DE616740C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Filzhueten - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung von Filzhueten

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DE616740C
DE616740C DES111502D DES0111502D DE616740C DE 616740 C DE616740 C DE 616740C DE S111502 D DES111502 D DE S111502D DE S0111502 D DES0111502 D DE S0111502D DE 616740 C DE616740 C DE 616740C
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DE
Germany
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felt
mold
stump
hats
hat
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DES111502D
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English (en)
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Silbermann & Co Hutfabrik Akt
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Silbermann & Co Hutfabrik Akt
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/04Blocking; Pressing; Steaming; Stretching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Maschine zur Herstellung von Filzhüten Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Filzhüten, insbesondere Damenhüten. Bisher wurden die Hüte folgendermaßen hergestellt: Der angefeuchtete und gedämpfte Stumpen wird von Hand auf eine Metallform aufgezogen, so daß die spitzkegelige Form, die vorher auf besonderen Maschinen in ihrer Spitze etwas ausgeweitet wurde, zur Hutform, z. B. Glocke, gezogen wird. Sitzt der Stumpen straff auf der Ziehform, so wird er abgebunden und mit Bügeln festgeklemmt. In diesem Zustand erfolgt die Trocknung in einem Trockenschrank. Bei einfachen Gebrauchsformender Hüte wird sodann der gezogene Stumpen in der hydraulischen Presse geformt und gepreßt. Er wird dazu von. Hand in eine Metallform eingelegt, die der endgültigen Hutform entspricht. Über den Stumpen wird ein Schutzfilz gelegt.
  • Nach Einlegen dieser beschickten Außenform in die Presse drückt ein zum Beispiel hydraulisch aufgeblähter Gummibeutel den Filz fest nach außen gegen seine Metallform. Sind Rillen, Wulste o. dgl. beim Hut gefordert, so muß der Stumpen beim Einlegen in die Form mit einem spachtelartigen Holz in die Rillen der Form eingedrückt werden:; es werden schnürartige Beilagen verwendet, um diese Unregelmäßigkeiten auszugleichen, denn der Gummibeutel vermag in die Rillen nicht erfolgreich einzutreten. An diesen Stellen ist die Pressung somit weniger gut als an den übrigen; die z. B. gepreßte Rippe hat nicht die gleiche Standfestigkeit wie die Glocke. Bei ganz schmalen Rippen, Rillen usw. ist diese Art der Formung und Pressung daher überhaupt nicht mitErfolg anwendbar. Außerdem haben die Gummibeutel eine verhältnismäßig kurze Gebrauchsdauer und sind, da starker hochwertiger Gummi verwendet werden muß, schwer zu beschaffen. Es wird in diesen Fällen von Hand gebügelt. Der gezogene Stumpen wird auf eine Innenform gestülpt, und die Unregelmäßigkeiten werden in den leicht gedämpften Hut mit einem Handbügeleisen eingebügelt, gewissermaßen eingebrannt. Abgesehen von der Langwierigkeit und Schwierigkeit dieser Arbeit ist ein stets gleichmäßiger Ausfall weder in bezug auf Schärfe der Rippenformung noch auf Standfestigkeit des Hutes erreichbar. Außerdem besteht die Gefahr der stellenweisenVerbrennung des Filzes.
  • Es ist außerdem bekannt, zum Ziehen von Stumpen in Glockenform entsprechende Matrizen und Patrizen zu verwenden. Es ist auch an sich möglich, eine solche Vorrichtung nur zum Pressen zu benutzen. Da jedoch bei derartigen Maschinen eine Beheizung der Formen fehlt, können die beiden obengenannten Vorgänge nicht gleichzeitig ausgeführt werden, da die vom spitzen Stumpen bis zur verwickelten Fertigform erforderliche Verformungsarbeit im Filz ohne sorgfältige Trocknung in der Form selbst nicht halten würde, der Hut würde nach der ursprünglichen Form hin zurückschrumpfen, zumal er vom Dämpfen noch feucht ist. Es sind jedoch auch Maschinen bekannt, in denen sowohl gezogen als auch gepreßt werden soll und die dampfbeheizte Formen und Gegenformen aufweisen. Der Hut soll die Maschine trocken und fertig gepreßt verlassen. Diese bekannten Zieh- und Formpressen sollen zur Herstellung von Herrenhüten dienen. Verwickelte, stark unregelmäßige Damenhutformen lassen sich auf ihnen nicht herstellen, -weil das Nachfolgen des Filzes beim Einziehen in Rillen durch die gleich anfangs aufgesetzten Halteglieder an der Krempe dies verhindern würden. Der in zwei Stufen nacheinander aufsetzende Forminnenteil würde bei besonders unregelmÄßigen Krempenformen von Damenhüten eine. verwickelten Aufbau der Preßformen erfordern, überdies bestünde beim absatzweisen Pressen wohl die Gefahr, daß an der Fuge der Preßteile Absätze .im Filz oder gar Quetschungen und Betriebsstörungen eintreten: können.
  • Nach dem Verfahren gemäß,der Erfindung soll nun unter teilweiser Benutzung des Be. kannten, d. h. unter Vereinigung an sich bekannter Maßnahmen mit hinzutretenden neuen Merkmalen, die Aufgabe gelöst werden, besonders unregelmäßige Damenhüte aus Filz im gleichen Arbeitsgang zu ziehen, zu formen, zu pressen und zu trocknen.
  • Das Verfahren der Erfindung wird derart ausgeführt, daß der lose auf die Innenform aufgesetzte, leicht gedämpfte Stumpen zuerst ohne irgendwelche Befestigung an der Form durch Ineinanderschieben der Formen ,gezogen und dabei gleichzeitig in allen seinen Unregelmäßigkeiten geformt wird, wobei der Filz ungehindert nachrutschen kann, worauf der gezogene und im wesentlichen geformte Stumpen unter Entfernung der Formen voneinander an der Innenform, z. B. durch Abbinden, befestigt wird, während schließlich die Formbeständigkeit des geformtem Hutes und seine Trocknung durch starkes Pressen der erhitzten Formen ineinander erfolgt.
  • In der Maschine, die zur Ausübung des Verfahrens dient, sind Matrize und Patrize entsprechend .der fertigen Hutform ausgebildet, d. h. mit Rippen, Rillen usw. versehen. Ferner ist für Matrizen- und P'atrizenform eine regelbare Heizung, z. B. durch Gas, vorgesehen, wodurch der Beginn der Trocknung eingestellt und die Trocknung selbst entsprechend der Filzart und Hutform in weiten Grenzen regelbar ist, was z. B. bei den be= kannten dampfbeheizten Ziehformen nicht möglich ist, da die Dampftemperatur nicht in den gewünschten Grenzen geändert werden kann.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung hat gegenüber den bekannten Verfahren den Vorteil, daB eine starke Arbeitsbeschleunigung erzielt wird. Vor .allem aber ist die Regelmäßigkeit des Ausfalles der Hüte sichergestellt und Ausschuß durch Verbrennen beim Bügeln vermieden.
  • Eine Maschine, mit welcher das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung ausgeübt wird, ist beispielsweise auf beiliegender Zeichnung teilweise im Schnitt veranschaulicht.
  • Mit i ist ein Rahmengestell bezeichnet, an dem ein Frtßhebel 2 aasgelenkt ist, der durch das Gestäzige 3 eine Spindel q: auf und ab bewegen kann. Auf der Spindel q. sitzt ein Tisch 5, der als Träger .der Innenform 7 dient. Die Spindel q: kann außerdem durch Gewindeeingriff mit dem Handrad hin und her be-,vegt werden. Die Innenform 7 ist durch Klammern 8 auswechselbar auf dem Tisch 5 befestigt. Mit 9 ist -die Außenform bezeichnet, welche an einem Ouerträger i i mittels Schrauben fo einstellbar befestigt äst. Der Querträger i i ist ein Teil des. Rahmengestells i. Die Innenform 7 wird. durch einen Gasbrenner 12 beheizt, während die Außenform 9 durch eitlen Gasbrenner 13 erwärmt wird. Dieser Gasbrenner hat die Gestalt eines die Form 9 umgebenden Rohres. Der Anschluß an die Gasleitung erfolgt durch gestrichelt dargestellte Schläuche. Es sind außerdem in der Gasleitung Hähne vorgesehen, um die Erwärmung der beiden Formteile genau zu regeln. Die Innenform besitzt Vertief utigen f.5, denen auf der inneren Wandung der Außenform 9 angeordnete Erhöhungen oder Rippen 14 entsprechen.
  • Das Verfahren wird reit der obere beschriebenen Maschine wie folgt -ausgeführt: Der leicht gedämpfte Stumpen S wird auf die- Innenform 7 aufgesetzt. Die Innenforte wird dann unter Bet4tigung -des Fußhebels 2 durch die Spiudel q. nach oben gegen die Außenform 9 bewegt. Durch Ineinanderschieben der Formen erfolgt das Ziehen des Stumpens. Gleichzeitig wird .dabei der Stumpen in allen seinen Unregelmäßigkeiten geformt, er kann ungehindert nachgleiten. Die Innenform 7 wird dann wieder nach unten bewegt, so. daß der Stumpen außer Eingriff mit der Außenform 9-kommt. Der gezogene und vorgefarrute.Stumpen- wird nun mittels einer Schnur 16 an der Innenform 7 abgebunden und somit an der Innenform befestigt. Alsdann wird die Innenform wieder nach oben gegen die Außenform bewegt und mittels Drehung des' Haudrades 6 fest in die Außenform 9 hineingepreßt. Dabei legen sieh die Rippen 14 in die Vertiefungen- 15, ein und pressen die. gewünschten unregelmäßigen Formen in- den Filz derart ein, daß der geformte Hut wird und Seine Trocknung durch,das starke PriQssen der erhitztere Formen ineinaud%x erfolgt.

