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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von verzweigten
Cyclodextrinen. Insbesondere betrifft sie ein Verfahren zur Herstellung von
N-Acetylglucosaminyl-cyclodextrinen, wobei die N-Acetylglucosaminylgruppe an eine Hydroxylgruppe des
Cyclodextrin-Ringes (Cyclodextrin wird hier nachstehend als CD bezeichnet) durch β-
Bindung dazwischen gebunden ist; von Glucosaminyl-CDen, wobei die Glucosamiriylgruppe
an eine Hydroxylgruppe des CD-Ringes durch β-Bindung dazwischen gebunden ist, und
seiner Salze; von N-Acetylgalactosaminyl-CDen, wobei die N-Acetylgalactosaminylgruppe
an eine Hydroxylgruppe des CD-Ringes durch β-Bindung dazwischen gebunden ist; von
Galactosaminyl-CDen, wobei die Galactosaminylgruppe an eine Hydroxylgruppe des CD-
Ringes durch β-Bindung dazwischen gebunden ist, und seiner Salze, durch eine enzymatische
Reaktion.
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CD ist ein cyclisches Dextrin, das Glucosegruppen umfasst, die über eine α-1,4-Bindung
verbunden sind; und wobei α-, β-, und γ-CDe, die jeweils 6 beziehungsweise 7,
beziehungsweise 8 Glucosegruppen umfassen, gut bekannt sind. Kürzlich sind verzweigte
CDe mit verbesserter Löslichkeit hergestellt worden, bei denen ein Substituent, wie z. B. eine
Glucosyl- oder eine Maltosylgruppe, an den CD-Ring über eine α-1,6-Bindung gebunden ist.
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Da sich in diesen Cyclodextrinen intrainolekulare hydrophobe Hohlräume befinden, sind
diese CDe und verzweigten CDe in der Lage, Einschlusskomplexe zu bilden, und haben daher
die Eigenschaft, verschiedenartige ölige Substanzen in sich aufzunehmen. Da sie die
vorstehend erwähnte Eigenschaft besitzen, werden solche CDe und verzweigte CDe auf dem
Gebiet der Nahrungsmittelindustrie, der Kosmetikindustrie und der medizinischen Industrie
häufig verwendet.
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Insbesondere wird besonders auf dem Gebiet der medizinischen Industrie beobachtet, dass
schwer lösliche Arzneistoffe mit verzweigten CDs komplexiert werden, um damit ihre
Löslichkeit zu erhöhen, um eine Erhöhung der Bioverfügbarkeit der Arzneistoffe zu erreichen.
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Um schädigende Nebenwirkungen von Arzneistoffen zu vermindern, sind verschiedenartige
Untersuchungen über die Eigenschaften von Sacchariden, die spezifische Zellen erkennen,
durchgeführt worden, um sie als Sensoren für Arzneimittelträger an die Zielzellen in
Arzneistoftbeförderungssystemen zu nutzen. Insbesondere ist gut bekannt, dass Galactose eine
starke Affinität für Lebergewebe und dass Mannose eine starke Affinität für
Leberparenchymzellen, Leber-Nonparenchymzellen, und Makrophagen besitzt.
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Durch die Nutzung einer enzymatischen Transglycolisierungs- und Kondensationsreaktion
sind wir schon bei der Herstellung von Galactosyl-CDen und Mannosyl-CDen, die eine
Galactosyl- oder Maimosylgruppe an die Glucosylgruppe des CD-Ringes gebunden haben,
erfolgreich gewesen. Darüber hinaus sind wir auch bei der Herstellung von
Galactosyl-verzweigten CDen und Mannosyl-verzweigten CDen, die eine Galactosyl- oder eine
Mannosylgruppe an die Glucosylgruppe in der Seitenkette des verzweigten CD-Ringes gebunden
haben, erfolgreich gewesen.
