DE3895C - Neuerungen an Nähmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Nähmaschinen

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DE3895C
DE3895C DENDAT3895D DE3895DA DE3895C DE 3895 C DE3895 C DE 3895C DE NDAT3895 D DENDAT3895 D DE NDAT3895D DE 3895D A DE3895D A DE 3895DA DE 3895 C DE3895 C DE 3895C
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DENDAT3895D
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L. B. MILLER & PH. DlEHL in New-York
Publication of DE3895C publication Critical patent/DE3895C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/10Shuttles
    • D05B57/14Shuttles with rotary hooks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
!wKrääse52.· ''·
LEBBEUS BALDWIN MILLER und PHILIPP DIEHL in NEW-YORK.
Neuerungen an Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1878 ab.
DieseErfindung bezieht sich auf den Schiffchen-Mechanismus, den Stoffschieber - Mechanismus und den Drückerfufs - Mechanismus an Nähmaschinen. ■ .
·■■ In den Zeichnungen ist Fig. 1 ein theilweise abgebrochener Grundrifs der besagten Nähmaschine. Fig. 2 eine Seitenansicht derselben mit weggenommener Seitenplatte des Nadelarmes. Fig. 3 zeigt eine Endansicht derselben. Die Fig. 4 bis incl. 15 sind Detäilansichten.
Die in den beiliegenden Zeichnungen gezeigte Maschine unterscheidet sich in ihrer allgemeinen Form nicht wesentlich, von vielen im allgemeinen Gebrauch befindlichen Schiffchen - Maschinen; dieselbe besteht nämlich aus einer Unterplatte A, mit welcher die anderen Theile verbunden sind, einem starken Arm B, der die Nadelstange über der Stoffplatte C der Platte A trägt, und einer Triebwelle D, welche durch den Nadelträger B geht und die Nadelstange in Bewegung setzt. Die Nadelstange E ist so angeordnet, dafs sie in dem Kopf JF des Nadelträgers B auf- und abgleiten kann; die Nadelstange E erhält ihre Bewegung von der Triebwelle Ό mittelst eines Krummzapfens α und einer Verbindungsstange b. Der Unterfaden, welcher mit dem Nadelfaden verschlungen wird, um so den Stich zu bilden, wird dieser Erfindung gemäfs von einem oscillirenden Schiffchen G geführt, welches durch einen oscillirenden Schiffchentreiber / so bewegt wird, dafs es in einer kreisförmigen Schiffchenbahn H oscillirt. Der Schiffchentreiber befindet sich an der Schiffchenwelle J, welche unter der Tischplatte C der Maschine angebracht ist.
; Das Schiffchen ist detaillirt in den Fig. 7, 8, 9, 10 und 11 gezeichnet. Es besteht im wesentlichen aus drei Haupttheilen, die unter einander fest verbunden sind; nämlich dem Spulengehäuse d, der eigentlichen Spitze d1 und dem Spitzschaft d'1, Fig. 9 und 10. Die Spule C ist flach, ihre Dicke ist geringer als ihr Durchmesser und die. Vertiefung des Schiffchens, in welcher die Spule liegt, hat dieselbe Form und ist mit einer Centralaxe e versehen, auf welcher sich die Spule dreht. Diese Axe läuft parallel mit der Axe der Schiffchentreiberwelle J. Die Spule wird mittelst einer Federklemme e' festgehalten. Der Faden wird von der Spule aus .zu dem Oehr e" des Schiffchens geleitet, passirt auf seinem Wege dahin' jedoch eine Fadenspannvorrichtung. Die Schiffchen- oder Unterfadenspannvorrichtung besteht in diesem Beispiele aus einer Fadendruckplatte