DE394149C - Als Messvorrichtung ausgebildetes Pressluftventil fuer Luftreifen - Google Patents
Als Messvorrichtung ausgebildetes Pressluftventil fuer LuftreifenInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60C—VEHICLE TYRES; TYRE INFLATION; TYRE CHANGING; CONNECTING VALVES TO INFLATABLE ELASTIC BODIES IN GENERAL; DEVICES OR ARRANGEMENTS RELATED TO TYRES
- B60C29/00—Arrangements of tyre-inflating valves to tyres or rims; Accessories for tyre-inflating valves, not otherwise provided for
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01L—MEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
- G01L17/00—Devices or apparatus for measuring tyre pressure or the pressure in other inflated bodies
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AI 14. APRIL 1924
PATENTSCHRIFT
- JVi 394149 -KLASSE 42 k GRUPPE 10
(G 52500 IXj42 k)
Als Meßvorrichtung ausgebildetes Preßluftventil für Luftreifen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Dezember 1920 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in England vom 20. November 1919 beansprucht.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein als Meßvorrichtung ausgebildetes Preßluftventil
für Luftreifen,, dessen Wesen darin besteht, daß ein im Ventilgehäuse unter Federwirkung
stehender und gleitender Kolben, der
derart ausgebildet ist, daß er vor Erreichung eines bestimmten Luftdruckes einen unveränderlichen
Hub zurücklegt, unter der Wirkung einer mittels Spannkappe auf einen bestimmten
Luftdruck einstellbaren Spannfeder
steht und mit einer als Skala ausgebildeten Stange in fester Verbindung ist, deren oberes
Ende von einer auf das Ventilgehäuse fest aufsetzbaren Meß- oder Anzeigekappe umschlossen
ist. Dadurch wird erreicht, daß jederzeit der Druck im Preßluftreifen bei Einstellung der Meßvorrichtung abgelesen
werden kann, während bei Außerbetriebstellung der Meßvorrichtung alle beweglichen Teile
ίο starr festgelegt und vor Erschütterungen geschützt sind, ebenso wie Verluste an Druckluft
durch durchlässige Stellen vermieden sind. In der Zeichnung ist der Eifindungsgegenstand
beispielsweise veranschaulicht. Abb. ι -.5 ist ein senkrechter Schnitt durch ein solches
Ventil samt Meßvorrichtung, wobei Kolben und Ventil auf dem unteren Gehäusesitz aufsitzen, Abb. 2 ist ein gleicher Schnitt durch
den unteren Teil der Vorrichtung, wobei KoI-ben und Ventil vom unteren Gehäusesitz abgehoben
sind. Abb. 3 zeigt in Aufsicht die Staubkappe samt der Sperrvorrichtung, durch
welche sie festgehalten wird. Abb. 4 zeigt in Seitenansicht das obere Ende der Vorrichtung
mit der Meßkappe, Abb. 5 einen Horizontalschnitt nach Linie 5-5 der Abb. 1. Abb. 6
zeigt im vergrößerten Schnitt und in etwas anderer Ausführungsform den Kolben.
Gemäß der Zeichnung ist α das Gehäuse mit Flansch a1 für die Befestigung am Luftreifen.
rt2 ist der Luftdurchtrittskanal. Im Gehäuse sitzt gleitend ein Kolben δ mit rohrförmiger
Kolbenstange c, deren Außenende bei c" mit Schraubengewinde versehen ist, auf
welches der Anschlußschlauch der Luftpumpe aufgeschraubt werden kann. Auf der rohrförmigen
Kolbenstange sitzt gleitend ein Ring oder eine Platte e, die als Gleitsitz im Gehäuse
dient und welche mit einer Reihe von Zungen e1 versehen ist, welche in Längsnuten az
in der Innenoberfläche des Gehäuses eingreifen. Die Platte β weist ferner einen inneren Vorsprung
e2 auf, welcher in eine Längsnut c1 auf
der Außenfläche der Rohrstange c eingreift. Dadurch wird die Rohrstange c gegen Drehung
im Gehäuse α gesichert. Das Gehäuse ist am oberen Ende auf der Innenseite mit Schraubengewinde
versehen zum Einschrauben der Federkappe d. Diese Federkappe d weist einen
Hohlraum d1 auf für die Aufnahme der Spiralfeder
f und ist am oberen Ende mit einem Loche versehen, durch welches die Kolbenstange
c hindurchtritt. Das untere Ende der Feder f ist auf dem Ring e abgestützt, welcher
selbst von den unteren Enden der Nuten a3 gehalten wird. Die Stirnfläche «4 des Gehäuses
ist abgeschrägt und die Federspannkappe ist mit einer Reihe von Teilstrichen (Abb. 2) versehen,
welche mit der Schrägkante a4 des Gehäuses
zusammenwirken. Die Federspannkappe kann also im Gehäuse durch Drehung so eingestellt
werden, daß die Feder mehr oder weniger"vorgespannt wird, wobei die Teilstriche auf der
Federspannkappe den Druck angeben, unter welchem die Feder steht bzw. den Druck,
welcher auf der Unterseite des Kolbens wirken muß, damit dieser samt der Kolbenstange bis
zur Einstellmarke gehoben wird.
