DE3836618C2 - Verfahren zur Herstellung von mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrinen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mehrfach Glucosyl-verzweigten CyclodextrinenInfo
- Publication number
- DE3836618C2 DE3836618C2 DE3836618A DE3836618A DE3836618C2 DE 3836618 C2 DE3836618 C2 DE 3836618C2 DE 3836618 A DE3836618 A DE 3836618A DE 3836618 A DE3836618 A DE 3836618A DE 3836618 C2 DE3836618 C2 DE 3836618C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cyclodextrin
- glucosyl
- branched
- cyclodextrins
- maltose
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Fee Related
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12P—FERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
- C12P19/00—Preparation of compounds containing saccharide radicals
- C12P19/20—Preparation of compounds containing saccharide radicals produced by the action of an exo-1,4 alpha-glucosidase, e.g. dextrose
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B37/00—Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
- C08B37/0006—Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid
- C08B37/0009—Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid alpha-D-Glucans, e.g. polydextrose, alternan, glycogen; (alpha-1,4)(alpha-1,6)-D-Glucans; (alpha-1,3)(alpha-1,4)-D-Glucans, e.g. isolichenan or nigeran; (alpha-1,4)-D-Glucans; (alpha-1,3)-D-Glucans, e.g. pseudonigeran; Derivatives thereof
- C08B37/0012—Cyclodextrin [CD], e.g. cycle with 6 units (alpha), with 7 units (beta) and with 8 units (gamma), large-ring cyclodextrin or cycloamylose with 9 units or more; Derivatives thereof
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12P—FERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
- C12P19/00—Preparation of compounds containing saccharide radicals
- C12P19/16—Preparation of compounds containing saccharide radicals produced by the action of an alpha-1, 6-glucosidase, e.g. amylose, debranched amylopectin
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Zoology (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Biotechnology (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Genetics & Genomics (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
- Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrinen.
Die Herstellung von verzweigten Cyclodextrinen und deren Verwendung und
Entwicklung sind aufgrund ihrer exzellenten physikalischen Eigenschaften
wie einer hohen Löslichkeit im schnellen Fortschritt begriffen, und
bekannt sind bis jetzt Verfahren zur Herstellung von einfach verzweigten
Cyclodextrinen mit einem einfach verzweigten Dextrin wie α-1,4-Glucan
und Panose an ihren jeweiligen Cyclodextrinringen gebunden, und mehrfach
verzweigte Cyclodextrine mit zwei Verzweigungen von Malto-Oligosacchariden
wie Glucose, Maltose und Maltotriose an ihren Cyclodextrinringen gebunden,
z. B. Diglucosyl-Cyclodextrin mit zwei Glucosemolekülen an demselben
Cyclodextrinring, Dimaltosylcyclodextrin mit zwei Maltosemolekülen an
demselben Cyclodextrinring, und Glucosyl oder Maltosylcyclodextrin mit
Glucose- oder Maltoseverzweigungen an demselben Cyclodextrinring.
Diese Cyclodextrine werden dadurch hergestellt, daß man ein Cyclodextrin
synthetisierendes
Enzym auf verzweigte Dextrine einwirken läßt, oder eine
Mischung von einem α-1,4 Glucan wie Maltose oder Maltotriose oder einem
verzweigten Dextrin wie Panose mit einem Cyclodextrin auf ein spaltendes
Enzym einwirken läßt. Ein weiteres Verfahren zur Herstellung von
verzweigten Cyclodextrinen ist bekannt, wobei eine Mischung von Malto-
Oligosylfluorid oder Glucosylfluorid mit einem Cyclodextrin unter
Einwirkung eines spaltenden Enzyms umgesetzt wird.
