur Folge haben, daß die Druckform geschädigt wird. Die genannte ungehärtete Gelatineschicht zwischen den gehärteten Teilen und dem Träger kann dann leicht eine reliefartige Oberfläche annehmen, so daß die hellen Teile der Druckfläche höher als die dunkeln zu liegen kommen und das Gegenteil von dem erreicht wird, was man bezweckt.
Wegen der geringen Tiefe, die in dieser Weise erhalten wird, eignet sich das oben geschilderte Verfahren nicht zur Herstellung von Druckformen für Strichreproduktion. Da bei solchen große und unregelmäßige Zwischenräume zwischen den Druckelementen vorkommen, muß es möglich sein, an solchen Stellen eine bedeutende Tiefe hervorzubringen, wo die Druckelemente in merkbaren Abständen voneinander liegen, und diese Tiefe muß um so größer sein, je größer der Abstand ist.
Die Erfindung bezweckt nun, die Herstellung von solchen Chromatgelatinedruckformen oder überhaupt Druckformen aus lichtgehärteten Kolloiden mit großer Tiefe zu ermöglichen, so daß die Herstellung von solchen für Strichreproduktion möglich wird, und dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Kolloidschicht nach oder während des gewöhnlichen Kopierens von hinten derart nachbelichtet wird, daß die Schicht durch ihre ganze j Dicke an denjenigen Stellen gehärtet wird, wo j sich die Druckelemente befinden. I Eine Ausführungsweise der Erfindung soll ! an Hand der beiliegenden Zeichnung beschrieben werden. ! Abb. ι stellt schematisch einen Schnitt I durch ein auf einem durchsichtigen Träger an-[ gebrachtes Chromatgelatinehäutchen dar, auf dem ein Negativ aufliegt.
Abb. 2 veranschaulicht dieselben Teile in ihrer gegenseitigen Lage während der Nachbelichtung.
In Abb. ι bezeichnet α einen durchsichtigen Träger, beispielsweise eine Zelluloidplatte, auf welcher sich eine getrocknete Schicht b aus Chromatgelatine befindet. C bezeichnet das Häutchen eines photographischen Negativs auf der Glasplatte d. Wenn Licht auf das Negativ fällt, wird dies bewirken, daß das Gelatinehäutchen an denjenigen Stellen gehärtet wird, wo das Negativ klar ist, und die Härtung dringt um so tiefer in die Gelatineschicht ein, je länger die Dauer der Belichtung und je intensiver dieselbe ist. Es wird jedoch bald eine Grenze für das Eindringen der Härtung in eine derartige Schicht erreicht sein, da sich die Härtung nach zu langdauernder und intensiver Belichtung nach den Seiten ausbreitet und infolgedessen die Striche zu breit werden und kleine Zwischenräume zwischen den Druckelementen verschwinden. Die gestrichelten
Stellen e, e bezeichnen die gehärteten
Stellen, und das Kopieren muß unterbrochen werden, wenn die Härtung soweit fortgeschritten ist.
Erfindungsgemäß werden nun das Negativ und der Träger α mit den Rückseiten aufeinandergelegt, und es wird eine Nachbelichtung, wie in Abb. 2 angedeutet, vorgenommen. Diese Nachbelichtung wird mit im wesentlichen parallelen Lichtstrahlen vorgenommen, wie beispielsweise mit direktem Sonnenlicht oder Licht von einer in einigem Abstand aufgestellten künstlichen Lichtquelle, und man kann hierdurch erreichen, daß die durch die klaren Stellen des Negativs belichteten Teile des Häutchens b gerade gegenüber den durch dieselben Stellen des Negativs belichteten Teilen e zu liegen kommen. Hierdurch erfolgt eine Härtung der Gelatine an den Stellen zwischen
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den Teilen e und dem Träger a, und die Gelatineschicht wird an den betreffenden Stellen durch ihre ganze Dicke gehärtet. F bezeichnet die durch die Nachbelichtung gehärteten Teile des Häutchens b.
Das Häutchen kann nun in bekannter Weise mit warmem Wasser entwickelt werden, womit man alle.nicht gehärtete Gelatine abwaschen kann, und die mit g bezeichneten Teile des
ίο Häutchens können vollständig weggewaschen werden, so daß man eine große Tiefe erzielen kann, wo dies erforderlich ist. An Stellen, wo die Druckelemente näher aneinanderliegen, beispielsweise bei h, kann die Gelatine nur bis zu einer geringeren Tiefe entfernt werden. Nach Trocknung und gegebenenfalls nach Befestigung des Trägers α auf einer Unterlage ist der Druckstock für das Drucken oder für die Stereotypierung fertig.
