DE3895C - Neuerungen an Nähmaschinen - Google Patents
Neuerungen an NähmaschinenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D05B—SEWING
- D05B57/00—Loop takers, e.g. loopers
- D05B57/08—Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
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Description
PATENTSCHRIFT
!wKrääse52.· ''·
LEBBEUS BALDWIN MILLER und PHILIPP DIEHL in NEW-YORK.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1878 ab.
DieseErfindung bezieht sich auf den Schiffchen-Mechanismus,
den Stoffschieber - Mechanismus und den Drückerfufs - Mechanismus an Nähmaschinen.
■ .
·■■ In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein theilweise abgebrochener Grundrifs der besagten Nähmaschine. Fig. 2 eine Seitenansicht derselben mit weggenommener Seitenplatte des Nadelarmes. Fig. 3 zeigt eine Endansicht derselben. Die Fig. 4 bis incl. 15 sind Detäilansichten.
·■■ In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein theilweise abgebrochener Grundrifs der besagten Nähmaschine. Fig. 2 eine Seitenansicht derselben mit weggenommener Seitenplatte des Nadelarmes. Fig. 3 zeigt eine Endansicht derselben. Die Fig. 4 bis incl. 15 sind Detäilansichten.
Die in den beiliegenden Zeichnungen gezeigte Maschine unterscheidet sich in ihrer allgemeinen
Form nicht wesentlich, von vielen im allgemeinen Gebrauch befindlichen Schiffchen - Maschinen;
dieselbe besteht nämlich aus einer Unterplatte A, mit welcher die anderen Theile verbunden sind,
einem starken Arm B, der die Nadelstange über der Stoffplatte C der Platte A trägt, und
einer Triebwelle D, welche durch den Nadelträger B geht und die Nadelstange in Bewegung
setzt. Die Nadelstange E ist so angeordnet, dafs sie in dem Kopf JF des Nadelträgers B
auf- und abgleiten kann; die Nadelstange E erhält ihre Bewegung von der Triebwelle Ό
mittelst eines Krummzapfens α und einer Verbindungsstange
b. Der Unterfaden, welcher mit dem Nadelfaden verschlungen wird, um so den
Stich zu bilden, wird dieser Erfindung gemäfs von einem oscillirenden Schiffchen G geführt,
welches durch einen oscillirenden Schiffchentreiber / so bewegt wird, dafs es in einer
kreisförmigen Schiffchenbahn H oscillirt. Der Schiffchentreiber befindet sich an der Schiffchenwelle
J, welche unter der Tischplatte C der Maschine angebracht ist.
; Das Schiffchen ist detaillirt in den Fig. 7, 8, 9, 10 und 11 gezeichnet. Es besteht im wesentlichen
aus drei Haupttheilen, die unter einander fest verbunden sind; nämlich dem Spulengehäuse
d, der eigentlichen Spitze d1 und dem
Spitzschaft d'1, Fig. 9 und 10. Die Spule C
ist flach, ihre Dicke ist geringer als ihr Durchmesser und die. Vertiefung des Schiffchens, in
welcher die Spule liegt, hat dieselbe Form und ist mit einer Centralaxe e versehen, auf welcher
sich die Spule dreht. Diese Axe läuft parallel mit der Axe der Schiffchentreiberwelle J. Die
Spule wird mittelst einer Federklemme e' festgehalten. Der Faden wird von der Spule aus
.zu dem Oehr e" des Schiffchens geleitet, passirt
auf seinem Wege dahin' jedoch eine Fadenspannvorrichtung. Die Schiffchen- oder Unterfadenspannvorrichtung
besteht in diesem Beispiele aus einer Fadendruckplatte r, Fig. 11,
welche in einem Einschnitt der Peripherie des Schiffchens eingelassen ist. Die Druckplatte ist
an ihrem Schafte mit einer Stellschraube ί verbunden, um die Federsparinung reguliren zu
können. Der Schiffchenfaden wird' durch ein inneres Oehr e3 zur, Spannvorrichtung geleitet.
