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Schuhwerknähmaschine mit einer vom Drückerfuß beeinflußten Fadengebevorrichtung.
Gegenstand der Erfindung ist eine Schuhwerknähmaschine, insbesondere eine solche
zum Annähen der Außensohle von Schuhen oder Stiefeln an den Rahmen oder die Mittelsohle,
bei der eine gebogene Nadel und eine gebogene Ahle verwendet werden.
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Gemäß der Erfindung ist mit der Vorrichtung zur Stichbildung eine
vereinfachte Fadengebevorrichtung verbunden, die durch den Drückerfuß gesteuert
wird und einen schwingbar gelagerten Abzugshebel enthält, der einerseits mit dem
Drückerfuß und andererseits mit dem Aufnehmerhebel durch geschlitzte Lenker verbunden
ist, um bei jedem Stich eine der Dicke des Werkstückes entsprechende Fadenlänge
abzuziehen. Ferner ist eine Anordnung vorgesehen, die es dem die Maschine bedienenden
Arbeiter ermöglicht, den Druck des Drückerfußes und dessen Hubhöhe zu ändern.
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Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dar, und zwar in Abb. i die Gesamtanordnung in Seitenansicht, während die Abb. 2
bis 6 Einzelheiten in größerem Maßstabe zeigen.
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i ist der Kopf der Maschine, ia eine Welle, auf welcher in einem öldichten
Gehäuse 2 die zur Betätigung der Maschine erforderlichen Hubdaumen bzw. Hubrollen
befestigt sind.
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7a ist eine gebogene Nadel, welche von einem schwingenden Segment
7 getragen wird, das gezahnt ist und mit den am einen Ende eines schwingbaren Hebels
9 angebrachten Zähnen in Eingriff steht. 8 ist ein ähnlich schwingendes Segment,
das die Ahle trägt und ebenfalls gezahnt ist und mit den Zähnen des schwingbaren
Antriebshebels io für die Ahle 8 a in Eingriff steht. Die Hebel 9 und io werden
von Hubdaumen o. dgl. auf der Welle ia betätigt, und die Segmente 7 und '8 schwingen
auf der Welle g.
Der Drückerfuß 28 (Abb. 2 und 3) wird von dem einen
Arm eines Hebels 29 gehalten, der an einer Büchse 4 auf der Welle 3 angebracht ist.
Der Hebel 29 steht mit einem Hebel 30 in Eingriff, der von einer Welle 31
getragen wird, an welcher ein Handgriff 31-' befestigt ist. Mittels dieses Handgriffes
kann der Arbeiter den Drückerfuß 28 von dem Werktisch 5 abheben, damit er ein Werkstück
einführen oder entfernen kann. Der Hebel 30 hat ein zweites Zahnsegment 32,
das mit einem Zahnsegment 33 auf der Welle 34 in Eingriff steht. Auf dieser Welle
ist ferner ein Zahn- oder Sperrad 35 angebracht, und die Welle 34 selbst wird von
einem Schwinghebel 39 getragen (Abb. 2 und 3).
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Auf der Welle 31 ist in Lagern am Maschinengestell frei schwingbar
eine Büchse 36 gelagert, die ihre Schwingbewegung von einem Hebel 38 (Abb.2) durch
Vermittlung eines Hebels 37 erhält. Die schwingende Bewegung der Büchse 36 wird
dem Hebel 39 mitgeteilt, der ein Lager für die Spindel 34 des Zahnsegmentes 33 und
für das Sperrad 35 bildet.
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Auf der Büchse 36 ist lose eine Platte 40 mit zwei Sperrhaken 41,
42 gelagert, die abwechselnd mit dem Sperrad 35 in Eingriff gebracht werden können.
Diese Platte 40 wird für gewöhnlich in ihrer mittleren Stellung durch einen unter
Federwirkung stehenden Bolzen 43 (Abb. 3) gehalten, gegen dessen Wirkung die Platte
nach beiden Seiten bewegt werden kann, um durch ihn in ihre mittlere Stellung zurückgeführt
züi werden.
