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Rundflechtmaschine mit Treibrollen für die Spulenschlitten. Gegenstand
der vorliegenden Erfindung betrifft eine Flechtmaschine, mit von Treibrollen fortbewegten
Spulenschlitten, bei welcher die Treibrollen außerhalb der Schlittenbahn liegen.
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E; sind Flechtmaschinen der eingangs -genannten Gattung bekanntgeworden,
bei denen die Treibrollen außerhalb der Schlittenbahn angeordnet sind und bei denen
die Zentrifugalkraft der Innenspulen durch rollende Reibung aufgenommen wird, doch
erfüllen diese
Maschinen nicht die für den praktischen Betrieb u.
a. sehr wesentliche Bedingung der von oben her freien und übersichtlichen Fadenführung,
weil die Einführung des Fadens von den Innenspulen zum Flechtpunkt nur unterhalb
der Schlittenbahn erfolgen kann und die Außenfäden durch die Schlittenbahnschlitze
oder ebenfalls unterhalb der Schlittenbahn zum Flechtpunkt beim Einziehen der Fäden
geführt werden müssen, was die Bedienung dieser Maschinen sehr erschwert und die
Fadenführung unübersichtlich macht.
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Gemäß vorliegender Erfindung wird der Antrieb für den Schlittenbahnkörper
mit diesem zentral hochgeführt.
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Die vorliegende Erfindung ergibt die neue technische Wirkung der vom
Schlittenbahnkörper unbehinderten freien übersichtlichen Fadenführung und der Verlegung
des Angriffpunktes der Treibrollen außerhalb des Schlittenbahnkörpers.
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Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
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Abb. i zeigt einen senkrechten Schnitt durch den wesentlichsten Teil
einer Flechtmaschine und Abb.2 die Außenansicht einer Stützbahn für die Innenspulen.
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In Abb. i ist eine Treibrolle 3o des bekannten Rollensystems der einfacheren
Darstellung halber senkrecht unter die Schlittenrolle 23 gezeichnet, während in
Wirklichkeit die Treibrollen zwar in der gezeichneten Höhenlage, aber seitlich zu
den Schlittenrollen zwischen je zwei Schlittenrollen liegen. Der Einfachheit halber
ist nur eine Innenspule .mit den zu ihrer Fortbewegung dienenden Teilen gezeichnet
und beschrieben.
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Die Innenspule ao in Abb. i wird von einem Rahmen 5o getragen, der
mit seiner Nabe 50 2 auf dem im Schlitten 37 befestigtem Zapfen 22 sitzt, auf welchem
die Schlittenrolle 23 lose drehbar gelagert ist. Der Schlitten 37 gleitet auf einer
Schlittenbahn <1i über die Schlitze 40 im Schlittenbahnkörper 24, welcher im
gleichen Drehsinn wie der Außenspulenträger 7 umläuft. Im entgegengesetzten Drehsinn
wie der Schlittenbahnkörper werden auf demselben die Schlitten 37 mit den Innenspulen
2o in bekannter Weise um die Flechtachse geschoben durch die Treibrollen 3o, die
in einem Halter 26 vermittels Zapfen 31 im Lager 26a gelagert sind. Damit die von
den Außenspulen 18 kommenden Außenfäden zwischen den Berührungspunkten der Treibrollen
30 mit den Schlittenrollen 23 hindurchgehen, also überrollt «erden können,
erhalten die Treibrollen 30 durch mit diesen verbundene Zahnräder 32, die
in einem Zahnkranz 33 kämmen, außer ihrer um die Flechtachse im gleichen Sinne wie
die Innenspulen kreisende Bewegung bekanntlich no,-h eine Drehung um ihre eigene
Achse.
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Die Innenspulen werden außerhalb derselben noch geführt durch Bahnen
76 und go vermittels von am Spulenrahmen 5o befestigten Rollen 75. Bei hohen Umdrehungszahlen
der Spulen um die Flechtachse hält die Bahn go und bei langsamem Lauf oder Drehung
der Maschine mit Hand die Bahn 76 die Innenspulen in ihrer vorgeschriebenen Lage
zum Flechtpunkt. Der Bahnkörper mit den Bahnen 76 und go ist zweckmäßig aus einem
Stück gebildet und dreht sich mit dem Träger 7 entgegengesetzt wie die Innenspulen
2o um die Flechtachse.
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Abb. 2 zeigt in schematischer Weise eine Ansicht von außen auf diesen
Bahnkörper, der Schlitze 93 zum Durchgang der Außenfäden und bekannte Einkerbungen
79 bezitzt.
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Die Außenfäden werden in bekannter «'eise über und unter die Innenspulen
geführt durch hin und her schwingende Hebel, die ihre Bewegung in ebenfalls bekannter
Weise von einer Kurvenbahn 8 vermittels von auf dieser abrollenden Rollen 3 erhalten.
