DE451538C - Vorrichtung zum An- und Ablegen der Druckbogen an aufrecht stehenden Zylinderschnellpressen, bei denen der Satzschlitten und der Druckzylinder entgegengesetzt zueinander gerichtete Bewegungen ausfuehren - Google Patents

Vorrichtung zum An- und Ablegen der Druckbogen an aufrecht stehenden Zylinderschnellpressen, bei denen der Satzschlitten und der Druckzylinder entgegengesetzt zueinander gerichtete Bewegungen ausfuehren

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DE451538C
DE451538C DEM82970D DEM0082970D DE451538C DE 451538 C DE451538 C DE 451538C DE M82970 D DEM82970 D DE M82970D DE M0082970 D DEM0082970 D DE M0082970D DE 451538 C DE451538 C DE 451538C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/18Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes
    • B41F3/20Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed of special construction or for particular purposes with fixed type-beds and travelling impression cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abheben der Druckbogen vom Stapel, zum Auflegen der Bogen auf den Typensatz und zum Ablegen des bedruckten Bogens auf den Ablegetisch bei Zylinderschnellpressen mit aufrecht stehendem Satzbett. Die Vorrichtung soll in erster Linie für solche Druckpressen dieser Art Verwendung finden, bei denen das Satzbett und der Druckzylinder einander entgegengesetzte Bewegungen ausführen.
Die Erfindung schafft eine verbesserte und
vereinfachte Vorrichtung, die im Gegensatz zu den bekannten Maschinen, welche die Bogen auf der Anlegeseite auch ablegen, die Druckbogen während des Drückens von einer Seite der Maschine auf die andere Seite befördert und dort abgelegt.
Gemäß der Erfindung werden die Druckbogen von der einen Seite der Maschine nach dem Druckzylinder und, nachdem die Bogen bedruckt sind, nach der anderen Seite der Presse befördert. Die Druckbogen werden vom Stapeltisch durch einen Fördertisch, dem eine schwingende Bewegung in Richtung des Druckzylinders und entgegengesetzt dazu erteilt wird, nach dem Druckzylinder befördert. Dabei legen sich die Bogen gegen Vordermarken. Außerdem wird diesem Fördertisch eine seitliche Bewegung erteilt, wodurch die Druckbogen gleichzeitig auch seitlich in die jeweils erforderliche Lage gebracht werden.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht ■' darin, daß die Druckpresse durch Ausschwenken des Stapeltisches nebst Übertragungsgetriebe um eine senkrechte Achse am Maschinengestell geöffnet werden kann, so daß die innenliegenden Druckelemente der Bedienung zu- '; gänglich sind.
Ferner wird gemäß der Erfindung die Presse selbsttätig angehalten, wenn ein Druckbogen auf dem Fördertisch verbleibt, anstatt von dem Druckzylinder übernommen zu werden. Zu diesem Zweck ist der Fördertisch .mit einer besonderen pneumatischen Kontrollvorrichtung ausgestattet, die den Antriebsmotor sofort ausschalten kann.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einer Ausführ-ungsform beispiels-
weise dargestellt, und zwar an einer Druckpresse mit aufrecht stehendem Satzbett/ bei der das Satzbett und der Druckzylinder zueinander entgegengesetzte Bewegungen ausführen. Natürlich kann die Erfindung auch auf andere senkrecht stehende Druckpressen sinngemäß übertragen werden.
Abb. ι stellt eine Seitenansicht der Druckpresse dar, und zwar in dem Augenblick, in ίο welchem der Saugschuh einen Druckbogen vom Stapel abhebt und die Ablegehebel gerade einen bedruckten Bogen auf den Ablegetisch gelegt haben.