r, Fig. 11, welche in einem Einschnitt der Peripherie des Schiffchens eingelassen ist. Die Druckplatte ist an ihrem Schafte mit einer Stellschraube ί verbunden, um die Federsparinung reguliren zu können. Der Schiffchenfaden wird' durch ein inneres Oehr e3 zur, Spannvorrichtung geleitet. Das äufsere Profil des Spulengehäusetheiles des Schiffchens ist ein spitzes Oval, dessen äufsere Curve dem Bogen der' Schiffchenbahn entspricht. Vor diesem Spulengehäuse befindet sich die eigentliche Spitze d1, welche die Bestimmung hat, in die von der Nadel dargebotene Schlinge einzutreten, und der Spitzr Schaft d", der zwischen der eigentlichen Spitze dl und dem Spulengehäuse d liegt und die Bestimmung hat, die besagte Schlinge beim Aufwärtsgange der Nadel so lange zu halten, bis das Nadelöhr aus dem zu nähenden Stoffe herausgetreten ist, ohne jedoch dabei die Schlinge wesentlich zu verlängern, so dafs dadurch das Hinabziehen des Fadens durch das Nadelöhr, so lange sich dasselbe im Stoffe befindet, und ebenso die Fadenreibung möglichst vermieden wird. Um die Schlinge des Ober- oder Nadelfadens zu halten, ohne sie zu verlängern, kann der Spitzschaft d'1 überall von gleichem Querschnitt sein; damit jedoch die Reibung des Nadelfadens während der Aufwärtsbewegung des Nadelöhrs durch den Stoff so stark als möglich reducirt werde, kann sich der Faden mit. der Nadel so lange aufwärts bewegen, bis das Nadelöhr den Stoff passirt hat, und dieses Aufwärtssteigen wird durch die eigenthümliche Form des Spitzschaftes d2 ermöglicht, dessen Querschnitt von dem hinteren Ende der eigentlichen Spitze d1 an in dem Maafse abnimmt, als er sich dem Spulengehäuse d nähert. Das rückwärtige Ende der eigentlichen Spitze (in Fig. 9 und 10 durch punktirte Querlinien angedeutet) entspricht seiner Lage nach der Lage der Nadel, wenn deren Oehr während des Aufsteigens sich knapp unter dem Stoffe befindet. Wenn sich also das Nadelöhr durch den Stoff nach aufwärts bewegt, so gestattet der dünnere Theil des Spitzschaftes des Schiffchens beim Durchpassiren durch die Nadelfadenschlinge ein Zusammen-
ziehen der Schlinge und es kann sich somit der Nadelfaden durch den Stoff mit der aufsteigenden Nadel nach aufwärts bewegen. Beim weiteren Vorwärtsschwingen des Schiffchens folgt das Spulengehäuse des Schiffchens der eigentlichen Spitze dx und erweitert die Schlinge hinreichend, so dafs die Spule durchpassiren kann. Da diese Verbreiterung jedoch erst erfolgt, nachdem die Nadel durch den Stoff hindurch nach aufwärts gegangen ist, so ist die ganze Nadelöffnung für die Bewegung des Nadelfadens frei, welcher demzufolge rasch durch die Nadelöffnung herabgezogen wird, um die Schliuge zu bilden. Die Vortheile, welche die Construction des Schiffchens mit einem zwischen der eigentlichen Spitze d und dem Spulengehäuse liegenden Spitzschafte d2 bietet, lassen sich zwar am leichtesten bei einem oscillirenden Schiffchen erreichen, sind jedoch keinesfalls ausschliefslich an ein solches gebunden, da auch ein sich in gerader Bahn bewegendes Schiffchen mit einem Spitzschaft construirt werden kann, der hinter der eigentlichen Spitze und vor dem Spulengehäuse liegt, vorausgesetzt, dafs die Gröfse der Bewegung des Schiffchens hinreichend ist.
