DE447946C - Maschine zum Formen von Hueten - Google Patents

Maschine zum Formen von Hueten

Info

Publication number
DE447946C
DE447946C DEH105218D DEH0105218D DE447946C DE 447946 C DE447946 C DE 447946C DE H105218 D DEH105218 D DE H105218D DE H0105218 D DEH0105218 D DE H0105218D DE 447946 C DE447946 C DE 447946C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
machine
pulling
edge
clips
adjustable
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH105218D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CARL HEINZE MASCHINENFABRIK AK
Original Assignee
CARL HEINZE MASCHINENFABRIK AK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CARL HEINZE MASCHINENFABRIK AK filed Critical CARL HEINZE MASCHINENFABRIK AK
Priority to DEH105218D priority Critical patent/DE447946C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE447946C publication Critical patent/DE447946C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/04Blocking; Pressing; Steaming; Stretching

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Maschine zum Formen von Hüten. Die vorliegende Neuerung betrifft eine Maschine zum Formen von Hüten, und zwar in einem Arbeitsgange im Kopf und im Randteil, wobei letzterer über eine entsprechende Form, die sogenannte Randmatrize, gezogen und in einer am äußeren Umfang derselben umlaufenden Vertiefung, der Schnurrille, festgeschnürt wird und der Kopf durch eine von oben eingeführte Kopfform ausgebildet wird.
  • Diese Arbeit wurde bisher von Hand ausgeführt, erforderte aber eine sehr große Aufmerksamkeit und körperliche Anstrengung, weil der Hutrand unbedingt an seinem ganzen Umfang durch die Formschnur festgehalten werden mußte .und infolge seiner rund vorgearbeiteten Kegelform immer in der Längsachse des Hutovals zu wenig Filz besaß, um den Rand bis zur Schnurrille über die Matrize ziehen zu können. Deshalb mußte hier der fehlende Filz von Hand aus dem Hutstumpen herausgearbeitet werden, und da dies nur unter reichlicher Verwendung von Dampf oder siedendem Wasser möglich ist, bildete das Matrizenziehen eine der anstrengendsten und anderseits bestbezahlten Arbeiten der Hutherstellung.
  • Alle Vorrichtungen, die bisher zur Erleichterung dieser Arbeit bekannt geworden sind, können den an sie zu stellenden Anforderungen aber nur zum Teil entsprechen, weil dort entweder der Hutrand von Hand auf eine Anzahl im Umfang angeordneter Greiferhaken aufgehängt oder ebenfalls von Hand in einzeln zu öffnende und zu schließende Klammern eingespannt wird, wodurch ein großer Zeitverlust entsteht und infolge der zunehmenden Erhitzung der Klammern durch den beim- Formen erforderlichen Dampf oft Verbrennungen der Hände des Arbeiters verursacht werden. Eine bekannte Maschine anderer Art gestattet zwar das gleichzeitige Schließen der Klammern zum Einspannen des Hutrandes durch einen Fußhebel, doch ist dessen Bedienung insofern mit Schwierigkeiten verbunden, als der Arbeiter den Hutrand während des Einspannens mit beiden Händen ruhig halten und ringsherum beobachten muß, so daß er im Augenblick des Einspannens die Lage des Fußhebels nicht übersehen kann. Beim Tasten mit dem Fuß nach dem Tritthebel muß er also sein Körpergewicht über den stehenden Fuß verlegen, wodurch sich oft unwillkürlich die Lage des Hutrandes verschiebt, und drückt er dann den Fußhebel endlich nieder, so muß er die Wahrnehmung machen, daß sich sein stehender Fuß zu dicht unterhalb des Tritthebels befindet, der Tritthebel dort aufsitzt und die Klammern sich nicht schließen lassen, ohne den Fußhebel nochmals freizugeben, mit dem anderen Fuß etwas beiseite zu treten und die Schließung wiederholt zu versuchen. Außerdem sind die Klammern dieser .Maschine wohl radial einstellbar und in dieser Richtung auch durch ein Handrad gemeinsam verschiebbar, wie dies für das damals beabsichtigte Formen von Hüten mit flachen Rändern, also ohne Verwendung einer Randmatrize, ausreichte, doch ist die Maschine für das Formen auf Randmatrize nicht geeignet, weil hierfür. in-_ folge der verschiedenartigen Schweifung der Schnurrille auch eine Verstellung der Klammern in der Höhe gegeneinander erforderlich ist, um den Rand gut abschnüren zu können und für das spätere Abschneiden des über die Schnurrille hinwegragenden Randteiles den Filzverlust auf das geringste Maß zu beschränken.