Abb. 2 ist ebenfalls eine Seitenansicht der Druckpresse, jedoch in vergrößertem Maßstabe. Der Druckzylinder ist hier an seinem oberen Ende angelangt. In dieser Stellung wird das bedruckte Blatt weggenommen; gleichzeitig wird in dieser Stellung ein neues Blatt von der mit einer Saugvorrichtung versehenen Zuführungsvorrichtung vom Stapel abgehoben. Abb. 3 ist eine Seitenansicht des Maschinengestells von der der Abb. 2 entgegengesetzten Seite, und zwar nach der Linie 3-3 der Abb. 5· Abb. 4 ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 5.
Abb. 5 ist eine Vorderansicht der Druckpresse mit dem Stapeltisch, dessen Tragarm im Schnitt dargestellt ist.
Abb. 6 ist eine Draufsicht auf die Druckpresse.
Abb. 7 ist eine Seitenansicht des Druckzylinders und der mit diesem zusammenhängenden Vorrichtungen in vergrößertem Maßstäbe. Der Zylinder ist hier in seiner höchsten Stellung.
Abb. 8 ist ein Querschnitt durch den Druckzylinder.
Abb. 9 ist ein Schnitt durch das Ventil, das einen Teil der pneumatischen Einrichtung der Druckpresse beeinflußt.
Abb. 10 und 10 a sind Seitenansichten der Kurverfscheiben, die die Tätigkeit der in Abb. 9 im Schnitt dargestellten Ventile regeln. Abb. 11 ist eine Draufsicht auf die Kurvenscheiben mit den dazugehörigen Teilen.
Abb. 12 ist ein Querschnitt in natürlicher Größe durch die Greifervorrichtung, wobei der Saugschuh in Seitenansicht dargestellt ist. Abb. 13 ist eine Seitenansicht des Bogenfördertisches mit der dazugehörigen Antriebsvorrichtung.
Abb. 14 ist eine der Abb. 13 entsprechende Vorderansicht.
Abb. 15 ist eine Vorderansicht eines Teils der den Fördertisch bewegenden Vorrichtung.
Abb. 16 ist ein Schnitt durch einen der Arme, welche die Saugvorrichtung tragen.
Abb. 17 ist eine Ansicht des Fördertisches. Abb. 18 ist ein Schnitt durch den Fördertisch nach der Linie 18-18 der Abb. 17, wobei ; der Fördertisch in seiner äußersten Stellung j nach dem Druckzylinder hin dargestellt ist.
Wie aus Abb. 1 ersichtlich ist, liegen die zu bedruckenden Bogen auf dem Stapeltisch 19, von dem Blatt für Blatt auf den Fördertisch 120 (Abb. 2) gebracht wird. Von diesem wird Blatt für Blatt nach dem Druckzylinder gebracht, um dort bedruckt zu werden; von diesem werden die bedruckten Blätter durch die Ablieferungsgreifer abgenommen und auf den Ablegetisch befördert.
Bei diesem Vorgang werden die Druckbogen von der einen Seite der Druckpresse, nach deren anderen Seite gebracht. Sie werden durch eine Saugvorrichtung von dem Stapeltisch 19 auf den Fördertisch 120 gebracht. Die Saugvorrichtung besteht aus einem Saugschuh 173 (Abb. 12), der in einem Teil. 174 gelagert ist. Der Saugschuh ist durch ein biegsames Rohr 175 mit dem Rohr 176 (Abb. 12) verbunden, das mit der Saugpumpe durch ein Rohr 177 (Abb. 16) in Verbindung steht. Diese Saugleitung 177 geht durch den Arm 178 hindurch und mündet in den Hohlraum 179 der schwingenden Welle
180 (Abb. ι und 16). An dieser sind Öffnungen
181 vorgesehen, die von dem Ventil 182 beeinflußt werden, das seinerseits wieder durch Leitungen 183 (Abb. 9) mit dem Gehäuse 106 eines Ventils 109 in Verbindung steht. Dieses Ventil 109 wird durch eine Kurvenscheibe 184 (Abb. 9, 10, 10 a) bewegt, die auf der Welle 30 neben einer Kurvenscheibe 128 (Abb. 11) sitzt. Das Ventil 109 ist mit der Kurvenscheibe 184 durch einen Hebel 185 verbunden, dessen unteres Ende mit einem Hebel 186 (Abb. 11) verbunden ist. Dieser Hebel 186 ist in der Mitte drehbar gelagert und trägt an seinem anderen Ende eine Rolle 187, die unmittelbar an der Kurvenscheibe 184 entlangraut. Die -durch die Welle 30 mit dem Antrieb der Druckmaschine in Verbindung stehende Kurvenscheibe 