Das äufsere Profil des Spulengehäusetheiles des Schiffchens ist ein spitzes Oval, dessen
äufsere Curve dem Bogen der' Schiffchenbahn entspricht. Vor diesem Spulengehäuse befindet
sich die eigentliche Spitze d1, welche die Bestimmung
hat, in die von der Nadel dargebotene Schlinge einzutreten, und der Spitzr
Schaft d", der zwischen der eigentlichen Spitze dl
und dem Spulengehäuse d liegt und die Bestimmung hat, die besagte Schlinge beim Aufwärtsgange
der Nadel so lange zu halten, bis das Nadelöhr aus dem zu nähenden Stoffe
herausgetreten ist, ohne jedoch dabei die Schlinge wesentlich zu verlängern, so dafs dadurch das
Hinabziehen des Fadens durch das Nadelöhr, so lange sich dasselbe im Stoffe befindet, und
ebenso die Fadenreibung möglichst vermieden wird. Um die Schlinge des Ober- oder Nadelfadens
zu halten, ohne sie zu verlängern, kann der Spitzschaft d'1 überall von gleichem Querschnitt
sein; damit jedoch die Reibung des Nadelfadens während der Aufwärtsbewegung des Nadelöhrs durch den Stoff so stark als
möglich reducirt werde, kann sich der Faden mit. der Nadel so lange aufwärts bewegen, bis
das Nadelöhr den Stoff passirt hat, und dieses Aufwärtssteigen wird durch die eigenthümliche
Form des Spitzschaftes d2 ermöglicht, dessen Querschnitt von dem hinteren Ende der eigentlichen
Spitze d1 an in dem Maafse abnimmt, als er
sich dem Spulengehäuse d nähert. Das rückwärtige Ende der eigentlichen Spitze (in Fig. 9
und 10 durch punktirte Querlinien angedeutet) entspricht seiner Lage nach der Lage der Nadel,
wenn deren Oehr während des Aufsteigens sich knapp unter dem Stoffe befindet. Wenn sich
also das Nadelöhr durch den Stoff nach aufwärts bewegt, so gestattet der dünnere Theil des
Spitzschaftes des Schiffchens beim Durchpassiren durch die Nadelfadenschlinge ein Zusammen-
ziehen der Schlinge und es kann sich somit der Nadelfaden durch den Stoff mit der aufsteigenden Nadel nach aufwärts bewegen. Beim
weiteren Vorwärtsschwingen des Schiffchens folgt das Spulengehäuse des Schiffchens der
eigentlichen Spitze dx und erweitert die Schlinge
hinreichend, so dafs die Spule durchpassiren kann. Da diese Verbreiterung jedoch erst erfolgt,
nachdem die Nadel durch den Stoff hindurch nach aufwärts gegangen ist, so ist die ganze
Nadelöffnung für die Bewegung des Nadelfadens frei, welcher demzufolge rasch durch die Nadelöffnung
herabgezogen wird, um die Schliuge zu bilden. Die Vortheile, welche die Construction
des Schiffchens mit einem zwischen der eigentlichen Spitze d und dem Spulengehäuse liegenden
Spitzschafte d2 bietet, lassen sich zwar am leichtesten bei einem oscillirenden Schiffchen
erreichen, sind jedoch keinesfalls ausschliefslich an ein solches gebunden, da auch ein sich in
gerader Bahn bewegendes Schiffchen mit einem Spitzschaft construirt werden kann, der hinter
der eigentlichen Spitze und vor dem Spulengehäuse liegt, vorausgesetzt, dafs die Gröfse der
Bewegung des Schiffchens hinreichend ist.
Die kreisförmige Schiffchenbahn Η hat eine
innere peripherische Nuth g zur Aufnahme und Führung des Sebiffchenrandes, und ein Segment
/ der Vorderseite dieser Nuth ist so eingerichtet, dafs es sich auf der schmalen
Seite um einen Punkt f1 dreht, um die Nuth
behufs Einsetzen und Herausnehmen des Schiffchens aus seiner Bahn öffnen zu können. Dieser
Theil / wird durch einen Federstift /a geschlossen,
der durch einen zu diesem Zweck angebrachten Schlitz gesteckt wird. Der Schiffchentreiber
/ hat zwei Knaggen h', welche das Schiffchen treiben. Eine dieser Knaggen
drückt gegen das vordere Ende das Schiffchens, wenn sie selbes nach vorwärts treibt. Die
andere Knagge /ι1 drückt gegen das vordere Ende des Spulengehäuses des Schiffchens, nahe
am rückwärtigen Ende der Schiffchenspitze. Zwischen den Knaggen und dem Schiffchen ist
genügender Spielraum zur Aufnahme des Fadens. Die Schiffchentreiberwelle J wird mittelst einer
Kurbel/, Verbindungsstange / · und Armen/2/3/4
von der über ihr liegenden Triebhauptwelle D getrieben; zwei dieser Arme/2/3 befinden sich
an der Zwischenwelle Jx und der anderen /4
von der Schiffchen-Schaukelwelle/; Die neben einander liegenden Arme /3 /4 der beiden
Schaukelwellen JJ1 sind durch einen Drehzapfen
und eine Reibungsrolle mit einander verbunden, welche an einem Arm /4 befestigt
sind und sich in einem Schlitz des anderen Armes /3 bewegen. Die Zwischenwelle f hat
den Zweck, zu ermöglichen, dafs die Schiffchenwelle J um einen gröfseren Winkel gedreht
werden kann, als dies der Fall wäre, wenn die Verbmdungsstange /' von der Kurbel direct
mit dem Arme der Schiffchenwelle verbunden wäre. Dies wird dadurch erreicht, dafs man
■die Axen der beiden Wellen in eine Ebene
4T.9
legt, welche ungefähr durch die Schwingungsmitte der Arme geht, und dafs man den Arm/3
der einen Welle J1 so construirt, dafs er über die Axe der anderen Welle J reicht, wie durch
die punktirte Linie x-x3, Fig. 12, angedeutet ist.
