DE288074C - - Google Patents

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DE288074C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/053Capos, i.e. capo tastos

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

[AISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 288074 -r-KLASSE 51 c. GRUPPE
ERNST HEGEMANN in MÜNCHEN.
Akkordleier. Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. April 1914 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein leier- oder
gitarrartiges tragbares Zupfsaiteninstrument, das zur Begleitung des Gesanges dienen soll.
Es besteht erstens aus dem Schallkörper a, zweitens aus den drei Hälsen b, die unter sich durch das Wirbelquerholz c miteinander verbunden sind, und drittens aus dem beweglichen Akkordhebel D.
Die Hälse sind nach Art der Gitarren in
ίο Bünde derart eingeteilt, daß der Ton höher oder tiefer erklingt, je nachdem man die Saiten näher am Schallkörper oder näher am Wirbelquerholz niederdrückt.
Der Akkordhebel besteht aus dem Handgriff e, der Gabel f, den beiden Drehachsen g, welche sich in den Aluminiumläufern h bewegen, und der mit Leder bezogenen Stahlwalze i.
Jeder der Hälse ist derart mit Saiten bespannt, daß die nebeneinanderliegenden Saiten einen Akkord ergeben, z. B. Dur- oder Molldreiklang, Dommantseptakkord mit großer oder kleiner Septime oder jeden beliebigen anderen Akkord nach Wahl, d. h. so viel Akkorde als zusammengehörige Saitenpartien angeordnet wurden. Die Zahl der Saiten ist beliebig. Die Mindestzahl der anzuordnenden Bünde beträgt 12, entsprechend den 12 halben Tönen einer Oktave. Wurden nur drei Saitenstränge angeordnet, so entstehen 36 Akkorde, welche den 12 Durdreiklängen, den 12 Molldreiklängen und den 12 Dominantseptakkorden entsprechen. Werden mehr Saitenstränge angeordnet, so ist die Wahl dieser neuen Akkorde beliebig.
Der Tonumfang eines Akkordes ist im allgemeinen 2wei Oktaven und eine Terz, kann aber auch drei Oktaven und eine Terz umspannen.
Die Spielweise des Instrumentes besteht darin, daß man das Instrument nach Art der antiken Leier umhängt, den Akkordhebel mit der linken Hand erfaßt und in eine solche Stellung bringt, daß er die Saiten nicht berührt. Mit dem an den Daumen der rechten Hand gesteckten Zitherring bringt man dann die Akkorde in der Weise zum Erklingen, indem man die partienweise zusammengehörenden und zu Akkorden abgestimmten Saiten schnell hintereinander anschlägt. Werden weniger Saiten verwendet, so können sie weiter auseinander gelegt werden und entsprechend der Gitarre mit den einzelnen Fingern der rechten Hand gezupft werden.
Will man den ursprünglichen Akkord in einer höheren Lage erzeugen, so wird der Akkordhebel von der linken Hand nach dem Zwischenraum zwischen zwei beliebigen Bünden geschoben und dann der Griff des Akkordhebels in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles derart in der Richtung des Schallkörpers gedreht, daß die Saiten zwischen den Drehachsen g und der Stahlwalze i eingeklemmt und niedergedrückt werden. Ist das Instrument z. B. in C-Dur eingestimmt und will man den Unterdominant-Dreiklang erzeugen, so schiebt man den Akkordhebel nach dem Zwischenraum zwischen dem 5. und 6. Bund und erhält F-Dur. Bei diesem Hin- und Herschieben des Akkordhebels muß die Stahl-
walze i immer im rechten Winkel zu den Saiten stehen; diese richtige Lage der Stahlwalze wird durch die beiden Aluminiumläufer ermöglicht, welche in zwei mit weichem Leder gefütterten Nuten auf der inneren Seite der äußeren Hälse laufen.
Will man die ganzen Akkorde in Flageoletttönen spielen, so drückt man den Akkordhebel an einer beliebigen Stelle nieder, berührt mit der Spitze des Zeigefingers der rechten Hand leicht jenen Punkt der Saite, welcher die Mitte oder ein Viertel der jeweiligen schwingenden Länge angibt und erzeugt den betreffenden Flageoletton durch Anschlagen mit dem am Daumen der rechten Hand befindlichen Zitherring. Die Lage -dieser FIageolettöne ist auf der Schalldecke durch Querlinien k, also im rechten Winkel zu den Saiten, angedeutet.
! Die Besaitung des Instrumentes kann verschieden sein. Man kann dieselben Saiten ein-, zwei- oder dreichörig (d. h. ein-, zwei- oder dreimal) vertreten sein lassen. Die zweite und dritte Saite kann dieselbe Höhe haben wie die erste; die zweite und dritte Saite kann aber auch um eine Oktave höher oder tiefer sein wie die erste. Die Akkorde können auch in Quinten gestimmt werden, also Grundton, Quinte, Terz, Oktave, Quinte usw.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Leierartiges Zupfsaiteninstrument mit mehreren Hälsen, die mit Saiten bespannt sind, und über die quer eine Walze läuft, die in der Längsrichtung der Saiten verschiebbar und gegen diese niederdrückbar ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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