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Verfahren zur Ausfütterung oben einseitig ausgeweiteter Löcher bei
Holzschwellen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausfütterung oben, einseitig
ausgeweiteter Schrauben- oder Nagellöcher bei Holzschwellen mittels Holzdübel. Es
hat sich herausgestellt, daß es vorteilhafter ist, ausgeweitete Schrauben-oder Nagellöcher
bei Holzschwellen ohne vorheriges Aufbohren nur durch Einschlagen cines Dübels von
geeigneten Abmessungen auszufüttern. Bei diesem Ausfüttern----ohne Aufbohren der
Löcher bot bisher die Verdübelung einseitig ausgeweiteter Löcher Schwierigkeiten,
da beim Einschlagen von Dübeln in "derartig. einseitig ausgeweitete Löcher - ohne
: vöxausdis £ükelgegangenes Aufbohren..der :Löcher mitte nicht.- auf die ursprüngliche
Lochmitte kam, sofern nicht besondere Maßnahmen zur Verhinderung einer derartigen
Lageänderung getroffen wurden. Da in der Regel die einseitige
Ausweitung
nur in den oberen Lochteilen vorhanden war, wurde durch sie auch eine Krümmung des
Dübels im Loch verursacht. Die Folge war eine Lageänderung der nach dem Einschlagen
der Dübel in diese eingeführten Schienenbefestigungsmittel und ein Erschweren des
Einführens der Schienenbefestigungsmittel. Der zuerst erwähnte Nachteil erschwerte
wesentlich das richtige Verlegen des Gleises auf den ausgefütterten Schwellen.
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Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Nachteile. Der Erfindung
gemäß wird vor dem Einziehen des Dübels zur Ausgleichung der einseitigen Erweiterung
in diese ein Holzkeil mittels eines unten mit einem Dorn und einer seitlich diesen
Dorn überragenden Nase versehenen Aufsetzers hineingezwängt, indem der an den Dorn
unterhalb der Nase angelegte Holzkeil durch die Nase in das Loch eingetrieben wird.
Nach dem Eintreiben des Holzkeiles liegt das Loch wieder so, daß seine Mitte mit
der ursprünglichen Lochmitte übereinstimmt und der nachfolgend eingetriebene Dübel
die richtige Lage des Schienenbefestigungsmittels gewährleistet.
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Um beim Eintreiben des Dübels ein Mitwandern des zuvor eingetriebenen
Keiles zu verhindern, wird vorteilhaft der Keil mit nach oben auseinanderlaufenden
Seitenflächen ausgestattet.
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Auf der Zeichnung ist das Verfahren und die Vorrichtung zur Ausübung
des Verfahrens beispielsweise veranschaulicht.
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Abb. z zeigt einen Längsschnitt durch die Schwelle mit dem durch einen
Aufsetzer eingetriebenen Keil; Abb. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Schwelle
mit Ansicht des Keiles; Abb.3 zeigt in größerem Maßstab einen wagerechten Querschnitt
durch die Wurzel des Aufsetzerdornes mit Draufsicht auf den Keil. Der Querschnitt
des einseitig aufgeweiteten Loches ist dabei strichpunktiert angedeutet.
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In der Schwelle a ist das Loch b oben einseitig ausgeweitet,
so daß es an seiner Stirnfläche die in Abb. 3 strichpunktiert eingezeichnete Form
b hat. Die einseitige Ausweitung b1 soll ausgeglichen werden. Zu diesem Zweck wird
ein Aufsetzer c benutzt, der unten mit einem Dorn d versehen ist. Der Dorn hat entsprechend
dem vierkantigen Kopf des später einzuschlagenden Dübels oben rechteckigen Querschnitt
und geht an seinem untersten Ende in einen kreisförmigen Querschnitt über, so daß
er in dem unteren kreisförmigen Lochquerschnitt eine gute Führung erhält.
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Zu beiden Seiten wird der Dorn d von Nasen f
überragt,
deren untere Fläche mit der Dornseitenfläche einen spitzen Winkel einschließt, so
daß im ersten Abschnitt des Einschlagens der von einer der Nasen f übergriffene
Keil g an der Seitenfläche des Dornes d in Anlage gehalten werden kann.
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Der Keil g wird an eine der Seitenflächen des Dornes d angelegt, so
daß seine obere Stirnfläche gegen eine der Nasen f anliegt. Sodann wird das untere
Ende des Dornes d zusammen mit der Keilschneide so in das Loch b geführt, daß der
Keil oberhalb der seitlichen Ausweitung b1 des Loches b steht. Sodann wird der Dorn
mit dem Keil in das Loch b eingetrieben. Der Keil zwängt sich dabei in die seitliche
Ausweitung ein und füllt sie vollkommen aus. Das Loch b wird beim Eintreiben des
Dornes d entsprechend der Form des Vierkantkopfes des später einzutreibenden Dübels
ausgeweitet.
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Der Dorn d könnte auch kreisförmigen Querschnitt haben, so daß die
weitere Ausweitung des Loches durch den später einzutreibenden Dübel selbst vorgenommen
würde. In diesem Falle wäre der Keil g an seiner an den Dorn angrenzenden Fläche
zylindrisch oder kegelig auszubilden.
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Nachdem der Dorn mit dem Keil vollkommen in das Loch b eingetrieben
ist, wird durch einige seitwärts auf den Aufsetzer c geführte Schläge der Dorn gelockert
und herausgezogen, oder aber unter die seitlichen Ansätze h des Dornes werden die
Zinken einer Hebestange geführt. Durch Wippen mit der Hebestange wird sodann der
Dorn ohne erhebliche Kraftanwendung aus dem Loch herausgezogen.
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Die Seitenflächen i des Keiles g laufen nach oben auseinander, so
daß durch den später einzuschlagenden Dübel der Keil nicht in das Lochinnere nach
unten mitgenommen wird.