DE294589C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE294589C DE294589C DENDAT294589D DE294589DA DE294589C DE 294589 C DE294589 C DE 294589C DE NDAT294589 D DENDAT294589 D DE NDAT294589D DE 294589D A DE294589D A DE 294589DA DE 294589 C DE294589 C DE 294589C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- fabric
- shaft
- rib
- needle
- feed
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 39
- 238000009958 sewing Methods 0.000 claims description 11
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 claims description 8
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 claims 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 239000000758 substrate Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B1/00—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
- D05B1/24—General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making blind-stitch seams
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B85/00—Needles
- D05B85/06—Curved needles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 294589 KLASSE 52«. GRUPPE
THE SINGER MANUFACTURING COMPANY in ELIZABETH, New Jersey, V. St. A.
Blindstichnähmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1914 ab.
Die Erfindung betrifft eine Nähmaschine mit seitlich beweglicher Nadel, im besonderen
eine Blindstichnähmaschine derjenigen Gattung, bei welcher die Nadel an einer Seite des Stoffes
durch eine ihr dargebotene Stoffrippe hindurchsticht, wobei die Nadel bei jeder zweiten Stichbewegung
vom Stoff angehoben wird, so daß sie abwechselnd über die Stoffrippe hinwegstreicht,
während das auf der entgegengesetzten Seite des Stoffes befindliche, zur Bildung der Stoffrippe
dienende Organ gleichmäßig in bezug auf den Stoff betätigt wird.
Mit den bis jetzt bekannten Konstruktionen dieser Gattung von Maschinen war es nicht
möglich, Blindstichnähte mit der genügenden Genauigkeit in sehr dünnen Stoffen herzustellen.
Der Grund hierfür bestand teils darin, daß das erforderliche genau richtige Zusammenarbeiten
der Nadel, des Greifers und des rippenbildenden Organes nicht gewährleistet war, da
die Anordnung dieser Teile umständlich war und sie von starkem Verschleiß unterworfenen
Vorrichtungen, wie Nutenscheiben o. dgl., gesondert ihren Antrieb erhielten. Ferner war,
abgesehen von einer Veränderlichkeit der Bewegungsgröße des rippenbildenden Organes,
keine Rechnung für verschiedene Stoffdicken getragen.
Es ist für die Herstellung von Blindstichen in sehr dünnen Stoffen von größter Wichtigkeit, daß die Nadel, der Greifer und das rippenbildende Organ nicht nur zeitlich in vollkommen richtiger Weise zusammen arbeiten, sondern daß die Grenzlagen dieser Teile und der Werkstückstütze in bezug aufeinander entsprechend der Dicke des Stoffes fest bestimmt werden können.
Es ist für die Herstellung von Blindstichen in sehr dünnen Stoffen von größter Wichtigkeit, daß die Nadel, der Greifer und das rippenbildende Organ nicht nur zeitlich in vollkommen richtiger Weise zusammen arbeiten, sondern daß die Grenzlagen dieser Teile und der Werkstückstütze in bezug aufeinander entsprechend der Dicke des Stoffes fest bestimmt werden können.
Mit der vorliegenden Erfindung wird bezweckt, eine Blindstichnähmaschine zu schaffen,
welche es ermöglicht, Blindstichnähte mit der gleichen Genauigkeit nicht nur in dicken,
sondern auch äußerst dünnen Stoffen herzustellen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Einrichtung so getroffen, daß die Stichbilde-Vorrichtung,
nämlich Nadel und Greifer, als ein Ganzes in einem Träger angeordnet sind,
welcher auf einer zur Stoffoberfläche parallelen Achse schwingbar gelagert ist, und daß dieser
Träger und das zur Bildung der Stoffrippe dienende, an der entgegengesetzten Seite des
Stoffes in bezug auf diesen bewegliche Organ von einem gemeinsamen Antriebszapfen gegenläufig
betätigt werden, wobei die Nadel einmal bei der dem Stoff nächstgelegenen Stellung
der Stichbilde Vorrichtung durch die ihr dargebotene Stoffrippe tritt, jedoch das nächste
Mal bei der vom Stoff entfernten Stellung der Stichbildevorrichtung frei über die Stoffoberfläche
hinwegstreicht. Hierbei ist das rippenbildende Organ und die den Stoff tragende Unterlage bzw. Vorschubrad oder Vorschubräder
zwecks Aufnahme von Stoffen verschiedener Dicke in der Richtung zur Stichbikrungsvorrichtung
verstellbar und in der Richtung von letzterer weg nachgiebig angeordnet.