Claims (1)

  1. pATENTANSPRiJCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Filzhüten, insbesondere Damenhüten, dadurch gekennzeichnet, daB der lose auf die Innenform .aufgesetzte, leichtgedämpfte Stumpen zuerst ohne irgendwelche Befestigung an der Form durch Ineinanderschieben der Formen gezogen und dabei gleichzeitig in allen. seinen Unregelmäßigkeiten geformt wird, wobei der Filz ungehindert nachrutschen kann, worauf der gezogene und im wesentlichen geformte Stumpen unter Entfernung der Formen voneinander an der Innenform, z. B. .durch Abbinden, befestigt wird, während schließlich die Formbeständigkeit des ,geformten Hutes und seine Trocknung durch starkes Pressen der erhitzten Formen ineinander erfolgt. a. Maschine zur Ausführung des im Anspruch i beschriebenen Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daB Matrize und Patrize entsprechend, der fertigen Hutform mit Rippen, Rillen o. dgl. versehen sind und für Matrize und Patrize eine regelbare Heizung, z. B. durch Gas, angeordnet ist. BERLIN. GEDRU'ChfIN DER REICHSDRUCKEREI
DES111502D 1933-10-29 1933-10-29 Verfahren und Maschine zur Herstellung von Filzhueten Expired DE616740C (de)

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DE (1) DE616740C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2441332A (en) * 1946-02-05 1948-05-11 Reinsberg Adolph Method and means for blocking hats

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2441332A (en) * 1946-02-05 1948-05-11 Reinsberg Adolph Method and means for blocking hats

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