Einfach verzweigte Cyclodextrine mit einer Verzweigung zeigen bessere
Löslichkeitseigenschaften als die ursprünglichen Cyclodextrine und können
in einem breiteren Anwendungsgebiet verwendet werden. Jedoch besteht, da
solche einfach verzweigten Cyclodextrine mit einer Verzweigung, zum
Beispiel einfach verzweigtes β-Cyclodextrin, von Amylasen von Aspergillus
oryzae (Taka-Amylase) angegriffen werden, ein steigender Bedarf für
Cyclodextrine, die hochresistent gegenüber solchen Enzymen sind, und nach
Verfahren für deren Herstellung. Im einzelnen besteht ein starker Bedarf
an mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrinen, da diese sehr schwer von
Amylasen angegriffen werden und hervorragende Löslichkeitseigenschaften
zeigen. Jedoch bezieht die Herstellung von mehrfach Glucosyl-verzweigten
Cyclodextrinen, wie sie bis jetzt durchgeführt wurde, lediglich die
Umwandlung von verzweigten Teilen von herkömmlich hergestellten mehrfach
Maltosyl-verzweigten Cyclodextrinen in Glucosylgruppen durch Abspalten
mit Glucoamylase ein. Daneben sind die Ausbeuten an mehrfach Maltosyl-
verknüpften Cyclodextrinen bei herkömmlichen Verfahren sehr niedrig und
lediglich im Höchstfall 22,3%. Folglich ist bis jetzt kein effizientes
Verfahren zur Herstellung von mehrfach Glucosyl-verzweigten
Cyclodextrinen entwickelt worden.
Bis jetzt sind verschiedene Verfahren zur Herstellung, ausgehend von
Maltose, Maltotriose, Panose und Cyclodextrinen, von Maltosyl-Cyclodextrinen,
Maltotriosyl-Cyclodextrinen, Panosyl-Cyclodextrinen und Dimaltosyl-
Cyclodextrinen unter Verwendung von umgekehrten Synthesereaktionen von
Spaltungsenzymen wie Pullulanase und, auf Grundlage solcher Entdeckungen,
die Herstellung von einfach oder mehrfach verzweigten Cylodextrinen
erreicht worden.
Im weiteren ist bekannt, daß mehrfach verzweigte Cyclodextrine wie
Glucosyl-Cyclodextrin, Maltosyl-Cyclodextrin aus Malto-Oligosaccharid und
Glucosyl-Cyclodextrinen durch umgekehrte Synthesereaktionen von spaltenden
Enzymen gebildet werden. Darüber hinaus ist bekannt, daß verzweigte
Anteile, die an solche Cyclodextrine gebunden sind, in Glucosylgruppen
unter der Einwirkung von Glucoamylase zerschnitten werden können.
Aus EP-A-0 307 534 ist ein Verfahren zur Herstellung
eines heterogen mehrfach verzweigten Cyclodextrins
bekannt, wobei die verzweigte Struktur gebildet wird aus
einer Kombination der Glucose-Einheiten und der
Maltooligosaccharideinheiten, die an den Cyclodextrinring
gebunden sind. Das mehrfach verzweigte Cyclodextrin kann
erhalten werden durch umgekehrte Reaktion eines
Spaltungsenzyms wie Pullulanase oder Isomylase auf eine
Mischung aus einem Glucosyl-Cyclodextrin und einem Malto-
Oligosaccharid. Das Glucosyl-Cyclodextrin wiederum kann
hergestellt werden durch Auftrennung einer nach Reaktion
eines Cyclodextrins mit Maltose und Pullulanase
erhaltenen Reaktionsmischung mittels reversed-phase-
Chromatographie und anschließende enzymatische Umsetzung
des auf diese Weise isolierten Maltosyl-Cyclodextrins in
Gegenwart von Glucoamylase. Nach Abtrennung der
gebildeten Glucose erhält man einfach glucosylverzweigtes
Cyclodextrin. Setzt man in diesem Schritt statt
Glucoamylase Takaamylase allein oder in Kombination mit
Glucoamylase ein, so lassen sich Diglycosyl-β und γ-
Cyclodextrin herstellen.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Verfahren zur
Herstellung von mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrinen zu liefern.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde im ersten Schritt Maltose mit einem
Cyclodextrin entsprechend herkömmlichen Verfahren gemischt, wobei man