In Anbetracht dessen, daß der Träger für die ein Ganzes darstellende Stichbildungsvorrichtung
schwingbar gelagert ist, und daß die
Betätigung des Trägers und des rippenbildenden Organes von einem gemeinsamen Antriebszapfen erfolgt, ergibt sich eine äußerst einfache
und somit dem Verschleiß kaum unterlegene Anordnung, wodurch das erforderliche genaue Zusammenarbeiten der in Betracht
kommenden Teile dauernd gewährleistet ist. Ferner werden der Greifer und die Nadel
gemäß der Erfindung von einem gemeinsamen ίο Antriebsglied betätigt, wodurch sich eine weitere
Vereinfachung der Einrichtung ergibt.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung dargestellt,
und zwar ist
Fig. ι ein Grundriß der Maschine;
Fig. ι ein Grundriß der Maschine;
Fig. 2 und 3 sind eine vordere und eine hintere Ansicht der Maschine;
Fig. 4 ist eine Unteransicht, und Fig. 5 eine Stirnansicht der Maschine;
Fig. 6 und 7 sind Schnitte nach den Linien A-A (Fig. 2) und B-B (Fig. 1);
Fig. 8 zeigt die Stichbilde vorrichtung und die Vorschubvorrichtung im Längsschnitt;
Fig. 9 ist ein Schnitt nach der Linie C-C (Fig. i);
Fig. 10 veranschaulicht im Schnitt den Antrieb für die Nadelstange und den Greifer;
Fig. 11 ist ein Schnitt nach der Linie D-D
(Fig. 2);
Fig. 12 ist eine hintere Stirnansicht der Maschine;
Fig. 13 ist ein Querschnitt nach der Linie D-D
(Fig. 2) durch die Vorschubwelle;
Fig. 14 veranschaulicht in stark vergrößertem Maßstab die durch die Maschine hergestellte
Naht;
Fig. 15 zeigt eine Einzelheit im Schnitt.
Im Maschinengestell 1 ist die Hauptwelle 2 gelagert, deren eines Ende ein Handrad 3 und
deren anderes Ende eine Kurbelscheibe 4 trägt (Fig. 3, 6 und 9). Ein im Maschinengestell
gelagerter Zapfen 6 trägt einen Schwingzylinder 5 (Fig. 6), in welchem eine Nadelstange
9 längsverschiebbar angeordnet ist. Diese Stange besitzt am vorderen Ende einen Tragarm
10 für eine Nadel 11, mit welcher ein schwingbarer, die übliche Fadenspule führender
Greifer 12 zusammen arbeitet. Der Greifer 12 besitzt eine hohle Welle 14 (Fig. 6), welche in
einer in der Querwand 17 des Zylinders 5 befestigten Büchse 15 gelagert ist.
Ein Bolzen 18 erstreckt sich vom Greifer durch die hohle Welle 14 und ist mit einer
Welle 19 verschraubt, welche mit steilem Außengewinde versehen ist und an ihrem hinteren
Ende auf einem in die Querwand 21 des Zylinders eingeschraubten Zapfen 23 gelagert ist.
Die Wellen 14 und 19 sind durch einen nicht gezeichneten Keil miteinander gegen Drehung
verbunden.
Auf dem Kurbelzapfen 25 der Kurbelscheibe 4 ist das eine Ende einer Stange 26 (Fig. 6 und 10)
gelagert, deren anderes Ende in ein Verbindungsstück 27 eingeschraubt ist, welches einen Zapfen
29 (Fig. 6 und 11) umfaßt, der an einer auf der Schraubenwelle 19 angeordneten, mit
Gewinde versehenen Muffe 31' sitzt. Das entgegengesetzte
Ende des Zapfens 29 besitzt einen geschlitzten Kopf 30, in welchem die
Nadelstange 9 festgeklemmt ist. '
Aus obigem ist ersichtlich, daß vom Kurbelzapfen 25 aus durch Vermittlung der Stange 26
der Schraubenwelle 19 und somit dem Greifer 12.