Die kreisförmige Schiffchenbahn Η hat eine innere peripherische Nuth g zur Aufnahme und Führung des Sebiffchenrandes, und ein Segment / der Vorderseite dieser Nuth ist so eingerichtet, dafs es sich auf der schmalen Seite um einen Punkt f1 dreht, um die Nuth behufs Einsetzen und Herausnehmen des Schiffchens aus seiner Bahn öffnen zu können. Dieser Theil / wird durch einen Federstift /a geschlossen, der durch einen zu diesem Zweck angebrachten Schlitz gesteckt wird. Der Schiffchentreiber / hat zwei Knaggen h', welche das Schiffchen treiben. Eine dieser Knaggen drückt gegen das vordere Ende das Schiffchens, wenn sie selbes nach vorwärts treibt. Die andere Knagge 1 drückt gegen das vordere Ende des Spulengehäuses des Schiffchens, nahe am rückwärtigen Ende der Schiffchenspitze. Zwischen den Knaggen und dem Schiffchen ist genügender Spielraum zur Aufnahme des Fadens. Die Schiffchentreiberwelle J wird mittelst einer Kurbel/, Verbindungsstange / · und Armen/2/3/4 von der über ihr liegenden Triebhauptwelle D getrieben; zwei dieser Arme/2/3 befinden sich an der Zwischenwelle Jx und der anderen /4 von der Schiffchen-Schaukelwelle/; Die neben einander liegenden Arme /3 /4 der beiden Schaukelwellen JJ1 sind durch einen Drehzapfen und eine Reibungsrolle mit einander verbunden, welche an einem Arm /4 befestigt sind und sich in einem Schlitz des anderen Armes /3 bewegen. Die Zwischenwelle f hat den Zweck, zu ermöglichen, dafs die Schiffchenwelle J um einen gröfseren Winkel gedreht werden kann, als dies der Fall wäre, wenn die Verbmdungsstange /' von der Kurbel direct mit dem Arme der Schiffchenwelle verbunden wäre. Dies wird dadurch erreicht, dafs man ■die Axen der beiden Wellen in eine Ebene
4T.9
legt, welche ungefähr durch die Schwingungsmitte der Arme geht, und dafs man den Arm/3 der einen Welle J1 so construirt, dafs er über die Axe der anderen Welle J reicht, wie durch die punktirte Linie x-x3, Fig. 12, angedeutet ist.
Der innere Rand des Oehrs «2 des Schiffchens befindet sich am Rande nahe dem Centrum der kreisförmigen Schiffchenbahn, so dafs die Entfernung von diesem Oehre zu dem Nähpunkte ungefähr dieselbe bleibt, ungeachtet der Lagenveränderung des Schiffchens auf seiner Bahn. Das Oehr <?2 des Schiffchens liegt jedoch nicht in dem besagten Centrum oder der Oscillationsaxe des Schiffchens, sondern ist in geringer Entfernung von dieser Axe in geeigneter Weise auf der dem äufseren Rande des Schiffchens näher liegenden Seile angebracht. Wenn daher das Schiffchen zurückgetrieben wird, so übt das Niedergehen des Oehrs e% oder dessen Herausbewegung aus dem Stoffe einen Zug auf den Schiffchenfaden und zieht denselben wieder zurück, um so den Stich zu vollenden.
Der Stoff wird längs der Bewegungslinie der Nadel vorgeschoben. Dies geschieht mittelst eines Schiebzahns K, der an einem Stoffrücker Ki befestigt ist. Dieser Stoffrücker hebt und senkt sich, so dafs er den Stoff bei der einen Bewegung erfafst, bei der anderen losläfst; der Stoffrücker bewegt sich ferner auch seiner Längsrichtung nach hin und zurück, so dafs der Stoff bewegt oder vorgeschoben wird. Die auf- und absteigende Bewegung des Stoffrückers Ä' wird dadurch bewerkstelligt, dafs ein Ende ni desselben mittelst eines Excenters m1, einer Verbindungsstange m2 und einer oscillirenden Welle m3 mit der Triebwelle verbunden wird, die oscillirende Welle m3 ist mit zwei Armen m 4 m 5 versehen, von welcher der eine »z4 durch einen Drehzapfen mit der Verbindungsstange y;z2 verbunden ist, während der andere mh mit einem Drehzapfen versehen ist, der in einem im Ende m des Stoffrückers K1 angebrachten Schlitz liegt. Das vordere Ende der Welle m3 ist gegenüber dem einen Ende des Stoffrückers angebracht und der Arm m* der oscillirenden Welle so, dafs er der Länge nach und parallel oder nahezu parallel mit dem Stoffrücker läuft, wenn der Arm in der Mitte seiner Schwingungsbewegung angelangt ist; seine Schwingung bewirkt das Auf- und Absteigen des Stoffrückers.