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Durch die beschriebene Anordnung kann der Drückerfuß von dem Arbeiter
vermittels des Handhebels 31,' angehoben werden, so daß er also das Werkstück freigibt,
oder er kann auf das Werkstück gedrückt und in dieser Stellung gesichert werden,
um das Werkstück während der Stichbildung anzudrücken. Darauf kann der brückerfuß
gelöst und angehoben werden, damit der Vorschub des Werkstückes stattfinden kann.
Der Betrag, um welchen der Drückerfuß niedergedrückt bzw. gehoben werden kann, ist
in das Belieben des Arbeiters gestellt.
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Befindet sich das Sperr ad zwischen den Sperrklinken 41 und 42, so
daß also keine dieser Klinken mit den Sperrzähnen des Rades 35 in Eingriff steht,
so kann der Arbeiter den Drücker mittels des erwähnten Handhebels anheben. Wird
nun der das Sperrad 35 tragende Arm 39 in der einen Richtung bewegt und verhindert
dabei eine der Klinken 41 oder 42 durch Eingriff in die Zähne des Rades 35 eine
Drehung dieses Rades sowie des Rades 33, @o ist das Rad 33 mit dem Segment 32 gewissermaßen
starr verbunden, so daß also der den Drückerfuß betätigende Hebel 29 z. B. eine
Bewegung im Sinne des Aufdrückens des Drückerfußes macht. Wird darauf der Arm 39
in der entgegengesetzten Richtung verschwenkt, so wird das Sperrad 35 durch die
andere Sperrklinke 41 oder 42 beeinflußt und das Zahnrad 33 an einer Drehbewegung
gehindert, so daß der Hebel 29 in der anderen Richtung bewegt, also der Drückerfuß
um einen gewissen Betrag gehoben wird.
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Ist die Bewegung des Drückerfußes z. B. eine Bewegung von 1/2 Zoll
Lüften plus 1 , oder 14 Zoll Klemmbewegung, und sind die Klinken 41, 42 so gestellt,
daß s'e am Ende von jedem Hub nur gerade zur Berührung mit dem Rade 35 kommen, so
kann kein Lüften oder Klemmen stattfinden, sondern nur ein Sperren. Es ergibt sich
daraus, daß eine sehr einfache, wirksame und feine Einstellung des Betrages der
Klemmung und des Anhebens erhalten werden kann, wenn man nur die Lage der Sperrklinken
bzw. deren toten Hub dementsprechend einstellt. Wenn z. B. die rechte Klinke dicht
an das Sperrad 35 gestellt ist, so daß sie sofort nach ihrer Betätigung in dieses
Rad eingreift, wenn es sich nach rechts bewegt, so ergibt sich eine Klemmung von
annähernd 1/g Zoll. Eine ähnliche Bewegung ergibt sich bei entsfrechender Eins'.ellung
der linken Klinke.
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Der Aufnehmer 67 (Abb. i) ist auf einer Schwingwelle 68 gelagert,
die an ihrem äußeren Ende eine Verlängerung 69 besitzt, an welcher ein Joch
70 eines Hebels 71 angreift. Dieser Hebel ist an einer Welle 72 (Abb. i)
angebracht und wird von einem Hubdaumen und der Hauptwelle ia betätigt. Der in strichpunktierten
Linien angedeutete Faden kommt von einer Spule an der Rückseite der Maschine, geht
über das Spannrad 74 und von dort zu einer Abmeßrolle 75. Diese Rolle wird auf einem
Zapfen 75#Z von dem einen Arm eines Winkelhebels 79 getragen, der am einen Ende
einer Schwingwelle 76 befestigt ist. Das andere Ende dieser Welle trägt einen Hebel
77, der durch einen geschlitzten Lenker 78 an einen Kurbelzapfen 82 auf der `Felle
34 angeschlossen ist. Der Zapfen 75°T ist gleitbar in dem Schlitze des Lenkers 78
gehalten. Ein zweiter, ebenfalls mit der Schwingwelle 76 verbundener Lenker 78-=
nimmt in seinem geschlitzten Ende einen Stift 8o an dem Aufnehmerarm 67 auf. Von
der Abmeßrolle 75 geht der Faden senkrecht navh oben durch eine Sperrvorrichtung
84, 85.