Am oberen Ende ist das Gehäuse auf der Außenfläche mit Schraubengewinde versehen
zum Aufschrauben der Meßkappe g. Diese weist eine Schulter oder einen Ventilsitz gl
auf für das feste Aufsetzen dieser Kappe auf das Gehäuse. Das obere Ende der Meßkappe
ist außen"mit Gewinde g3 (Abb. 4) versehen
zum Aufschrauben der Staubkappe h, die weiter unten beschrieben wird.
Die Rohrstange c des Kolbens ist in der Nähe ihres oberen Endes mit Nuten cx, c4
ausgerüstet, die obere Nut c3 fällt zusammen mit der Oberkante gs der Meßkappe g, wenn
der gewünschte Druck erreicht ist, während die Nut c4 mit ihr zusammenfällt, sobald der
erreichte Druck um ein gewisses Maß den gewünschten Druck überschreitet.
Im Kolben δ ist ein Ventil i aus Gummi oder ähnlichem Material angeordnet, an
welchem starr eine Stange k, welche durch die Rohrstange c des Kolbens hindurchgeht, befestigt
ist. Dieses Ventil bildet ein Absperrungsventil, um den Durchlaß a2 zwischen
Reifen und Kolben abzusperren, wenn die Vorrichtung nicht als Meßvorrichtung wirkt,
während dagegen beim Aufpumpen des Reifens, oder wenn man nachprüfen will, ob der Reifen
gefüllt ist, das Ventil gegen den Kolben durch Luftdruck bewegt wird und hierbei die Durchtrittsöffnungen
c3 schließt, durch welche die Stange k hindurchtritt, so daß hierdurch eine
Art von Rückschlagventil gebildet wird und der gesamte Druck im Reifen auf die Unterseite
des Ventils i wirkt. Um das Ventil zu schließen, so daß es den Ventilsitz «2 nach
genügendem Aufpumpen des Reifens abschließt, ist die Staubkappe mit einer in einer Aussparung
ihrer Bodenfläche eingelegten Feder m versehen, welche auf der Stirnfläche der rohrförmigen
Kolbenstange aufruht, so daß, wenn die Staubkappe fest auf den Teil g- der Meßkappe
aufgeschraubt wird, die Kolbenstange abwärts gedruckt wird, bis das Ventil die
Öffnung «2 abschließt. Um eine Trennung zwischen Ventil und Kolbenstange zu verhindern,
ist die Ventilstange k in der Nähe ihres oberen Endes mit einer kleinen geschlitzten
Kappe η versehen, deren unteres Ende auf einer Schulter cn der rohrförmigen
Kolbenstange c sich aufsetzen kann. Die Ventilstange k ist abgeflacht oder mit Vorsprüngen
kl versehen, wodurch die geschlitzte
Kappe 11 in Stellung gehalten wird.