Der innere Rand des Oehrs «2 des Schiffchens
befindet sich am Rande nahe dem Centrum der kreisförmigen Schiffchenbahn, so dafs die
Entfernung von diesem Oehre zu dem Nähpunkte ungefähr dieselbe bleibt, ungeachtet
der Lagenveränderung des Schiffchens auf seiner Bahn. Das Oehr <?2 des Schiffchens
liegt jedoch nicht in dem besagten Centrum oder der Oscillationsaxe des Schiffchens, sondern
ist in geringer Entfernung von dieser Axe in geeigneter Weise auf der dem äufseren Rande des
Schiffchens näher liegenden Seile angebracht. Wenn daher das Schiffchen zurückgetrieben wird,
so übt das Niedergehen des Oehrs e% oder dessen Herausbewegung aus dem Stoffe einen
Zug auf den Schiffchenfaden und zieht denselben wieder zurück, um so den Stich zu
vollenden.
Der Stoff wird längs der Bewegungslinie der Nadel vorgeschoben. Dies geschieht mittelst
eines Schiebzahns K, der an einem Stoffrücker Ki befestigt ist. Dieser Stoffrücker
hebt und senkt sich, so dafs er den Stoff bei der einen Bewegung erfafst, bei der
anderen losläfst; der Stoffrücker bewegt sich ferner auch seiner Längsrichtung nach hin und
zurück, so dafs der Stoff bewegt oder vorgeschoben wird. Die auf- und absteigende Bewegung
des Stoffrückers Ä' wird dadurch bewerkstelligt, dafs ein Ende ni desselben mittelst
eines Excenters m1, einer Verbindungsstange m2
und einer oscillirenden Welle m3 mit der Triebwelle
verbunden wird, die oscillirende Welle m3
ist mit zwei Armen m 4 m 5 versehen, von welcher
der eine »z4 durch einen Drehzapfen mit der Verbindungsstange y;z2 verbunden ist, während
der andere mh mit einem Drehzapfen versehen
ist, der in einem im Ende m des Stoffrückers K1
angebrachten Schlitz liegt. Das vordere Ende der Welle m3 ist gegenüber dem einen Ende
des Stoffrückers angebracht und der Arm m* der oscillirenden Welle so, dafs er der Länge
nach und parallel oder nahezu parallel mit dem Stoffrücker läuft, wenn der Arm in der Mitte
seiner Schwingungsbewegung angelangt ist; seine Schwingung bewirkt das Auf- und Absteigen
des Stoffrückers.
Der Stoffrücker wird dadurch der Länge nach hin- und zurückbewegt, dafs er mittelst
eines Excenters n, einer Verbindungsstange η',
Kniegelenken »2 «3 und einer Welle 724 mit
der Triebwelle D verbunden ist. Die oscillirende Welle »4 ist mit Armen nsn6n6 versehen; an
einem derselben ist ein Ende der Kniegelenke angebracht, während die beiden anderen Arme
n& n6 einen Zapfen n1 tragen, der dieselben
mit dem Ende des Stoffrückers verbindet. Da das Armpaar η 6 η ° in der Mitte seiner Schwingungsbewegung
aufrecht steht und die Arme in
diesem Punkte quer zur Längenrichtung des Stoffrückers K1 stehen, so bewirken ihre Schwingungen
die Längenbewegung dieses Rückers. Die Schaukelwelle «4 ist an dem einen Ende
des Stoffrückers angebracht, an dessen anderem Ende die Welle m3 angebracht ist, und diese
beiden oscillirenden Wellen tragen den Stoffrücker. Damit das Maafs der Längenbewegung
des Stoffrückers behufs Regulirung der Schiebebewegung verändert werden kann, ist der Drehzapfen
i, Fig. 13, der Kniegelenke n2n3 an
deren von dem Arm nh der Welle 724 abstehendem
Ende nicht fest, sondern an einem verstellbaren Arm N angebracht, so dafs der
Drehzapfen i mit diesem Arm verschoben werden kann. Die Axe des Drehzapfens z'1
dieses verstellbaren Armes liegt nahe an der Axe des Drehzapfens P, welcher die Verbindungsstange η' mit dem Kniegelenk verbindet. Die
Länge des verstellbaren Arms N zwischen der Axe seines eigenen Drehzapfens z'1 und der
Axe des Hebeldrehpunktes i ist ungefähr gerade so grofs als die Länge des anstofsendeu Kniegelenkes
/z2. Es kann daher der Hebeldrehpunkt ζ der Kniegelenkglieder durch Aufoder
Abbewegung des beweglichen Armes N gehoben oder gesenkt werden. Durch diese
Bewegung wird bewirkt, dafs die Kniegelenke zur Zeit, wo der Stoffrücker in seiner äufsersten
Lage nach rückwärts steht, einen gröfseren oder kleineren Winkel mit einander machen.