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Von dieser Sperrvorrichturg geht der Faden über eine Rolle 9o, die
von einer Welle gi getragen wird, auf welcher ein Hebel 92 schwingbar gelagert ist.
Dieser Hebel wird durch eine Feder 93 auf der `Felle gi in der Richtung des Pfeiles
94 beeinflußt und trägt an seinem freien Ende eine Fadenrolle 95.
Von
der letzteren geht der Faden über eine Rolle 96. In dieser Weise bildet der Hebel
9z einen Hilfsaufnehmer, welcher einen gleichmäßigen Zug auf den Faden ausübt, wenn
der Hauptaufnehmer den Faden gespannt hält, so daß bei der Freigabe der Fadensperrvorrichtung
84., 85 der Hebel 79 eine Schwingung ausführt und der Stift 75a nach dem oberen
Ende des Schlitzes in dem Lenker 78 sich bewegt.
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Geht der Hauptaufnehmerarm 67 nach unten, so wird der Faden gesperrt,
jedcch wirkt der von dem Stift 8o betätigte Lenker 78a auf den Hebel 79 in dem Sinne,
daß eine bestimmte Länge des Fadens von dem Spannrädchen 74. für den nächsten Stich
abgezogen wird.
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Die Länge des abzumessenden Fadens wird genau nach der Dicke des zwischen
dem Drückerfuß 28 und dem Maschinentisch hindurchgehenden Werkstückes in der folgenden
Weise bestimmt Die Welle 34 (Abb. 2, 3 und q), auf welcher das Sperrad 35 befestigt
ist, steht mit dem den Drückerfuß tragenden Hebel 29 durch die Zahnsegmente 32,
30 in Verbindung. Wenn der Drückerfuß infolge einer Erhöhung der Dicke des
Werkstückes von dem Arbeitstisch einen größeren Abstand bekommt, dreht sich diese
Welle, und zwar in solcher Weise, daß der mit ihr verbundene Kurbelzapfen 82 (Abb.
3, q. und 5) die Fadenrolle 75 durch den geschlitzten Lenker 78, den Hebel 77 und
einen Stift 77a betätigt, der von dem Hebel 77 getragen wird und in dem Schlitz
dieses Hebels liegt. Die Rolle 75 nimmt dann eine Lage ein, welche der Dicke des
Teiles des Werkstückes entspricht, der gerade von dem Drückerfuß beeinflußt wird.
Wenn nun der Hauptaufnehmer 67 in Tätigkeit tritt, so bewegt er die Rolle 75 nur
auf einer Strecke, die den Unterschied zwischen dem vollen Hub des Stiftes 8o an
dem Aufnehmerarm und dem Betrag darstellt, um welchen sich die Rolle 75 infolge
Vergrößerung der Dicke des Werkstückes gehoben hat. In dieser Weise ist alsp die
Länge des abgemessenen Fadens genau proportional der Dicke des Werkstückes, wenn
die Teile zunächst genau zueinander bemessen sind.
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Der Faden wird gesperrt, wenn der Hauptaufnehmer auf ihn einwirkt,
und zwar durch die erwähnte Sperreinrichtung, bestehend aus einem Kolben 84. (Abb.
6) in einem Rohr 85, das am einen Ende einen Schlitz mit einer Stirnfläche 86 besitzt,
wobei zwischen dieser Fläche 86 und dem Ende des Kolbens 84 der Faden eingeklemmt
wird (Abb. 6 links). Der Kolben 84 wird, um den Faden festzuklemmen und wieder loszulassen,
durch einen kleinen Hebel 88 von annähernd umgekehrter T-Form betätigt, der
bei 89 schwingbar gelagert ist und dessen Querstange mit ihrem vorderen Ende an
dem Kolben 84 angreift, während das hintere Ende mit einem Hebel in Verbindung steht,
der durch einen Hub--daumen o. dgl. auf der Hauptwelle ja betätigt wird. Vorzugsweise
wird eine Feder 87 vcrgesehen, welche auf den Hebel 88 einwirkt, um ihn mit seiner
Hubrolle in Berührung zu halten.