Der Stoffrücker wird dadurch der Länge nach hin- und zurückbewegt, dafs er mittelst eines Excenters n, einer Verbindungsstange η', Kniegelenken »2 «3 und einer Welle 724 mit der Triebwelle D verbunden ist. Die oscillirende Welle »4 ist mit Armen nsn6n6 versehen; an einem derselben ist ein Ende der Kniegelenke angebracht, während die beiden anderen Arme n& n6 einen Zapfen n1 tragen, der dieselben mit dem Ende des Stoffrückers verbindet. Da das Armpaar η 6 η ° in der Mitte seiner Schwingungsbewegung aufrecht steht und die Arme in
diesem Punkte quer zur Längenrichtung des Stoffrückers K1 stehen, so bewirken ihre Schwingungen die Längenbewegung dieses Rückers. Die Schaukelwelle «4 ist an dem einen Ende des Stoffrückers angebracht, an dessen anderem Ende die Welle m3 angebracht ist, und diese beiden oscillirenden Wellen tragen den Stoffrücker. Damit das Maafs der Längenbewegung des Stoffrückers behufs Regulirung der Schiebebewegung verändert werden kann, ist der Drehzapfen i, Fig. 13, der Kniegelenke n2n3 an deren von dem Arm nh der Welle 724 abstehendem Ende nicht fest, sondern an einem verstellbaren Arm N angebracht, so dafs der Drehzapfen i mit diesem Arm verschoben werden kann. Die Axe des Drehzapfens z'1 dieses verstellbaren Armes liegt nahe an der Axe des Drehzapfens P, welcher die Verbindungsstange η' mit dem Kniegelenk verbindet. Die Länge des verstellbaren Arms N zwischen der Axe seines eigenen Drehzapfens z'1 und der Axe des Hebeldrehpunktes i ist ungefähr gerade so grofs als die Länge des anstofsendeu Kniegelenkes /z2. Es kann daher der Hebeldrehpunkt ζ der Kniegelenkglieder durch Aufoder Abbewegung des beweglichen Armes N gehoben oder gesenkt werden. Durch diese Bewegung wird bewirkt, dafs die Kniegelenke zur Zeit, wo der Stoffrücker in seiner äufsersten Lage nach rückwärts steht, einen gröfseren oder kleineren Winkel mit einander machen. Je gröfser der Winkel ist, den die Glieder mit einander machen, desto mehr wird der Arm »5 der Welle schwingen, wenn die Glieder des Kniegelenks bis zur gestreckten Lage gehoben . werden, und desto gröfser wird die Schiebebewegung des Stoffrückers sein; es kann somit die Schiebewegung nach Erfordernifs regulirt werden und zwar durch Heben oder Senken des verstellbaren Armes IV, wodurch der Drehpunkt der Kniegelenkglieder τζ2 η3 gehoben oder gesenkt wird. Damit der verstellbare Arm IV bequem bewegt werden kann, reicht sein Ende durch einen Schlitz im Maschinengehäuse und ist mit einer Handhabe JV1 versehen. Dieses System, den Schiebezahn mittelst Kniegelenkglieder zu bewegen, welch letztere einen verstellbaren Drehpunkt haben, besitzt die Vortheile, dafs die Bewegung des Schieberzahns nach beiden Richtungen eine bestimmte wird, dafs die Federn zum Zurückschieben des Schiebezahns vermieden und die Bewegung fast geräuschlos wird. Es ist jedoch nicht wesentlich, dafs die Verbindungen zwischen den Kniegelenkgliedern und dem Stoffrücker gerade so hergestellt werden, wie in der Zeichnung gezeigt, da Form und Construction dieser Verbindungen je nach Bedarf zu ändern sind.