184 wirkt nun durch die Hebel 185, 186 so auf das Ventil 109, daß dieses in dem Augenblick geöffnet wird, wo durch den Saugschuh 173 ein Blatt vom Stapeltisch 19 abgenommen werden soll; die Luft wird mittels einer Luftpumpe 101 o. dgl. durch die Leitung 102, das Verbindungsstück 103, das Rohr 105, das Ventilgehäuse 106, den Kanal 183, das Ventil 182, die Löcher 181, die Bohrung 179, die Kanäle 177 und 176, die Leitung 175 und den Saugschuh hindurch abgesaugt. Zu Beginn dieser Saugwirkung sind der Druckzylinder 45 und der an dessen Traggestell sitzende Fördertisch in ihrer tiefsten Stellung. Während der Aufwärtsbewegung des Druckzylinders 45 und des Fördertisches 120 wird der Saugschuh 173, der einen Bogen vom Stapeltisch 19 erfaßt hat, auf den Fördertisch 120 zu bewegt. In der höchsten Stellung des Fördertisches 120 und Druckzylinders 45 wird der von dem Saug-
schuh 173 getragene Bogen auf den Fördertisch 120 gelegt und gleichzeitig durch entsprechende Verstellung des Ventils 109 die Saugwirkung am Saugschuh 173 unterbrochen, während in dem gleichen Augenblick in ähnlicher Weise an dem Fördertisch 120 eine Saugwirkung erzeugt wird, um das von dem Saugschuh 173 freigegebene Blatt auf dem Fördertisch 120 festzuhalten.
Der Saugschuh 173 wird von den Armen 178 getragen, die auf der Welle 180 befestigt sind (Abb. ι und 2). Einer dieser Arme 178 ist mit einem Hebel 188 verbunden, an dessen Ende eine Stange 189 (Abb. 2) angelenkt ist. Deren unteres Ende trägt eine Rolle 190, die auf dem Umfang einer Kurvenscheibe 192 läuft, die auf der Welle 30 angeordnet ist. Das untere Ende der Stange 189 wird durch einen Lenker 193 geführt, der einerseits mit der Rolle und anderseits mit dem Maschinengestell drehbeweglich verbunden ist. Infolge Drehung der Kurvenscheibe 192 wird unter Vermittlung des Gestänges 189, 188 der Saugschuh 173 zwischen dem Stapeltisch 19 und dem Fördertisch 120 hin und her bewegt.
Drehbar befestigt an dem oberen Ende des Saugschuhes 173 bei 194 (Abb. 1 und 2) ist ein Hebel 195, dessen unteres Ende mit einem verstellbaren Block 196 verbunden ist, der vor- und rückwärts in einer Führung 197 bewegt werden kann. Die Führung 197 ist bei 198 drehbar an dem Arm 178 befestigt. Mit der Führung 197 ist ferner eine Stange 199 verbunden, die an ihrem unteren Ende mit einem zweiarmigen Hebel 200 verbunden ist. Dieser dreht sich um einen Bolzen 201, der an dem Maschinengestell 11 sitzt. Der andere Arm des Hebels 200 trägt eine Rolle 202, die auf dem Umfang einer Kurvenscheibe 203 läuft. Durch diese Anordnung wird der Saugschuh 173 auf das oberste Blatt des Stapels 19 gedrückt, wie in Abb. 1 dargestellt ist. Der Saugschuhträger 176 ist mit einem der Arme 178 durch einen in letzterem achsial verschiebbar gelagerten Stift oder Zapfen 231 (Abb. 5) verbunden, der durch seitliches Andrücken eines an ihm angelenkten Hebels 230 (Abb. 5) so verschoben werden kann, daß die Verbindung zwischen dem Arm 178 und dem Saugschuhträger 176 gelöst wird. Der Fördertisch 120 (Abb. 2), der am Träger des Druckzylinders 45 sitzt und mit diesem daher auf- und abwärts bewegt wird, vollführt eine schwingende Bewegung nach dem Druckzylinder hin, wenn der Fördertisch 120 und der Zylinder 45 eine Abwärtsbewegung ausführen. Anderseits schwingt der Fördertisch 120 von dem Druckzylinder ab, wenn beide eine Aufwärtsbewegung ausführen. Diese Bewegung des Fördertisches 120 geschieht zum Zwecke der vorderen Einstellung der Druckbogen. Wenn der Fördertisch 120 und der Zylinder 45 ihre höchste Stellung erreicht haben, wird der Fördertisch auch seitlich bewegt, zum Zwecke der seitlichen Einstellung der Druckbogen.