Um zu verhindern, daß die Staubkappe von
der Meßkappe abgenommen werden kann, ist sie am unteren Ende bei h1 ausgeschnitten,
so daß eine Art von Teilring h2 gebildet wird, dessen Unterfläche mit hervorragenden Zungen
S oder Rippen h3 versehen ist, und zwar zweckmäßig
an solchen Stellen dieses Ringes, die von dem nicht weggeschnittenen Teil der
Kappe weit entfernt sind. Diese Vorsprünge wirken mit einer Reihe radialer Nuten gi der
ίο Schulter g5 des Meßkappe zusammen. Wird
die Staubkappe dicht auf das Gewinde g2 der Meßkappe aufgeschraubt, so dringt der
Vorsprung hs des Ringteiles g2 zwischen die
Nuten g4 ein, und zwar unter Federwirkung vermöge des Ausschnittes h1, wodurch eine
genügende Sicherung der Verschraubung gegen Lösen bei Erschütterungen herbeigeführt wird.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, wird mit
dem Aufschrauben der Staubkappe h die KoI-benstange
c abwärts gedrückt und der Durchtritt a2 durch das Ventil i geschlossen. Die |
untere Nut e4 in der Kolbenstange fällt mit '
der oberen Kante gs der Meßkappe dann zu- ; sammen, wenn der Druck der Luft im Reifen ■
den Federdruck überstiegen hat, so daß, auf alle Fälle, welcher Druck immer durch die
Federspannkappe d eingestellt sein mag, die Bewegung der rohrförmigen Kolbenstange c
und des Kolbens begrenzt ist. Die Ringe oder Nuten c3 und c4 können verschiedenfarbig
ausgeführt werden, damit man besser ' beobachten kann, wann der gewünschte Druck
erreicht ist. Es können verschiedene Konstruktionsabänderungen vorgesehen werden,
z. B. können die Nuten oder Ringe c3 und c4
durch andere Anzeigemarken ersetzt werden, welche auch anders als in der Zeichnung dargestellt,
angeordnet sein können.
Claims (6)
- Patent-Ansprüche:i. Als Meßvorrichtung· ausgebildetes Preßluftventil für Luftreifen, dadurch gekennzeichnet, daß ein in dem Ventilgehäuse (a) unter Federwirkung stehender und gleitend geführter Kolben (δ), der derart ausgestaltet ist, daß er vor Erreichung eines bestimmten Luftdruckes einen unveränderlichen Hub zurücklegt, unter der Wirkung einer mittels Spannkappe (d) auf einen bestimmten Luftdruck einstellbaren Spannfeder (f) steht und mit einer als Skala ausgebildeten Stange (c) in fester Verbindung steht, deren oberes Ende von einer auf das Ventilgehäuse fest aufsetzbaren Meß- oder Anzeigekappe (g) umschlossen ist.
- 2. Preßluftventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (c) hohl ausgebildet ist und am unteren Ende ein Ventil (i) trägt mit einer durch die hohle Kolbenstange hindurchgeführten Ventilstange (k) und einer von außen auf das Gehäuse aufschraubbaren unter Federwirkung auf der Stirnfläche der hohlen Kolbenstange aufruhenden Abschluß- (Staub-) Kappe (k), welche Teile deiart zusammenwirken, daß bei Nichteinstellung der Meßvorrichtung die Verbindung zwischen Reifen und Meßvorrichtung abgesperrt ist, während bei eingestellter Meßvorrichtung das Kolbenventil das Entweichen der Luft aus Reifen und Meßvorrichtung verhindert.
- 3. Preßluftventil nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Ventil und Meßvorrichtungsgehäuse (a) eine Meßkappe (g) aufgeschraubt ist mit einem ventilartigen Sitz (g') im Innern, mittels dessen sie sich auf den Stirnrand des Gehäuses derart aufsetzt, daß die Meßkappe, deren oberes Ende mit Marken, Nuten 0. dgl. am oberen Rande der Kolbenstange (c) zusammenwirkt, in ganz bestimmter Stellung zum Gehäuse feststellbar ist.
- 4. Preßluftventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (c) mit einer Dichtungsscheibe (0) aus Gummi, Fiber o. dgl., die auf der Unterfläche ausgespart ist, versehen ist in der Form, daß ihr Rand dicht an die Innenfläche des Gehäuses («) unter dem Druck der Luft sich anpressen läßt.
- 5. Preßluftventil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (δ) gegen Drehung durch einen losen Ring (e) mit Zähnen, die in Längsnuten (a3 bzw. e1) einerseits des Außengehäuses, andererseits der Kolbenstange eingreifen, gesichert wird.
- 6. Preßluftventil nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die aufschraubbare Federspannkappe (d) und die Kolbenstange (c) mit Marken o. dgl. versehen sind, welche die Ablesung des Federdrucks nach dem Aufschraubert der Kappen ermöglichen und verhindern, daß der Kolben vor Erreichung des bestimmten eingestellten Druckes sich von seinem Sitz abhebt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB394149X | 1919-11-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE394149C true DE394149C (de) | 1924-04-14 |
Family
ID=10409425
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEG52500D Expired DE394149C (de) | 1919-11-20 | 1920-12-11 | Als Messvorrichtung ausgebildetes Pressluftventil fuer Luftreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE394149C (de) |
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1920
- 1920-12-11 DE DEG52500D patent/DE394149C/de not_active Expired
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