DE3969C - Verbesselungen an einer Vielfarben-Druckmaschine - Google Patents

Verbesselungen an einer Vielfarben-Druckmaschine

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DE3969C
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DE
Germany
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rollers
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A. H. SCHUMANN & W. ZELLE in Leipzig
Publication of DE3969C publication Critical patent/DE3969C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F5/00Rotary letterpress machines
    • B41F5/04Rotary letterpress machines for printing on webs
    • B41F5/16Rotary letterpress machines for printing on webs for multicolour printing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

1877.
Klasse 15.
AMBROSIUS HUGO SCHUMANN und WILHELM ZELLE in LEIPZIG. Verbesserungen an einer Vielfarben-Druckmaschine.
Zusatz-Patent zu No. 3638 vom 7. October 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. October 1877 ab. Längste Dauer: 14. März 1892.
Die Drehung des Fünfecks P in der Vielfarben-Druckmaschine, welches mit einem sich excentrisch drehenden Papiercylinder C im Eingriff steht, wurde nach der Beschreibung des Haupt-Patentes durch einen zweiten, neben dem Papiercylinder liegenden, in demselben Verhältnifs wie letzterer excentrisch sich drehenden Cylinder gleichförmig gemacht.
In der vorliegenden Construction geschieht der Antrieb des Fünfecks P von einer beliebigen Riemscheibe aus auf die Welle w des unteren elliptischen Zahnrades Q, Fig. I und .2, welches in das obere ebenso geformte Rad Q eingreift. Auf der Welle t des letzteren sitzt ein Zahnrad G, welches in das Zahnrad E eingreift und mittelst dessen das Fünfeck P in Drehung versetzt.
Ist das Fünfeck P, wie in der Zeichnung, in der Lage, dafs die Mitte einer Druckfläche gegen den Papiercylinder C anliegt, so verhält sich die Drehgeschwindigkeit von P zu C wie 1:3. Dreht sich nun P so weit, dafs dessen höchster Punkt mit dem kleinsten Radius von C in Eingriff kommt, so ist die Geschwindigkeit wie- 1:7. C läuft deshalb, so schliefsen die Erfinder, mit der Geschwindigkeit von 1 :4 schneller als bei der ersteren Stellung.
Um diese unregelmäfsigen Geschwindigkeiten auszugleichen, sind die beiden elliptischen Zahnräder Q angebracht, welche ihren.. Eingriff im Verhältnifs von 1 : 4 bewerkstelligen. Der Antrieb der Welle w wird sich also bei jeder Umdrehung auf die Welle t zuerst in einer bis 1:4 steigenden, dann bis 4 : 1 fallenden Geschwindigkeit übertragen. Diese unregelmäfsige Geschwindigkeit' geht durch das Zahnrad G auf das Zahnrad E, welche beiden sich wie 1 : 5 verhalten, und folglich auf das Fünfeck .Püber. Auf diese Weise wird, wie die Erfinder weiter schliefsen) erreicht, dafs P sich mit einer mittleren Geschwindigkeit von 1 : 3 gegen C gleichmäfsig bewegt. .
Wie in der Patentschrift des Haupt-Patentes angedeutet, kann dieselbe Wirkung durch einauf die Hauptwelle aufgekeiltes FünfblattrZähnradgetriebe erzielt werden. Diese Construction ist in Fig. 9 dargestellt, Der Antrieb erfolgt auch hier von der Welle w aus, und die ungleichmäfsige Geschwindigkeit von P ist aus der Form der in einander greifenden Räder Q' und Q-ersichtlich.
In der im Haupt-Patent beschriebenen Construction waren die Farbekasten F mit den Farbewalzen / und den Heberwalzen H zwischen den Speichen des umlaufenden Fünfecks P gelagert. Statt dessen können diese Theile bequemer zugänglich aufserhalb des Fünfecks aufgestellt werden. Hierzu sind zwei Anordnungen dargestellt.
Die erste Anordnung ist aus den Fig. 1 und 2 und besonders aus Fig. 6 ersichtlich. Die Farbekasten F sind hier auf Böcken oder Gestellen unterhalb des Fünfecks P so angeordnet, dafs sie dem Kreise, welchen die Ductorwalzen bei der Drehung von P beschreiben, gleichmäfsig nahe stehen.
Die Farbewalzen / tragen an einem Ende ihrer Axe α ein Sperrrad b, in welches ein Sperrkegel e greift. Diese Sperrkegel oder Klinken befinden sich je an einem Hebelarm g, Fig. 1, welcher an der horizontalen Stange h befestigt ist. Diese Stange wird von der Welle w aus vermittelst eines Excenters und vermittelst der Verbindungsstange i in eine horizontal hin- und hergehende Bewegung versetzt. Bei jeder Bewegung greifen die fünf Sperrklinken e in die fünf Sperrräder b und drehen sie und die Farbewalzen/ je einen Zahn weiter. Bei der nächsten entgegengesetzten Bewegung der Stange h rücken die Sperrklinken aus und fallen in den nächsten Zahn der Sperrräder ein. Auf diese Weise Werden die Farbewalzen / der fünf Farbekasten F in beständiger Drehung erhalten.