  • Die Maschine nach vorliegender Erfindung erfüllt die Vorbedingungen, .die zum einwandfreien Fassen, Halten, Spannen und Formen des Hutes bei rascher Arbeitsweise gestellt «=erden können, denn die Klammern sind in genügender Anzahl rings um den Hutrand verteilt, auf jede beliebige Ovalform und Randgröße einstellbar, durch einen gemeinsamen Hebel. gleichzeitig zu öffnen und zu schließen, für jede Schweifung des Hutrandes bzw. der Schnurrille veränderlich und durch eine geeignete Vorrichtung gleichzeitig bis dicht in die Schnurrille heranzuführen, so daß der Hutrand in der Schnurrille mit denkbar geringster Abfallbreite, aber doch überall sicher fassend festgeschnürt und der Hut durch Eindrücken der Kopfform ausgeformt werden kann.
  • Infolge der eigenartigen Verbindung des Fußhebels mit den Klammern kann der Arbeiter den Fußhebel bereits niedertreten, bevor er sich zur Einlegung des zu formenden Hutes über die Klammern vorbeugt, und steht dadurch während des Einführens in volleng Gleichgewicht; in dem Maße, wie er den Fußhebel zum Schließen der Klammern nachgeben läßt, verlegt sich sein Körpergewicht mehr und mehr von selbst über den feststehenden Fuß, und er hat nicht nötig zu beobachten, ob er den Fußhebel richtig fassen oder den stehenden Fuß damit quetschen wird.
  • Abb. i zeigt die Maschine im teilweisen Längsschnitt mit geöffneten Klammern, Abb. z einen teilweisen Querschnitt mit geschlossenen Klammern, Abb. 3 eine Klammer in größerem Maßstabe.
  • Die Maschine besteht im wesentlichen aus der Säule a, in der ein Dämpftopf b zur Auflage der Randmatrize c senkrecht verschiebbar geführt und durch den Handhebel d in Verbindung mit Hebeln dl und Zügeln d2 bewegt wird. Auf der Säule sitzt ein Tischring e, welcher die zur radialen Verschiebung der Klammerplatten f dienende Ringscheibe g trägt. Diese Verschiebung kann in bekannter Weise durch ein Plangewinde, durch übereinanderliegende Schlitzplatten mit Radial- und Kurvenschlitzen oder auch durch andere geeignete Mittel bewirkt werden.
  • Die Klammerlager h lassen sich auf ihrer Tragplatte f mittels der Schlitze i so ver--stellen, daßdie -Klammern bzw. die Spannmäuler im Kreis oder in einem der Hutform entsprechenden Oval liegen. Die unteren Klemmbacken k sind um den Bolzen l drehbar gelagert -und lassen sich nach Lösen der in einem Schlitz verschiebbaren Schraube m derart verstellen, daß die untere Maulkante genau in den tiefsten Grund der Schnurrille zeigt. Die obere Klemm--Uäcke n schwingt um den Bolzen o und wird durch die Feder p gegen die untere Klemmbacke- gepreßt, durch Abwärtsdrücken des Fußhebels q in Verbindung mit- den Zügeln q1 und dem Ring r, Zugstangen s, Winkelhebel t und Federstange u aber geöffnet. Eine Feder v gleicht das Eigengewicht der nach unten wirkenden Massen dieser Teile aus.
  • Die zum Eindrücken . der Kopfform dienende-Vorrichtung ist allgemein bekannt und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
  • Der Arbeitsgang mit der Maschine ist folgender: Nachdem die ausgewählte Randmatrize in die Maschine eingelegt ist, und zwar die Schnurrille nach unten (Abb. 2), werden die Klammerlager h auf ihren Tragplatten f und die Klemmbacken 7z in ihrer Maulhöhe so eingestellt, daß jede einzelne Klammer genau in den Grund der Schnurrille zeigt. Da es sich in den Hutfabriken fast ausnahmslos um Massenherstellung handelt und die einzelnen Kopfweiten innerhalb einer bestimmten Matrizenform keine Veränderung der Klammerstellung untereinander erforderlich machen, so ist eine häufigere Umstellung nicht notwendig, besonders wenn bei der meist in Betracht kommenden größeren Anzahl dieser Maschinen die verschiedenen Formen auf getrennte Gruppen verteilt werden.