Maltosyl-Cyclodextrin durch die umgekehrte Synthesereaktion eines
Spaltungsenzyms (debranching enzym) erhielt. Nach Abtrennung der
Reaktionsmischung in Maltose und Cyclodextrinkomponenten (verzweigte und
unverzweigte Cyclodextrine) wurden die Cyclodextrinkomponenten der
Einwirkung von Glucoamylase unterzogen, wobei man ein Glucosyl-
Cyclodextrin, das nicht der Einwirkung des Spaltungsenzyms unterzogen
war, und ein nicht umgesetztes Cyclodextrin erhielt. Nach Abtrennung und
Entfernung der gebildeten Glucose wurden die Cyclodextrinkomponenten
wiederum mit Maltose gemischt und der Einwirkung eines spaltenden Enzyms
und Glucoamylase unterzogen. Überraschenderweise wurde als Ergebnis
gefunden, daß über 70% des anfänglich vorhandenen Cyclodextrins in ein
verzweigtes Cyclodextrin durch die drei Reaktionen umgewandelt worden
war, und daß die Umwandlung in ein mehrfach Glucosyl-verzweigtes
Cyclodextrin Werte von 35% und höher erreichte. Die Aufgabe der
Erfindung wurde entsprechend auf der Basis dieser Untersuchungen gelöst.
Die obige und weitere Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden im folgenden durch die Beschreibung unter Bezug auf die beigefügte
Zeichnung erläutert, wobei diese Zeichnung ein Flußdiagramm darstellt,
das eine Ausführungsform des Verfahrens der vorliegenden Erfindung
verdeutlicht. Bei der vorliegenden Erfindung ist es selbstverständlich,
daß der Ausdruck "verzweigte Cyclodextrine" sich ganz allgemein auf
Cyclodextrine mit einer Verzweigung wie Glucose und Maltose an deren
Cyclodextrinringen beziehen und der Ausdruck mehrfach verzweigte
Cyclodextrine sich auf Cyclodextrine bezieht, die zwei oder mehrere
Verzweigungen am jeweiligen Cyclodextrinring aufweisen. Wenn ein
Cyclodextrin eine Art von Verzweigungen, deren Anzahl größer als 2 ist,
aufweist, dann soll es das mehrfach Glucosyl-verzweigte Cyclodextrin
genannt werden, bei dem der Typ an Verzweigungen zwischen den Ausdrücken
"mehrfach" und "Cyclodextrin" genannt wird. Besonders im Fall von
Cyclodextrin mit Verzweigungen, die in Typ und Zahl begrenzt sind,
werden sie im folgenden beispielhaft als Diglucosyl-Cyclodextrin,
Glucosyl und Maltosyl-Cyclodextrin genannt. In dem weiter unten
angegebenen Schema werden Cyclodextrin, Glucosyl-Cyclodextrin, Maltosyl-
Cyclodextrin, Glucose, Maltose usw. als CD, G₁-CD, G₂-CD, G₁, G₂ usw.
abgekürzt.
Das vorliegende Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die am Ende
mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrine durch eine Kombination der
umgekehrten Synthesereaktion des Spaltungsenzyms mit der
Hydrolysereaktion von Glucoamylase hergestellt werden. Genauer gesagt
liefert die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von
mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrinen, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß ein Cyclodextrin mit einem verzweigten Saccharid oder
Sacchariden, ausgewählt aus Malto-Oligosacchariden gemischt wird, wobei
ein verzweigtes Cyclodextrin durch die umgekehrte Synthesereaktion eines
spaltenden Enzyms hergestellt wird. Nach Abtrennung der (des) Saccharide(s)
zum Verzweigen wird das verzweigte Cyclodextrin der Cyclodextrinkomponenten
in ein Glucosyl-Cyclodextrin unter der Einwirkung von Glucoamylase
umgewandelt. Darauf werden ein nicht umgesetztes Cyclodextrin und Glycosyl-
Cyclodextrin miteinander mit den Sacchariden zum Verzweigen gemischt und
in ein mehrfach verzweigtes Cyclodextrin unter der Einwirkung von einem
spaltenden Enzym umgesetzt, und auf diese Weise wird eine solche Abfolge
von Reaktionen wiederholt, um den Gehalt an verzweigtem Cyclodextrin zu
steigern.