Schwingungen und der Nadelstange 9 Längsbewegungen erteilt werden.
Auf der Welle 2 sitzt ein Zahnrad 33 (Fig. 4 und 6), welches in ein auf einer Welle 35 befestigtes
Zahnrad 34 eingreift. Auf dem vorderen Ende der Welle 35, welche auf zwei
Umdrehungen der Welle 2 eine Umdrehung macht, ist eine Scheibe 36 (Fig. 1, 3 und 6)
befestigt. Diese Scheibe besitzt eine unterschnittene Quernut 37, in welcher ein Stift 39
verstellbar befestigt ist. Auf diesem Stift sitzt das eine Ende eines Gelenkarmes 40
(Fig. 3), dessen anderes Ende an einem um die Vorschubantriebswelle 42 drehbaren Arm 41
angelenkt ist. Der Arm 41 ist mittels einer Schraube 43 mit einer Schwingscheibe 44 verbunden,
welche einen Teil einer an sich bekannten Schaltvorrichtung 45 bildet. Auf dem Ende 46 der Welle 35 ist eine Kurbelscheibe 47
befestigt, deren Kurbelzapfen 48 von einem Block 49 lose umfaßt wird. Dieser Block wird
vom gabelförmigen Ende 50 (Fig. 6 und 8) eines Fortsatzes 51 des Schwingzylinders 5 umfaßt.
Letzterem können somit durch die Organe 33, 34, 35, 48 und 49 Schwingbewegungen
erteilt und der .Stichbildungsmechanismus veranlaßt werden, abwechselnd' Stiche in- und
außerhalb des Stoffes zu erzeugen.
Auf dem der Schaltvorrichtung 45 entgegengesetzten Ende der Welle 42 ist eine Hohlwelle
52 (Fig. 8, 9 und 15) verschiebbar, jedoch nicht gegenseitig drehbar gelagert. Auf dieser
Welle 52 sitzen zwei Kegelräder 55 und 56 fest. Eine zwischen dem Boden der einerends
geschlossenen Hohlwelle 52 und dem gegenüberliegenden Ende der Welle 42 angeordnete
Feder 57. ist bestrebt, das Kegelrad 56 mit no einem Kegelrade 58 in Eingriff zu halten,
welches auf der Vorschubwelle 59 (Fig. 3, 5 und 8) sitzt. Am vorderen Ende der Welle 59
sind geriffelte Vorschubdrehscheiben 60 und 61 befestigt. Durch die Organe 42, 56, 58 und_59
werden von der Schaltvorrichtung 45 aus schrittweise Drehbewegungen auf die Vorschubscheiben
60 und 61 übertragen. Durch Vorschiebung der Hohlwelle 52 mit den Kegelrädern
55, 56 mittels einer weiter unten beschriebenen Vorrichtung kann ersichtlicherweise
die Vorschubrichtung umgekehrt werden.
■Auf einem Zapfen 63 im Maschinengestell (s. besonders Fig. 8) ist ein Schwinghebel 62
drehbar gelagert. Letzterer besitzt an einem Ende einen Stift 64, welcher in eine öffnung
am unteren Ende der zur Bildung einer Stoffrippe bestimmten Platte 65 (s. auch Fig. 13) eingreift.
Auf einem im Maschinengestell gelagerten Zapfen 66 (Fig. 1, 2 und 6) sitzt ein Schwinghebel
67 mit gegabeltem Arm 69, welcher einen Fortsatz 68 des auf dem Kurbelzapfen 48 sitzenden
Blockes 49 umfaßt. Die Umdrehung . des Kurbelzapfens 48 bewirkt somit eine Schwingung
des Hebels 67 um seinen Zapfen 66.