Die Heberwalzen H, welche die Farbe von den Walzen / auf die Ductorwalzen;; D übertragen, sind unmittelbar über den Walzen/ge^ lagert, aber.durch eine Feder aufser.Berührung,' mit denselben gehalten. Die Berührung zwischen den Walzen / und H wird bewirkt durch die 'auf den Schienen L, Fig. 7, angebrachten Erhöhungen S, durch-welche H auf/ niederdrückt und dann 'durch die Feder wieder empor-
gehoben wird. Die Walzen H haben wie die Auftragwalzen O Laufräder, welche in Schlitze der Schienen L passen und bewirken, dafs jede Ductorwalze nur mit der für sie bestimmten Heberwalze zusammentreffen kann.
Die andere Anordnung ist in Fig. 8 dargestellt. Die . Ductorwalzen D werden hier auf die Walzensätze O unmittelbar aufgelegt, liegen also mit ihren Zahnrädern und Reibewalzen nicht mehr in den Ecken des Fünfecks. Ebenso wird dadurch das feststehende Zahnrad ζ entbehrlich und die Maschine wesentlich vereinfacht.
Die Farbekasten F sind oberhalb des Fünfecks P in ein bogenförmiges Gestell 6 fest eingefügt.
Die Farbewalzen f mit den Sperrrädern b werden gedreht durch die Hebelstangen i, welche einerseits an der Scheibe 3 befestigt sind und andererseits die eingelenkten Arme 2 tragen, die mit ihrem anderen Ende auf den Spindeln a der Farbewalzen / sitzen und zugleich mit den Sperrklinken e in Verbindung stehen.
Die Scheibe 3 wird durch das Excenter C\ welches auf der Cylinderwelle befestigt ist, und die Verbindungsstange 4 in eine schwingende Bewegung versetzt, welche durch die Stangen 1, die Arme 2 und die Sperrklinken e die Farbewalzen / herumdreht, ebenso wie dies in der vorbeschriebenen Anordnung der Fall war.
Das Farbekastengestell 6 wird getragen von einem aus den beiden Trägern 7 bestehenden Gestell, welches auf dem Fundament der Maschine ruht. Aufserdem steht es mit dem Gestell JR durch die fünf scheerenförmigen Träger 8 in Verbindung. Diese Träger haben Schlitze, in welchen die Axen der Heber- und Ductorwalzen auf- und niedergehen.
Jedesmal wenn eine Ecke des umlaufenden Fünfecks P die Auftragewalzen O und Reibewalzen k emporhebt, werden zugleich die Ductorwalzen D und die Heberwalzen H in den Schlitzen der Scheeren 8 emporgehoben und die Heberwalze H kommt mit der Farbewalze / fast in Berührung; sie nimmt Farbe von derselben, sobald die zugehörige Erhöhung 5, Fig. 7, mit den betreffenden Laufrädern der Auftragewalze O in Berührung kommt. Es wird also jede Heberwalze bei jeder Umdrehung des Fünfecks einmal mit der Farbewalze in Berührung gebracht. Sollen die Farbesätze mehrmals die Farbe von F erhalten, so werden mehrere Erhöhungen 5 aufgeschraubt. Die Heberwalzen H bleiben hierbei mit den Ductorwalzen und letztere mit den Reibewalzen k durch ihre Schwere in beständiger Berührung. Auf die vier Auftragewalzen O einer jeden Farbe werden hier statt zwei zweckmäfsiger drei Reibewalzen k aufgelegt.
Auch bei dieser Anordnung kann jeder Farbekasten nur an die für ihn bestimmte Heber-, Ductor- und Auftragewalze die Farbe abgeben; denn die fünf Farbesätze O laufen nicht mit dem Fünfeck um, sondern liegen in dem Gestell JR fest, d. h. werden nur um sich selbst gedreht und können nur mit der gleichfarbigen Ductorwalze in der betreffenden Scheere 8 in Berührung kommen.
Fig. 4 stellt den Papiercylinder C im Durchschnitt dar, um den Mechanismus der Greifer p zu zeigen, welche sich bei jeder fünften Umdrehung von C öffnen.