  • Jetzt schiebt man die Klammern durch Drehung der Kurvenringscheibeg soweit radial auseinander, daß die Randmatrize c durch Nachlassen des Handhebels d gesenkt werden kann (Abb. i), und zieht sie danach wieder durch entgegengesetzte Drehung des Ringes g so weit zusammen, daß der durch die Klammermäuler gebildete Kreis (oder Oval) etwa dem Umfang des zu formenden Hutrandes entspricht, öffnet die Klammern durch Niederdrücken des Fußhebels q, führt den Hutrand ringsherum in die Klammern ein und läßt den Tritthebel los, so daß sich die Klammern schließen. Da der Hutfilz in diesem Zustande noch leicht aus seiner rund vorgearbeiteten Kegelform in die etwa eingestellte ovale Randform zusammengedrückt werden kann, bietet das Einspannen des Randes keinerlei Schwierigkeiten.
  • Dann läßt man durch ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Rohr in den Topf b Dampf eintreten, der den darüber gespannten Filz durchdringt, zieht die Klammern langsam radial auseinander, hebt mit dem Handhebel d den Dämpftopf b und dadurch die Randmatrize c langsam an, bis die Schnurrille in die Höhe der Spannmäuler gelangt, schiebt die Klammern dann radial zusammen, so daß sich der eingespannte Filz an die Schnurrille anschmiegen muß, und bindet den Hutrand mit einer bereit gehaltenen Formschnur in der Rille fest, wonach die Klammern durch kurzes Niederdrücken des Fußhebels gelöst werden können.
  • Bei dem nun folgenden Eindrücken der Kopfform zieht sich der durch den Dampf e erweichte Filz über dem Kopf und der Randmatrize vollständig straff, und jedes Fältchen verschwindet bis auf den unterhalb der Formschnur überstehenden Teil, der aber nach dem Formen abgeschnitten wird und durch die dort etwa verbleibenden Fältchen nicht stört.
  • Wird nun der Dampf abgestellt und der Hut durch Zuführung frischer Luft oder durch andere Einwirkungen (kaltes Wasser o. dgl.) abgekühlt, so behält der Filz die ihm in der Maschine gegebene Form auch nach Entfernung der Kopfform und Lösen der Formschnur, selbst wenn er von der Randmatrize abgehoben ist; nach Bedarf' kann man ihn aber auch im noch eingespannten Zustande der Dekatur aussetzen, um den Hut für spätere Witterungseinflüsse unempfindlich zu machen, wie dies auch nach dem Handformen bisher üblich war.
  • Auf diese Weise kann das Matrizenziehen und Formen der Hüte selbst von ungelernten Arbeitern ohne körperliche Anstrengung und ohne Berührung mit Dampf oder siedendem Wasser bewirkt werden, wodurch in Verbindung mit unbedingtem Fassen der Formschnur und geringster Breite der Abfallränder eine beträchtliche Ersparnis an Arbeitslohn und Material entsteht, ganz abgesehen davon, daß der Filz vom Scheitel bis zur Schnurrille fast überall gleichmäßig ausgezogen wird, also an sich eine Verbesserung der Oualität darstellt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Formen von Hüten mit Randmatrize, Dämpftopf und für verschiedene Randgrößen gemeinsam radial verstellbaren Ziehklammern, dadurch gekennzeichnet, daß die der jeweiligen Schweifung der Schnurrille entsprechend einstellbaren Ziehklammern (k, n.) durch einen gemeinsamen Fußhebel (q) gleichzeitig durch Niedertreten des Fußhebels geöffnet und durch Nachlassen (Anheben) des Fußhebels geschlossen werden.
  2. 2. Maschine zum Formen von Hüten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die abhebbare Randmatrize (c) auf dem in der Höhe verstellbaren Dämpftopf (b) angeordnet ist.
  3. 3. Maschine zum Formen von Hüten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lager (h) der Ziehklammern (k) auf ihren Tragplatten (f) in Schlitzen (i) für Kreis- oder Ovalform verstellbar, die Ziehklammern selbst in ihrer Spannhöhe einstellbar und durch Druckfedern (p) in Schließstellung gehalten sind. d.. Maschine zum Formen von Hüten nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußhebel (q) durch- Zügel (q1) mit einem für alle Ziehklammern (h, n) gemeinsamen Ring (r) verbünden ist, der durch Zugstangen (s) auf Winkelhebel (t) der Ziehklammern (h, ia) unter Überwindung der Federspannung öffnend auf Klemmbacken (k, n) der Ziehklammern einwirkt.
DEH105218D 1926-02-04 1926-02-04 Maschine zum Formen von Hueten Expired DE447946C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH105218D DE447946C (de) 1926-02-04 1926-02-04 Maschine zum Formen von Hueten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEH105218D DE447946C (de) 1926-02-04 1926-02-04 Maschine zum Formen von Hueten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE447946C true DE447946C (de) 1927-08-09