Im entgegengesetzten, ebenfalls gegabelten Ende des Hebels 67 ist ein kurzer Drehzapfen 70 gelagert, welcher von einer Zugstange 71 durchsetzt ist, deren unteres Ende an einem im Schwinghebel 62 gelagerten Schwingzapfen 71' (Fig. 4) befestigt ist. Die Zugstange 71 ist an ihrem oberen Teil mit Gewinde versehen, auf welches eine Einstellmutter 72 geschraubt ist, die sich mit einem Ansatz 75 an den Drehzapfen, anlegt. Diese Mutter 72 besitzt ferner einen leicht konischen, geschlitzten Ansatz 73, auf welchem eine Kiemmutter 74 sitzt. Durch die Mutter 72 kann die die Stoffrippe bildende Platte 65 senkrecht eingestellt werden, wenn es erwünscht ist, die Arbeitsstellung des oberen Endes der genannten Platte in bezug auf die Nadellauflinie zu verändern. Eine mit- dem unteren Ende sich auf einen Bund 73' der Tragstange 71 und mit dem oberen Ende auf den Boden einer in das Maschinengestell eingeschraubten Hülse 74' stützende Feder 72' (Fig. 8) ist bestrebt, die rippenbildende Platte 65 in der gehobenen Stellung zu erhalten.
Im entgegengesetzten, ebenfalls gegabelten Ende des Hebels 67 ist ein kurzer Drehzapfen 70 gelagert, welcher von einer Zugstange 71 durchsetzt ist, deren unteres Ende an einem im Schwinghebel 62 gelagerten Schwingzapfen 71' (Fig. 4) befestigt ist. Die Zugstange 71 ist an ihrem oberen Teil mit Gewinde versehen, auf welches eine Einstellmutter 72 geschraubt ist, die sich mit einem Ansatz 75 an den Drehzapfen, anlegt. Diese Mutter 72 besitzt ferner einen leicht konischen, geschlitzten Ansatz 73, auf welchem eine Kiemmutter 74 sitzt. Durch die Mutter 72 kann die die Stoffrippe bildende Platte 65 senkrecht eingestellt werden, wenn es erwünscht ist, die Arbeitsstellung des oberen Endes der genannten Platte in bezug auf die Nadellauflinie zu verändern. Eine mit- dem unteren Ende sich auf einen Bund 73' der Tragstange 71 und mit dem oberen Ende auf den Boden einer in das Maschinengestell eingeschraubten Hülse 74' stützende Feder 72' (Fig. 8) ist bestrebt, die rippenbildende Platte 65 in der gehobenen Stellung zu erhalten.
Die Vorschubwellen 42 und 59 sind in den Teilen 76 und 77 (s. besonders Fig. 8 und 9)
eines Lagerstückes 78 gelagert (s. besonders Fig. 8 und 9). Letzteres ist seinerseits im
Maschinengestell um die Achse der Welle 42 drehbar gelagert. Das eine Ende eines Hebels 80
(s. auch Fig. 7) ist auf dem Teil 77 festgeklemmt, während das andere Ende mit einer
senkrechten Zugstange 81 gelenkig verbunden ist. Diese Stange 81 erstreckt sich durch
eine in das Gestell eingeschraubte Hülse 82 und trägt am oberen Ende eine Einstellmutter 83
mit konischem, geschlitztem Fortsatz 84, auf welchem eine. Kiemmutter 85 sitzt. Eine die
Stange 81 umgebende Feder 86 stützt sich mit dem oberen Ende von innen gegen den Boden
der Hülse 82, während deren unteres Ende sich gegen einen auf der Stange 81 befestigten
Bund 87 stützt. Auf diese Weise werden die Vorschubscheiben 60 und 61 durch die Feder 86
elastisch in ihrer gehobenen oder Arbeitsstellung gehalten, in welcher sie sich an den
Stoff anlegen.
Um beim Auflegen oder Wegnehmen des Stoffes auf die Maschine und von derselben die
Vorschubscheiben 60 und 61 und die Platte 65 senken zu können, ist auf einer im Maschinengestell
gelagerten, mit einem Betätigungshebel 88 versehenen Welle 89 (Fig. 2, 7 und 8) ein Arm 90
mit zwei Rollen 91 und 92 befestigt, von denen die eine Rolle 91 von unten an den Hebel 80
und die andere Rolle 92 an den Hebel 62 angreift. Vermittels einer mit dem Betätigungshebel
verbundenen Fußtrittstange 93 oder von Hand können ersichtlicherweise die Vorschubscheiben
60 und 61 und die Platte 65 gesenkt werden.