Es soll zunächst die vor- und rückwärtige Bewegung des Fördertisches betrachtet werden, die zum Zwecke der vorderen Einstellung der Druckbogen erfolgt.
An einem Hebel 135 (Abb. 7), der um den Zapfen 62 drehbar gelagert ist, greift ein Spannschloß 136 an, das an seinem anderen Ende mit einem um den Bolzen 138 drehbar gelagerten Hebel 137 verbunden ist. Der Bolzen 138 sitzt auf dem Träger des Druckzylinders 45. An ihren oberen Enden sind die Arme 137 mit dem den Fördertisch 120 tragenden Rahmen verbunden. Mit dem Spannschloß 136 ist ein Block 139 verbunden (Abb. 13), der in einer schräg zur Senkrechten verlaufenden Führung 140 liegt, die von dem Gestellarm 17 getragen wird (Abb. 6). Wenn der Druckzylinder 45 senkrecht nach oben bewegt wird, schwingt der Fördertisch 120 (Abb. 13) unter dem Einfluß des im schrägen Führungsglied 140 liegenden Blocks 139 von dem Druckzylinder 45 fort, und wenn der Druckzylinder 45 und der Fördertisch 120 nach unten bewegt werden, schwingt der Fördertisch 120 in Richtung nach dem Druckzylinder, so daß also die äußeren Enden des Druckbogens immer näher und go näher den Zylindergreifern zugeführt werden. In dem Zeitpunkt, an dem der Druckzylinder 45 und der Fördertisch 120 ihren untersten Punkt erreicht haben, hat der Fördertisch 120 den Druckbogen so nahe an die Zylindergreifer herangebracht, daß diese den Bogen übernehmen. Wenn der Fördertisch 120 nahe seiner tiefsten Stellung ist, wird er gleichzeitig zum Zwecke der seitlichen Einstellung der Druckbogen seitlich bewegt, und zwar durch folgende Vorrichtung.