Der zu nähende Stoff wird mittelst eines Stoffdrückers Z gegen die Fläche des Schiebezahns H gedrückt. Der Stoffdrücker Z wird durch eine Feder / niedergehalten, die in einer Hülse im oberen Ende der Drückerstange Z1 liegt; und ein Hebel I1 ist angebracht, um den
Zi IC-
Stoffdrücker heben und sen! en _zu können, wenn der Stoff in die Maschine ^ngel£gl, odelr ^ herausgenommen werden soll *^Eht '* minds^ *"· Feder wirkender Stoffdrücker übt—einen^pn;_.„, stanten Druck auf den Stoff aus; doch ist es leicht, diesen Druck zu jeder Zeit, wenn die Nadel im Stoff ist, zu verringern, so dafs der Stoff rasch gedreht werden kann, falls krummlinige Säume genäht oder wenn der Saum über den doppelt gelegten Stoff genäht werden soll. Diese Verringerung des Druckes wird gewöhnlich mittelst der Hand bewerkstelligt; damit jedoch der Druck des Stoffdrückers in der in den Zeichnungen dargestellten Maschine nach Erfordernifs automatisch verringert werden könne, ist zu diesem Zweck ein eigener Hebelmechanismus angebracht. Es ist nämlich ein Excenter P, Fig. 14, mit der Trieb welle verbunden, welches den Stoffdrücker bei jeder Umdrehung der Triebwelle etwas hebt. Dieses Excenter wirkt auf einen Kniehebel P\ der an dem Nadelträger B drehbar befestigt ist; das Ende dieses Kniehebels P1 trägt den horizontalen Arm /, der mit einem Schlitz zur Aufnahme des einen Endes eines Klammerbolzens q versehen ist; dieser letztere wird durch das Excenter P gehoben und gesenkt. Der Schaft dieses Bolzens steckt in einem in in der Stange Z1 des Stoffdrückers angebrachten Schlitze und ragt seitlich aus diesem hervor; die Seitentheile des Bolzens sind mit Einschniten versehen, so dafs sie die Seiten der Drückerstange umfassen und dadurch der Bolzen q direct mit der Drückerstange verbunden ist, ohne Zuhülfenahme irgend einer Zwischenvorrichtung. Die Einschnitte des Bolzens passen lose auf die Stoffdrückerstange, so dafs die letztere in den Einschnitten so lange auf- und niederbewegt werden kann, als der Bolzen ungefähr rechtwinklig zu der Stoffdrückerstange steht, doch drückt die Aufwärtsbewegung des Bolzens (zufolge der seinem äufseren Ende durch den Hebel P1 ertheilten Bewegung) den Bolzen auf die Stoffdrückerstange, so dafs letztere erfafst und mit dem Bolzen gehoben wird, und wenn der Bolzen gesenkt wird, senkt sich auch die Drückerstange mit demselben. Damit der Stoffdrücker sich frei auf- und abbewegen kann, wenn der Bolzen nicht gehoben oder gesenkt ist, ist in dem Kopf F des Nadelträgers B eine Hemmung /, Fig. 3, angebracht, um das Hinabgehen des Bolzenschaftes etwas früher zu hemmen, bevor das äufsere Ende des Bolzens die Grenze erreicht, bis zu welcher es durch das Excenter P gesenkt wurde, so dafs durch die fortgesetzte Abwärtsbewegung des äufseren Bolzenendes, nachdem dessen Schaft durch die Hemmung arretirt wurde, der Bolzen auf der Drückerstange geschwungen wird, so dafs der Bolzen in seiner tiefsten Lage rechtwinklig zu der Drückerstange steht und die Stange von dem Bolzen befreit. Das Schwingen des Bolzens in entgegengesetzter Richtung (oder nach oben) wenn das Excenter

Claims (9)

das äufsere Ende des Bolzens hebt, wird durch die Wirkung einer kleinen Feder/' bewerkstelligt, welche im Kopfe des Nadelträgers angebracht ist und der Aufwärtsbewegung des Bolzenschaftes einen Widerstand entgegensetzt, wenn der Kopf des Bolzens durch das Excenter und Hebel gehoben wird, wodurch das Erfassen' der Drückerstange durch den Bolzenschaft gesichert wird. Ein Hemmstift /' ist angebracht, um die Stellung des Kniehebels und folglich die des. Bolzenkopfes zu fixiren, wenn das Excenter nicht auf den Bolzen wirkt. Sobald die Drückerstange von dem Bolzen frei wird, kann dieselbe immer ihre Stellung je nach der Dicke des Stoffes verändern, ausgenommen dann, wenn das Excenter P auf den Bolzen wirkt. Da jedoch der Bolzen auf die Drückerstange so wirkt, dafs er jeden Theil der Drückerstange erfassen kann, so wird der Bolzen, wenn er wirkt, stets die Drückerstange und den Stoffdrücker um ein bestimmtes Maafs heben, wie auch die Entfernung zwischen dem Stoffdrücker und der Tischplatte zufolge der Veränderungen der Stoffdicke sich ändern mag. Der Hebemechanismus pafst sich auf diese Weise von selbst den Aenderungen bezüglich der Dicke des Stoffes an, ohne