Zur Umkehrung der Vorschubrichtung dient ein Winkelhebel 95, 98 (Fig. 9), welcher von
Hand oder anderweitig mittels einer Zugstange 94 betätigt werden kann. Der Hebel 95
ist auf einem Zapfen 96 in Ansätzen 97 des Lagerstückes 78 angeordnet, und der sich nach
unten erstreckende gegabelte Arm 98 umfaßt die Hohlwelle 52 und greift an der Nabe des
Kegelrades 55 an, so daß bei. Ausübung eines Zuges auf die Stange 94 das Rad 56 aus dem
Rad 58 ausgerückt und das Rad 55 eingerückt wird, wodurch die Drehrichtung der Vorschubscheiben
60 und 61 umgekehrt wird.
Auf der Welle 2 ist eine Kurvennutenscheibe 99 befestigt, durch welche ein um
einen Zapfen 104 drehbarer Fadenaufnehmerhebel 102,103 betätigt wird (Fig. 6).
Der Stoffdrücker besteht aus einer aufrechten Stange 107 (s. besonders Fig. 8 und 5), an
deren unterem Ende ein Querstück 108 sitzt, an welchem aufwärts gerichtete Arme 110 der
Drückerfußplatte 109 mittels Schrauben in befestigt sind. Die Stange 107 durchzieht eine
Büchse 112, welche einen seitlichen Arm 113
besitzt, der in einer an einem nach oben gerichteten Fortsatz des Schwingzylinders 5 befestigten
Hülse 114 gelagert ist. Eine Feder 115
drückt den Drückerfuß 109 auf den Stoff herab. Der Arm 113 kann sich in der Hülse 114
frei drehen und entgegen dem Druck einer Feder 116 achsial verschoben werden. Der
Drückerfuß 109 kann somit Schwingbewegungen in der Richtung der Nahtlinie und quer zu ihr
ausführen.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Zunächst schwingt der Arbeiter den Hebel 88 in der Richtung des Pfeiles t (Fig. 8), um die no
Vorschubscheiben 60 und 61 und die rippenbildende Platte 65 zu senken, und legt den zu
bearbeitenden Stoff auf die genannten Scheiben unter den Drückerfuß 109. Hierauf läßt man
den Hebel 88 und die Teile 60, 61 und 65 in bezug auf den Stoff in die Normalstellungen
zurückgehen und beginnt mit dem Nähen. Die rippenbildende Platte 65 wird bei Herstellung
eines Stiches in der einen Richtung und bei Herstellung des nächstfolgenden Stiches
in der anderen Richtung senkrecht bewegt, wobei die Aufwärtsbewegung und Berührung
derselben mit dem Stoff kurz vor dem Eintreten der Nadelspitze in den Stoff stattfindet,
um einen Blindstich 126 (Fig. 14) in der von der Platte 65 innerhalb einer Aussparung 124
(Fig. 8) des Drückerfußes gebildeten Stoffrippe auszuführen. Wenn die Nadel in den Stoff eingetreten
ist, geht die Platte 65 zurück und beeinflußt so die Weiterbewegung der Nadel zwecks Darbietung der Schleife für den Greifer
nicht. Wenn die Nadel zurückgeht, folgen die nachgiebig gehaltenen Vorschubscheiben und der
Drückerfuß der durch Schwingung des Zylinders 5 bedingten Aufwärtsbewegung des Greifers
und der Nadel, bis letztere ganz aus dem Stoff herausgetreten ist. In diesem Zeitpunkt werden
die Vorschubscheiben durch die auf die Hülse 82 sich legende Mutter 83 an einer weiteren Aufwärtsbewegung
verhindert. Hierauf bewegen sich die Nadel und der Greifer bis in die Stellung zur Bildung des außerhalb des Stoffes liegenden
Stiches 125 hinauf, während die Platte 65 in ihre unterste Stellung gelangt, worauf der
Stoff durch die Scheiben 60 und 61 vorgeschoben wird.