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Andererseits sind N-Acetylglucosamin und sein deacetyliertes Derivat Glucosamin
Saccharide, die Chitin ausmachen, das die notwendige Komponente in der Schale von
Muscheln oder Hummern ist. Dies sind die zu Grunde liegenden Saccharidgruppen, welche
die Glycoketten von verschiedenen Sacchariden ausmachen, die eine wichtige Rolle bei der
Zellerkennung spielen.
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Auf ähnliche Weise ist ein Analoges von N-Acetylglucosamin, das N-Acetylgalactosamin
auch die zu Grunde liegende Saccharidgruppe, welche die Glycoketten von verschiedenartige
Sacchariden ausmacht, die eine wichtige Rolle bei der Zellerkennung spielen.
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Durch die Nutzung der Bildung von Einschlusskomplexen der CDe und der vorstehend
erwähnten Eigenschaften von N-Acetylglucosamin und Glucosamin, haben wir, die Erfinder,
mehrere Versuche unternommen, um N-Acetylglucosaminyl-CDe, die eine
N-Acetylglucosaminylgruppe an den CD-Ring gebunden haben, herzustellen, um sie für
Arzneistoffbeförderungssysteme anzuwenden und auch für das Löslichmachen von schwer löslichen
Arzneistoffen anzuwenden.
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Wir haben früher herausgefunden, dass Lysozym und andere N Acetylglucosaminidasen
effizient für die Herstellung von N-Acetylglucosaminyl-verzweigten CDen, die eine N-
Acetylglucosaminylgruppe an eine Hydroxylgruppe in der verzweigten Seitenkette des
verzweigten CD-Ringes gebunden haben, durch eine transferierte β-Bindung aus
N-Acetylchitooligosacchariden verwendet werden (siehe japanisches Patent Kokai Nr. 8-325304
(325304/1996)).
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Jedoch ist das vorstehend erwähnte Verfahren insofern problematisch, als dass die
N-Acetylchitooligosaccharide, die als die Saccharid-Donatoren verwendet werden, teuer sind.
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Obwohl Lysozym und andere N-Acetylglucosaminidasen, die hier verwendet werden, auf den
Akzeptor (verzweigte CDe) wirken können, um die N-Acetylglucosaminylgruppe an die
verzweigte Seitenketteneinheit davon zu binden, konnten sie nicht bewirken, eine solche N-
Acetylglucosaminylgruppe direkt an α-, β- und γ-CDe, die keine verzweigte Kette haben, zu
binden.
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JP-A-8-173 181 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von verzweigten Hetero-CDen durch
Umsetzung eines CDs und eines Heterooligosaccharides in Anwesenheit eines
zweigabspaltenden Enzyms. EP-A-0565105 beschreibt eine Verfahren zur Herstellung von Galactosyl-
CD.
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In der gegebenen Situation haben wir, die Erfinder, weitere Studien durchgeführt und haben
nun herausgefunden, dass N-Acetylhexosaminidasen beim effizienten Herstellen eines N-
Acetylglucosaminyl-CDs oder eines N-Acetylgalactosaminyl-CDs aus einem Gemisch, das
aus einem N Acetylglucosamin oder einem N-Acetylgalactosamin und einem CD besteht,
wirksam ist. Basierend auf dieser Entdeckung haben wir die vorliegende Erfindung
abgeschlossen.
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Folglich betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von verzweigten
CDen mit einer beliebigen Gruppe aus einer N-Acetylglucosaminyl-, Glucosaminyl-, N-
Acetylgalactosaminyl- und Galactosaminylgruppe, die an eine Hydroxylgruppe des CD-
Ringes durch β-Bindung gebunden ist, und seinen Salzen; wobei das Verfahren die
Umsetzung einer N-Acetylhexosaminidase mit einer Lösung, die ein CD und eine N-
Acetylglucosamin oder ein N-Acetylgalactosamin enthält, und gegebenenfalls die
Deacetylierung des so erhaltenen Produkts umfasst.
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Fig. 1 ist ein Hochleistungsflüssigkeitschromatogramm des Reaktionsgemisches aus Beispiel
1, das durch eine Säule vom Amidtyp durchgelaufen ist.
