DE74662C - Vorrichtung an Zithern zum Anzeigen der anzuschlagenden Saiten bezw. Accorde - Google Patents

Vorrichtung an Zithern zum Anzeigen der anzuschlagenden Saiten bezw. Accorde

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DE74662C
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music
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melody
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DENDAT74662D
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Berliner Musik - instrumenten - fabrik, Aktien - Gesellschaft, vorm. Ch. F. pietschmann & söhne in Berlin N., Brunnenstrafse
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10GREPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
    • G10G1/00Means for the representation of music
    • G10G1/02Chord or note indicators, fixed or adjustable, for keyboard of fingerboards

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Auxiliary Devices For Music (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Bl: Musikalische Instrumente.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom ig. April 1893 ab.
Die Erfindung betrifft eine an Zithern anzubringende Vorrichtung, welche bezweckt, die jeweilig anzuschlagende Saite bezw. auch die Begleitaccorde durch ein mechanisch gegebenes Zeichen anzugeben, so dafs zum Spielen eines Musikstückes die Kenntnifs der Noten oder Zitherschülen völlig entbehrlich ist. Die Vorrichtung soll jedoch hauptsächlich zur Erlernung des Zitherspiels dienen und dieselbe wesentlich erleichtern. >
Man hat bereits Zithern, bei denen die Reihenfolge der anzuschlagenden Töne eines Musikstückes durch ein über bezw. unter die Saiten gelegtes Notenblatt angegeben wird; jede Note liegt unter ihrer entsprechenden Saite, mufs jedoch vom1 Spieler hinsichtlich ihres Werthes gekannt sein (ob ganze, halbe u. s. w. Note); das Ablesen und gleichzeitige Spielen erfordert aufserdem grofse Aufmerksamkeit und die anzuschlagenden Accorde sind auf dem Notenblatt auch nur durch besondere abzulesende Zeichen angedeutet, deren Beobachtung die nöthwendige Aufmerksamkeit in noch höherem Grade anspannt.
Bei der mechanischen, mittelst eines beweglichen Notenblattes oder einer Scheibe, Walze u. dergl. bewirkten Angabe der jeweilig anzuschlagenden Note bezw. Saite, sowie des Begleitaccords braucht der Spieler lediglich auf das, diese Angabe bewirkende Zeichen zu achten und jedesmal da, wo ein solches Zeichen erscheint, die betreffende Saite anzureifsen.
Die Zeichnung giebt beispielsweise eine mittelst endlosen, gelochten Notenblattes zu betätigende Ausführungsform dieser Vorrichtung an.
Quer über der Saitenlage der Zither ist ein Kasten A befestigt, in welchem auf einer Achse B eine Reihe Einfallhebel C drehbar sind, deren Nasen c mittelst Federdruckes gegen ein gelochtes Notenblatt D anliegen; letzteres wird mittelst der beiden Triebwalzen E und Handkurbel oder selbstthätiges Triebwerk in Drehung gesetzt, durch den Deckel A1 des Kastens A geführt und am anderen Ende der Zither zweckmä'fsig über eine von einem Träger F gehaltene Rolle F1 geleitet, um aufser Berührung mit den Saiten zu bleiben. Das Notenblatt kann auch in anderer Richtung, z. B. quer über die Zither geführt werden, in welchem Falle die Einfallhebel entsprechend angebracht werden müfsten.
Für jede Melodiesaite der Zither ist ein Einfallhebel C angeordnet, der mittelst eines Verbindungsgliedes / einen Signalhebel G in Wirkung setzt. Diese Signalhebel G sind in Schlitzen der Vorderwand des Kastens A beweglich und liegen verborgen (Fig. 3), so lange als die Nase des Einfallhebels C von einer vollen Stelle des Notenblattes niedergedrückt wird. Sowie jedoch die Hebelnase in ein Loch des Notenblattes hinaufschnellt, wird der Signalhebel G durch das Verbindungsglied / niederbewegt (Fig. 2) und zeigt die Saite an, welche angerissen werden soll. Die im Noten-
blatt D mit d bezeichneten Lochungen bestimmen in der bei mechanischen Musikwerken bekannten Weise die Reihenfolge der zu spielenden Noten.
Im Falle des Antriebes mittelst Federzugwerkes kann die Zither auch mit beiden Händen gespielt werden. Hierbei ist es zweckmäfsig, die Signalhebel hinter und vor dem Gehäuse A vorfallen zu lassen; die Begleitung kann dann hinten und die Melodie vorn gespielt werden.
Für jede Melodiesaite ist neben dem, das Signal befhätigenden Einfallhebel C auch noch ein zweiter, gleichartiger Einfallhebel C1 angeordnet (Fig. 5), an welchem sich ein Dämpfer H befindet. Für die Nasen der Dämpferhebel C1 ist im Notenblatt D, Fig. 4, neben jeder Lochung d eine zweite Lochung dl angebracht. Die Dämpfer H sind auf die Saiten aufgedrückt, so lange die entsprechenden Einfallhebel C1 vom Notenblatt niedergedrückt sind; die Dämpfer werden abgehoben, sowie ihr Einfallhebel mit seiner Nase in das Notenzeichen dl des Blattes D einspringt. Die durch den vorfallenden Signalhebel G zum Anreifsen bezeichnete Saite ist folglich im gegebenen Augenblick nicht gedämpft. Nach dem Anreifsen, sobald der Einfallhebel aus der Lochung des Notenblattes wieder herabgedrückt ist, legt sich auch der Dämpfer wieder auf die Saite auf. Soll die Saite bei der einen oder anderen Note nachklingen und nicht gleich nach dem Anreifsen wieder abgedämpft werden, so wird der Schlitz d1 des Notenblattes länger gemacht als der Schlitz d, welcher den Signalhebel vorfallen läfst.
