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Selbsttätige Bogenan- und -ablegevorrichtung für Zylinderdruckmaschinen
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige B:ogenan- und -ablegevorrichtungfür Zylinderdruckmaschinen,
bei der sowohl das Anlegen des zu bedruckenden Bogens als auch das Ablegen des bedruckten
Bogens mittels Förderarmen erfolgt, die um eine seitlich des Gestelles der Maschine
angeordnete Achse Drehbewegungen ausführen.
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Vorrichtungen dieser Art sind in verschiedenen Ausführungen bekannt.
Bei allen diesen bekannten Vorrichtungen führt der hetreffende Förderarm, der den
zu bedruckenden Bogen auf dem Anlegestapel an seiner Vorderkante erfaßt und mit
dieser Kante an Anlegemarken heranführt oder der Fö@rde(rarm, der den bedruckten
Bogen @erfaßt und ihn auf einen Ablegestapel befördert, hin und her gehende Schwingbewegungen
um go" aus. Der betreffende Förderarm dient somit @entweder nur zum Anlegen oder
nur zum Ablegen der Bogen und muß, um den jeweils nächsten Bogen zu fassen, stets
um go` leer zurückgeschwungen werden. Hierdurch ergibt sich bei den bekannten Anordnungen
ein erheblicher Zeitverlust, durch den die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine erheblich
@eingeschränkt wird. Außerdem muß bei den bekannten Anordnungen an jedem Ende dies
Schwingweges eine Umkehr des Antriebes für das B genfördermittelerfolgen; wodurch
in verwickelter Aufbau des Antriebies entsteht.
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Diesle Nachteile der bekannten Anordnungen werden durch die Erfindung
behoben. Diesle besteht im wesentlichen darin, daß ein aus vier je um go" zueinander
versetzten Förderarmen bestehendes Bogenfördermittel absatzweise um go° in derselben
Richtung weitergedrelit
und in der Weise gesteuert wird, daß bei
jeder vollen Umdrehung des Bogenfördermittels um 36o' jeder der vier Arme nacheinander
einen zu bedruckenden Bogen s vom Anlagestapel bis gegen Anlegemarken, befördert
und einen bedruckten Bogen an einer Seitenkante erfaßt und ihn auf den Ablegestapel
befördert.
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Im Gegensatz zu den bekanntem Anordnungen wird somit gemäß der Erfindung
bei jeder Schaltbewegung des Bogenfördermittels um go ein zu bedruckender Bogen
angelegt und ein bedruckter Bogen abgelegt. Diese eine Schaltbewegung von go- für
jeden Bogen läßt sich in wesentlich kürzerer Zeit durchführen als die zweifache
Schwingbe@:-egung bei den bekannten Anordnungen.
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Durch die Erfindung wird somit eine erhebliche Leistungssteigerung
der Maschine ermöglicht und infolge der stets in gleicher Richtung erfolgenden Schaltbewegungen
des Bogenfördermittels eine Vereinfachung des Antriebserzielt.
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Da gemäß der Erfindung der bedruckte Bogen zum Zwecke des Ablegens
nicht an der Vorderkante, sondern stets an derselben Seitenkante von dem Bogenfördermittel
gefaßt wird, und somit schon beim Anlegen des, Bogens auf die bestimmte Lage dieser
Seitenkante Rücksicht genommen werden muß, ergibt sich für den eine Druckmaschine
mit der Bogenan- und -ablegevorrichtung nach der Erfindung benutzenden Drucker der
Vorteil, daß die Druckform stets in derselben Ecke des die Form aufnehmenden Schließrahmens
geschlossen werden kann, worin eine Erleichterung der Arbeit liegt.
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Durch die erfindungsgemäße Verwendung des vierarmigen Bogenfördermittels
wird ermöglicht, daß von den vier Armen des Bogen.-fördermittels, bei jeder Ruhestellung
desselben, jeweils der eine Arm einen unbedruckten Bogen von einer heb- und sienkbaren
Saugstange übernimmt, der zweite Arm einen unbedruckten Bogen mit seiner Vorderkante
gegen Anlegemarken abgibt, der dritte Ar in einen bedruckten Bogen an einer Seitenkante
faßt und der vierte Arm einen bedruckten Bogen Über dem Ablegestapel freigibt. Nach
jeder Schaltbewegung von 9o- übernehmen somit stets zwei der Förderarme
je einen Bogen, während die anderen beiden Förderarme je einen Bogen freigeben.