Einer der den Fördertisch 120 tragenden Arme 137 (Abb. 6 und 13) ist seitlich mit einer Welle 141 (Abb. 17) versehen, durch. welche die seitliche Bewegung des Fördertisches ermöglicht wird. Der andere den Fördertisch 120 tragende, mit diesem fest verbundene Arm 137 trägt zwei Ösen 142 (Abb. 13, 14, 15), zwischen die eine Zunge 143 greift, die auf einem Ende eines Bolzens 144 sitzt. Auf diesem sitzt eine Rolle 145, die in einen segmentartig gebogenen Längsschlitz 146 hineingreift, der in einem Schlitten 147 angeordnet ist. Dieser Schlitten wird von dem Rahmen 148 seitlich geführt. Der Bolzen 144 ist an einem Ende des Hebels 149 befestigt, der seinerseits wieder um einen Bolzen 150 drehbar gelagert ist. Der Hebel 149 kann sich innerhalb des Führungsgliedes 148 infolge einer Aussparung 151 seitlich bewegen (Abb. 15). Das untere Ende des Schlittens 147 trägt das Kopfende 152 (Abb. 13, 14) einer unter Federspannung stehenden Stange 153. Diese wird von unten durch einen Vorsprung
154 (Abb. 2) angetrieben, der an dem Gestellarm 17 befestigt ist. Es sei besonders erwähnt, daß die Stange 153 und die dazugehörigen Teile an dem Druckzylinderträger befestigt sind, so daß sie während der Abwärtsbewegung des Druckzylinders nach unten bewegt wird. Während dieser Abwärtsbewegung der Stange 153 wird auch der mit ihr verbundene Schlitten 147 nach unten bewegt. Durch das Auftreffen der Stange 153 auf den Vorsprung 154 wird der Schlitten 147 aufwärts verschoben. Durch den Schlitz 146 im Schlitten 147 wird daher der Bolzen 144 veranlaßt, sich in der Aussparung 146 des Schlittens 147 nach links zu bewegen, wie in Abb. 14 dargestellt ist. Infolge der Verbindung der Ösen 142 des Armes 137 mit der Zunge 143 am Bolzen 144 wird der Arm 137 des Fördertisches 120 und damit dieser selbst seitlich verschoben, um die Druckbogen an die ao seitlichen Einstelhnarken zu bringen.
Während dieser seitlichen Bewegung des Fördertisches 120 ist die Saugwirkung im Saugschuh 173 unterbrochen; eine Kante des Druckbogens legt sich infolge der seitlichen Bewegung des Fördertisches an den seitlichen Führungsarm 126 (Abb. 6 und 7) an. Der Arm 126 wird von Klemmbacken 155 gehalten, die an einer Stange 156 sitzen. Die Klemmbacken sind an ihrem rückwärtigen Ende mit einer Nocke 157 versehen, die in Eingriff mit einer Führungsschiene 158 steht. Diese erteilt dem Arm 126 im geeigneten Zeitpunkt die erforderliche Bewegung, wodurch das äußere Ende des Armes 126 in eine der Nuten 159 des Fördertisches 120 eingreift (Abb. 17).
Wie die Abb. 17 und 18 zeigen, ist der Fördertisch 120 mit Sauglöchern 121 versehen, die durch Leitung 116, Teleskoprohr 110, Rohre 105 und 102 mit der Saugpumpe 101 in Verbindung stehen. Anderseits ist die Saugvorrichtung des Fördertisches durch Leitung 117 mit einem an der Unken Seite des DruckzyHnderrahmens gelagerten Zylinder 122 (Abb. 7) verbunden, dessen Kolben beim Auftreten eines Unterdrucks im Zylinder 122 sich nach außen bewegt. Wenn der Druckzylinder 45 sich von seiner tiefsten Stellung wieder nach aufwärts bewegt und noch ein Druckbogen auf dem Fördertisch liegt, anstatt vom Druckzylinder übernommen zu sein, tritt infolge Abschließens der Löcher 121 durch den auf dem Fördertisch 120 liegengebliebenen Bogen in den Rohren 116 und 117 und damit im Zylinder 122 ein Unterdruck auf; dadurch wird der Kolben im Zylinder 122 nach auswärts gestoßen und in Eingriff mit einer Motorschaltung 127 (Abb. 7) gebracht, wodurch diese geöffnet und. die Druckpresse zum Stillstand gebracht wird.