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Fig. 2 ist ein Hochleistungsflüssigkeitschromatogramm des Reaktionsgemisches aus Beispiel
1, das durch eine Umkehrphasensäule durchgelaufen ist.
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Fig. 3 ist ein FAB-MS Spektrum des Reaktionsprodukts A von Beispiel 1.
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Fig. 4 ist ein ¹³C-NMR Spektrum des Reaktionsprodukts A von Beispiel 1.
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Fig. 5 ist ein Hochleistungsflüssigkeitschromatogramm des Reaktionsgemisches aus Beispiel
2, das durch eine Säule vom Amidtyp durchgelaufen ist.
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Fig. 6 ist ein Hochleistungsflüssigkeitschromatogramm des Reaktionsgemisches aus Beispiel
3, das durch eine Säule vom Amidtyp durchgelaufen ist.
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Fig. 7 ist ein Hochleistungsflüssigkeitschromatogramm des Reaktionsgemisches aus Beispiel
4, das durch eine Säule vom Amidtyp durchgelaufen ist.
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Fig. 8 ist ein Hochleistungsflüssigkeitschromatogramm des Reaktionsgemisches aus Beispiel
4, das durch eine Umkehrphasensäule durchgelaufen ist.
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Fig. 9 ist ein ¹³C-NMR Spektrum des Reaktionsprodukts G aus Beispiel 4.
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Nachstehend wird die vorliegende Erfindung im Detail beschrieben.
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Die verzweigten CDs, die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt wurden, schließen
zum Beispiel 6-O-β-D-N-Acetylglucosaminyl-α-CD,
6-O-β-D-N-Acetylglucosaminylβ-CD, 6-O-β-D-N-Acetylglucosaminyl-γ-CD, 6-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-α-CD,
6-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-β-CD, 6-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-γ-CD, 6-O-
β-D-Glucosaminyl-α-CD, 6-O-β-D-Glucosaminyl-β-CD, 6-O-β-D-Glucosaminyl-γ-
CD, 6-O-β-D-Galactosaminyl-α-CD, 6-O-β-D-Galactosaminyl-β-CD,
6-O-β-D-Galactosaminyl-γ-CD, 3-O-β-D-N-Acetylglucosaminyl-α-CD,
3-O-β-D-N-Acetylglucosaminyl-β-CD, 3-O-β-D-N-Acetylglucosaminyl-γ-CD,
3-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-α-CD, 3-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-β-CD,
3-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-γ-CD, 3-O-β-D-Glucosaminyl-α-CD, 3-O-β-D-Glucosaminyl-β-CD, 3-Q-β-D-
Glucosaminyl-γ-CD, 3-O-β-D-Galactosaxninyl-α-CD, 3-O-β-D-Galactosaminyl-β-CD,
3-O-β-D-Galactosaminyl-γ-CD, 2-O-β-D-N-Acetylglucosarninyl-α-CD, 2-O-β-D-N-
Acetylglucosaminyl-β-CD, 2-O-β-D-N-Acetylglucosaminyl-γ-CD,
2-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-α-CD, 2-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-β-CD,
2-O-β-D-N-Acetylgalactosaminyl-γ-CD, 2-O-β-D-Glucosaminyl-α-CD, 2-O-β-D-Glucosaminyl-β-CD, 2-O-
β-D-Glucosaminyl-γ-CD, 2-O-β-D-Galactosaminyl-α-CD, 2-O-β-D-Galactosaminyl-β-
CD und 2-O-β-D-Galactosaminyl-γ-CD ein.
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Nachstehend werden von diesen Beispielen die Strukturformeln (Nr. 1 bis 12) von typischen
Verbindungen gezeigt, wobei n 5 bis 7 bedeutet.