Das Anschlagen der Begleitaccorde wird gleichfalls durch einen Signalhebel G1 angegeben, an welchem aufserdem ein kleines, mit der Aufschrift »Accord« versehenes Schild G2 oder dergleichen Merkmal befestigt sein kann, das sich bei eingezogenem Signalhebel an die Wand des Kastens A flach anlegt. Die Lochungen d2 des Notenblattes D in Verbindung mit einem entsprechenden Einfallhebel bestimmen das Vorfallen des Signalhebels G1 und der Spieler reifst dann sofort den Accord an. Jede Begleitsaite hat einen Dämpfer und entsprechenden Dämpferhebel, ebenso wie die Molodiesaiten. Die Schlitze da des Notenblattes, in gleicher Reihe mit dem Accordsignalhebelschlitz d2, vermitteln die Abhebung der Dämpfer von denjenigen Saiten, welche bei dem anzuschlagenden Accord harmonisch zusammenklingen sollen. Die verschiedenen Accorde (Dur und Moll) werden also durch die Notenblattschlitze d- bestimmt. Auch beim Anschlag der Accorde kann durch verschiedene Länge der Schlitze da bewirkt werden, dafs eine oder mehrere Saiten des Accords langer nachklingen als die übrigen, indem der Dämpfer später aufgelegt wird als bei den anderen. Die Schwingungsdauer jeder einzelnen Saite des Accords kann also durch Abstufung der Länge der Schlitze ds verschieden von den übrigen gestaltet werden, während bei den gebräuchlichen Accordzithern das Anlegen und Abheben der Dämpfer bei allen Saiten des Accords immer gleichzeitig erfolgt.
Während ferner bei den bekannten Accordzithern nur eine kleine Zahl Accorde angerissen werden kann, ist bei vorliegender Einrichtung die Zahl und Anordnung der Accorde unbegrenzt.
Werden die Signalhebel G so gestaltet, dafs sie beim Vorfallen bis auf ihre Saite herabschlagen oder hierzu mit einem kleinen Hammer oder dergleichen versehen sind, so wird die vom Spieler anzureifsende Saite vor dem Anzupfen leise zum Klingen gebracht und das Signal wirkt dann doppelt, optisch und akustisch.
Es ist leicht ersichtlich, dafs das Signal und die Art der Uebertragung der Bewegung auf dasselbe von einem mit Notenzeichen versehenen Blatt oder einer Scheibe oder Stiftenwalze in manigfachster Weise verändert werden kann, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen; statt der Vorfallhebel G können z.B. Zeiger oder Stöfser in Bewegung gesetzt werden, um die jeweilig anzureifsende Saite auf mechanischem event, zugleich akustischem Wege anzugeben. Das Ablesen der Notenzeichen wird durch die mechanische Signalgebung vollständig beseitigt und das Erlernen des Spieles ganz bedeutend erleichtert.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Vorrichtung an Zithern, durch welche mittelst eines beweglichen, mit Notenzeichen versehenen Organs (Notenblatt, Notenscheibe, Stiftwalze u. dergl.) die der Melodie entsprechende Reihenfolge der anzureifsenden Saiten oder der anzuschlagenden Accorde oder auch beider auf mechanischem Wege angezeigt wird, dadurch gekennzeichnet, dafs durch die Notenzeichen des beweglichen Notenblattes u. s. w. Signalhebel (Zeiger, Stöfser oder dergl.) zum Anzeigen der anzureifsenden Saiten (oder Accorde) in Bewegung gesetzt werden, wobei diese Hebel u. s. w. speciell die Melodiesaiten durch Berührung auch noch zu leisem Vorklingen bringen können.
  2. 2. Bei der im Anspruch 1. bezeichneten Vorrichtung die Einrichtung, dafs durch das bewegliche, mit Notenzeichen versehene Organ aufser den Signalhebeln u. s. w. auch noch Dämpfer (H) für die Melodiesaiten und event, auch solche für die Begleitsaiten
    in Thätigkeit gesetzt, d. h. von den anzureifsenden Saiten selbstthätig abgehoben werden.
    Zu der im Anspruch i. bezw. 2. bezeichneten Vorrichtung ein endloses oder offenes Notenband oder eine Scheibe mit Notenzeichen, dadurch gekennzeichnet, dafs neben dem für die Bewegung der mechanischen Signale bestimmten Notenzeichen (dd2) auch noch Notenzeichen (d1 da) zum Abheben der Dämpfer angebracht sind, welch' letztere Notenzeichen je nach der beabsichtigten Dauer der Saitenschwingungen von ungleicher Länge sein können, und zwar sowohl für die Melodie- wie für die Begleitsaiten. ·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT74662D Vorrichtung an Zithern zum Anzeigen der anzuschlagenden Saiten bezw. Accorde Expired - Lifetime DE74662C (de)

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