Je gröfser der Winkel ist, den die Glieder mit einander machen, desto mehr wird der Arm »5
der Welle schwingen, wenn die Glieder des Kniegelenks bis zur gestreckten Lage gehoben
. werden, und desto gröfser wird die Schiebebewegung des Stoffrückers sein; es kann somit
die Schiebewegung nach Erfordernifs regulirt werden und zwar durch Heben oder Senken des
verstellbaren Armes IV, wodurch der Drehpunkt der Kniegelenkglieder τζ2 η3 gehoben oder gesenkt
wird. Damit der verstellbare Arm IV bequem bewegt werden kann, reicht sein Ende
durch einen Schlitz im Maschinengehäuse und ist mit einer Handhabe JV1 versehen. Dieses
System, den Schiebezahn mittelst Kniegelenkglieder zu bewegen, welch letztere einen verstellbaren
Drehpunkt haben, besitzt die Vortheile, dafs die Bewegung des Schieberzahns
nach beiden Richtungen eine bestimmte wird, dafs die Federn zum Zurückschieben des
Schiebezahns vermieden und die Bewegung fast geräuschlos wird. Es ist jedoch nicht
wesentlich, dafs die Verbindungen zwischen den Kniegelenkgliedern und dem Stoffrücker
gerade so hergestellt werden, wie in der Zeichnung gezeigt, da Form und Construction dieser
Verbindungen je nach Bedarf zu ändern sind.
Der zu nähende Stoff wird mittelst eines Stoffdrückers Z gegen die Fläche des Schiebezahns
H gedrückt. Der Stoffdrücker Z wird durch eine Feder / niedergehalten, die in einer
Hülse im oberen Ende der Drückerstange Z1 liegt; und ein Hebel I1 ist angebracht, um den
Zi IC-
Stoffdrücker heben und sen! en _zu können, wenn der Stoff in die Maschine ^ngel£gl, odelr ^
herausgenommen werden soll ■ *^Eht '* minds^ *"·
Feder wirkender Stoffdrücker übt—einen^pn;_.„,
stanten Druck auf den Stoff aus; doch ist es leicht, diesen Druck zu jeder Zeit, wenn die
Nadel im Stoff ist, zu verringern, so dafs der Stoff rasch gedreht werden kann, falls krummlinige
Säume genäht oder wenn der Saum über den doppelt gelegten Stoff genäht werden soll.
Diese Verringerung des Druckes wird gewöhnlich mittelst der Hand bewerkstelligt; damit jedoch
der Druck des Stoffdrückers in der in den Zeichnungen dargestellten Maschine nach Erfordernifs
automatisch verringert werden könne, ist zu diesem Zweck ein eigener Hebelmechanismus
angebracht. Es ist nämlich ein Excenter P, Fig. 14, mit der Trieb welle verbunden,
welches den Stoffdrücker bei jeder Umdrehung der Triebwelle etwas hebt. Dieses Excenter wirkt auf einen Kniehebel P\ der
an dem Nadelträger B drehbar befestigt ist; das Ende dieses Kniehebels P1 trägt den horizontalen
Arm /, der mit einem Schlitz zur Aufnahme des einen Endes eines Klammerbolzens
q versehen ist; dieser letztere wird durch das Excenter P gehoben und gesenkt.