Strukturformel 1:
Strukturformel 2:
Strukturformel 3:
Strukturformel 4:
Strukturformel 5:
Strukturformel 6:
Strukturformel 7:
Strukturformel 8:
Strukturformel 9:
Strukturformel 10:
Strukturformel 11:
Strukturformel 12:
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Die verzweigten CDe der vorliegenden Erfindung können durch Umsetzung einer N-
Acetylhexosaminidase mit einer Lösung, die ein CD und ein N-Acetylglucosamin oder ein
N-Acetylgalactosamin enthält, und danach gegebenenfalls durch Deacetylierung des so
erhaltenen Produkts, hergestellt werden.
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Die Deacetylierung kann mit jeder beliebigen bekannten Verfahren durchgeführt werden, zum
Beispiel einschließlich einer Verfahren, in der das Produkt mit einer alkalischen Lösung
(siehe Sannan, T., Kurita, K., Iwakura Y.; Makromol. Chem., 177, 3589-3600, 1976)
umgesetzt wird, und einer Verfahren, in der das Produkt mit einen Ionenaustauscherharz
bearbeitet wird.
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Ein beliebiges α-CD, β-CD oder γ-CD wird im Wesentlichen als die Ausgangsverbindung in
der vorliegenden Erfindung verwendet. Ein Gemisch von diesen ist auch anwendbar.
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Es ist wünschenswert, dass N-Acetylglucosamin und N-Acetylgalactosamin, die in der
vorliegenden Erfindung verwendet werden, von hoher Reinheit sind. Jedoch sind auch solche, die
Oligosaccharide enthalten, anwendbar.
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In dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine N-Acetylhexosaminidase
verwendet, die auf die Lösung, die ein N-Acetylglucosamin oder ein N-Acetylgalactosamin und
ein CD enthält, wirkt, während sie die Kondensation zwischen den beiden enzymatisch
katalysiert, oder das heißt, die Reaktion dazwischen, entgegengesetzt einer Hydrolyse, wobei
die N-Acetylglucosaminyl- oder die N-Acetylgalactosaminylgruppe an das CD durch β-
Bindung dazwischen gebunden wird, um das beabsichtigte N-Acetylglucosaminyl-CD oder
das N-Acetylgalactosaminyl-CD zu geben.
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Solch ein Enzym für die Verwendung in der vorliegenden Erfindung ist in der Natur weit
verbreitet. Zum Beispiel ist eine aus Pflanzen gewonnene N-Acetylhexosaminidase, die aus der
Jackbohne (canavalia ensiformis) extrahiert werden kann, bekannt.
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Im Reaktionssystem der vorliegenden Erfindung ist es wünschenswert, dass die
Konzentration des CDs in der Lösung (wässrige Lösung oder Suspension), die ein CD und ein N-
Acetylglucosamin oder ein N-Acetylgalactosamin enthält, von 1 bis 40% (Gew.-%) reicht,
während die Konzentration von N-Acetylglucosamin oder N Acetylgalactosamin darin von 5
bis 50% (Gew.-%) reicht. Es ist passend, dass das Gewichtsverhältnis von
N-Acetylglucosamin oder N-Acetylgalactosamin zum CD zwischen 1/10 und 50/1 liegt, aber
vorzugsweise zwischen 1/1 und 5/1.
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Der pH-Wert des Reaktionssystems kann zwischen 3 und 10 liegen, vorzugsweise zwischen 4
und 7; und die Reaktionstemperatur kann zwischen 20ºC und 70ºC liegen, vorzugsweise
zwischen 40ºC und 60ºC.
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Dadurch, dass eine enge Beziehung mit der Reaktionszeit besteht, kann die Menge des zu
verwendenden Enzyms so sein, dass die Reaktion innerhalb einer Zeitdauer von 5 bis 200
Stunden beendet wird, vorzugsweise innerhalb von 10 bis 50 Stunden, was jedoch nicht
begrenzend ist.
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Die Deacetylierung kann gemäß jeder beliebigen gewöhnlichen Verfahren durchgeführt
werden, so wie hier vorstehend erwähnt. Zum Beispiel kann das N Acetylglucosaminyl-CD
oder das N-Acetylgalactosaminyl-CD mit einer alkalischen Lösung behandelt werden.