Je größer die Anzahl der Wiederholung der umgekehrten Synthesereaktion
des Spaltungsenzyms, die Einwirkung von Glucoamylase, ist, desto höher
ist der Gehalt an mehrfach Glucosyl-verzweigtem Cyclodextrin und
gegebenenfalls wird die gesamte Menge des Cyclodextrins in das mehrfach
Glucosyl-verzweigte Cyclodextrin umgewandelt.
Abb. 1 zeigt eine Ausführungsform des Verfahrens der vorliegenden
Erfindung, das in einem breiteren Anwendungsbereich gegebenenfalls
verwendet werden kann. In bezug auf Stufe 1 von Fig. 1 kann jedes
spaltende Enzym wie eine kommerziell erhältliche Pullulanase als
enzymatisches Material verwendet werden. Ein Membranreaktor, der Gebrauch
von nicht immobilisierten Enzymen macht, kann bei der vorliegenden
Erfindung verwendet werden, jedoch sind immobilisierte Enzyme für ein
kontinuierliches Verfahren vorteilhaft.
In bezug auf Stufe (2) in Fig. 1 kann jedes Material, das zur Trennung
der Cyclodextrinkomponenten und Saccharide zum Verzweigen, wie ODS,
Ionenaustauscherharze und Aktivkohle geeignet ist, zur Säulentrennung
verwendet werden. Da jedoch die Säulentrennung die Verwendung eines
Lösungsmittels, das eine Erniedrigung der Substratkonzentrationen mit
sich bringt, erforderlich macht, werden bessere Ergebnisse erhalten, wenn
Konzentratoren wie eine Hyperfiltrationsmembran und mehrfach wirksame
Verdampfer an geeigneten Bereichen der Anlage vorgesehen sind. Wenn eine
ODS-Säule verwendet wird, ist es bevorzugt, eine Ethanolelution zur
Abtrennung der Cyclodextrinkomponenten durchzuführen, um die
Leistungsfähigkeit der Säule beizubehalten. Jedoch wird dabei Gebrauch
gemacht von einer losen (loose) Hyperfiltrationsmembran zur gleichzeitigen
Entfernung von Ethanol und Wasser aus dem System.
In bezug auf Stufe (3) der Fig. 1 können sowohl freie als auch
immobilisierte enzymatische Materialien als Enzym verwendet werden,
jedoch werden vorteilhaft die immobilisierten Enzyme in kontinuierlichen
Systemen verwendet. In bezug auf die Arten des verwendeten enzymatischen
Materials können kommerziell erhältliche Rohmaterialien oder veredelte
Materialien verwendet werden. Die Zuckerkomponenten aus Schritt (3)
schließen nicht umgesetztes Cyclodextrin, Glucosyl-Cyclodextrin und
Glucose ein, die entfernt werden können oder nicht. Aus diesem Grund kann
Stufe (4), wenn möglich, ausgelassen werden.
Wenn die Glucose nicht entfernt wird, steigt der Gehalt an Glucose so,
daß sich eine Erniedrigung der Aktivität ergibt, wenn es sich um ein
System vom kontinuierlichen Typ handelt. Aus diesem Grunde kann die
Glucose, wenn der Glucosegehalt einen vorher festgelegten Wert erreicht,
aus dem Produkt an der Anlage zur Wiederverwendung der Maltose [(2)-(1)]
unter Verwendung eines Fließbettabtrennungssystems wie zur Abtrennung von
GF benutzt abgetrennt werden. Daneben kann dieses System ebenso zur
Abtrennung von Cyclodextrin und Nichtcyclodextrinkomponenten
(Oligosaccharide wie Glucose und Maltose) verwendet werden. Als Saccharide
zum Verzweigen können Maltose, Maltosesirup und eine Mischung von Maltose
mit Maltotriose wie "Oligotose" sowohl als Sirup oder Pulversirup mit
Maltooligosacchariden verwendet werden. Die Cyclodextrine, die als
Ausgangsmaterial verwendet werden können, können α-, β- oder
γ-Cyclodextrin oder eine Mischung davon und Cyclodextrinpulversirup sein.
