DE387399C - Einspannvorrichtung zum Formen, Ziehen und insbesondere zum Dekatieren von Filzhueten - Google Patents

Einspannvorrichtung zum Formen, Ziehen und insbesondere zum Dekatieren von Filzhueten

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DE387399C
DE387399C DER55056D DER0055056D DE387399C DE 387399 C DE387399 C DE 387399C DE R55056 D DER55056 D DE R55056D DE R0055056 D DER0055056 D DE R0055056D DE 387399 C DE387399 C DE 387399C
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Germany
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METALLWARENFABRIK U GIESSEREI
Rennert & Donat
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METALLWARENFABRIK U GIESSEREI
Rennert & Donat
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/04Blocking; Pressing; Steaming; Stretching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Einspannvorrichtung zum Formen, Ziehen und insbesondere zum Dekatieren von Filzhüten. Die Erfindung bezieht sich auf eine Einspannvorrichtung zum Formen, Ziehen und insbesondere zum Dekatieren von Filzhüten, bei der ein Formblock für den Hutkopf und eine Randmatrize für den Hutrand gegenseitig in fester Stellung gehalten werden, und erfolgt den Zweck, den Formblock für den Hutkopf in einer genau bestimmten Stellung zur Randmatrize für den Hutrand während des Dekatierens des Hutfilzes festzuhalten, so daß jeder damit gezogene und dekatierte Hutfilz in derselben Kopfform gleiche Höhe hat.
  • Bei den hölzernen Matrizen hat man sich früher teilweise dadurch geholfen, daß man nach dem Eindrücken der Kopfform unmittelbar über derselben Stifte durch den Filz hindurch in den inneren Teil der Matrize einschlug, so daß die Kopfform durch die vorstehenden Stifte am Zurücktreten verhindert wurde. Dies ist aber bei den in neuerer Zeit mehr und mehr zur Verwendung gelangenden Metallmatrizen nicht möglich. Hier war man vielmehr darauf angewiesen, einen doppelhakenförmigen Bügel, einen sogenannten Formbügel oder Matrizenschraube, über die Ränder der Matrize zu legen und die Kopfform, durch eine in seiner Mitte angeordnete Schraube festzuspannen oder einen an einer Seite der Matrize in beliebiger Höhenlage einstellbaren, drehbar befestigten einseitigen Bügel, der mit seinem freien Ende über die Mitte der Kopfform schwingbar ist, anzuordnen.
  • Diese bekannten Einspannvorrichtungen sind jedoch für ein flottes und zuverlässiges Arbeiten nicht geeignet, da die losen Hakenbügel eine bedeutende Fertigkeit des Arbeiters erfordern, wenn die Kopfform genau in der Mitte gehalten werden soll, und der einseitige Bügel wird zu leicht aus der senkrechten .Stellung abgebogen, so daß bei raschem Arbeiten in beiden Fällen fast durchweg die Kopfformen schief in der Matrize sitzen undfehlerhafteHutformen ergeben. Außerdem lassen sich die bisherigen Einrichtungen nur für diejenigen Matrizen bzw. Randbreiten verwenden, für die sie von vornherein bestimmt waren; bei größeren Randbreiten ist naturgemäß eine größere Spannweite der Bügel erforderlich. Auch bieten die bisherigen Einrichtungen keine Gewähr, daß beim Einrücken :der Kopfform durch die von Hand zu betätigende Druckschraube immer die gleichmäßige Höhe des Hutkopfes erreicht wird. Weitere Übelstände sind, -daß die weit über die Hutränder hervorstehenden Bügel einen größeren Raum im Dekatierkessel einnehmen.
  • Die angeführten Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch beseitigt, daß bei der neuen Einspannvorrichtung gegen die nach dem inneren Hutrand (Krempe) zu konisch verlaufende Randmatrize Gleitbacken radial verschiebbar angeordnet sind, die durch eine im hohlen Tragständer angeordnete Schraubenspindel mit einem kegelförmigen Druckstück in fester Lage eingestellt werden, wodurch der eingedrückte Formblock in seiner Stellung zur -Randmatrize gesichert wird. Durch diese Einrichtung, die sich für alle Kopfweiten verwenden läßt, erreicht man eine unbedingt gleichmäßige Stellung der Kopfform zur Randmatrize.
  • Durch die Verbindung der Einspannvorrichtung mit einem Untersatz wird ferner ermöglicht, daß der eingespannte Hutfilz vollständig frei im Dekatierkessel aufgestellt «-erden kann und dann nur den Platz in der Größe des Hutrandes beansprucht.