Bezüglich der Bedingungen dieser Behandlungen wird auf die in gewöhnlichen Verfahren
genannten, bezug genommen. Zum Beispiel kann im Reaktionssystem für die Deacetylierung
die Konzentration des N-Acetylglucosaminyl-CDs oder des N-Acetylgalactosaminyl-CDs
von 0,1 bis 50% (Gew./Vol.) reichen, vorzugsweise von 0,5 bis 10% (Gew./Vol.).
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Eine bevorzugte alkalische Lösung, die für die Deacetylierung anwendbar ist, ist eine Lösung
aus Natriumhydroxid, deren Anwendung jedoch nicht begrenzend ist. Jede Lösung mit der die
beabsichtigte Deacetylierung bewirkt wird, ist hierfür anwendbar.
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Die Reaktionstemperatur und die Konzentration und die Art der verwendeten alkalischen
Lösung stehen in enger Beziehung zueinander. Im allgemeinen ist es daher passend, jedoch
nicht begrenzend, dass die Konzentration der zu verwendenden Natriumhydroxidlösung 0,1 bis
50% (Gew./Vol.) beträgt, dass die Temperatur zwischen 10ºC und 100ºC liegt und dass die
Reaktionszeit zwischen 0,1 Stunde und 120 Stunden liegt.
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Nach der Deacetylierung wird das Reaktionssystem mit einer Säure, die hineingetropft wird,
neutralisiert, dann entsalzt und danach gegebenenfalls gereinigt, um das beabsichtigte Produkt
zu erhalten.
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Das Reaktionsgemisch, wie es gemäß dem vorstehend erwähnten Verfahren erhalten wurde,
wird einer Säulenchromatographie und einer Hochleistungsflüssigkeitschromatographie
unterworfen, um dabei das Produkt, von dem das Molekulargewicht durch FAB-MS gemessen
wird und dessen Struktur durch Kernmagnetresonanz (NMR) analysiert wird, zu
fraktionieren und zu isolieren. Es wurde bestätigt, dass die Produkte, die so erhalten wurden,
verzweigte CDe, wie z. B. typischerweise solche der vorstehend erwähnten Struktuformeln 1 bis
12 sind.
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Nun wird die vorliegende Erfindung konkret mittels der folgenden Beispiele, die jedoch nicht
beabsichtigen, den Umfang der Erfindung zu beschränken, beschrieben.
Beispiel 1
(1) Kondensation
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Zu 5 ml eines 20 mM Citratpuffers (pH-Wert 5,0), der 1,11 g N-Acetylglucosamin und
1,22 g α-CD enthält, wurden 50 Einheiten N-Acetylhexosaminidase, aus Jackbohne
gewonnen, zugegeben und bei 45ºC 72 Stunden lang umsetzen gelassen.
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Ein Teil des Reaktionsgemisches wurde durch eine
Hochleistungsflüssigkeitschromatographie unter Verwendung einer Säule vom Amidtyp (Amid-80, hergestellt von Toso
Corp.) und einer Umkehrphasensäule (ODS-AQ303, hergestellt von YMC Co.) analysiert.
Die erhaltenen Daten werden in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt.
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Nach der Reaktion wurde das Enzym durch Wärme inaktiviert, und die so erhaltene
Lösung wurde einer Hochleistungsflüssigkeitschromatographie unter Verwendung einer
Umkehrphasensäule unterworfen, von der 100 mg eines Hauptprodukts A und 5 mg eines
Nebenprodukts B fraktioniert wurden.
(2) Strukturanalyse
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Durch FAB-MS Analyse wurde festgestellt, dass das Hauptprodukt A, das wie im
vorstehend erwähnten Schritt (1) isoliert wurde, ein Molekulargewicht von 1175 hat, wie in
Fig. 3 gezeigt wird. Die ¹³C-NMR Analyse des Produkts A deckte auf, dass dies 6-O-β-
D-N-Acetylglucosaminyl-α-CD (mit der vorstehend erwähnten Strukturformel 1, wobei
n = 5) ist, bei dem die N-Acetylglucosaminylgruppe durch β-Bindung an die primäre
Hydroxylgruppe an der Stelle 6 des α-CD-Ringes dazwischen gebunden ist (siehe Fig. 4).