Der Schaft dieses Bolzens steckt in einem in in der Stange Z1 des Stoffdrückers angebrachten
Schlitze und ragt seitlich aus diesem hervor; die Seitentheile des Bolzens sind mit Einschniten
versehen, so dafs sie die Seiten der Drückerstange umfassen und dadurch der Bolzen q
direct mit der Drückerstange verbunden ist, ohne Zuhülfenahme irgend einer Zwischenvorrichtung.
Die Einschnitte des Bolzens passen lose auf die Stoffdrückerstange, so dafs die
letztere in den Einschnitten so lange auf- und niederbewegt werden kann, als der Bolzen ungefähr
rechtwinklig zu der Stoffdrückerstange steht, doch drückt die Aufwärtsbewegung des
Bolzens (zufolge der seinem äufseren Ende durch den Hebel P1 ertheilten Bewegung) den
Bolzen auf die Stoffdrückerstange, so dafs letztere erfafst und mit dem Bolzen gehoben
wird, und wenn der Bolzen gesenkt wird, senkt sich auch die Drückerstange mit demselben.
Damit der Stoffdrücker sich frei auf- und abbewegen kann, wenn der Bolzen nicht gehoben oder gesenkt ist, ist in dem Kopf F
des Nadelträgers B eine Hemmung /, Fig. 3, angebracht, um das Hinabgehen des Bolzenschaftes
etwas früher zu hemmen, bevor das äufsere Ende des Bolzens die Grenze erreicht, bis zu welcher es durch das Excenter P gesenkt
wurde, so dafs durch die fortgesetzte Abwärtsbewegung des äufseren Bolzenendes, nachdem
dessen Schaft durch die Hemmung arretirt wurde, der Bolzen auf der Drückerstange geschwungen
wird, so dafs der Bolzen in seiner tiefsten Lage rechtwinklig zu der Drückerstange
steht und die Stange von dem Bolzen befreit. Das Schwingen des Bolzens in entgegengesetzter
Richtung (oder nach oben) wenn das Excenter
Claims (9)
1. Das Nähmaschinenschiffchen mit einer eigent-
- liehen Spitze und mit einem Schafte, der zwischen der eigentlichen Spitze und dem
Spulengehäuse liegt und von dem rückwärtigen Ende der Spitze gegen das Spulengehäuse
zu gleichen Querschnitt hat, im wesentlichen wie vorstehend beschrieben.
2. Das Nähmaschinenschiffchen mit seiner eigentlichen Spitze und mit seinem Spitzschafte,
welcher an Gröfse abnimmt in dem Maafse, als er sich vom rückwärtigen Ende der eigentlichen
Spitze gegen das Spulengehäuse zu erstreckt, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
3. Die Anbringung und Combination der kreisförmigen Schiffchenbahnund eines Schiffchens,
das mit einem Spitzschafte construirt ist, welcher zwischen der eigentlichen Spitze
und dem Spulengehäuse des Schiffchens liegt, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
4. Die Anbringung und Combination des Mechanismus zum Treiben des Schiffchens
mittelst anliegender verbundener Oscillationsarme, wesentlich wie beschrieben und gezeichnet.
5. Die Construction der kreisförmigen Schiffchenbahn mit einer inneren der Peripherie
nach laufenden Nuth zur Führung des Schiffchens und mit einem beweglichen
Thürchen, durch welches das Schiffchen in die besagte Nuth eingelegt oder herausgenommen
werden kann, wesentlich wie beschrieben und gezeichnet.
6. Die Anbringung und Combination der kreisförmigen Schiffchenbahn, des Schiffchentreibers
zum Hin- und Herbewegen des Schiffchens in besagter Bahn, wobei das Schiffchen mit einem Oehr versehen ist,
welches von dem Centrum der besagten Schiffchenbahn etwas entfernt ist, so dafs das besagte Oehr während der Rückbewegung
des Schiffchens sich von dem Stoffe entfernt und den Schiffchenfaden zurückzieht
und so den Stich vollendet, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
7. Die Anbringung und Combination des Stoffrückers und der beiden oscillirenden Wellen,
welche so angeordnet sind, dafs sie auf die gegenüber liegenden Enden des besagten
Stoffrückers wirken, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
8. Die Anbringung und Combination der Kniegelenkglieder mit ihrem beweglichen Hebeldrehpunkt
und dem verstellbaren Arm zur Regulirung der Bewegung des Stoffrückers und der Stichlänge, wie beschrieben und gezeigt.
9. Die Anbringung und Combination des Mechanismus zum Vermindern des Druckes
des Stoffdrückers, wenn sich die Nadel im Stoffe befindet, wesentlich wie beschrieben
und gezeigt.
Hierzu \ Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3895C true DE3895C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3895D Active DE3895C (de) | Neuerungen an Nähmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3895C (de) |
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