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Lochräumer für Eisenbahnschwellen Wenn die Schienenbefestigungsmittel
durch den Gebrauch in den Schwellenlöchern gelockert werden, werden bekanntlich
nach Herausnahme der Schienenbefestigungsmittel in die Löcher Hohlpflöcke eingeschlagen.
Das Einschlagen der Hohlpflöcke stößt jedoch gelegentlich wegen der in den Löchern
befindlichen Verunreinigungen (Schlamm, Sand, Rost, Holzreste usw.) auf Schwierigkeiten,
besonders dann, wenn statt der bisher verwendeten Schrauben oder Nägel stärkere
oder längere Schrauben oder Nägel benutzt werden sollen. Um diese Verunreinigungen
zu beseitigen und zugleich angefaultes Holz aus den Löchern zu entfernen, benutzte
man bisher Bohrer, die aber sehr bald stumpf wurden und bei denen ein restloses
Reinigen des Loches ohne mehrmaliges Herausziehen des Bohrers nicht möglich war.
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Die Erfindung betrifft nun ein neues Mittel zur Beseitigung der Verunreinigungen
sowie des angefaulten Holzes.
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Der Erfindung gemäß wird ein Lochräumer benutzt, der aus einem in
das Schwellenloch einzutreibenden Dorn besteht, welcher außen mit scharfkantigen
Längsrippen versehen ist und in einen verdickten langen Schlagkopf übergeht. Dieser
Schlagkopf ist mit zwei seitlichen, gleichlaufenden Abflachungen versehen, die etwas
unterhalb des Kopfendes angeordnet sind, so daß also über den Abflachungen der Dorn
wieder seine ursprüngliche Stärke besitzt. Diese Abflachungen können auch mit Ouerriefen
versehen sein, um -das Wiederherausziehen des Lochräumers zu erleichtern.
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Die erwähnten Längsrippen erleichtern das Einschlagen des Dornes und
bewirken, wenn der Dorn nach dem Einschlagen gedreht wird, ein Reinigen der Lochwandungen.
Durch dieses Drehen des Dornes wird auch sein Wiederherausziehen erleichtert. Die
erwähnten Abflachungen dienen zum Ansetzen eines Werkzeuges, mittels dessen die
Drehung und das Herausziehen des Dornes bewirkt wird.
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Der Hohlraum dient zur Aufnahme und zum Abführen des mittels des Lochräumers
verdrängten Lochinhaltes.
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Auf der Zeichnung sind Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dargestellt.
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Abb. z zeigt eine Ausführungsform links in Seitenansicht, rechts im
Längsschnitt.
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Abb. 2 ist die Draufsicht zu Abb. z.
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Abb.3 zeigt eine zweite Ausführungsform in Seitenansicht, teilweise
im Längsschnitt. Abb. q. ist die zu Abb. 3 gehörige Draufsicht.
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Abb. 5 zeigt ein Werkzeug, wie es zum Herausheben des Räumers gemäß
Abb.3 und q. benutzt werden kann, und Abb. 6 ein Werkzeug zum Herausheben des Räumers
gemäß Abb. z und 2.
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Der Räumer gemäß Abb. z und 2 besitzt einen Dorn a, dessen Durchmesser
gleich groß oder etwas geringer ist als der Durchmesser des später einzuschlagenden
Dübels. Oben ist
der Dorn a mit dem verdickten Kopf b, mit zwei
seitlichen, gleichlaufenden Abflachungen c versehen. Durch die ganze Länge des Räumers
verläuft das Loch d, das sich nach oben erweitert.- Die Lochwandung läuft am unteren
Ende mit einer Innenschärfung e aus, Außen besitzt der Dorn die scharfkantigen Längsrippen
f. Die Schulter g dient beim Einschlagen des Dornes a als Anschlag. Die Benutzung
des Räumers gemäß Abb. = und 2 erfolgt in folgender Weise Nachdem die Schraube aus
dem Schwellenloch entfernt ist, wird der Dorn a in das Schwellenloch eingeschlagen.
Die in dem Schwellenloch enthaltenen Verunreinigungen sowie die beim Einschlagen
von den Lochwandungen abgetrennten Holzfasern treten in das Loch il ein und verdrängen
den etwa darin bereits befindlichen Inhalt, der von vorhergehenden Benutzungen des
Räumers herrührt, so daß schließlich die Verunreinigungen oben aus dem Loch austreten.
Nachdem der Dorn a bis zum Anschlag g in das Loch eingetrieben ist, wird der Dorn
vermittels der in Abb. 6 dargestellten Schelle h, welche -auf die Abflachungen c
des verdickten Kopfes b des Dornes aufgesetzt ist, gedreht. Dabei glätten die scharfkantigen
Längsrippen f die Lochwandungen. Gleichzeitig wird mittels der Schelle h ein Zug
nach oben ausgeübt, so daß der Dorn sich aus dem Loch herauszieht.
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Bei der Ausführungsform nach den Abb. 3 und q. sind die auf die Länge
des Kopfes b sich erstreckenden Abflachungen c mit Querriefen i versehen. In die
Querriefen i kann das Ende einer Brechstange oder aber ein Sonderwerkzeug, wie es
in Abb. 5 dargestellt ist, eingesetzt werden, um den Räumer nach seinem Einschlagen
aus dem Loch herauszuheben. Eine derartige Ausgestaltung des Kopfes b wird hauptsächlich
für solche Räumer in Frage kommen, die nicht, wie dargestellt, einen zylindrischen
Dorn, sondern einen prismatischen, also z. B. vierkantigen Dorn besitzen.
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Das in Abb. 5 dargestellte Werkzeug besteht aus einem mit dem Handgriff
k versehenen Bügel na. An dem Bügel sind die beiden Klinken yz angelenkt.
Nach unten ist der Ausschlag dieser Klinken n durch eine beliebige Vorrichtung begrenzt,
so daß also die Klinken die gezeichnete Stellung nach unten nicht überschreiten
können. Nach oben dagegen können die Klinken n frei ausweichen. Wird nun der Bügel
m so über den Kopf b des Räumers gestreift, daß die Klinken
n in die Querriefen i
einfallen können, so ratschen die Klinken 7a
zunächst über die Riefen i bzw. über die die Riefen begrenzenden Querrippen. Wird
sodann der Bügel m angehoben, etwa indem unter seinem Ende m@- eine Stütze gebracht
(als solche kann die Eisenbahnschiene Verwendung finden) wird, und der Griff k nach
oben gezogen wird, so setzen die Klinken n sich fest in die Riefen ein, der Räumer
muß also der Bewegung des Bügels folgen. Dadurch, daß die Klinken n nach oben frei
ausweichen können, ist ein bequemes Nachgreifen möglich. Das Ende in' des Werkzeuges
ist vorteilhaft rahmenförmig ausgebildet. Der Rahmen gestattet das Aufstecken des
Werkzeuges auf den Kopf b des Lochräumers, so daß er, falls sich dies als notwendig
erweisen sollte, auch leicht gedreht werden kann. Statt mit den Querriefen könnte
der Kopf des Räumers auch etwa mit einem Gewinde versehen sein, so daß durch Aufschrauben
einer Mutter, die sich gegen eine feste Anlage stützt, der Dorn aus dem Loch herausgehoben
werden könnte.
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Die Längsrippen f könnten anstatt gerade auch gewunden ausgeführt
sein.