Da ein gewisser Grad von Streuung des Lichts während der Nachbelichtung wünschenswert ist, namentlich wenn die Platte d und der Träger α sehr dünn sind, ist es unter Umständen zweckmäßig, eine dünne matte Zelluloidplatte o. dgl. zwischen den Rückseiten des Negativs und des Trägers α einzuschalten cder eine solche auf das Negativ zu legen.
Wenn man eine derartige Druckform auf einem undurchsichtigen Träger anzubringen wünscht, kann man eine Chromatgelatineschicht auf eine Glasplatte o. dgl. auftragen, und nachdem diese durch das Negativ hindurch auf der einen Seite belichtet worden ist, kann sie von der Glasplatte entfernt und von hinten durch das Negativ in der beschriebenen Weise nachbelichtet werden, worauf die Schicht auf den gewünschten Träger aufgeklebt und in bekannter Weise entwickelt wird.
Das beschriebene Verfahren kann auch zur Herstellung von Druckformen aus anderen Kolloiden als Gelatine benutzt werden, wenn dieselben durch Belichtung gehärtet oder unlöslich gemacht werden können.
In gewissen Fällen kann man die oben beschriebene direkte Nachbelichtung von hinten durch das Negativ hindurch durch zurückgeworfenes Licht ersetzen. Wenn man somit den Träger α (Abb. 1) auf einen Spiegel legt, wird das durch das Häutchen fallende Licht gegen dasselbe zurückgeworfen werden und eine Härtung der Gelatine bewirken, die in vielen Fällen zur Erzielung des gewünschten Zwecks genügt.
Es kann auch in gewissen Fällen vorteilhaft sein, eine teilweise Entwicklung, d. h. Entfernung von löslicher Gelatine nach dem Kopieren vorzunehmen und nach dem Trocknen des Häutchens die Nachbelichtung in der beschriebenen Weise vorzunehmen, worauf das Häutchen zum zweiten Male entwickelt wird.
Obwohl das oben beschriebene Verfahren besonders die Herstellung von Druckformen für die Strichreproduktion bezweckt, steht nichts im Wege, es auch für autotypische zu benutzen. Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß die Entwicklung leichter ausgeführt werden kann, wie auch der obenerwähnten nachteiligen Reliefbildung entgegengewirkt bzw. dieselbe ganz aufgehoben wird.
Statt eine Nachbelichtung durch das autotypische Negativ zu bewirken, kann man mit Vorteil dieselbe durch ein mit dem genannten Negativ hergestelltes Diapositiv vornehmen. Man erzielt hierbei eine bessere Härtung der Gelatine in den Lichtern. Endlich kann man, wenn gewünscht, die Nachbelichtung durch besondere, durch Handarbeit hergestellte Schablonen oder durch Abdeckung auf dem Träger des Häutchens vornehmen.
Wird an gewissen Stellen eine noch größere Tiefe gewünscht als diejenige, die durch Entfernung der ganzen Gelatineschicht erreicht werden kann, so ist es möglich, an solchen Stellen etwas von dem Träger wegzuarbeiten oder durch Auflösung mittels eines geeigneten Lösungsmittels zu entfernen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Druckformen aus durch Belichtung gehärteten Kolloiden durch Kopieren eines photographischen Negativs durch Kontaktdruck, dadurch gekennzeichnet, daß die betreffende Kolloidschicht nach oder während des Kopierens an denjenigen Stellen von hinten belichtet wird, die die Druckelemente der Druckform bilden sollen,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kolloidschicht zuerst in bekannter Weise durch ein Negativ hindurch durch Kontaktdruck belichtet wird, worauf sie einer Nachbelichtung von hinten durch dasselbe Negativ in umgekehrter Stellung unterworfen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß während der Nachbelichtung eine matte Zelluloidplatte o. dgl. auf oder unter dem Negativ liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Kolloidschicht während des Kopierens von hinten durch die von einem Spiegel zurückgeworfenen Lichtstrahlen belichtet wird, die durch die Schicht während des Kopierens hindurchgegangen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEB109389D Verfahren zur Herstellung von Druckformen aus gehaerteten Kolloiden Expired DE397983C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0196033A3 (de) * 1985-03-26 1988-09-07 E.I. Du Pont De Nemours And Company Mehrflächenaufzeichnung in einer photopolymerisierbaren Reliefschicht für die Herstellung von Giessformen
EP0295818A3 (en) * 1987-06-17 1990-04-04 W.R. Grace Limited Improvements relating to relief printing plate manufacture

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0196033A3 (de) * 1985-03-26 1988-09-07 E.I. Du Pont De Nemours And Company Mehrflächenaufzeichnung in einer photopolymerisierbaren Reliefschicht für die Herstellung von Giessformen
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