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Andererseits wurde durch FAB-MS Analyse festgestellt, dass das Produkt B ein
Molekulargewicht von 1175 hat. Eine kleine Menge des Produkts B wurde in 20 mM
Citratpuffer (pH-Wert 5,0) aufgelöst, dann mit N-Acetylhexosaminidase bearbeitet, und danach
durch HPLC analysiert.
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Als Ergebnis wurde das Produkt B in N-Acetylglucosamin und α-CD in einem molaren
Verhältnis von 1 : 1 zersetzt. Dies verifiziert, dass das Produkt B ein Isomer (mit der
vorstehend erwähnten Strukturformel 5 oder 9, wobei n = 5) ist, bei dem die N-
Acetylglucosaminylgruppe durch β-Bindung an die sekundäre Hydroxylgruppe des α-
CD-Ringes gebunden ist.
Beispiel 2
(1) Kondensation
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Zu 5 ml eines 20 mM Citratpuffers (pH-Wert 5,0), der 1,11 g N Acetylglucosamin und
0,567 g β-CD enthält, wurden 50 Einheiten, der gleichen wie in Beispiel 1 verwendeten,
N Acetylhexosaminidase zugegeben und bei 45ºC 72 Stunden lang umsetzen gelassen.
Ein Teil des Reaktionsgemisches wurde durch eine
Hochleistungsflüssigkeitschromatographie unter Verwendung einer Säule vom Amidtyp analysiert. Die erhaltenen Daten
werden in Fig. 5 gezeigt.
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Nach der Reaktion wurde das Enzym durch Wärme inaktiviert, und die so erhaltene
Lösung wurde einer Hochleistungsflüssigkeitschromatographie unter Verwendung einer
Umkehrphasensäule unterworfen, von der 40 mg eines Hauptprodukts C und 3 mg eines
Nebenprodukts D fraktioniert wurden.
(2) Strukturanalyse
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Durch FAB-MS Analyse wurde festgestellt, dass das Hauptprodukt C, das wie im
vorstehend erwähnten Schritt (1) isoliert wurde, ein Molekulargewicht von 1337 hat. Folglich
wurde, bezugnehmend auf die Daten in Beispiel 1, bestätigt, dass dieses Produkt C eine
Verbindung (mit der vorstehend erwähnten Strukturformel 1, wobei n = 6) ist, bei dem die
N Acetylglucosaminylgruppe durch β-Bindung an die primäre Hydroxylgruppe an der
Stelle 6 des β-CD-Ringes gebunden ist.
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Andererseits wurde durch FAB-MS Analyse festgestellt, dass das Produkt D ein
Molekulargewicht von 1337 hat. Eine kleine Menge des Produkts D wurde in 20 mM
Citratpuffer (pH-Wert 5,0) aufgelöst, dann mit N-Acetylhexosaminidase bearbeitet, und
danach durch HPLC analysiert.
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Als Ergebnis wurde das Produkt D in N-Acetylglucosamin und β-CD in einem molaren
Verhältnis von 1 : 1 zersetzt. Folglich wurde, bezugnehmend auf die Daten in Beispiel 1,
vermutet, dass dieses Produkt D eine Verbindung (mit der vorstehend erwähnten Strukturformel
5 oder 9, wobei n = 6) ist, bei dem die N-Acetylglucosaminylgruppe durch
β-Bindung an die sekundäre Hydroxylgruppe des β-CD-Ringes gebunden ist.
Beispiel 3
(1) Kondensation
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Zu 5 ml eines 20 mM Citratpuffers (pH-Wert 5,0), der 1,11 g N-Acetylglucosamin und
1,62 g γ-CD enthält, wurden 50 Einheiten, der gleichen wie in Beispiel 1 verwendeten,
N-Acetylhexosaminidase zugegeben und bei 45ºC 72 Stunden lang umsetzen gelassen.