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Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung in einer
beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
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Es zeigen Abb. i in schematischer Darstellung den Gr undriß einer
Zylinderschnellpresse mit der .-1n- und Ableg^vorrichtung nach der Erfindung, Abb.2
und ,, in größerem Maßstabe und im Grundriß je die Hälfte der An- und Ablegevorrichtung
nach der Erfindung und der in Betracht kommenden Teile der :Maschine, Abb..l einen
senkrechten Schnitt nach Linie 'I-I der Abb. -, Abb.5 !einen gleichen Schnitt, jedoch
bei anderer Stellung der Teile als in Abb..l. Abb. 6 einen senkrechten Schnitt nach
Linie 11-II der Abb.2 und Abb. ,^ einten senkrechten Schnitt nach Linie I I I- I
I I der Abb. 3.
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.aus Abb. 5 ist ersichtlich, daß der Druckzylinder i, dessen Achse
2 im Maschinengestell ; gelagert ist, seinen Antrieb von dem auf der Welle 4. befestigten
Ritzel 5 erhält. Dieses greift in ein großes Zahnrad 6 ein, das ein gleich großes
auf der Achse 2 befestigtes Zahnrad 7 antreibt, so daß der Druckzylinder i ständig
in einer Richtung mit gleichförmiger Geschwindigkeit umläuft. Der Druckzylinder
ist im dargestellten Beispiel nicht als vollständiger Zylinder ausgeführt, sondern
es ist nur ein Zylindersektor auf der Achse 2 angeordnet, der das Drucksegment trägt.
Es wird deshalb nachstehend der Einfachheit halber nur die Bezeichnnung Drucksegment
an Stelle der Bezeichnung Druck-`zylinder verwendet. Dieses Drucksegment i ist in
üblicher Weise mit Greifern S (Abb..l und 5) sowie mit einer Spannklappe g und mit
Spannspindeln io zum Festspannen des Aufzuges i i versehen.
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Unterhalb des Drucksegmentes i tvird ein ! Satzbett 12 , das die Form
121 trägt, in geeigneter Weise im Maschinengestell ; hin und her bewegt. Die Farbe
zum Einfärben der Form 121 wird dem in Abb. i angedeuteten Farbwerk 13 entnommen.
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Wie aus Abb. i und 3 ersichtlich, ist der Träger 14 (Abb. 7) für den
Anlegestapel 15
seitlich neben dem Maschinengestell angeordnet. In
diesem ist eine senkrechte Welle 16 (Abb. i und 5) drehbar und senkrecht verschiebbar
gelagert, auf der eine beispiels weise mit vier Armen versehene Scheibe i ,-befestigt
ist. Diese vier Arme i7', i7°. i;; und i71, die je um 9o- zueinander versetze sind,
sind als Greifer oder Sauger zur Beförderung des Bogens ausgebildet. :Mittel= dieser
ein Drehkreuz bildenden Förderorgane. die absatzweise um go° in einer Richtung weitergedreltt
werden, wird der zu bedrukkende Bogen vom Anlagestapel 15 auf einen Anlegetisch
18 und der bedruckte Bogen auf einen Ablegestapel ig befördert, der ebenfalls seitlich
des Maschinengestelles angeordnet ist. Der Träger 14 für den Anlegestapel
15 und der nicht dargestellte Träger für den Ablegestapel ig werden in üblicher
Weise derart geschaltet, daß der Anlegestapel entsprechend
der Bogen.ahnahme
steigt, während der Ablegestapel in entsprechendem Maße sinkt.
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Es sei nunmehr der Lauf eines Bogens in der Maschine beschrieben:
In dem dargestellten Beispiel sind - die vier Arme des Drehkreuzes als Greifer ausgebildet.