Wenn Maltose als Saccharid zum Verzweigen verwendet wird, ändert sich die
Zuckerkomponente in den entsprechenden Schritten wie im folgenden zusammengestellt.
1) G₂+CD → G₂+CD+G₂-CD,
2) G₂+CD+G₂-CD → G₂
2) G₂+CD+G₂-CD → G₂
(zurück zu
Schritt (1) nach Konzentration auf einen vorher festgelegten Wert)
und → CD+G₂-CD,
3) CD+G₂-CD → G₁+CD+G₁-CD,
4) G₁+CD+G₁-CD → G₁ und → CD+G₁-CD
3) CD+G₂-CD → G₁+CD+G₁-CD,
4) G₁+CD+G₁-CD → G₁ und → CD+G₁-CD
(wiederum zurück zu Schritt (1) nach
Konzentration auf einen vorher festgelegten Wert).
Durch diesen Zyklus wechselt die Zuckerkomponente insgesamt, ausgedrückt
durch
CD →→ G₁-CD →→ (G₁)n-CD (n=2 und 3).
Wenn G₁+CD+
G₁-CD zu Schritt (1) in Abwesenheit von Schritt (4) und nach Konzentration
auf einen vorher festgelegten Wert zurückgeführt wird, wird die
Zuckerkomponente schließlich
G₁+(G₁)n-CD (n=1, 2 und 3).
Aus diesem
Grund können Produkte unter Beibehaltung der Glucose erhalten werden, oder
die Glucose kann in der letzten Stufe entfernt werden.
Es ist möglich, Produkte mit verschiedenen Gehalten an (G₁)n-CD (n=1,
2 und 3) durch Wahl der Anzahl der Zyklen herzustellen.
Entsprechend der vorliegenden Erfindung können die mehrfach Glucosyl-
verzweigten Cyclodextrine einfach in großen Mengen durch eine Kombination
der umgekehrten Synthesereaktion des Spaltungsenzyms mit der
Hydrolysereaktion von Glucoamylase hergestellt werden, und so können
deren Produkte bei niedrigen Kosten bereitgestellt werden. Daneben können
aufgrund ihrer exzellenten physikalischen Eigenschaften wie Löslichkeit,
die Produkte in weiten Anwendungsbereichen inklusive für Nahrungsmittel,
medizinische und kosmetische Industrie verwendet werden. Im übrigen haben
die entsprechend der vorliegenden Erfindung hergestellten Produkte einen
höheren Gehalt an verzweigtem Cyclodextrin als die herkömmlichen
Produkte, die Maltosyl-Cyclodextrin enthalten. Im besonderen sind die
mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrine aufgrund ihrer Stabilität
vorteilhaft, so daß sie durch Amylasen nur schwer angegriffen werden.
Hierbei sei angemerkt, daß die Cyclodextrine mit einer unterschiedlichen
Zahl von Glucoseverzweigungen, die in dem Produkt der vorliegenden
Erfindung enthalten sind, gegebenenfalls im einzelnen zur weiteren
Verwendung isoliert werden können.
Die vorliegende Erfindung wird genauer, aber nicht ausschließlich unter
Bezug auf die folgenden Beispiele erläutert.
