DE38988C - Vorrichtung an Musikwerken mit Tasten, Klappen oder Tonöffnungen zur Bezeichnung der zu spielenden Noten - Google Patents
Vorrichtung an Musikwerken mit Tasten, Klappen oder Tonöffnungen zur Bezeichnung der zu spielenden NotenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10G—REPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
- G10G7/00—Other auxiliary devices or accessories, e.g. conductors' batons or separate holders for resin or strings
- G10G7/02—Tuning forks or like devices
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- Auxiliary Devices For Music (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Sl: Musikalische Instrumente.
JULIUS REINIGER in PRAG.
spielenden Noten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1886 ab.
Die nachstehend in verschiedenen Ausführungsformen beschriebene Vorrichtung, vom
Erfinder »Autophon« genannt, hat den Zweck, Jedermann zum correcten Vortrage kleiner
Musikstücke zu befähigen, auch ohne Kenntnifs der üblichen Notenzeichen. Die Ordnung
und Nacheinanderfolge, event, auch die Dauer einzelner Töne sind dem Spielenden auf
einer Walze sichtbar gemacht, und zwar entweder direct oder mittelst Abspiegelung.
Das Autophon besteht in einem eigenen, auf eine Walze n> aufgewickelten Notenblatte,
Fig. 8, welches beim Spielen sich dreht und entweder direct, Fig. 1 bis 4 und 6, oder
mittelst einfacher Abspiegelung, Fig. 9 bis 11, oder endlich mittelst doppelter Abspiegelung,
Fig. 12, dem Spielenden genau anzeigt, welche Tasten jederzeit gespielt, werden sollen. Die
Notenwalze tv wird entweder direct mit der Hand gedreht oder mittelst einer Triebfeder
in Bewegung versetzt.
Die erstere in Fig. 1 bis 4 dargestellte An-'
Ordnung eignet sich nur für Blasinstrumente einfachster Art, wie Pfeifen und Mundharmonika's,
da die eine Hand des Spielers am Handgriff g und die andere an der Welle r,
durch deren Drehung das Notenblatt vorgeschoben wird, beschäftigt ist. Bei dieser Anordnung
liegt die Notenwalze w in normaler Sehweite von der Pfeife f und ist parallel zu
dieser auf einem leichten Gestell montirt. Die Notenwalze kann auch unmittelbar unter der
Pfeife f montirt sein, wenn ihnen gegenüber und in der halben Sehweite ein Spiegel s angebracht
wird, in welchem Falle die Notenzeichen von der Rückseite der Walze n>
sich abspiegeln, Fig. 9 bis 11.
Das auf die Walze w aufgewickelte Notenband , Fig. 8, ist in so viele Verticalzeilen
eingetheilt, als es Notenöffnungen oder Spieltasten an dem zu spielenden Instrumente,
Fig. 7, giebt. Jede Horizontalzeile am Notenbande entspricht einer Richtung beim Spielen,
welche durch ein besonderes Form- oder Farbenzeichen (^ in Fig. 8) deutlich angezeigt
wird. Aufserdem ist dieses Notenband an der Walze w durch einen vorgelegten Mantel m
bis . auf die jedesmal zu spielende Zeile verdeckt. Um diese Zeile sichtbar zu machen,
sind vorn runde Oeffnungen ο ο, Fig. 2, ausgeschnitten,
welche genau mit den Notenöffnungen η η, Fig. 7, bezw. Tasten, Fig. 12, an
dem zu spielenden Instrument correspondiren. Diese Oeffnungen 0 können auch durch einen
einzigen Schlitz ersetzt werden, und von jeder Oeffnung kann zu dem entsprechenden Loch
im Mundstück^ ein dicker Strich am Mantel mp, Fig. 3, gezeichnet sein, um das Auffinden der
zu blasenden Stellen zu erleichtern.
Statt des Mantels m ρ ist zu demselben Zweck ein einfacher Liniendraht verwendbar,
welcher am Autophonrahmen befestigt ist und an der Walze w vorn streift, so dafs jede
Notenzeile von ihm gleichsam unterstrichen erscheint. An jeder Notenöffnung ist dann zu
der ihr entsprechenden Stelle an diesem Drahte ein farbiger Faden gezogen, um das
Ablesen zu. erleichtern.
Bei Anwendung für Tasten- oder Klappeninstrumente, Fig. 12, ist die Anbringung eines
Federwerks zum Betriebe der Notenwalze vorgesehen, um die Bedienung des Instrumentes
mit zwei Händen zu ermöglichen. Das Notenband wird auf der Walze w entweder
direct umgedreht, oder es wird von da adf eine Hülfswalze W1 abgewickelt, Fig. 6. Das
Letztere geschieht insbesondere bei längeren Musikstücken.
Doppelte Abspiegelung wird bei den Trompeten angewendet, Fig. 5 und 12, um dem
Spielenden das Bild der Notenzeichen in bequemer Weise ersichtlich zu machen. Die
Walze w liegt hier mit ihrer Längsachse in der Richtung des Sehens, weshalb es Vortheilhaft
war, ihr Bild α b durch den Spiegel s (Bild xy) in den Spiegel S1 zu werfen, wo
es als a} bx erscheint.
Gegenüber den im Handel vorkommenden Patentflöten Und ähnlichen Erzeugnissen, welche
das Spielen von nur einem Musikstücke gestatten, bietet das Autophon den Vortheil,
dafs man damit eine unbegrenzte Anzahl von Musikstücken spielen kann, ohne musikalische
Kenntnisse zu besitzen. Dem Herophon, Ariston und ähnlichen Musikwerken gegenüber
hat das Äuto'phon den Vorzug, dafs es dem Spielenden Gelegenheit giebt, sich im musikalischen
Vortrag und Ausdruck zu üben, was bei den genannten mechanischen Werken nicht
möglich ist. Endlich eignet sich auch das Autophon dazu, jedem Dilettanten die Erlernung
der ersten Musikbegriffe zu erleichtern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Musikwerken mit Tasten, Klappen oder Tönöffnungen eine Vorrichtung zur Bezeichnung der zu spielenden Noten, bestehenda) in einem an dem Musikwerk angebrachten, entweder als endloses Band um zwei Walzen bewegbaren oder von einer Walze auf eine zweite Walze abwickelbaren Notenblatt, welches nach Fig. 8 mit der Bezeichnung der zu spielenden Noten versehen ist;b) in einer Einrichtung zur Markirung der jedesmal zu beachtenden Notenzeichen mittelst eines Mantels mit Zeilenöifnungen (0, 0) oder mit Zeilenspalten, oder mittelst Liniendrahts und Richtstrichen oder Richtfäden;c) in einem Spiegel (Fig. 9 bis 11) oder in zwei Spiegeln (Fig. 5 und 12), durch welche das Bild der Notenzeichen dem Spieler in bequemer Weise sichtbar gemacht wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE38988C true DE38988C (de) |
Family
ID=314647
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT38988D Expired - Lifetime DE38988C (de) | Vorrichtung an Musikwerken mit Tasten, Klappen oder Tonöffnungen zur Bezeichnung der zu spielenden Noten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE38988C (de) |
-
0
- DE DENDAT38988D patent/DE38988C/de not_active Expired - Lifetime
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