Der zu bedruckende Bogen wird mittels deiner Saugerstange 2o (Abb. 1, 3 und 7) vom
Anlegestapel abgehoben und dem vor der Saugerstange befindlichen Arm des Drehkreuzes,
z. B. dem Greiferarm 171 (Abb. i und 3), zugeführt. Nachdem der Greiferarm 171 den
Bogen an seiner Vorderkante erfaßt hat, wird die senkrechte Welle 16 in der weiter
unten beschriebenen Weise mitsamt dem Greiferkreuz lull einen entsprechenden Betrag
angehoben. An dieser Hubbewegung nimmt auch die Sau,gerstange 2o teil. Das ganze
Greiferkreuz wird nunmehr um 9o° gedreht, wodurch der Bogen auf den Anlegetisch
18 gelangt. Sobald der Bogen unter der Saugerstange 2o, die an zier Drehb.ewegung
nicht teilnimmt, hinweggezogen worden ist, senkt die Saugerstange. sich wieder,
um den nächstien Bogen anzusaugen. Inzwischen ist die Welle 16 mit dem Greiferkreuz
wieder gesenkt worden, so daß der Bogen flach auf den Anlegetisch i8 gelangt, und
zwar bis zu den Anlegemark en 21. -'Diese sind auf einer gemeinsamen Spindel 22
entsprechend der Breite des Bogens verstellbar. Das seitliche Ausrichten des Bogens
erfolgt durch Zieh- oder Schiebemarken 23.
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Für besonders kleine Bogenformate ist im Anlegetisch 18 ein Schieber
24 vorgesehen, auf den ein Schiebewinkel im Bedarfsfall aufgeschraubt werden kann.
Außerdem kann für besondere Druckarbeiten ein Schiebewinkel auf einer Schiene 25
befestigt werden, die im Anlegetisch 18 eingelassen ist.
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Sobald der zu bedruckende Bogen auf denn Anlegetisch ausgerichtet
ist, wird @er von einem taktmäßig auf und ab -schwingenden Zuführgreifer 26 (Abb.4
und 5) erfaßt, der ihn an das umlaufende Drucksegment i heranbringt. Um hierbei
den Bogen frei vom Anlegetisch 18 hinwegziehen zu können, werden die Anlegemarken
21 um einen geringen Betrag angehoben. Dies erfolgt durch einen Rollenhebel 27,
der auf der die Anlegemarken 21 tragenden Spindel 22 befestigt ist und durch ein
Kurvenstück 26 besteuert wird. Dieses Kurvenstück ist an .einer Kurvenscheibe 29
befestigt, die zum öffnen der schivringenden Zuführgreifer 26 dient, die durch Federkraft
geschlossen sehalten werden. Zu diesem Zweck ist .die Achse 261 der Zuführgr:eifer
in einer- die feste Greiferbacke bildenden Schiene 262 gelagert. Auf der Achse 261
ist ein Rollenhebel3o befestigt, der sich gegen die Kurvenscheibe 2g stützt. An
dieser greift ein Lenker -,i an, der in geeigneter Weise, z. B. mittels .einer nicht
dargest:ellteri Kurve, gesteuert wird und der Kurvenscheibe 29 entsprechende Schwingbewegungen
erteilt, um die Anlegemarken 21 zu heben und zu senken und die Zuführgreifer 26
entgegen der Federwirkung zu öffnen. Die Greiferschiene 262 wird von seitlichen,
.auf einer Welle 32 befestigten Armen 33 getragen. Auf der Welle 32' ist außerhalb
des Maschinengestells ein Zahnsegment 34 befestigt, in das eine Zahnstange 3 5 eingreift.
Diese ist an einer die Welle 2 des Drucksegments i umgreifenden Führungskulisse
36 befestigt. An dieser Führungskulisse befinden sich Gleitrollen 37 und 371, die
je an dem Umfang- eines auf der Welle 2 des Drucksegments i befestigten Ehzenteis
38 anliegen. Hierdurch erfolgt eine zwangsläufige Verschiebung der geradlinig geführten
Zahnstange 35 und .ein Aufuindahschwingen derZuführgreifer26. Die Schwingbewegung
.erfolgt derart, daß die Zuführgreifer in der aus Abb.5 ersichtlichen Stellung den
Greifern 8 des Drucksegments i gegenüberstehen und den Bogen an diese übergeben
können. Damit der Borgen beim Überleiten vom Anlegetisch i8 zum Drucksegment i nicht
in sich zusammenfällt, ist an der Greiferschiene z62 eine Anzahl konzentrisch zur
Schwingachse 32 verlaufender Stützen 39 befestigt, die an der Schwingbewegung teilnehmen.
Die Zylindergreifer 8 werden in bekannter Weise durch Federn in geschlossener Stellung
gehalten. Das Öffnen .erfolgt mittels eines am Maschinengestell an-Se ordneten Kurvenstückes
40 (Abb.5), auf das ein auf der Greiferachse befestigter Rollenhebel 41 aufläuft.