Family

ID=7169722

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEH105218D Expired DE447946C (de) 1926-02-04 1926-02-04 Maschine zum Formen von Hueten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE447946C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE412525C (de) Maschine zur Herstellung von Gussformen
DE494702C (de) Blechziehvorrichtung
CH257803A (de) Vorrichtung an Furnierschälmaschine, zur Zentrierung des Holzblockes in der Maschine.
DE447946C (de) Maschine zum Formen von Hueten
DE1429050B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines duennwandigen einseitig offenen gefaesses insbesondere eines bechers aus thermoplastischem kunststoff
CH392364A (de) Vorrichtung zum Verschliessen von Behältern mittels eines unter Wärmeeinwirkung schrumpffähigen Kunststoffilms
DE969678C (de) Vorrichtung zum UEberholen und Einzwicken des Oberleders bei der Herstellung von Schuhwerk
DE511174C (de) Klemme fuer Maschinen zum Aufschneiden von Esswaren
DE530186C (de) Maschine zum Praegen mit Folie
DE622593C (de) Maschine zum Anspannen der Besaitung von Tennisschlaegern
DE241197C (de)
DE290813C (de)
DE689614C (de) Wendeformmaschine
DE387399C (de) Einspannvorrichtung zum Formen, Ziehen und insbesondere zum Dekatieren von Filzhueten
DE965102C (de) Kurbelwellen-Verwindmaschine
DE671759C (de) Zum Aufbringen von Pigmentpapier auf Druckwalzen fuer die Herstellung von Tiefdruckformen dienender Einlegetisch
DE665985C (de) Vorrichtung zum Pressen der gegen die Brandsohle gezwickten Schaftraender unter Waerme
DE924024C (de) Verfahren zur Endbehandlung roehrenfoermiger Teile von Kleidungs-stuecken und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE215498C (de)
DE254718C (de)
DE2246271C3 (de) Vorrichtung zum Bearbeiten von Mokassin-Schuhschäften
DE675343C (de) Vorrichtung zum Spannen und Weiten von Schuhwerk
DE721527C (de) Vorrichtung zum Anzeichnen von anzubringenden Teilen an Textilstoffgebilden in genau bemessenem Abstand
DE565091C (de) Hutanformverfahren und Anformmaschine fuer die Herstellung von Hueten
DE617124C (de) Maschine zum Befestigen des Bodens in Papiergefaessen