/ ist ein Zahnrädchen an der Welle o, welche die Greifer p trägt, q ist ein Segment auf der Welle r, welche am anderen Ende die Feder s und das Rad u trägt. Bei jedem Umlauf von C wird u durch den Stift χ einen Zahn weiter gedreht. Bei jedem fünften Umlauf kommt χ in die tiefste Stelle von u, die Feder ί schiebt r vorwärts, y kommt auf z, und die Greifer öffnen sich. V ist eine Feder mit Riemen, um die Welle r gewunden, und hält die Greifer zu. Die Rolle U, Fig. 3, ist anstatt wie früher über der Scheibe S jetzt unterhalb derselben angebracht. Wenn sie in den Einschnitt von S trifft, steigt sie aufwärts, und zwar einmal bei jeder Umdrehung von P, wodurch das andere Ende des Hebelarms A niedersinkt, also nach jedem fünften Umlauf von C der Tisch T auf den Cylinder C sich senkt, um das Papier den Greifern p zuzuführen. Y ist ein feststehendes Excenter. Läuft q auf demselben, so wird das Rädchen / gedreht und dadurch ρ geöffnet.
Das selbsttätige Heben und Senken des Tisches und Oeffnen und Schliefsen der Geifer ist in einer anderen, in Fig. 9 dargestellten Construction noch vereinfacht und so eingerichtet, dafs dasselbe nicht nur nach jedem fünften Umlauf von C, sondern beliebig nach jedem gewünschten Umlauf erfolgen kann. Zu diesem Zwecke sind die Schienen 9 an das Fünfeck P angeschraubt. Kommt bei der Umdrehung von P eine Stelle, wo keine Schiene 9 vorhanden ist, wie in der Zeichnung dargestellt, so schiebt die Feder π den Keil 21 vorwärts, das Segment q läuft auf dem Keil ζ', wirkt auf das Zahnrädchen / und öffnet den Greifer. An dem Keil ist gleichzeitig eine Stange 10 befestigt, welche sich bei 13 dreht und am oberen Ende die Rolle 14 trägt. Kommt nun die Rolle 15 mit der Schiene 9 wieder in Berührung, so wird der Keil zurückgeschoben und gleichzeitig die Stange 10 vorwärts bewegt. Die Rolle 14 läuft auf dem Keil und hebt den Tisch T. Der Tisch bleibt nun so lange oben, und die Greifer bleiben geschlossen, bis wieder eine schienenlose Stelle kommt. Die Feder 12 dient hier zum Zuhalten der Greifer.
Um einen ruhigeren Gang für die Farbewerke zu erzielen und die Maschine z. B. für Zeitungs-Illustrations-Buntdruck, wo ein schnellerer Gang der Maschine erwünscht ist, fähig zu machen, können die Schienen L', wie in Fig. 9 gezeigt, auch als Zahnkranz . auf P geschraubt werden, anstatt als gerade Schienen. Die zugehörigen Schlitze und Erhöhungen 5 bleiben dabei unverändert, wie beschrieben.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    Die Anordnung der elliptischen Zahnräder Q in Verbindung mit den beiden Zahnrädern G und E zur Ausgleichung der Umdrehungsgeschwindigkeiten von P und C.
    Die Anordnung eines Fünf- oder Vielblatt-Zahngetriebes zum nämlichen Zwecke.
    Die Anordnung der Farbekasten F, Farbe- und Heberwalzen f und H, letztere von Federn getragen, auf einem besonderen Gestell unterhalb des Fünfecks P.
    Der Mechanismus zur Bewegung der Farbewalzen f, bestehend aus den Stangen h und i mit den Hebelarmen g und Sperrklinken e, in Verbindung mit dem umlaufenden Fünfeck P einer Vielfarben-Druckmaschine.
    Die Erhöhungen 5 auf den Schienen L, um die Heberwalzen H mit den Farbewalzen / in Berührung zu bringen.
    6. Die Anordnung der Farbekasten F in dem Bogengestell 6 oberhalb des umlaufenden Fünfecks P einer Vielfarben-Druckmaschine.
    7. Die Anordnung der Heber- und Ductorwalzen H und D in den Scheerenträgern 8.
    8. Die Bewegung der Farbewalzen f durch die Stange 4, die Scheibe 3, die Stangen 1 mit den Armen 2 und den Sperrklinken e, in Verbindung mit dem excentrischen Papiercylinder C.
    9. Der Schienenkranz 9 mit den zugehörigen Schlitzen und Erhöhungen.
    10. Der selbstständige Mechanismus zum Oeffnen und Schliefsen der Greifer und zum Heben und Senken des Tisches nach jeder gewünschten Umlaufzahl, bestehend aus den Schienen 9, dem Keil z', dem Hebel 10 und dem Segment q, wie beschrieben.
    Alles im wesentlichen wie beschrieben und gezeichnet.
    Hierzu 5 Blatt Zeichnungen.
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