dafs der Arbeitende seine Aufmerksamkeit darauf zu richten hätte. Damit jedoch der Hebemechanismus aufser Thätigkeit gesetzt werden kann, wenn er nicht gebraucht wird, ist eine konisch zugespitzte Schraube R, Fig. 15, angebracht, die durch ein Loch in dem Nadelarmkopf F so geschraubt wird, dafs sie unter dem Schaft des Klammerbolzens q durchgeht und denselben wenigstens so hoch hebt, als ihn das Excenter P heben kann. Wenn daher diese Hemmschraube nach innen geschraubt wird, ist der Klammerbolzen aufser Thätigkeit. Damit die konische Spitze der Hemmschraube gehörig auf den Bolzen einwirken kann, ist die untere Seite des Bolzenschaftes abgeschrägt, so dafs sie eine schiefe Ebene bildet, auf welche die konische Spitze der Hemmschraube als Keil wirkt. Das Excenter zum Bewegen des Bolzens und der Hemmstift können natürlich durch andere äquivalente Vorrichtungen ersetzt werden. Die Nadel- oder Oberfad ens chlinge wird nach dem Durchgange des Schiffchens durch dieselbe hauptsächlich von einem schwingenden Fadenspanner »S aufgenommen, der von einem auf der Triebwelle angebrachten Excenter T in Bewegung gesetzt wird. Eine oscillirende elastische Federschlinge V ist in Verbindung mit dem eigentlichen Fadenspanner 5 und dient dazu, den Nadelfaden mit nachgebendem Widerstände zu halten und die Gröfse seiner Schlinge der unregelmäfsigen Form des Schiffchens besser anzupassen, als dies mit einem festen Fadenspanner der Fall wäre, ohne gleichzeitig grofse Sorgfalt und Kosten auf die Herstellung des Fadenspannexcenters zu verwenden. Da die Theile der Maschine, welche hier nicht beschrieben worden sind, notwendigerweise nicht wesentlich von den Theilen gewöhnlicher Nähmaschinen abzuweichen brauchen, sind dieselben nicht beschrieben. Patent-Ansprüche:
1. Das Nähmaschinenschiffchen mit einer eigent- - liehen Spitze und mit einem Schafte, der zwischen der eigentlichen Spitze und dem Spulengehäuse liegt und von dem rückwärtigen Ende der Spitze gegen das Spulengehäuse zu gleichen Querschnitt hat, im wesentlichen wie vorstehend beschrieben.
2. Das Nähmaschinenschiffchen mit seiner eigentlichen Spitze und mit seinem Spitzschafte, welcher an Gröfse abnimmt in dem Maafse, als er sich vom rückwärtigen Ende der eigentlichen Spitze gegen das Spulengehäuse zu erstreckt, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
3. Die Anbringung und Combination der kreisförmigen Schiffchenbahnund eines Schiffchens, das mit einem Spitzschafte construirt ist, welcher zwischen der eigentlichen Spitze und dem Spulengehäuse des Schiffchens liegt, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
4. Die Anbringung und Combination des Mechanismus zum Treiben des Schiffchens mittelst anliegender verbundener Oscillationsarme, wesentlich wie beschrieben und gezeichnet.
5. Die Construction der kreisförmigen Schiffchenbahn mit einer inneren der Peripherie nach laufenden Nuth zur Führung des Schiffchens und mit einem beweglichen Thürchen, durch welches das Schiffchen in die besagte Nuth eingelegt oder herausgenommen werden kann, wesentlich wie beschrieben und gezeichnet.
6. Die Anbringung und Combination der kreisförmigen Schiffchenbahn, des Schiffchentreibers zum Hin- und Herbewegen des Schiffchens in besagter Bahn, wobei das Schiffchen mit einem Oehr versehen ist, welches von dem Centrum der besagten Schiffchenbahn etwas entfernt ist, so dafs das besagte Oehr während der Rückbewegung des Schiffchens sich von dem Stoffe entfernt und den Schiffchenfaden zurückzieht und so den Stich vollendet, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
7. Die Anbringung und Combination des Stoffrückers und der beiden oscillirenden Wellen, welche so angeordnet sind, dafs sie auf die gegenüber liegenden Enden des besagten Stoffrückers wirken, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
8. Die Anbringung und Combination der Kniegelenkglieder mit ihrem beweglichen Hebeldrehpunkt und dem verstellbaren Arm zur Regulirung der Bewegung des Stoffrückers und der Stichlänge, wie beschrieben und gezeigt.
9. Die Anbringung und Combination des Mechanismus zum Vermindern des Druckes des Stoffdrückers, wenn sich die Nadel im Stoffe befindet, wesentlich wie beschrieben und gezeigt.
Hierzu \ Blatt Zeichnungen.
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