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Wenn die Zylindergreifer 8 den Bogen gefaßt haben, schwingen die Zufüh
rgreifer z6 wieder nach oben, während das Drucksegment i seine Drehbewegung fortsetzt
und der Abdruck von der gemäß Abb.5 sich nach links bewegenden Form 121 erfolgt.
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Nach .erfolgtem Druck und wenn das Drucksegment i sich in der aus
Abb. 4 ersichtlichen Stellung befindet, wird die Vorderkante des Bogens von Diner
zweiten Schwinggreifergruppe 42 erfaßt, denen Achse in einer Greiferschiene 421
(Abb.3) gelagert ist.- Diese Greiferschiene ist an ihrem Ende an einem Hebelarm
43 befestigt. der mittels Bolzen 44 am - Maschinengestell drehbar gelagert ist.
Die Greifer 42 werden durch Federn geschlossen gehalten, und das Öffnen ez'folgt
durch einen auf der Greiferachse befestigten Rollenhebel 45, der in der aus Abb.
4 ersichtlichen Stellung der Schwinggreifer 42 auf einen nicht dargestellten Anschlag
aufläuft und die Greifer öffnet, so daß sie den Bogen an seiner Vorderkante übergreifen
können.
Die Zylindergreifer 8 werden gleichzeitig durch Auflaufen
des auf ihrer Achse befestigten Rollenhebels 4.1 auf ein nicht dargestelltes Kurvenstück
geöffnet. Sobald die Schwinggreifer .12 den Bogen erfaßt haben, führt Arm :13 mit
den Greifern .12 eine Schwinybetvegung aus, durch die der Bogen vom Drucksegment
i abgenommen und auf einen Ausfuhrtisch bewegung des .16 Armes gezogen :13 wird
wird, durch Die einen Schwing- auf der Achse t1:1 befestigten Hebel 4.7 hervorgerufen,
an dem in Lenker :1R (Abb. a und 5) angreift, dessen anderes Ende mit einem Hmbel
4g gelenkig verbunden ist. Dieser ist um einen Bolzen 5o drehbar und trägt an :einem
mit dem Lenker verbundenen Ende eine Rolle 5 i. Der Bolzen 50 ist an dem
Zahnrad 6 befestgt, das ständig umläuft. Die Rolle 51
greift in .eine feststehende
Kurve 52 ein, und bei der Umdrehung des Rades 6 wird durch die beschriebene Hehelverbindun
g den Schwinggreifern 4.2 eine hin und hier schwingende Betvegung erteilt. Gleichzeitig
wiird durch die Kurve 52 die Schwingbewegung in der Weise geregelt, daß in der Endstellung
der Schtt#inggreifer:l2 nach Abb. 5 eine kurze Bewegungspause eintritt und daß awßerdem
das Abziehen des Bogens vom Drucksegment r genau mit der Umlaufgeschwindigkeit des
letzteren erfolgt. Um den Bogen miteiner möglichst kurzen Schtvinghewegung auf den
Ausfuhrtisch 4.6 zu bringen und ihn trotzdem in seiner ganzen Länge *auf einer Unterlage
gestreckt abzuleben, besteht der Ausfuhrtisch aus zwei kammartig üleinandergreifenden
Teilen ,16 und :161, von denen der äußere, :16r, gegenüber dem inneren, 4.6, geradlinig
hin und her bewegt werden kann. Sobald nämlich die Schwinggreifer :12 mit dem von
ihnen erfaßten Bogen über die Vorderkante des Ausführtisches .16, :161 hinweggeschwungen
sind, wird der Teil .161 nach außen bewegt, um die Auflagefläche zu verlängern,
während der Teil .16 unterschiebbar ist. Um den Teil 461 zu verschielhen, und zwar
beispielsweise unter Ausnutzung der Schwingbiee"egurig der Zuführgreifer 26, ist
an der Schwingachse 32 dieser Greifer ein Lenker 53 mittels Bolzens 54 befestigt.
Dieser Lenker 53 greift andererseits an einem Hebel 55 an. An jeder Seite
der Maschine ist auf einer Welle 56 ein derartiger Hebel 55 befestigt, und jeder-
dieser Hebel greift mittels eines Lenkers, 5; an minern Bolzen 59 an, der
an der Unterseite des verschiebbaren Tischteils .161 angebracht ist.