Drehbar befestigt bei 160 (Abb. 7 und 8) an dem oberen Ende eines der Arme 137 ist eine Platte 161, deren unterer Teil mit einer festen Stange 162 in Verbindung steht, die ihrerseits wieder mit dem Träger 163 verbunden ist. Das freie Ende dieser Platte 161 trägt einen Finger 164, der mit einem Arm 165 verbunden ist. Dieser Arm ist drehbar um einen Bolzen i66', der auf dem Rahmen des Fördertisches 120 sitzt. Wenn die oberen Enden der Arme 137 in Richtung auf den Druckzylinder zu geschwungen werden, also während dessen Abwärtsbewegung, geht der Arm 165 in seine niedrigste Stellung herunter, die erreicht wird, wenn der Druckzylinder in seiner tiefsten Stellung angekommen ist. Zu dieser Zeit wird der Druckbogen von dem Fördertisch 120 durch die Zylindergreifer weggezogen, wobei der Arm 165 den Druckbogen glättet. Wenn die oberen Enden der Arme 137 in der dem Drackzylinder entgegengesetzten Richtung geschwungen werden, also während dessen Aufwärtsbewegung, dann hebt sich die Platte 161 und damit der Arm 165 und nimmt schließlich die in Abb. 7 wiedergegebene Stellung ein, in der sich der Druckzylinder in seiner höchsten Stellung befindet.
Das bedruckte Blatt wird von dem Druckzylinder abgenommen, wenn dieser sich in seiner höchsten Stellung befindet, und wird auf den Ablegetisch 21 durch die Ablegegreifer 71 (Abb. 3 und 4) befördert. Die Greifer 71 bestehen aus den Teilen 204 und 205 (Abb. 4), die durch mehrere Federn 206 zusammengehalten werden. Diese Federn liegen um Stifte 207, die auf einer Schiene 208 befestigt sind. Die Teile 204 und 205 sind an ihrem rückwärtigen Ende an einer Welle 209 befestigt, an welcher auch Hebel 210 sitzen, die an einer schwingenden Welle 211 befestigt sind (Abb. 3). An dieser ist außerdem eine Schwinge 212 befestigt (Abb. 4), die eine Nut für den Kurbelzapfen 213 trägt. Dieser sitzt auf einer Scheibe 214, die auf der Welle 27 befestigt ist. Wenn also die Scheibe 214 gedreht wird, bewegen sich die Arme 210 zwischen dem Druckzylinder 45 und dem Ablegetisch 21 hin und her. Die Ablegegreifer 204 und 205 müssen offen sein, wenn ein bedrucktes Blatt von dem Druckzylinder 45 abgenommen wird, und wenn das bedruckte Blatt auf den Ablegetisch 21 gelegt wird.
Um die Greifer 204, 205 zu öffnen, ist ein Hebel 215 vorgesehen, der mit der Schiene 208 und mit einem Flansch>2i6 verbunden ist, der seitlich auf einem der Hebel 210 sitzt. An diesem Flansch 216 ist ein Lenker 217 drehbar befestigt, der am anderen Ende mit dem Winkelhebel 218 in Verbindung steht. Dieser dreht sich um einen Bolzen 219, der an dem Maschinengestell befestigt ist. Der andere Arm des Hebels 218 ist mit einer Rolle 220 versehen, welche mit einer mit Vorsprüngen 221 und 222 versehenen Scheibe 214 in Berührung steht. Wenn die Rolle 220 bei 222 angelangt

Claims (7)

  1. ist, sind die Greifer 204 und 205 offen, um das bedruckte Blatt am Zylinder anzufassen. Bis die Rolle 220 bei 221 angelangt ist, wird das erfaßte bedruckte Blatt auf den Ablegetisch 21 g gebracht. Bei Ankunft der Rolle 220 am Vorsprung 221 der Scheibe 214 öffnen sich die Greifer wieder, damit das Blatt auf den Ablegetisch niederfällt.