  • Für die weitere Bearbeitung des Hutfilzes ist die gleichmäßige Höhe des Hutkopfes von allergrößter Wichtigkeit, z. B. beim Pressen der Hüte in der Preßform mittels hydraulischen Druckes, wo der Hutfilz zerreißt, wenn der Kopf zu niedrig gezogen wurde, während bei zu hoch gezogenem Kopf Falten eingepreßt werden und dadurch der Filz minderwertiger oder unbrauchbar wird. Auch ist eine scharf markierte Bandstelle, auf welche der Hutfachmann besonders großen Wert legen muß, nur zu erzielen, wenn die Kopfhöhe des Hutfilzes mit der vorgeschriebenen Höhe der Preßform genau übereinstimmt.
  • In der Zeichnung zeigt Abb. z die Einspannvorrichtung mit dem eingespannten Hutfilz mit Randmatrize und Formblock für den Hutkopf im .Schnitt, Abb. 2 den Grundriß bei abgehobenen Formteilen für den Hut.
  • Die Vorrichtung besteht aus dem Gehäuse a, dem Deckel b, der durch Schrauben c mit ersterem verbunden ist, weiter aus zwei Gleitbacken d, die in entsprechenden Nuten des Gehäuses a radial verschiebbar gelagert sind und die beispielsweise durch ein kegelförmiges Druckstück e in Verbindung mit einer Schraubenspindel f und einem Handrad g auseinanderbewegt werden.
  • Der Formblock h ist an sich bereits allgemein bekannt, ebenso die Randmatrize i.
  • Die Arbeitsweise der Einspannvorrichtung ist folgende: Der Hutfilz k wird nach gehöriger Vorarbeit mit dem Randteil (Krempe) auf die Randmatrize i gelegt und am äußeren Umfang durch die Schnur l festgebunden. Die innere Kante der Randmatrize i ist nach dem Hutkopf hin etwas abgeschrägt, um einen scharfkantigen inneren Hutrand zu erzielen. Nun wird der Formblock h eingedrückt, der dein Filz seine gehörige Spannung erteilt, weil er ja am äußeren Rande nicht nachgeben kann; dann setzt man die Einspannvorrichtung ein, deren Gleitbacken d vorher so weit zusammengezogen werden, daß die schrägstehenden Nasen d, in die öffnung der Kopfweite eintreten können, und indem man das Handrad g herumdreht, tritt der Kegel e zwischen die Gleitbacken d und drückt dadurch die Nasen d, gegen die im gleichen Sinne abgeschrägte Innenkante der Randmatrize i., so daß der dazwischenliegende Hutfilz festgeklemmt wird. Die Flächen der N asen d, sind durch Kreuzhieb aufgerauht, uni eine bessere Wirksamkeit des Festhalten zu bewirken. Die Spreizung der Gleitbacken d kann auch durch andere -Mittel 1:ewirkt «-erden, z. B. durch gelenkige Hebelverbindung mit der Schraube f. Durch die Abschrägung der Nasen d, und der Innenkante der Randmatrize i ziehen sich die Festklemmteile so weit gegeneinander, bis die äußeren Führungslappen d., von unten gegen die Bandstelle des Filzes drükken: und war der Formblock h zu tief eingedrückt, so läßt ihn ein leichter Schlag mit der Hand so weit zurücktreten, daß sein Boden h, auf dem Deckel b der Spannvorrichtung zur Auflage gelangt, so daß jeder folgende Hut genau so hoch wird wie der vorhergehenfle und der Formblock h stets senkiecht in der Randmatrize i bzw. in dem Hutfilz k stehen muß.
  • Ein unbeabsichtigtes Zurücktreten des Formblocks h. ist ausgeschlossen, denn infolge der schrägen Arbeitskanten der Nasen d, und der innern Kanten der Randinatrize i würde durch eigene Spannung des Filzes nur ein stärkerer Gegendruck in den Spannflächen entstehen.
  • Nach dein Dekatieren des Hutes wird die Vorrichtung durch Zurückdrehen des Handrades g bzw. des Kegels e gelöst, und zum selbsttätigen Zusammenziehen der Gleitbacken d können diese unter Wirkung einer Feder M stehen, doch bildet diese Anordnung keinen Teil der Erfindung.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Einspannvorrichtung zum Formen, Ziehen und insbesondere zum Dekatieren von Filzhüten, bei der ein Formblock für den Hutkopf und eine Randmatrize für den Hutrand gegenseitig in fester Stellung gehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß gegen die nach dem inneren Hutrand (Krempe) zu konisch verlaufende Randmatrize (i) Gleitbacken (d) radial verschiebbar angeordnet sind, die durch eine im hohlen Tragständer (a) angeordnete Schraubenspindel (f) mit einem -.egelförmigen Druckstück (e) in fester Lage eingestellt werden, wodurch der eingedrückte Formblock (Kopfform h) in seiner Stellung zur Randmatrize (i.) gesichert wird.
DER55056D 1922-02-11 1922-02-11 Einspannvorrichtung zum Formen, Ziehen und insbesondere zum Dekatieren von Filzhueten Expired DE387399C (de)

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