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Sobald der bedruckte Bogen ausgestreckt auf dem Ausfuhrtisch .16,
:161 liegt, werden die Schwinggreifer 4.2 geöffnet, und zwar dadurch, daß der auf
der :ochse dieser Greifer befindliche Rollenhebel .15 auf einen gesteuerten Anschlag
6o auftrifft (Abb. 5). Nunmehr «-ird der bedruckte Bogen an der Seitenkante von
dein sich gerade in dieser Stellung b, findenden Greiferarm, z. B. 17"", des umlaUferlden
Greiferkreuzes @erfaßt. Das Greiferkreuz wird nunmehr in der unten beschriebenen.
Weise wieder gehoben, damit der Greiferarin 172- von dem Ausfuhrtisch 4.6,
:16r frei kommt. Durch die nun folgende Drehbewegung und das gleichzeitige Senken
des Greiferkreuzes wird der bedruckte Bogen auf den seitlich an dem Maschinengestell
befindlichen Ählegestapel ig gelegt.
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Um auch bei kleineren Bogenformaten den bedruckten Bogen mittels eines
Armes des Greiferkreuzes erfassen und auf den Ablegmstapel icg befördern zu können,
müssen die Bogen des Anlegestapels 15 stets, wir in Abb. r und 3 punktiert eingezeichnet.
mit ihrer linken Seitentasche an einem Anschlag 15' anliegen.
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Während des Herausschwingens des bedruckten Bogens wird der äußere
Teil 461 des Ausfuhrtisches 4.6, .161 wieder nach innert geschoben, der Ausfuhrtisch
also verkürzt, damit die Schwinggreifer .12 wieder in die aus Abb. 4. ersichtliche
Stellung zurückschwingen können, um den nächsten Bogen zu erfassei7.
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Die absatzweise Drehbewegung des Greiferkreuzes um je go', erfolgt
beispiels-,c-eise mit den aus Abb. 6 ersichtlichen Mitteln.
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Auf der Achse 2 des Drucksegments i ist eine Kurvenscheibe 62 befestigt,
in der die Rolle 63 eines Hebels 6.1 eingreift, der im Maschinengestell um :einen
Zapfen 65 drehbar ist. Da das Drucksegment i beispielsweise je Druck eine
Umdrehung ausführr, wird dem Hebel 6:1 eine hin und her gehende Schwingbewegung
erteilt. Diese wird durch einen Lenker 66 auf eine im Maschinengesiell i geradlinig
geführte Zahnstange 67 übertragen. Diese greift in ein Zahnsegment 68 ein,
mit dem ein teilweise verzahntes Rad 69 sowie ein Schraubenrad 7 o fest verbunden
ist. so daL> sich diese drei Räder gemeinsam auf einer- Achse ;. i drehen. Das Schraubenrad
; o greift in ein zweites Schraubenrad; 2 ein, das auf einer in Lagern 7 3 drehbaren
Wellt ; befestigt ist. Auf dieser Welle ist aulerderri ein langes, Zahnritzel75
undrehbar lefestigt. Dieses greift in -ein grobes Zahnrad ^@ ein, das auf der senkrechten,
das Greiferkr2tiz tragenden Welle 16 befestigt ist. Di-2 Kurte 62, von der die Drehbewegung
für das Greiferkreuz abgeleitet wird, ist derart ges;altet, daß mittels der Zahnstange
6; die @reh@ye.tt;-gung der Welle 16, von Null beginnend, eingeleitet wird und bis
zu einer bestimmten G-schwindigkeit ansteigt. Alsdann kommt dateilweise verzahnte
Rad 69 mit einem ebenfalls teilweise verzahnten Rad ; in Eingriff, das auf
der Achse 2 des Drucksegments i hefestigt
ist und mit der gleichförmigen
Geschwindigkeit des Drucksegments umläuft. Mit dieser Geschwindigkeit erfolgt die
weitere Drehbewegung des Greiferkreuzes, bis die beiden Zahnräder 69 und 77 wieder
außer Eingriff kommen. Bevor dies geschieht, ist das Zahnrad 68 mit der sich zurückbewegenden
Zahnstange 67 wieder in Eingriff gekommen, denen Bewegung langsam bis auf Null verzögert
wird, so. daß das Zahnrad 69 und somit die Drehbewegung des Greiferkreuzes zum Stillstand
kommt. Das übersetzungsverhältnis der Räder 57 und 76 beträgt 1:4, so daß das Greiferkreuz
bei einer Umdrehung des Rades 75 eine Drehbewegung von 9o° ausführt.