Eine Zuckerflüssigkeit mit α-Cyclodextrin und Maltose in einem
Gewichtsverhältnis von 1 : 5 und auf eine Substratkonzentration von 60%
und einen pH von 5,0 eingestellt, wurde durch eine Säule mit
immobilisiertem Enzym bei 65°C über sechs Stunden zirkuliert, wobei
teilweise veredelte Pullulanase auf einem
Keramikträger durch die Silan-Kupplungsmethode immobilisiert worden war,
und wurde im Anschluß in eine ODS-Säule, gehalten auf Raumtemperatur, zur
Abtrennung der Maltose geleitet. Die Temperatur wurde auf 70°C zur
Elution der Cyclodextrinkomponenten gesteigert. Das Eluat wurde durch
eine Säule aus kommerziell erhältlicher immobilisierter Glucoamylase
geführt und im Anschluß daran wurde es wiederum durch die ODS-Säule auf
gleiche Weise wie oben geführt, um die Glucose zu entfernen, wobei eine
Zuckerflüssigkeit mit 52,0% α-Cyclodextrin, 40,6% Glucosyl-α-Cyclodextrin
und 7,4% Diglucosyl-α-Cyclodextrin erhalten wurde. Diese Zuckerflüssigkeit
wurde durch eine Hyperfiltrationsmembran konzentriert und Maltose zu dem
Konzentrat in einem Gewichtsverhältnis von 5 : 1 hinzugefügt, das wiederum
auf eine Substratkonzentration von 60% eingestellt wurde. Im Anschluß
wurde das Produkt wiederum der Pullulanase-, der Säulen-, Glucoamylase- und
Säulenbehandlung unterzogen, wobei eine zweite Zuckerflüssigkeit mit 33,2%
α-Cyclodextrin, 44,0% Glucosyl-α-Cyclodextrin und 22,8% Diglucosyl-α-
Cyclodextrin erhalten wurde.
Auf gleiche Weise wie oben wurde eine dritte Zuckerflüssigkeit erhalten,
die 25,5% α-Cyclodextrin, 37,2% Glucosyl-α-Cyclodextrin und 37,3%
Diglucosyl-α-Cyclodextrin enthielt.
Hierbei sei angemerkt, daß die Zuckeranalyse durch HPLC unter den folgenden
Bedingungen durchgeführt wurde: Säule - NH₂, 5 µ; Eluent - 50%
Acetonitril; und Flußgeschwindigkeit - 0,8 ml.
Die Verfahrensschritte wurden auf gleiche Weise wie in Beispiel 1
durchgeführt, mit der Ausnahme, daß α-Cyclodextrin gegen β-Cyclodextrin
ausgetauscht wurde, wobei eine erste Zuckerlösung mit 66,7%
β-Cyclodextrin, 26,0% Glucosyl-β-Cyclodextrin, 7,0% Diglucosyl-β-
Cyclodextrin und 0,3% Triglucosyl-β-Cyclodextrin; eine zweite
Zuckerlösung mit 44,5% β-Cyclodextrin, 34,7% Glucosyl-β-Cyclodextrin,
16,7% Diglucosyl-β-Cyclodextrin und 4,1% Triglucosyl-β-Cyclodextrin; und
eine dritte Zuckerlösung mit 29,7% β-Cyclodextrin, 34,9% Glucosyl-β-
Cyclodextrin, 24,5% Diglucosyl-β-Cyclodextrin und 10,9% Triglucosyl-β-
Cyclodextrin erhalten wurden.