Wenn sich beim Nähen ein größerer Widerstand, z. B. eine Naht, entgegenstellt, geben
die Vorschubscheiben 60 und 61 und die rippenbildende Platte 65 der verstärkten Dicke
nach.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:i. Blindstichnähmaschine, bei welcher die mit einem Greifer auf derselben Stoffseite zusammen arbeitende Nadel in zur Stoff ober fläche annähernd parallelen Richtungen hin und her gehende Bewegungen ausführt und abwechselnd durch eine ihr dargebotene Rippe des Stoffes tritt und oberhalb der Stoffoberfläche hinwegstreicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelstange (9) und die Greiferwelle (19) gemeinsam in einem Träger (5) angeordnet sind, welcher auf einer zur Stoffoberfläche parallelen Achse schwingbar gelagert ist, daß dieser Träger und ein zur Bildung der Stoffrippe dienen^· des, an der entgegengesetzten Seite des Stoffes in bezug auf diesen bewegliches Organ (Platte 65) von einem gemeinsamen Antriebszapfen (48) gegenläufig betätigt werden.
- 2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Nadelstange (9) und die Greiferwelle (19) ihre Stichbildungsbewegungen gemeinsam von einem hin und her gehenden, unmittelbar von der Maschinenhauptwelle (2) angetriebenen Organ (Kreuzkopf 30,31') erhalten, während der die Nadelstange (9) und den Greifer (12) tragende Schwingzylinder (5) und das rippenbildende Organ (65) von einer Welle (35) betätigt werden, von welcher auch die Vorschubvorrichtung ihren Antrieb hält.
- 3. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stofftrag- und Vorschuborgane (60, 61) sowohl wie das rippenbildende Organ (65) in der Richtung zur Stichbildevorrichtung (Nadel 9 und Greifer 12) einstellbar und in der entgegengesetzten Richtung nachgiebig angeordnet sind.
- 4. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Vorschubwelle (59) durch ein Umsteuergetriebe (52, 55, 56, 58) erfolgt zwecks Ermöglichung einer Umkehrung des Stoffvor-Schubes während des Nähvorganges.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB191409688T | 1914-04-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE294589C true DE294589C (de) |
Family
ID=34360692
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT294589D Active DE294589C (de) | 1914-04-20 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE294589C (de) |
| GB (1) | GB191409688A (de) |
-
0
- DE DENDAT294589D patent/DE294589C/de active Active
-
1914
- 1914-04-20 GB GB191409688D patent/GB191409688A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB191409688A (en) | 1915-04-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3348223C2 (de) | ||
| DE650545C (de) | Zickzackstichnaehmaschine mit einem Nadelstangenschwingrahmen | |
| DE294589C (de) | ||
| DE551127C (de) | Zickzackstich-Naehmaschine | |
| DE375429C (de) | Schuhwerknaehmaschine mit absetzend auf das Werkstueck einwirkenden Stichbildungswerkzeugen und Vorschubwerkzeugen | |
| DE677369C (de) | Maschine zum Annaehen von Zwei- und Vierlochknoepfen | |
| DE391522C (de) | Naehmaschine mit einer in dem Stoff und mit Bezug auf letzteren seitlich bewegten Nadel | |
| DE591656C (de) | Zickzacknaehmaschine | |
| DE849647C (de) | Stoffvorschubeinrichtung fuer Naehmaschinen | |
| DE644603C (de) | Vorrichtung an Naehmaschinen zum Veraendern der Stichlaenge und Umschalten der Vorschubrichtung von Hand | |
| DE227885C (de) | ||
| DE310420C (de) | ||
| DE246683C (de) | ||
| DE462177C (de) | Blindstich-Doppelsteppstichnaht und Naehmaschine zu deren Herstellung, insbesondere fuer die Schuhmacherei | |
| DE222979C (de) | ||
| DE611388C (de) | Zickzacknaehmaschine mit quer zur Vorschubrichtung schwingender Nadelstange | |
| DE374188C (de) | Schiffchenantrieb fuer Handnaehmaschinen | |
| DE680447C (de) | Naehmaschine mit in Vorschubrichtung schwenkbarer Nadelstange | |
| DE408692C (de) | Naehmaschine fuer Stickereiarbeiten | |
| DE253016C (de) | ||
| DE943925C (de) | Blindstichnaehmaschine | |
| DE333430C (de) | Kurbelstickmaschine | |
| DE607326C (de) | Vorrichtung fuer Naehmaschinen zur Erzeugung von Zickzackbewegungen | |
| DE414101C (de) | Schuhnaehmaschine | |
| DE402972C (de) | Greiferantrieb fuer Kettenstichnaehmaschinen |