Ein Teil des Reaktionsgemisches wurde durch eine
Hochleistungsflüssigkeitschromatographie unter Verwendung einer Säule vom Amidtyp analysiert. Die erhaltenen
Daten werden in Fig. 6 gezeigt.
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Nach der Reaktion wurde das Enzym durch Wärme inaktiviert, und die so erhaltene
Lösung wurde einer Hochleistungsflüssigkeitschromatographie unterworfen, von der 200 mg
eines Hauptprodukts E und 6 mg eines Nebenprodukts F fraktioniert wurden.
(2) Strukturanalyse
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Durch FAB-MS Analyse wurde festgestellt, dass das Hauptprodukt E, das wie im
vorstehend erwähnten Schritt (1) isoliert wurde, ein Molekulargewicht von 1499 hat. Folglich
wurde, bezugnehmend auf die Daten in Beispiel 1, bestätigt, dass dieses Produkt E eine
Verbindung (mit der vorstehend erwähnten Strukturformel 1, wobei n = 7) ist, bei dem die
N-Acetylglucosaminylgruppe durch β-Bindung an die primäre Hydroxylgruppe an der
Stelle 6 des γ-CD-Ringes gebunden ist.
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Andererseits wurde durch FAB-MS Analyse festgestellt, dass das Produkt F ein
Molekulargewicht von 1499 hat. Eine kleine Menge des Produkts F wurde in 20 mM
Citratpuffer (pH-Wert 5,0) aufgelöst, dann mit N-Acetylhexosaminidase bearbeitet, und
danach durch HPLC analysiert.
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Als Ergebnis wurde das Produkt F in N-Acetylglucosamin und γ-CD in einem molaren
Verhältnis von 1 : 1 zersetzt. Folglich wurde, bezugnehmend auf die Daten in Beispiel 1,
vermutet, dass dieses Produkt F eine Verbindung (mit der vorstehend erwähnten
Strukturformel 5 oder 9, wobei n = 7) ist, bei dem die N-Acetylglucosaminylgruppe durch
β-Bindung an die sekundäre Hydroxylgruppe des γ-CD-Ringes gebunden ist.
Beispiel 4
(1) Kondensation
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Zu 5 ml eines 20 mM Citratpuffers (pH-Wert 5,0), der 1,11 g N-Acetylgalactosamin und
1,22 g α-CD enthält, wurden 50 Einheiten, der gleichen wie in Beispiel 1 verwendeten,
N-Acetylhexosaminidase zugegeben und bei 45ºC 72 Stunden lang umsetzen gelassen.
Ein Teil des Reaktionsgemisches wurde durch eine
Hochleistungsflüssigkeitschromatographie unter Verwendung einer Säule vom Amidtyp und einer
Umkehrphasensäule analysiert. Die erhaltenen Daten werden in Fig. 7 und Fig. 8 gezeigt.
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Nach der Reaktion wurde das Enzym durch Wärme inaktiviert, und die so erhaltene
Lösung wurde einer Hochleistungsflüssigkeitschromatographie unter Verwendung einer
Umkehrphasensäule unterworfen, von der 83 mg eines Hauptprodukts G und 5 mg eines
Nebenprodukts H fraktioniert wurden.
(2) Strukturanalyse
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Durch FAB-MS Analyse wurde festgestellt, dass das Hauptprodukt G, das wie im
vorstehend erwähnten Schritt (1) isoliert wurde, ein Molekulargewicht von 1175 hat. Die ¹³C-
NMR Analyse des Produkts G deckte auf, dass dies
6-O-β-D-N-Acetylgalactosaminylα-CD (mit der vorstehend erwähnten Strukturformel 2, wobei n = 5) ist, bei dem die N-
Acetylgalactosaminylgruppe durch β-Bindung an die primäre Hydroxylgruppe an der
Stelle 6 des α-CD-Ringes gebunden ist.