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Das Heben und Senken des Greiferkreuzes bei jeder Teilbewegung geschieht
in folgender Weise In dem Zahnrad 6 (Abb. 6) befindet sich eine Kurve 78, in die
die Rolle 79 eines Winkelhebels 8o, 81 eingreift, der um einen B@olzen 92 im Maschinengestell
drehbar ist. An dem Arm 81 des Winkelhebels greift ein Lenker 83 an, mit dem der
Arm 8¢ eines zweiten V'irllzellieb.els 84, 85 verbunden ist, der ebenfalls im Maschinengestell
drehbar gelagert ist. Der Arm 85 dieses Winkelhebels umgreift gabelartig eine Führungshülse
86, die auf der Welle 16 befestigt ist, so. daß letztere in ihren Lagern 87 nicht
nur gedreht, sondern auch längs verschoben werden kann. Das- lange kitze175 läßt
diese Verschiebung zu, ohne den Zahneingriff zu unterbrechen.
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Die Heb- und Senkhewegungen und die absatzweisen Drehbewegungen des
Greiferkreuzes brauchen nicht unabhängig voneinander zu erfolgen, sondern sie können
miteinander vereinigt werden, beispielsweise derart, daß das Greiferkreuz, während
es die Teildrehung von 9o° ausführt, sich gleichzeitig allmählich senkt.
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Die Greifer 171, 172; 173 und r71 besitzen in bekannter
Weise zwei Backen, von denen die eine durch Federn, die auf der die beiden Backen
verbindenden Achse angeordnet sind, u -
gen die andere gepreßt wird, um die
Grei fer geschlossen zu halten. Auf der Achse eines jeden Greifers ist ein Rollenhebel
88
befestigt (Abb.2, 3 und 6), und die Rollen dieser Hebel 88 laufen
auf einer gesteuerten No,ckenscheibe 89 (Abb. 6), wodurch die Greifer an den in
Betracht kommenden Stellen geöffnet werden. Die Nockenscheibe 89 nimmt an den Heb-
und Senkbewegungen des Greiferkreuzes nicht teil. In angehobener Stellung sind somit
die Greifer der vier Arme des Greiferkreuze;s stets geschlossen.-Der Arbeitsgang
der Maschine ist folgender: In der aus Abb. t ersichtlichen Ruhestellung des Greiferkreuzes,
in der sich dieses in gesenkter Stellung befindet, wird dem Greiferarm 171 ein unbedruckter
Bogen vom Anlegestapel 15 mittels der Saugerstange 2o zugeführt; der Greiferarm
1:72 hat einen gegen die Anlegemarken 21 bewegten Bogen freigegeben, der nunmehr
ausgerichtet wird; der Greiferarm 173 hat einen bedruckten Bogen an der Seitenkante
erfaßt, und der Greiferarm 1 4 hat einen bedruckten Bag
7 en, den er auf den Ableges.tapel r9 befördert hatte, freigegeben.
In der Ruhelage des Greiferkreuzes erfassen stets zwei Greiferarme, z. B. 171 und
173, je :einen Bogen, während die beiden anderen Greiferarme, z. B. 172 und 174,
je einen Bogen freigeben.
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Das Greiferkreuz wird nunmehr gehoben und um 9o° gedreht. Hierdurch
führt der Greiferarm 171 den Bogen gegen die Anlegemarken, wobei das Greiferkreuz
wieder gesenkt worden ist. Der vorher ausgerichtete Bogen ist während dieser Zeit
mittels der Zuführgreifer 26 dem Drucksegment z zugeführt worden. Gleichzeitig ist
der vorher bedruckte Bogen mittels der Schwinggreifer 42 vom Drucksegment entfernt
und auf den Tisch 46, 46- gelegt worden. Der vorher auf dem Tisch 46, 461
liegende Bogen ist durch den Greiferarm mit der Druckseite nach oben auf den Ablegestapel
befördert worden.
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Es sind ,also bei jedem Arbeitstakt zwei Greifer.arme mit je einem
Bogen besetzt, und zwar führt der eine Arm einen zu bedruckenden Bogen auf den Anlegetisch
und der andere einen bedruckten Bogen .auf den Ablegestap.el. Für die Drehbewegung
von 9o° steht eine verhältnismäßig lange Zeit zur Verfügung, denn die Drehbewegung
kann bereits einsetzen, wenn der auszurichtende Bogen noch auf dem Anlegetisch liegt.
Es wird dadurch ein sehr ruhiges Anlegen und Ablegen des Bogens ermöglicht.
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An Stelle der Greiferarme könnten auch Saugerarme verwendet werden.