    Während der Zeit, in welcher die Ablegegreifer 204, 205 das bedruckte Blatt erfassen, müssen natürlich die Greiferenden geschlossen sein. Zu diesem Zweck ist ein Hebel 223 vorgesehen, der mit den Greifern 204 und 205 in Verbindung steht, und der an seinem unteren Ende eine Rolle 224 trägt. Diese bewegt sich in einem bogenförmigen genuteten Führungsstück 225, das um einen an dem Maschinengestell 11 befestigten Bolzen 226 drehbar angeordnet ist. Mit dem Führungsstück 225 ist ein Lenker22Ö';l verbunden, an dessen unterem Ende eine Rolle
    227 angeordnet ist, die mit der Kurvenscheibe
    228 in Verbindung steht. Durch diese wird das segmentförmige Führungsstück 225 in eine schwingende Bewegung versetzt, welche sich auf die Welle 20g überträgt; infolgedessen wird den Greifern 204 und 205 eine Bewegung erteilt, durch welche sich diese schließen. Sobald die Ablegegreifer 204, 205 das bedruckte Blatt erfassen, neigen sie sich leicht nach unten, um das bedruckte Blatt von den Zylindergreifern zu übernehmen; gleichzeitig beginnen die Ablegegreifer ihre Bewegung nach dem Ablegetisch 21. Eine Feder 229 hält die RoEe 227 in ständiger Verbindung mit der Kurvenscheibe 228, so daß die auf das Führungsstück 225 übertragenen Bewegungen jederzeit der Form der Kurvenscheibe 228 entsprechen.
    Wie die Abb. 6 insbesondere zeigt, ist der Stapeltisch 19 samt seinem pneumatischen
    Förder- und Übertragungsgetriebe an dem Gestellarm 17 bei 18 drehbar befestigt und kann nach der Seite ausgeschwenkt werden, um den dahinterliegenden Druckzylinder nebst Satzbett der Bedienung zugänglich zu machen.
    Pa tkn τAnsprüche:
    i. Vorrichtung zum An- und Ablegen der Druckbogen an aufrecht stehenden Zylinderschnellpressen, bei denen der Satzschütten und der Druckzylinder entgegengesetzt zueinander gerichtete Bewegungen ausführen, dadurch gekennzeichnet, daß der Stapeltisch (19) auf der einen, der Ablegetisch (21) dagegen auf der gegenüberliegenden Seite der Presse angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher ein Fördertisch die Druckbogen vom Stapeltisch dem Druckzylinder zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem Träger des Druckzylinders (45) sitzende Fördertisch (120) durch ein am Maschinengestell sitzendes Führungsglied (140) derart beeinflußt wird, daß bei der Aufwärtsbewegung des Druckzylinders (45) und des Fördertisches (120) dieser vom Druckzylinder fortbewegt, dagegen bei der Abwärtsbewegung des Drackzylinders an diesen heranbewegt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Druckzylinderträger ein auf und nieder beweglicher Schlitten (147) angeordnet ist, der bei der Ankunft des Druckzylinders (45) in der tiefsten Stellung durch einen Anschlag (154) aufwärts verschoben wird und dadurch unter Vermittlung entsprechender Übertragungsglieder (142 bis 146) den Fördertisch (120) seitlich verschiebt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Druckzylinderträger drehbar' gelagerte Seitenarme (126) vorgesehen sind, deren freie Enden beim Abwärtsgang des Druckzylinders (45) und Fördertisches (120) sich in Nuten (159) des Fördertisches einlegen.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stapeltisch (19) um eine senkrechte Achse (18) des Gestellarmes (17) seitlich ausschwenkbar ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Fördertisch (120), der mit seinen Sauglöchern (121) durch eine Leitung (102, 105, 110, 116) an eine Saugpumpe (101) angeschlossen ist, durch eine Leitung (117) den Kolben eines am Druckzylinderträger sitzenden Zylinders (122) zum Eingriff mit einer Motorschaltung (127) bringt und somit die-Druckpresse anhält, wenn ein Blatt auf dem Fördertisch liegenbleibt, anstatt vom Druckzylinder übernommen zu sein.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß während der Zeit, in welcher der bedruckte Bogen über den Satzschlitten hinweg nach dem Ablegetisch (21) befördert wird, das Satzbett sich in seiner untersten Endstellung befindet.
    Hierzu 3 Blatr Zeichnungen.
DEM82970D 1921-06-18 1921-06-18 Vorrichtung zum An- und Ablegen der Druckbogen an aufrecht stehenden Zylinderschnellpressen, bei denen der Satzschlitten und der Druckzylinder entgegengesetzt zueinander gerichtete Bewegungen ausfuehren Expired DE451538C (de)

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