Die gleichen Verfahrensschritte wurden durchgeführt wie in Beispiel 1 mit
der Ausnahme, daß α-Cyclodextrin durch γ-Cyclodextrin ersetzt wurde, wobei
eine erste Zuckerlösung mit 63,8% γ-Cyclodextrin, 28,0% Glucosyl-γ-
Cyclodextrin, 8,0% Diglucosyl-γ-Cyclodextrin und 0,2% Triglucosyl-γ-
Cyclodextrin; eine zweite Zuckerlösung mit 40,7% γ-Cyclodextrin, 35,9%
Glucosyl-γ-Cyclodextrin, 18,7% Diglucosyl-γ-Cyclodextrin und 4,7%
Triglucosyl-γ-Cyclodextrin; und eine dritte Zuckerlösung mit 25,9%
γ-Cyclodextrin, 36,9% Glucosyl-γ-Cyclodextrin, 26,9% Diglucosyl-γ-
Cyclodextrin und 10,3% Triglucosyl-γ-Cyclodextrin erhalten wurden.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung von mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrinen, dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt In-Kontakt-bringen eines Spaltungsenzyms mit einer Mischung aus Maltose oder einer Substanz enthaltend ein Malto-Oligosaccharid wie Maltose mit einem Cyclodextrin, wobei man ein Reaktionsprodukt erhält, aus dem ein verzweigtes Cyclodextrin abgetrennt wird; Umwandeln des verzweigten Cyclodextrins in Glucosyl-Cyclodextrin unter der Einwirkung einer Glucoamylase, die im Anschluß mit Maltose oder einer Substanz, die Malto- Oligosaccharide wie Maltose enthält, gemischt wird, und aufeinanderfolgend Einwirkenlassen des Spaltungsenzyms und der Glucoamylase auf die resultierende Mischung.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP63114778A JPH0698012B2 (ja) | 1988-05-13 | 1988-05-13 | 複分岐グルコシルーサイクロデキストリンの製法 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3836618A1 DE3836618A1 (de) | 1989-11-16 |
| DE3836618C2 true DE3836618C2 (de) | 1994-11-24 |
Family
ID=14646448
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3836618A Expired - Fee Related DE3836618C2 (de) | 1988-05-13 | 1988-10-27 | Verfahren zur Herstellung von mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrinen |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4931389A (de) |
| JP (1) | JPH0698012B2 (de) |
| DE (1) | DE3836618C2 (de) |
| DK (1) | DK173098B1 (de) |
| FR (1) | FR2631342B1 (de) |
| GB (1) | GB2218418B (de) |
Families Citing this family (9)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5043436A (en) * | 1986-11-20 | 1991-08-27 | Kurita Water Ind., Ltd. | Substrate for measurement of alpha-amylase activity |
| AU642253B2 (en) | 1990-04-16 | 1993-10-14 | Trustees Of The University Of Pennsylvania, The | Saccharide compositions, methods and apparatus for their synthesis |
| EP0481038B1 (de) | 1990-04-16 | 2002-10-02 | The Trustees Of The University Of Pennsylvania | Saccharidzusammensetzungen, Verfahren und Apparate zu deren Synthese |
| US6518051B1 (en) * | 1991-04-11 | 2003-02-11 | The Trustees Of The University Of Pennsylvania | Saccharide compositions, methods and apparatus for their synthesis |
| JP3122203B2 (ja) * | 1991-11-13 | 2001-01-09 | 塩水港精糖株式会社 | 新規ヘテロ分岐シクロデキストリンおよびその製造方法 |
| DE4204315A1 (de) * | 1992-02-13 | 1993-08-19 | Consortium Elektrochem Ind | Cyclodextringlycoside und verfahren zu ihrer herstellung |
| JP3078923B2 (ja) * | 1992-04-08 | 2000-08-21 | 塩水港精糖株式会社 | 新規分岐シクロデキストリンおよびその製造方法 |
| US5665585A (en) * | 1992-09-03 | 1997-09-09 | Alko-Yhiot Oy | Recombinant production of glucoamylase P in trichoderma |
| DE4325057C2 (de) * | 1993-07-26 | 1996-10-17 | Consortium Elektrochem Ind | Verfahren zur Herstellung von verzweigten Cyclodextrinen |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS6192592A (ja) * | 1984-10-12 | 1986-05-10 | Norin Suisansyo Shokuhin Sogo Kenkyusho | 分岐サイクロデキストリンの製造方法 |
| JPS61287901A (ja) * | 1985-06-17 | 1986-12-18 | Nikken Kagaku Kk | 新規分岐α―サイクロデキストリンの製造方法 |
| JPS62106901A (ja) * | 1985-11-05 | 1987-05-18 | Nikken Kagaku Kk | ジグルコシル−β−サイクロデキストリンおよびその製造方法 |