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Andererseits wurde durch FAB-MS Analyse festgestellt, dass das Produkt H ein
Molekulargewicht von 1175 hat. Eine kleine Menge des Produkts H wurde in 20 mM
Citratpuffer (pH-Wert 5,0) aufgelöst, dann mit N-Acetylhexosaminidase bearbeitet, und
danach durch HPLC analysiert. Als Ergebnis wurde das Produkt H in N
Acetylgalactosamin und α-CD in einem molaren Verhältnis von 1 : 1 zersetzt. Dies verifiziert,
dass das Produkt H eine Verbindung (mit der vorstehend erwähnten Strukturformel 6 oder
10, wobei n = 5) ist, bei dem die N Acetylgalactosaminylgruppe durch β-Bindung an die
sekundäre Hydroxylgruppe des α-CD-Ringes gebunden ist.
Beispiel 5
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25 mg N-Acetylglucosaminyl-α-CD (mit der vorstehend erwähnten Strukturformel 1, wobei
n = 5), das in Beispiel 1 erhalten wurde, wurde in einer 20% Natriumhydroxidlösung
aufgelöst, um davon eine Konzentration von 1% zu erreichen, die Lösung wurde dann bei 80ºC 3
Stunden lang umgesetzt.
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Nach der Reaktion wurde konzentrierte Salzsäure tropfenweise dem Reaktionsgemisch
zugegeben, um es zu neutralisieren. Dann wurde das Reaktionsgemisch unter Verwendung einer
Entsalzungsvorrichtung (Microacilizer Gl. hergestellt von Asashi Chemical Industry Co.)
entsalzt, dabei wurden 20 mg eines deacetylierten Produkts, oder das heißt einer Verbindung (mit
der vorstehend erwähnten Strukturformel 3, wobei n = 5) erhalten, bei der die
Glucosaminylgruppe durch β-Bindung an die primäre Hydroxylgruppe an der Stelle 6 des α-CD-Ringes
gebunden ist.
Beispiel 6
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25 mg N-Acetylgalactosaminyl-α-CD (mit der vorstehend erwähnten Strukturformel 2,
wobei n = 5), das in Beispiel 4 erhalten wurde, wurde in einer 20% Natriumhydroxidlösung
aufgelöst, um davon eine Konzentration von 1% zu erreichen, die Lösung wurde dann bei 80ºC
3 Stunden lang umgesetzt wurde.
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Nach der Reaktion wurde konzentrierte Salzsäure tropfenweise dem Reaktionsgemisch
zugegeben, um es zu neutralisieren. Dann wurde das Reaktionsgemisch unter Verwendung einer
Entsalzungsvorrichtung (Microacilizer Gl. hergestellt von Asashi Chemical Industry Co.)
entsalzt, dabei wurden 20 mg eines deacetylierten Produkts, oder das heißt einer Verbindung (mit
der vorstehend erwähnten Strukturformel 4, wobei n = 5) erhalten, bei der die
Galactosaminylgruppe durch β-Bindung an die primäre Hydroxylgruppe an der Stelle 6 des α-CD-
Ringes gebunden ist.
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Wie im Detail, unter Bezugnahme der Ausführungsformen davon, vorstehend beschrieben,
stellt die vorliegende Erfindung unter Nutzung einer enzymatischen Kondensation effizient
verzweigte CDs mit einer Glucosaminylgruppe oder einer Galactosaminylgruppe, die an eine
Hydroxylgruppe des CD-Ringes durch β-Bindung gebunden ist, her. Die Deacetylierung von
diesen verzweigten CDen gibt effizient verzweigte CDe mit einer Glucosaminylgruppe oder
einer Galactosaminylgruppe, die an eine Hydroxylgruppe des CD-Ringes durch β-Bindung
gebunden ist.
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Diese verzweigten CDe der vorliegenden Erfindung sind häufig verwendbar, nicht nur auf
dem Gebiet der Medizin, auch auf dem Gebiet der Nahrungsmittel und Kosmetik.