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Der Antrieb des Außenspulenträgers 7, des Treibrollenhalters 26 und
des Schlittenbahnkörpers 24 geschieht in folgender Weise. Auf der Antriebwelle 29
sitzt Zahnrad 36, welches Zahnrad 34 mit dem Außenspulenträger 7 und Zahnrad .12
auf Hohlwelle 25 mit dem Treibrollenhalter 26 und dein Rollensystem 30, 23 in entgegengesetztem
Drehsinn um die Flechtachse treibt. Zahnrad 42 ist als Doppelzahnrad ausgebildet
und treibt vermittels Zwischenrad 43 auf Zapfen 44 wieder im entgegengesetzten Drehsinn
Zahnrad 45, das mit der Welle gi und mit dem dadurch zentral hochgeführten Schlittenbahnkörper
24 vermittels Nabenteller 92 verbunden ist, so daß also der Schlittenbahnkörper
24 und der Außenspulenträger 7 gleiche Drehrichtung und das dazwischenliegende Rollensystem
30, 23 vermittels Treibrollenhalters 26 in entgegengesetzter Richtung um die Flechtachse-
kreisen, wobei die Treibrollen 3o außerhalb des Schlittenbahnkörpers liegen und
die Innenspulenfäden 95 von der Innc-nspule 2o und die Außenspulenfäden 96 vom Schwinglrebelende
97 über die Schlittenbahn hinweg von oben aus ohne jede Behinderung durch die Schlittenbahn
zum Flechtpunkt o geführt werden können.
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Der Hauptantrieb ist gelagert in einem Hauptzapfen 17, welcher auf
der Fundamentplatte i befestigt ist.
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Es wird noch auf folgende Punkte hingewiesen Die untere Stützbahn
76 ist nicht unbedingt erforderlich, da die Innenspulen auch vermittels der Schlittenrolle
23, die sich bekanntlich
zwischen je zwei Treibrollen 3o befindet,
von den Treibrollen getragen werden kann.
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Bei schräg nach oben zum Flechtpunkt gerichteter Innenspulenlage ist
zweckmäßig die obere Stützbahn go angeordnet, weil die Innenspulen unter dem Einfluß
ihrer Zentrifugalkraft wie die Kugeln eines Dampfmaschinenregulators nach oben pendeln
wollen und daran beim Fehlen der Stützbahn go nur durch die Form der äußeren Schlittenbahngleitflächen
41 gehindert würden. ' Die Stiitzbahn go liegt ungefähr in der Mitte zwischen -der
höchsten und tiefsten Außenfadenlage, sie kann aber auch in jeder anderen Stellung
an oder zwischen der höchsten und tiefsten Außenfadenlage so angeordnet werden,
daß sie den nach oben gerichteten Spulenausschlag zur Entlastung der Schlittengleitflächen
41 aufnimmt. Statt . der auf den Stützbahnen laufenden Rollen 75 können auch Gleitstücke
benutzt werden.
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Die zur zentralen Hochführung und Antrieb des Schlittenbahnkörpers
24 dienende Welle gi ist hohl ausgebildet für Umflechtarbeiten und kann voll sein
für die Herstellung von Flechtware ohne Einlage.
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Der Schlittenbahnkörper 24, der die Schlittengleitflächen 41: und
die Einschnitte 4o enthält, kann aus einem Stück mit dem Nabenteller 92 und unmittelbar
mit der Welle gz verbunden sein. Es kann auch der Schlittenbahnkörper 24, der Nabenteller
92 und die Welle gi aus einem Stück sein.
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In Abb. i ist in der oberen Außenfadenlage ein Außenfaden in zwei
Richtungen 96 und 96 a dargestellt. Wenn man über den Spulenschlitten
37 mehr Platz für die auf den Schlitten 37 angeordneten bekannten Fliehhebel, Rückzugshebel
usw. zwischen Spulenschlitten 37 und den Außenfäden 96 schaffen will, als
wie der höchste Punkt 97 der die Außenfäden über und unter die Innenspulen
führenden bekannten Hebel bei gespannter Fadenlage 96
zwischen Punkt
97 und Flechtpunkt o ergibt, dann wird zweckmäßig nicht der Hebelausschlag
vergrößert, sondern eine an sich bekannte Schild- oder gekrümmte Drahtführung
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verwendet, die zweckmäßig an der Nabe 5o11 des Spulenrahmens 5o oder auf
dem Schlitten 37 befestigt- ist und welche die Außenfäden im Moment des ÜberSChreiteris
der Innenspulen nach oben in bekannter Weise gleitend etwas ablenkt in die Fadenlinie
9611. Diese Anordnung steht insofern mit der Erfindung im Zusammenhang, weil die
Innenspulenschlitten 37 infolge -der Anordnung des Rollensystems außerhalb des Schlittenbahnkörpers
näher zum I'lechtpunkt zu liegen kommen als bisher, was sich insbesondere bei Flechtmaschinen
mit 24 Spulen und darunter bemerkbar macht.
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Die Zahnräder 32 und der Zahnkranz 33 zum Antrieb der Treibrollen
3o brauchen nicht unbedingt zwischen Rollensystem und Flechtpunkt angeordnet sein.
Diese Antriebsmitte132 und 33 können auch an beliebiger anderer Stelle, z. B. am
äußeren Ende des Zapfens 31: außerhalb der Lagernaben 26a, angeordnet sein, wobei
der Zahnkranz 33 entweder mit dem Träger 7 oder mit der Nabe 94 des Hauptzapfens
17 verbunden wird.
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Der innerhalb der-Treibrollen 3o angeordnete Zahnkranz 33 wird zweckmäßig
aus einem Stück mit dem Schlittenbahnkörper 24 hergestellt, er kann aber auch gesondert
gefertigt und mit demselben verbunden werden.
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Statt des Zahnkranzes 33 und der Zahnräder 32 kann auch eine bekannte
Rollbahn und Reibrollen oder ein anderes Mittel verwendet werden.