| JPH0635481B2 (ja) * | 1986-01-14 | 1994-05-11 | 日研化学株式会社 | ジグルコシル−α−サイクロデキストリンおよびその製造方法 |
| JPS6474997A (en) * | 1987-09-17 | 1989-03-20 | Nat Food Res | Complex branched cyclodextrin and production thereof |
-
1988
- 1988-05-13 JP JP63114778A patent/JPH0698012B2/ja not_active Expired - Lifetime
- 1988-08-25 US US07/236,591 patent/US4931389A/en not_active Expired - Lifetime
- 1988-09-12 GB GB8821318A patent/GB2218418B/en not_active Expired - Lifetime
- 1988-10-26 FR FR8813989A patent/FR2631342B1/fr not_active Expired - Fee Related
- 1988-10-27 DE DE3836618A patent/DE3836618C2/de not_active Expired - Fee Related
- 1988-10-28 DK DK198806030A patent/DK173098B1/da not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DK173098B1 (da) | 2000-01-10 |
| FR2631342B1 (fr) | 1993-06-25 |
| DK603088D0 (da) | 1988-10-28 |
| FR2631342A1 (fr) | 1989-11-17 |
| DE3836618A1 (de) | 1989-11-16 |
| JPH01287104A (ja) | 1989-11-17 |
| GB8821318D0 (en) | 1988-10-12 |
| JPH0698012B2 (ja) | 1994-12-07 |
| DK603088A (da) | 1989-11-14 |
| US4931389A (en) | 1990-06-05 |
| GB2218418A (en) | 1989-11-15 |
| GB2218418B (en) | 1991-06-26 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3020614C2 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Cyclodextrinen | |
| US4668626A (en) | Method for the preparation of branched cyclodextrins | |
| DE3689607T2 (de) | Cyclodextrin absorbierendes Material und seine Verwendung. | |
| DE202017007248U1 (de) | Abtrennung von Oligosacchariden aus der Fermentationsbrühe | |
| DE202017007249U1 (de) | Abtrennung von Oligosacchariden aus der Fermentationsbrühe | |
| DE2840503A1 (de) | Material zur reversiblen fixierung biologischer makromolekuele, verfahren zu seiner herstellung und seine verwendung | |
| DE3836618C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von mehrfach Glucosyl-verzweigten Cyclodextrinen | |
| DE2560532C2 (de) | ||
| DE2108748B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von als Oligoglucosylfruktosen bezeichneten Oligosaecharid-Ge mischen | |
| DE3886484T2 (de) | Heterogen vielfältig verzweigte Cyclodextrine und Verfahren zu deren Herstellung. | |
| DE69017345T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Cellobiose. | |
| DE4429018C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Enzyme immobilisierenden Trägers, Träger aus regeneriertem porösen Chitosan in Teilchenform und Verwendung des Trägers | |
| DE2909093C2 (de) | ||
| DE3438664A1 (de) | Verfahren zur herstellung pulverfoermiger kristalliner maltose | |
| EP1141370B1 (de) | Alpha-1,4-glucanketten enthaltende polysaccharide sowie verfahren zu ihrer herstellung | |
| EP0255691A2 (de) | Enzymatische Synthese von Cyclodextrinen mit alpha-Glucosylfluorid als Substrat für Cyclodextrin-alpha (1-4)glucosyl-transferase | |
| CH649302A5 (de) | Moranolin-derivate und verfahren zu deren herstellung. | |
| DE2226581C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Maltose | |
| EP0985733B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Cyclodextrin | |
| DE69329122T2 (de) | Verzweigte Cyclodextrine und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE69720604T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von verzweigten Cyclodextrinen | |
| DE69315735T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von verzweigtem Cyclodextrin | |
| DE19545478C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Gamma-Cyclodextrin | |
| DE3788908T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Zuckern aus Stärke. | |
| DE4325057C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von verzweigten Cyclodextrinen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DIRECTOR OF NATIONAL FOOD RESEARCH INSTITUTE, MINI |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |