DE38346C - Selbstthätige Universaldrehbank - Google Patents

Selbstthätige Universaldrehbank

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DE38346C
DE38346C DENDAT38346D DE38346DA DE38346C DE 38346 C DE38346 C DE 38346C DE NDAT38346 D DENDAT38346 D DE NDAT38346D DE 38346D A DE38346D A DE 38346DA DE 38346 C DE38346 C DE 38346C
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DENDAT38346D
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C. E. D. WINSSINGER in Brüssel
Publication of DE38346C publication Critical patent/DE38346C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23GTHREAD CUTTING; WORKING OF SCREWS, BOLT HEADS, OR NUTS, IN CONJUNCTION THEREWITH
    • B23G1/00Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor
    • B23G1/02Thread cutting; Automatic machines specially designed therefor on an external or internal cylindrical or conical surface, e.g. on recesses
    • B23G1/04Machines with one working-spindle
    • B23G1/06Machines with one working-spindle specially adapted for making conical screws, e.g. wood-screws

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Turning (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT?
Zweck der Erfindung. Vorliegende Maschine vollführt absolut selbstthätig nachfolgende Arbeiten:
i. Abdrehen und Schlitzen der Holz-bezw. Metallschraubenköpfe; 2. Gewindeschneiden an Holzschrauben, Stützkegeln, Augbolzen, Bodenschrauben u. dergl. nach einem beliebigen Profil, namentlich dem Bohrspitzenprofil, ohne dafs die 'zu bearbeitenden Gegenstände vorher angespitzt zu werden brauchen; 3. Gewindeschneiden an Metallschrauben,' Bolzen, Muttern und Stangen bezw. in Löcher beliebiger Form; 4. in metallische Gegenstände Löcher anbohren bezw. nachbohren; 5. aus metallischen Stäben Arbeitsstäbe ausschneiden, welche eine Rotationsfläche von beliebigem Profil bilden, was gewöhnlich auf speciellen Facondrehbänken ausgeführt wird; 6. Guillochiren der auf der Drehbank bearbeiteten Gegenstände; 7. Fräsen der vier- bezw. vielseitigen Schraubenköpfe, Bolzen bezw. Muttern; gleichviel ob an die Stangen durch Stampfen, Stanzen bezw. Schmie den die Köpfe gebildet sind, um nachher von der Maschine bearbeitet zu werden, oder ob die Arbeitsstücke aus cylindrischen Stangen bestehen, an welchen durch Abschneiden des Materials ein vielseitiger oder sonstwie geformter Kopf gebildet wird; 8. Stangen, Stäbe bezw. Röhren auf bestimmte Länge abschneiden; 9. Gegenstände anfertigen, deren Oberfläche durch zwei rechtwinklig auf einander stehende Rotationsachsen gebildet wird, z. B. Bettstellschrauben u. dergl. Wie aus nachstehender Beschreibung hervorgeht/ können mehrere dieser Arbeiten durch die Maschine gleichzeitig an einer fast unbegrenzten, den Dimensionen der Maschine entsprechenden Zahl von Gegenständen verrichtet werden.
Beschreibung. Die. Maschine besteht im wesentlichen aus einer mit drei Planscheiben versehenen Welle; eine dieser Planscheiben trägt die Arbeitsstücke, die zweite das Werkzeug und die dritte dient zur Führung und zum Antrieb der Werkzeuge.
Der Arbeitsstückhalter wird in eine inter-. mittirende und drehende Bewegung versetzt. Während der Umdrehungen wird derselbe von .einem Zufuhrungsapparat aus gespeist; während der Ruheperiode arbeiten die Werkzeuge, Also während der Arbeit stehen die Arbeitsstücke fest und unbeweglich, und die Werkzeuge rotiren, indem ein jedes derselben das vor ihm stehende Arbeitsstück angreift. Jedes Arbeitsstück bewegt sich, nachdem es auf der betreffenden Planscheibe angelangt ist, vor den verschiedenartigen, auf der Werkzeughalterplanscheibe angeordneten Werkzeugen, und hält nur einmal an vor einem Werkzeug jeder Art. Sollen z. B. Schraubenköpfe gedreht und geschlitzt werden, so wird jede dem Arbeitsstückhalter zugeführte Schraube ein einziges Mal vor einer Schlitzsäge und nachher ebenfalls ein einziges Mal vor einem Drehstahl bezw. Fräser angehalten und nachher aus der Maschine herausgetrieben.
Dieses Resultat wird in einfachster Weise folgendermafsen erreicht: Die Stücke lagern sich auf dem Arbeitsstückhalter in Zellen, welche auf einem mit der Planscheibenwelle concentrischen .Kreis in gleichmäfsiger Vertheilung angeordnet sind. Es sei d ° die Gradzahl der Bogen zwischen je zwei Zellen; die Werk-
zeuge stehen den Arbeitsstücken gegenüber, jedoch derart aus einander, dafs die Zwischenräume bestimmte, der Anzahl der Werkzeuge und Werkzeugsorten entsprechende Multiplicanden von bilden. Trägt z. B. die Werkzeughalterplanscheibe nur vier ähnliche Fräser (siehe Diagramm, Fig. I, Blatt I), so stehen dieselben um 5 aus einander und der Arbeitsstückhalter wird sich jedesmal um 4 drehen.
Es sei zur Verdeutlichung der Kreis in 36 Bogen je zu io° (also d = io°) eingetheilt und die vier Fräser gegenüber den um 50 ° aus einander stehenden Punkten F1 F2 F3 F4 angeordnet; es wird in jeder Aushöhlung der Arbeitsstückhalter beim Vorübergang an den Zuführer A in der Richtung der Pfeile f ein Arbeitsstück gestellt. Indem die Arbeitsstückhalterplanscheibe nach jeder Drehperiode um 4 bezw. 400 rotirt, wird jedes Stück ohne Ausnahme der Reihe nach und nur ein einziges Mal einem Fräser gegenüber gehalten. Beim Vorbeigehen an den anderen Fräsern geht dasselbe, ohne anzuhalten, weiter, und wird es bei B ausgetrieben.
Sollen, als zweites Beispiel, drei Schrauben zu gleicher Zeit geschlitzt und abgedreht werden, so wird die Werkzeughalterplanscheibe mit drei Sägen nebst drei Fräsern versehen; die einzelnen Sägen, sowie die einzelnen Fräser stehen um 400 aus einander und der erste Fräser steht um drei bezw. sechs bezw. neun bezw. zwölf u. s. w. Zwischenräume von je io° hinter einer der Sägen zurück. Die Arbeitsstückhalterplanscheibe wird jedesmal um drei Zwischenräume bezw. um 300 vorgerückt. Auf diese Weise wird jedes Stück, bevor es herausgetrieben wird, nur einer Säge und auch nur einem Fräser begegnen.
Fig. II zeigt beispielsweise die Anordnung, bei welcher der erste Fräser um drei Zwischenräume gegen die dritte Säge versetzt ist.
Bezeichnet man im allgemeinen mit den Zwischenraum zwischen den Zellen des Arbeitsstückhalters und mit χ die Zahl der Werkzeuge A, mit χ diejenige der Werkzeuge B, mit χ diejenige der Werkzeuge C u. s. w., so werden die Werkzeuge einer und derselben Art um (x -\- 1) aus einander stehen, "und wird in der Drehungsrichtung f das erste Werkzeug jeder einzelnen Art um η χ d° gegen dasjenige der vorhergehenden Sorte versetzt sein, wobei η einen beliebig zu wählenden und dem Durchmesser der Planscheibe, sowie der erforderlichen Stellung der Werkzeuge entsprechenden Coefficienten bezeichnet.
Die intermittirende Rotation der Arbeitsstückhalterplanscheibe wird bei jeder Bewegung χ d° betragen. Die Zahl der Löcher bezw. Zellen der Arbeitsstückhalter soll ein Multiplicand von χ sein.
Die Anordnung der Werkzeuge kann also nach diesem Verfahren eine aufserordentlich verschiedene sein, wobei dieselbe jedoch stets dem erwähnten Zwecke entsprechen, d. h. dafs jedes Arbeitsstück ein einziges Mal vor einem Werkzeug jeder Sorte halten soll. Unter den möglichen Cömbinationen wird diejenige gewählt, welche in jedem einzelnen Falle den Dimensionen der Arbeitsstücke und der Werkzeuge am besten entspricht.
Die Maschine, Fig. 1 bis 52, besteht aus zwei Wellen P und Q., welche in einem durch zwei senkrecht gegen einander verankerte Rahmen gebildeten Gestell gelagert sind. Auf der unteren Welle sitzen: 1. eine den Treibriemen tragende Scheibe A\ 2. die lose Scheibe A1; das Zahnrad B, welches vermittelst eines Räderpaares CC1, dessen Achse am. Gestell befestigt ist, das kleinere Zahnrad -D treibt; 3. die Scheibe E, welche seitlich mit Knaggen und aufserdem noch mit zwei Kränzen e e1 versehen ist, durch deren veränderlich schiefe Ebenen die Hebel F F1 wie nachstehend bewegt werden; 4. auf derselben sitzt weiter noch ein Excenter G, welches vermittelst Zugstangen Gl den Zuführungsbehälter in schwingende Bewegung versetzt; 5. endlich noch die nur zum Theil an der Peripherie verzahnte Scheibe H, welche das Rad K in intermittirende Bewegung versetzt. Auf Welle P sitzen: 1. eine auf die Welle gekeilte Nuthenscheibe L; dieselbe trägt seitlich eine schräge, bei Rad K liegende Erhöhung, auf welche sich die Gabel des Hebels M stützt, dessen Drehstift am Gestell befestigt ist; 2. das vermittelst eines sehr dünnen Keiles aufgekeilte Zahnrad K; dasselbe trägt seitlich in der Nähe der Erhöhung an Scheibe L eine ähnliche Erhöhung, welche die erste sofort zurückdrängen würde, sobald durch Abscheerung zufolge einer unerwarteten Kraftäufserung während des Zuführungsprocesses das dünne Keilchen abreifsen sollte; durch diese Bewegung der Scheibe L würde sodann Hebel M ausgerückt und durch Arm M1 die durchgehende Stange m ausgerückt werden; letztere würde die Treibrolle losdrücken und daher die Maschine augenblicklich zum Stehen gebracht und jedem Bruch vorgebeugt werden; 3. die von der Welle P mitgenommene, jedoch unter Einwirkung des Hebels F und der im Innern der Welle P angeordneten Stange ρ die Welle P entlang gleitende Nuthenscheibe N; 4. die auf die Welle gekeilte Arbeitsstückhalterplanscheibe; die Peripherie derselben trägt einen Kranz o1, in welchem gleichmäfsig vertheilte Zellen angeordnet sind zur Aufnahme der zu bearbeitenden Stangen bezw. Gegenstände (s. Fig. 8). Dieser ringförmige Kranz ist von dem Reifen der festen Planscheibe R umgeben; letztere ist über die Nabe
der Planscheibe ο gestülpt; sie kann sich jedoch nicht drehen, weil dieselbe an dem Gestell vermittelst einer am Quersteg η geschraubten Klaue befestigt ist. Der Reifen der Planscheibe R ist mit einer jedem Werkzeug gegenüber gelegenen Nuth versehen; in jede derselben gleitet ein durch Hebel T bewegtes Gleitstück S. Die einzelnen Hebel T haben ihren Drehpunkt bei t auf Planscheibe R, und genügt eine kleine Bewegung derselben, um das Gleitstück während der Arbeit der Messer fest gegen das zu befestigende Arbeitsstück zu drücken. Da die seitliche Bewegung der Scheibe N gröfser wie erforderlich ist, um die Hebel zu bewegen, sind letztere aus zwei im Punkt u an einander gelenkten Theilen zusammengesetzt, und der auf die einzelnen Backen wirkende Druck wird durch die am Hebeltheil t" sitzende Feder t1 erzeugt, deren Wirkungskraft durch Verstellen desselben geändert werden kann. Ist das Gleitstück fest angezogen, so kann Scheibe N weiter rotiren, ohne dafs vermöge der Wirkung der Kupplung u der auf- den Gegenstand einwirkende Druck die gestellte Grenze überschreiten kann. Sobald N sich wieder gegen die feste Scheibe R dreht, kehrt Theil t"'< des Hebels in die frühere Stellung zurück und der Hebel schwingt auf Punkt t und hebt die Backen durch Ansätze t" empor. Diese Schwingung wird durch Aufschlagen auf einen Mitnehmer tIV hervorgebracht, welcher eine kleine Schiefebene am Theil t" berührt; durch mehr bezw. weniger Vorrücken der Mitnehmer ist man im Stande, genau den Augenblick zu bestimmen, in welchem die Backen sich erheben sollen, um den gegen die Planscheibe ■ geprefsten Gegenstand freizulassen; 5. eine längliche, sich frei auf Welle P drehende und gleitende Muffe W; dieselbe ist an der Seite, wo sich die Planscheibe 0 befindet, mit einem Ring χ versehen, welch letzterer von der Muffe der Länge nach mitgenommen wird; durch Ring x, welcher nicht mit Muffe W rotirt, geht ein Querstift hindurch, der an der in Welle P lagernden Stange befestigt ist; ein ähnlicher Stift ist an der Scheibe angeordnet, und wird auf letztere vermöge dieser Anordnung die hin- und hergehende Bewegung der Muffe W übertragen. Die zwei Stifte gleiten in Schlitzen, welche in Welle P ausgespart sind. Auf der Muffe sind Rad D und Nuthen-,scheibe D1 festgekeilt, welche letztere unter Einwirkung des Hebels F1 die Muffe hin- und herführt. Der Rücklauf der Muffe wird, nachdem dieselbe durch Knaggen el und Hebel F1 nach Planscheibe 0 hin vorgerückt worden ist, durch eine in Welle P angeordnete Feder bewirkt, welche sich in gespannter Lage einerseits gegen einen Kragen auf'Welle P stützt und andererseits gegen einen auf Stange ρ sitzenden Ring drückt. Endlich sind auf Muffe W noch die Werkzeughalterplanscheibe Z ein Zahnrad a, sowie die Werkzeugführungsplanscheibe Y und aufserdem mehrere verstellbare Stützringe, welche die gleitende Bewegung der verschiedenen Theile begrenzen, angeordnet.
Die Anordnung der Werkzeughalterplanscheibe kann dreierlei Art sein, je nachdem es sich entweder um Axialwerkzeuge, d. h. zum Erzeugen von Rotationsflächen um die Hauptachse des Gegenstandes herum oder aber um Seitenwerkzeuge, d. h. zur Erzeugung von Rotationsflächen, deren Achse nicht mit der Hauptachse des Gegenstandes übereinstimmt, handelt. »Hauptachse« bezeichnet hier die Längsachse des Gegenstandes; die Hauptachse einer Mutter ist die Bohrungsachse.
Es wird zuerst die Axialanordnung, d. h. diejenige der Planscheibe Z, beschrieben.
Planscheibe Z ist nicht drehbar und bewegt sich nur seitlich unter Einwirkung der Ringe auf Muffe W; zu diesem Zweck ist die Planscheibe mit zwei Klauen vxv.2, Fig. 2, versehen, welche auf Querstegen η gleiten. Auf Planscheibe Z, Fig. 1, sind die der Welle P gleichlaufenden Röhren d gelagert. Letztere stehen gleichmäfsig vertheilt vor der durch die Mittelpunkte der Arbeitsstücke durchlaufenen Kreislinie und dienen zur Aufnahme der Werkzeuge, d. h. Bohrer, Schraubenstähle, Mutternbohrer, Zangen für Rändelrädchen bezw. Messerfräser u. s. w. Planscheibe Z bringt diese Werkzeuge in die Nähe der feststehenden Gegenstände und Rad α setzt dieselbe in rotirende Bewegung vermittelst der cylindrischen, auf Röhren d gekeilten Räder b. Es bleiben jetzt nur noch die sich drehenden Werkzeuge zu führen. Hierzu dient die Führungsplanscheibe Y, welche gewissermafsen die Stelle der Hand der Arbeiter vertritt. Wie Z erhält auch Planscheibe Y blos eine seitliche Bewegung in der Richtung der Achse; dieselbe gleitet zu diesem Zweck, Fig. 8, auf mehreren in Planscheibe Z feststehenden Stiften h1 und trägt mehrere den Werkzeugen gegenüberstehende Stangen h von beliebiger Länge; die Kopfenden dieser Stangen sind entweder zweckentsprechend .zugespitzt, wenn es sich darum handelt, die Hebel einer Zange aus einander zu treiben, oder dieselben bilden eine flache bezw. abgerundete Ebene, wenn es .sich nur darum handelt, einen Mutternbohrer bezw. Schraubstahl oder anderen Bohrer anzudrücken. Bewegt sich Führungsscheibe Y unter Einwirkung des Hebels F nach den Werkzeugen hin, so werden die Klemmbacken zusammengeprefst, die Schneider bezw. Fräser greifen das Arbeitsstück an. Die Bohrstähle, Mutternbohrer bezw. Bohrer dringen in das Material hinein, und zwar mit einer Geschwindigkeit,
welche nicht allein der Gestalt des Knaggens e, sondern . auch derjenigen der Spitzen entspricht, so dafs alle diese Spitzen, obgleich dieselben zugleich vortreten, jedoch verschiedenartig auf die durch dieselben bewegten mannigfaltigen Werkzeugarten einwirken können. Wir wollen nachher die Gestalt bestimmen, welche jeder Spitze am besten pafst, und setzen hier nur noch hinzu, dafs jede Spitze einzeln auf der dieselbe tragenden Stange sich dreht und somit ohne Reibung der Drehung der Werkzeuge folgen kann, ohne sich abzunutzen oder ihre ursprüngliche Gestalt zu verlieren, Fig. 8. Führungsscheibe Y wird durch zweierlei Vorrichtungen zurückgezogen: Zuerst wird dieselbe stets unter Einwirkung der gespannten, um Stift hl gelagerten Feder von Planscheibe Z entfernt gehalten; sodann wird dieselbe zurückgedrängt durch Muffe. W vermittelst eines an betreffender Stelle . auf letzterer festgeklemmten Ringes. Beide Ausrückvorrichtungen für Planscheibe Y werden den zu erzeugenden besonderen Bewegungen entsprechend angewendet. Es bleibt jetzt nur noch die Bremse und Zuführungsvorrichtung zu beschreiben.
Wie schon hervorgehoben, mufs die Bewegung der Räder K nur während des· Stillstandes der Werkzeuge stattfinden, und ist zu diesem Zweck der gezahnte Sector H angeordnet. Sobald die Berührung mit dem letzten Zahn dieses Sectors aufhört, mufs Rad K und somit die von letzterem geführte Planscheibe ο stillstehen; dieser Stillstand mufs in sehr kurzer Zeit und mit vollständig winkligen Zwischenräumen erfolgen. Um die zwar langsame, jedoch ziemlich kräftige Bewegung der. Gesammtorgane LPKNo und ρ, Fig. ι, derart zu hemmen, habe ich eine Bremsklinke /, Fig. 23 und 24, angeordnet, welche, von einer Feder angetrieben, in dem bestimmten Augenblick mittelst eines Schuhes 1 einen starken Druck auf den Reifen der Räder K ausübt. Sobald dieser Schuh die Geschwindigkeit der rotirenden Masse angenommen hat, greift die Klinke in eine Nuth und sperrt das Rad K genau an der gewünschten Stelle und ohne Stofs. Das Ausrücken der Räder wird durch eine seitlich auf Sector H angeordnete Erhöhung bewirkt, welch letztere die Klinke während der Bewegung von K abhebt. Die Abnutzung des Schuhes wird mittelst einer Schraube r nachgestellt, durch welche der Schuh niedriger gestellt und angedrückt werden kann, durch Hineindrehen derselben in die durch zwei Bolzen if ί1 getragene Mütter 5. Auch kann mittelst dieser Schraube r der Druck der Bremse regulirt werden.
Zuführungsapparat. Es kann an dieser Maschine eine beliebige Zuführvorrichtung angeordnet werden, nur soll dieselbe im Stande sein, eine aüfserordentliche Anzahl von Arbeitsstücken herbeizuschaffen, wie es die erstaunlich grofse Leistungsfähigkeit der Maschine erfordert.
Wenn es sich um Gegenstände handelt, welche mit einem Kopf versehen sind, wie z.B. Schrauben, welche in einer bestimmten Stellung auf den Arbeitsstückhalter gestellt werden sollen, und zwar so, dafs entweder der Kopf oder die Spitze dem Werkzeug zugekehrt ist, so besteht die Zuführungsvorrichtung aus einem Apparat, in welchem die. Gegenstände am Kopfende aufgehoben werden, um dann in einer Rinne hinunterzugleiten, bis an die Stelle, wo der Support bezw. die Klemmbacken dieselben angreifen.. Die Gabeln bezw. dergleichen Organe, welche die Köpfe im Behälter ergreifen, erhalten bei bekannten Anordnungen eine wechselweise schwingende Bewegung, und während dieser Zeit ist der Behälter entweder festgestellt oder es bewegt sich derselbe einer Horizontalebene entlang bezw. im Kreislauf um eine Verticalachse. Ich wende im Gegentheil in meinem Zuführungsapparat für mit Köpfen versehene Gegenstände, Fig. 9, 10, 11 und 12, eine ganz verschiedene Anordnung an, vermittelst welcher die Richtigstellung der Arbeitsstücke den Gabeln bezw. ähnlichen .zum Anheben der Kopfenden dienenden Organen gegenüber mit gröfserer Wahrscheinlichkeit gesichert wird und auch kurze Arbeitsstücke, z.B. Muttern, mit Leichtigkeit der Planscheibe zugeführt werden können. Dieselbe besteht darin, dafs der Behälter selbst in wechselweise schwingende Bewegung um eine Horizontalachse versetzt und die Gabel bezw. Coulisse (Gleitbahn) feststehend angeordnet wird; hierdurch rollen bei jeder Schwin-^ gung des Behälters alle in demselben lagernden Gegenstände von dem einen Ende des Behälters nach dem anderen und die Zahl der auf diese Weise in die Coulisse eingeführten Gegenstände ist gröfser, als wenn die letztere sich durch die Masse der angehäuften Gegenstände hindurchbewegt.
Die Fig. 9 und 10 zeigen, wie durch die Excenter G die schwingende Bewegung bewirkt wird, und weshalb es unmöglich ist, dafs. die Gegenstände die Bewegung des Behälters stören, indem dieselben sich zwischen einen beweglichen und einen festen Theil des Mechanismus stellen. Die Gegenstände haben als den einzigen denselben gebotenen Ausweg die Coulisse, in welche dieselben hineinzutreten gezwungen sind.
Beim Vorübergehen der Planscheibe 0 neigt sich die Coulisse gegen dieselbe, Fig. 10, 11 und 12. Dieser Neigung zufolge ist das Arbeitsstück bestrebt, mit dem Kopfende voraus herunterzugleiten, wobei dasselbe an eine kleine bewegliche Platte g fällt, welche sich bei jeder Passage einer Aushöhlung unter Hebel r in
eine Nuth zurückzieht. Die Platte verschliefst den Kanal, sobald ' ein Arbeitsstück vorbeigegangen ist, so dafs nur ein Arbeitsstück allein eintreten kann. Dasselbe fällt in die unter demselben vortretende Zelle und stöfst das Kopfende derart gegen eine schiefe Ebene »", dafs dasselbe nur um die gewünschte Höhe an der Planscheibenoberfläche ο vorsteht. Die Planscheibe verfolgt nun ihren Lauf, und das auf derselben lagernde Arbeitsstück geht unter der festen Planscheibe R durch deren Wandung, obgleich ganz nahe, doch der Spindel des Arbeitsstückes einen kleinen Spielraum lassend. Zu gleicher Zeit tritt das Kopfende in eine an Planscheibe R, Fig. 5, befestigte Führung y, so dafs das Stück in ganz bestimmter Versenkungslage vor das Werkzeug gelangt. Diese Führung ist jedem Werkzeug gegenüber' unterbrochen und nur gegenüber jedem Zwischenräume angebracht. Soll das Arbeitsstück am Kopfende festgeklemmt werden, z. B. bei Gewindeschneiden an Holzschrauben, so wird sich das untere Ende der Coulisse nach der der Planscheibe ο entgegengesetzten Seite hinneigen. Kranz o1, Fig. 1, ist mit einer ■ Nuth versehen, in welcher das Kopfende, ohne festgeklemmt zu werden, gelagert ist, Fig. 28 und 29, indem der ganze Druck der Klemmbacken s auf den Theil αλ α1 der Stange wirkt. In diesem Falle hat Planscheibe R einen kleinen Anschlag %, welcher die Stange der Schraube stützt von dem Augenblick an, wo dieselbe herunterfällt, bis dafs dieselbe unter den Rand der Planscheibe R greift; es setzt sich dann die Stange von selbst fest und kann nicht mehr aus der betreffenden Zelle herausfallen.
Sollen Stangen ohne Köpfe (glatte, cylindrische Stangen) der Planscheibe zugeführt werden, so wird an Stelle der Coulisse eine Röhre, Fig. 26 und 27, angewendet; dieselbe ist aufserhalb des Behälters geschlossen, innerhalb desselben aber offen. Die Stangen legen sich den Röhren parallel, nachdem der Behälter einige Schwingungen vollführt hat. Am unteren Ende der Coulisse angelangt, fällt die erste Stange herunter und rollt über eine schiefe Ebene bis in die betreffende Zelle. Die Stellung der Austreibröhre ist selbstverständlich nicht derjenigen der Coulisse der früheren Anordnung gleich; dieselbe soll so gewählt werden, dafs die Erzeugenden (Linien) der schiefen Ebene, Fig. 27, den Zellen für die Stangen parallel liegen; die Stellung des Excenters, sowie diejenige des Behälters ist sodann dementsprechend zu ändern.
Die nach einem der beiden Verfahren eingeführten Gegenstände sind während des Stillstandes der Arbeitsstückhalterplanscheibe unter Klemmbacken s gehalten und der Einwirkung des oder der Werkzeuge ausgesetzt, bis sie sich weiter bewegen und der Reihe nach an den Austreibapparat gelangen, Fig. 3 und 4. Dieser besteht aus einem Hebel b mit Federdruck, welcher das Arbeitsstück in einen Blechtrichter wirft, sobald dasselbe am Punkte bs der festen Planscheibe R vorübergeht. Der Hebelarm b hält an dem nachfolgenden ArT beitsstück still und wird von demselben die Curven 1, 2 entlang aufgehoben, Fig. 3, um der Reihe nach ausgeworfen zu werden, sobald dasselbe den Punkt b3 passirt. Solche Arbeitsstücke, wie z. B. vier-, sechs- bezw. achtseitige Schraubenmuttern, werden auf ähnliche Art und Weise, wie gleichförmige Stangen, auf der Planscheibe vertheilt, d. h. ebenfalls vermittelst einer Röhre; letztere hat aber einen rechteckigen Querschnitt und gleiten die Stücke auf eine ihrer Seitenflächen herunter, indem ihre Achse während der ganzen Dauer des Hinuntergleitens der Achse der Zelle parallel bleibt, welche sich dem unteren Theil des Rohres gegenüberstellt. Sollen an vorher maschinell geschmiedeten bezw. gestanzten Muttern die Seitenflächen abgerichtet werden, so werden die Muttern erst mit Gewinde versehen und dann auf einen provisorischen Dorn geschraubt. Die Vertheilung desselben findet nachher in ähnlicher Weise wie für die Bolzen statt. Bei Bolzen und auf provisorische Stangen' geschraubte Muttern mufs, damit die Flächen zweckentsprechend vor die Werkzeuge treten, das Kopfende die in Fig. Ill, Bl. I, gezeichnete Stellung einnehmen, d. h. die untere Kante a b mufs senkrecht auf den durch die Mitte des Arbeitsstückes gehenden Radius ρ der Planscheibe gestellt sein. Zu diesem Zwecke ist auf der festen Planscheibe R eine der Coulisse y, Fig. 5, ähnliche Rinne G G angeordnet (s. Fig. IV). Der Bolzen, welcher bei 1 in die betreffende Zelle hineinfällt, ist mit seinem Kopfende aufs Gerathewohl gerichtet; während der Drehung bringt die Rinne jedoch denselben in Stellung 3, bevor das Arbeitsstück unter die Klemmbacken tritt, wo die Kanten abgerichtet werden sollen. Die Führungen bezw. Rinnen erstrecken sich zwischen den verschiedenen Werkzeugen, und gegenüber jedem einzelnen Werkzeuge sind dieselben unterbrochen.
Werkzeughalter für Seitenwerkzeuge zweiter und dritter Sorte. Die Seitenwerkzeuge sind solche, wie Fräser, Bohrer, Sägen u. dergl., welche keine Rotationsfläche um die Hauptachse des Arbeitsstückes herum erzeugen. Derartige Flächen sind z. B. die drei Wandungen der Schlitze einer Schraube, die Seitenflächen bezw. Seiten einer Schraube oder Mutter, die Ausbohrung einer Bettstellschraube, Fig. VI, u. dergl. Um derartige Flächen zu erzeugen, wird Planscheibe Z gegen
eine solche der zweiten bezw. dritten Sorte ausgewechselt.
Fig. 19 zeigt eine Werkzeughalterplanscheibe der zweiten Sorte. Dieselbe trägt Kegelrädchen, welche die Rotation der Muffe W in zu der ersteren rechtwinklig gestellte Rotation versetzen, deren Ebenen jedoch der Achse der Muffe W parallel und der durch diese Achse und ,durch die Achse der Arbeitsstücke geführten Ebene perpendicular sind. Diese neuen Rotationsachsen sind diejenigen der Sägen zum Schlitzen der Schraubenköpfe, der Bohrer zum Durchlöchern der Bettstellschrauben, der Fräser zum Abrichten der Seitenflächen an Schraubenköpfen, welche wie in Fig. III gezeichnet liegen, u. s. w·. Die einzelnen Sägen werden, indem sie sich drehen, von Muffe W angedrückt. Die einzelnen Bohrer erhalten durch die Führungsscheibe eine vordringende Bewegung vermittelst einer in Fig. 19 und 21 gezeichneten Anordnung (unterer Theil). Die einzelnen Bohrer werden durch eine Gabel mit doppelter Coulisse e vorgetrieben und wird dieselbe von der Führungsplanscheibe angedrückt. Die Bohrstahlhalter, welche eine Verlängerung der Welle d'2 bilden, sind mit einem Kragen bezw. festen Ring 3, sowie mit einem beweglichen Ring 4 versehen; an letzterem sind zwei entgegengesetzte, vorspringende Stifte angeordnet, welche in schiefen Nuthen e1 gleiten, und der Bohrer - wird somit von Ring 4 beim Vorrücken der Gabel mitgenommen und nach vollendeter Bohrung beim Rückgang der Gabel aus dem gebohrten Loch herausgezogen.
Die Werkzeughalterplanscheibe der dritten Sorte kommt besonders in Anwendung bei Arbeitsstücken mit zwei, vier, sechs bezw. mehreren Seiten, wie vorher geschmiedete oder auch aus einem runden bezw. vieleckigen Stab ausgeschnittene Muttern in Anwendung kommende Werkzeughalterplanscheibe. Bei diesen Werkzeughaltern der dritten Sorte wird die Rotation der Welle P in andere Rotationen übergeführt, deren Ebenen zwar der Achse der Muffe W parallel kufen, jedoch mit der durch die Achse der Muffe und der des Arbeitsstückes geführten Ebene einen beliebigen Winkel bilden. Wenn es sich um sechsseitige Köpfe handelt, kommen drei verschiedene Winkelgröfsen in Betracht: Rad m, Fig. 25, treibt einen Fräser α, dessen Mittelebene sich mit der durch die Achsen der Muffe und des Arbeitsstückes geführten Ebene vereinigt, d. h. mit letzterem einen Winkel von o° bildet. Rad η dagegen treibt einen Fräser ß, dessen Mittelebene mit der durch die Achsen der Muffe und des Arbeitsstückes geführten Ebene einen Winkel von 300 bildet. Ein drittes, nicht gezeichnetes Rad treibt einen ebenfalls um 300, aber in entgegengesetzter Richtung geneigten Fräser γ. Die einzelnen Fräser α β und γ bestehen aus je zwei Scheiben , welche an ihrem Umfang verzahnt sind und um die Entfernung zwischen zwei parallel laufenden Seiten der fertigen Bolzenköpfe aus einander stehen. Die drei Fräser werden in Umdrehung versetzt und den Achsen der Muffe und des Arbeitsstückes parallel vorgerückt, und zwar unter Einwirkung der Muffe, welche die Werkzeughalterplanscheibe andrückt, bis diePeripherie der Fräser die äufseren Enden ρ q der Flächenkanten überschreiten, Fig. VIII. Durch den ersten Fräser werden Seiten 1 und 2, Fig. XIII, durch den zweiten die Seiten 3 und 4 und durch den dritten die Seiten 5 und 6 erzeugt. In dem in Fig. XIV gezeichneten Falle aber, in welchem ein sechsseitiger Kopf aus einem Rundstab gebildet werden soll, kann der Fräser nicht mehr über Punkte ρ q hinaus hervorragen, ohne den Theil, welcher unverletzt bleiben soll, anzugreifen. In solchen besonderen Fällen erhalten die Fräser aufser der oben bezeichneten drehenden und vorschreitenden auch noch eine dritte Bewegung in derselben Ebene und in einer der geraden Linie ρ-q parallelen Richtung, was in einfachster Weise wie folgt vor sich geht. Wie aus Fig. 22 und 25 ersichtlich, kann der Lagerstuhl A" B'\ indem derselbe auf Führungen z, i„ gleitet, von der Muffenachse entfernt werden; für die zwei Seiten 1 und 2,' Fig. XII, genügt es, vermittelst der Führungsplanscheibe Y eine keilförmige Gabel, Fig. 22 und 25, zwischen die Fläche D D der Planscheibe V und den Ring E E zu treiben. Dieser Ring dreht sich nicht, hebt aber vermittelst eines Kragens die gleitende Welle H und mit derselben den ganzen Lagerstuhl empor. Der Fräser α, dessen Mittelpunkt auf der Höhe des Punktes q, Fig. XV, liegt, schreitet bis an diesen Punkt vor und hebt alsdann die keilförmige Gabel, sowie den Fräser nebst Lagerstuhl derart empor, dafs der Fräser die Flächen 1 und 2, Fig. XII, in tangentialer Richtung von q nach ρ durchläuft und dabei das noch zwischen den Punkten ρ q r restirende Material wegnimmt. Die Feder L1 L1 bringt den Lagerstuhl des Fräserhalters wieder auf die Planscheibe zurück, sobald die keilförmige Gabel sich zurückzieht. Die Fräser β und γ erhalten trotz ihrer Neigung eine ähnliche Bewegung, und zwar folgendermafsen: Während Fräser β unter Einwirkung einer keilförmigen Gabel M1, Fig. 22, um eine bestimmte Höhe heraufgeht, wird derselbe Fräser von einer anderen Gabel N1 die Achse entlang derart verstellt, dafs letztere Bewegung nur die Hälfte des durch Af1 bewirkten Steigens beträgt. Dieser Doppelbewegung zufolge durchläuft der Fräser eine Ebene, welche mit der durch Muffe W und das Arbeitsstück geführten Ebene einen Winkel von .30° bildet. Diese Thatsache geht daraus her-
vor, dafs die kleinere, einem Winkel von 30 ° gegenüberstehende Seite eines rechteckigen Dreiecks der Hälfte der Hypothenuse gleich ist, Fig. XI. Es genügt daher, dafs die Neigung der Keile Ai1 das Doppelte derjenigen der Keile N1 betrage. (Ich bezeichne mit Neigung eines Keiles die geometrische Tangente des Keilwinkels.) Bei acht- bezw. mehrseitigen Köpfen müssen die einzelnen Köpfe der Reihe nach der Wirkung von vier anstatt drei Fräsern ausgesetzt und die Neigung der schiefen Fräser, sowie das Neigungsverhältnifs der Keile entsprechend abgeändert werden. Soll z. B. ein um 450 geneigter Fräser in der Richtung seiner Achse vorgeschoben werden, so mufs die Neigung des den Fräser in der Richtung seiner Achse verstellenden Keiles zu der Neigung des Keiles, welcher den Lagerstuhl erhebt, im Verhältnifs von ]/'2 : 2 stehen.
Es sei hier bemerkt, dafs die vorher mit Köpfen versehenen Bolzen in der durch Coulisse Fig. IV bewirkten Stellung Fig. XIII zur Bearbeitung gelangen, wogegen die aus einem Stab ausgeschnittenen Köpfe die in Fig. XII gezeigte Stellung einnehmen, d. h. so, dafs der Scheitel auf Radius ρ fällt. Jedoch ist die Maschine auch im Stande, dieselbe in die in Fig. XIII gezeigte Stellung zu bringen. Dies hat bei Bearbeitung sechsseitiger Köpfe keine grofse Bedeutung, wohl aber eine sehr grofse Bedeutung bei vierseitigen bezw. achtseitigen Köpfen, wenn mehrere Seiten des Arbeitsstückes dem Radius ρ parallel und die übrigen senkrecht auf denselben gestellt sind.
Sollen in einem Rundstab senkrecht auf Radius ρ gestellte Seiten 1 und 2, Fig. XIIbis, ausgeschnitten werden, so kommt dabei die in Fig. 19 und 20 veranschaulichte Vorrichtung in Anwendung. Ein viereckiger, im Arbeitsstückhalter gleitender und von demselben mitgenommener Keil K1 begegnet auf der festen Planscheibe R einer Erhöhung 1, welche denselben gegen die Werkzeughalterplanscheibe hin vordrückt; der Keil greift in eine Aushöhlung und darauf macht die Werkzeughalterplanscheibe (welche für diesen besonderen Fall um einige Grade zwischen zwei Anschlägen um ihre Achse schwingen kann) die Rotation der Arbeitsstückhalterplanscheibe mit. Nachdem dieselbe jedoch einige Grade durchlaufen hat, schlägt der Keil an eine zweite Erhöhung 2 der festen Planscheibe R an, welche denselben aus der Aushöhlung der Werkzeughalterplanscheibe herauszieht. Letztere tritt dabei in ihre vorherige .Stellung unter Einwirkung einer sehr, starken, nicht gezeichneten Feder zurück, und gerade während dieses Rücklaufes greift der Fräser die Seiten 1 und 2, Fig. XII, bis auf volle Tiefe gegen den unverletzt zu bleibenden Theil des Rundstabes an (r ρ q, Fig. XV). Die hierdurch erzeugten Seiten bilden zwar keine richtigen Ebenen, .es sind vielmehr Theile von cvlindrischen Flächen, deren Radius = p' p" ist; da jedoch diese Radien eine Länge von wenigstens 30 cm besitzen, so ist es in der Praxis unmöglich, zu erkennen, dafs die Seiten 1 und 2 keine richtig flachen Ebenen sind.
Die drei Sorten Werkzeughalter können zu gleicher Zeit angewendet werden. Fig. 8 bis 8bls zeigen beispielsweise die Combination der. ersten und zweiten Sorte, welche vier Fräser f zum Abdrehen und vier Sägen s zum Schlitzen der Köpfe tragen. Behufs Vereinfachung sind die .Werkzeuge auf der Zeichnung nicht angegeben; Fig. 20 und 21 zeigen aber eine durch eine Schraubenmutter zwischen zwei Ringe geklemmte Säge s.
Die in die verlängerten Werkzeugröhren d gesteckten Fräser werden unten näher beschrieben. Schnitt Fig. 8 zeigt zweierlei Sorten von Werkzeugen in derselben Verticalebene, aber nur zur Vereinfachung der Zeichnung, denn die richtige Stellung ist diejenige der Fig. 8bis; die vier Sägen s stehen um 500 aus einander, und der erste Fräser steht um 400X 2 = 8o° hinter der ersten Säge zurück. Der Arbeitsstückhalter dreht sich um 40° auf einmal; die Maschine ist also im Stande, in diesem Falle vier Schraubenköpfe zugleich zu vollenden; letztere Anzahl ist nur aufs Geradewohl gewählt und kann dieselbe eine beliebige sein; man braucht nur die Zahl der Werkzeuge, sowie die Stärken einiger Theile der Maschine zu vergröfsern.
Axialwerkzeuge. 1. Fräser mit Scharnier bezw. Spindelbewegung. Wir wollen zuerst diejenigen Werkzeuge betrachten, welche dazu dienen, Arbeitsstücke mit complicirtem Profil abzudrehen, wie in Fig. 35, 36 und 37, in welchen A das zu bearbeitende Arbeitsstück darstellt. Bei diesem Arbeitsstück stehen die Seiten senkrecht zur Achse nach dem Werkzeug hin oder in entgegengesetzter Richtung. Das Werkzeug besteht aus je zwei um eine Spindel drehbaren Backen (Hebelbacken). Die beiden Spindeln sind einander parallel und werden von einer cylindrischen Röhre getragen, deren Achse in der verlängerten Achse des Arbeitsstückes liegt und welche, vom Zahnrad b, Fig. i, getrieben, um diese Achse herum rotirt. Die beiden Backen werden durch eine Feder, Fig. 40 bis 42, aus einander getrieben, dagegen näher an einander gerückt, sobald eine konische Spitze die Hebel, welche die an der anderen Seite des Zapfens gelegenen Verlängerungen der Backen darstellen, aus einander treibt. Damit Backenbewegung möglich sei, müssen alle nach den Werkzeugen gerichteten flachen Ebenen durch eine auf der Achse des Arbeitsstückes drehbare
Backe B, Fig. 35, 36 und 37, erzeugt werden. Alle übrigen entgegengesetzten flachen Ebenen müssen durch eine Backe C, deren Mittelpunkt (Drehpunkt) wenigstens um die Länge des gröfsten Radius des zu erzeugenden Gegenstandes von der Achse entfernt ist, erzeugt werden. Fig. 35 und 36 zeigen diese Einrichtung der Backenachsen, aus welcher hervorgeht, dafs sie dieselben ergänzen, d. h. dafs die eine diejenigen Theile des Profils herstellt, welche von der anderen nicht erzeugt werden. Die tiefsten Stellen bezw. die cylindrischen Theile werden durch beide Backen ausgeführt. Die arbeitenden Backentheile sind mit ausgehöhlten Zähnen versehen, · welche das überflüssige, über dem zu erzeugenden Profil hervorstehende Material wegschaffen. Fig. 35 und 36 zeigen die beiden hinter einander angeordneten Zapfen; es ist das ein ungünstiger und daher absichtlich gewählter Fall zur Beweislieferung, dafs selbst bei dieser Anordnung die Zangen zu arbeiten im Stande sind. Es ist besser, die Zapfen oder Spindeln unter einander zu legen, wie Fig. 38 und 42. zeigen. Liegen die Spindeln hinter einander, Fig. 35 und 36, so wird den Backenhebeln, sowie der dieselben aus einander treibenden Spitze zweierlei Form gegeben. Die erste Form ist die in Fig. 35, dargestellte, mit ungleichen Hebelarmen, welche durch je eine verschiedene keilförmige Neigungsfläche von der Achse getrennt werden. Die beiden Neigungen sind derart gewählt, dafs die beiden Backen sich zu gleicher Zeit von den Arbeitsstücken entfernen bezw. sich demselben nähern; ein Vortheil dabei ist, dafs der Druck jeder Klemmbacke gleichzeitig gegen die andere übertragen wird. Fig. 36 und 37 zeigen die zweite Form. Die beiden Hebel werden durch eine konische Spitze aus einander getrieben; es ist aber aus der punktirt gezeichneten Stellung leicht zu ersehen, dafs dieselben beim Vorwärtsrücken der Spitze nicht zu gleicher Zeit getrennt werden. Hebel B wird zuerst von der Achse entfernt, aber das Eingreifen: der Backen in das Arbeitsstück ist noch ziemlich unbedeutend in dem Augenblick, wo die zweite Backe ihrerseits das Arbeitsstück angreift; hierdurch wird erzielt, dafs die beiden Backen einander gegenseitig während des gröfsten Theiles der Dreharbeit noch als Stütze dienen. Je. nach den Verhältnissen wird die eine oder die andere der beiden Formen, Fig. 35 bezw. Fig. 36, gewählt. Fig. 37 ist ein Grundrifs der Backen C mit Weglassung der Backen B. Fig. 38 zeigt die Anwendung der Scharnierfräser zur Erzeugung von Schraubenköpfen mit zwei flachen, rechtwinklig zur ' Achse stehenden Ebenen oder Flächen. Keine der beiden Spindeln ragt über die andere hervor und beide sind je an einem Ende in die Röhre eingelassen. Die obere Backe dreht sich um die Achse der- Arbeitsstücke herum und erzeugt die äufsere flache Seite des Kopfes, sowie die cylindrische Seitenfläche. Der Drehpunkt der unteren Backe liegt auf einer dem Radius der Arbeitsstückkopfachse gleichen Entfernung von der Achse des Arbeitsstückes. Diese Backe fräst nur die flache Seite unter dem Kopf, und wenn erwünscht, kann dieselbe auch zum Abrichten der Spindel benutzt werden. Es kann der Drehpunkt der unteren Backe weiter von der Achse entfernt werden, wodurch ermöglicht wird, die beiden Bolzen mit ihren Kopfenden zu zweien in ein Rohr einzulassen. Fig. 41, 42 und 43 zeigen einen Doppelcenterfräser für rundköpfige Schrauben. Die zwei Zapfencentren liegen über einander in einer Entfernung, welche dem gröfsten Radius des Schraubenkopfes gleich ist. Der obere Fräser A erzeugt die flache Seite unter dem Kopf und die andere die sphärische Fläche. Dieses Ergänzungsfräsersystem bietet den bedeutenden Vortheil, dafs das Zahnschneiden dadurch sehr erleichtert wird. Es kann ja jede der beiden arbeitenden gezahnten Flächen sehr bequem mit dem Handmeifsel ausgeschnitten oder auch auf der Maschine gefräst werden; bei geraden Zähnen kann dies selbst mittelst einer Feile ausgeübt werden. Es würde hingegen fast unmöglich sein, besonders in Winkel i, Fig. XVI, eine Klemmbacke zu schneiden, welche die beiden Flächen zugleich fräsen soll. Winkel i würde nicht scharf genug sein. Fig. 39 und 40 stellen einen Fräser mit einem Centrum dar für flachköpfige Schrauben. Auch hier ist die aufserordentliche Einfachheit der Zahnschneidearbeit an den beiden sich einander ergänzenden Klemmbacken hervorzuheben.
2. Gewindeschneidekluppen für Metallschrauben. Dieselbe ist in Fig. 30 und 31 dargestellt. Der Zapfen derselben lagert in einer Röhre, welche'wie diejenige der oben beschriebenen Fräser rotirt. Die Kluppe wird durch die Muffe W vorgeschoben, während dieselbe durch eine von dem Werkzeughalter angetriebene abgerundete Spitze A geschlossen wird. Die Mündung des Werkzeuges ist etwas erweitert, um dem anzuschneidenden Stab den Eintritt zu gestatten. Sobald der Schraubstahl gefafst hat, bleibt Muffe W stehen, die Kluppe aber nebst der Röhre gehen allein bis an das Ende der anzuschneidenden Stange vor. Während des Gewindeschneidens ist Spitze A ebenfalls zum Stillstand gekommen, und im Augenblick, wo das Anschneiden aufhören soll, nähern sich die Kluppenhebel einander auf Kegel a. Es öffnet sich nun die Kluppe und zieht sich plötzlich zurück, sowie Muffe W und Spitze A, so dafs damit keine Zeit verloren geht.
3· Messerzangen und Rändelrädchen. Zangen dieser Art können mit mehreren profilirten Messern, sowie mit mehreren verschiedenartig geblichneten Rändelrädchen versehen werden. Fig. 32, 33 und 34 zeigen eine solche mit einem Messer und einem Rändelrädchen versehene Zange. Die Zeichnung veranschaulicht die Construction derselben. Die Zange kann zum Aufklappen eingerichtet werden für den Fall, wo die zu bearbeitenden Stangen mit Schmiedköpfen versehen sind. Das Aufklappen ist nicht nöthig, falls das Arbeitsstück aus einem Rundstab ausgeschnitten werden soll. In beiden Fällen wird, sobald die Zangenbacken nach den Seiten ni-n ml-n\ Fig. 33, zusammengepafst sind, wobei dieselben einen kleinen Spielraum für die Drehung -um den Stab herum lassen, durch Vorgehen der Werkzeughalter das Andrücken eines profilirten Werkzeuges A bewirkt, welches zur Achse des Arbeitsstückes normal vorgeht.
Dieser Schneidstahl ist in einem Π - förmigen, in den Backen gleitendem Gehäuse (siehe Details eines ähnlichen Gehäuses in Fig. 47 bis 48) mittelst Bolzen festgeschraubt. Sobald der Schneidstahl ausgelaufen ist, drückt ein zweiter Hebel ein Rändelrädchen B an, welches die entsprechenden Figuren aufdrückt; darauf gehen die Kegel, sowie die mittelst Federn angedrückten Hebel in ihre frühere Lage zurück, wobei Muffe W die Zange zurückdrückt.
Der Schneidstahl ist an der flachen Ebene, mit welcher derselbe gegen die Wand des fl-förmigen Gehäuses gedrückt wird, geschärft; in die schiefe Kante desselben isr vor dem Härten vermittelst eines entsprechend geformten Fräsers das erforderliche Profil eingeschnitten worden. Selbstverständlich können auch auf einer Zange mehrere Führungen, Schneidstähle, Rändelrädchen und Hebel angeordnet sein, so dafs man an demselben Arbeitsstück mehrere Arbeiten zugleich ausführen kann.
4. Zangen mit Werkzeugen für Holzschrauben mit Bohrerspitzen. Die Zange an und für sich ist der oben beschriebenen ähnlich, während das Werkzeug in diesem Falle durch einen unregelmäfsig gezahnten Schraubstahl gebildet ist. Letzterer kann in zweifach, verschiedener Weise angeordnet sein: a) der Schraubstahl ist an einer der Backen befestigt und rotirt mit derselben um einen Drehpunkt; b) der Schraubstahl ist an einem fl-förmigen, normal zu der Achse des Arbeitsstückes gleitenden Gehäuse befestigt.
a) Anordnung. Fig. 44 und 45. Die Verzahnung ist in Fig. 49 in gröfserem Mafsstabe gezeichnet. Die geschlossene Zange geht auf der zu schneidenden Schraube vor. Während dieser Bewegung befindet sich die Verzahnung in der schraffirten Stellung, Fig. 41 bis 49, d. h. die Zähne 1, 2, 3, 4, 5 und 6 berühren die Schraube, ohne dieselbe anzugreifen. Auf dieser Berührungslinie liegt der Mittelpunkt des Zapfens x. Während des Vorganges der Zange wird die Schraube durch den Theil α b des Schneidstahles angespitzt. Sobald die Spitze gebildet ist, dreht sich der Schraubstahl und bei dem ersten Angriff zieht Muffe W die Zange zurück mit unveränderlicher, der Länge des zu erzeugenden Gewindeganges entsprechender Geschwindigkeit, während die Zange eine Umdrehung macht.
Die Schwingung des Schneidstahles findet während der Dauer von 1Y2 Umdrehung der Zange statt; beim Ablauf dieses Zeitraumes ist Zahn 6 flach liegend auf die Verlängerung A1 der geraden Linie A-B eingetreten. Die Zähne 1, 2, 3, 4 und 5 legen sich allmälig näher an Linie A-B an, wie durch die gerade Linie α-α'-α", Fig. 49, angegeben ist. Bei dieser-* Stellung, welche während vier Umdrehungen unverändert bleibt, begegnen die . von den ersten Zähnen vorgeschnittenen Schraubengänge nach und nach mehreren schräg liegenden, der Achse sich allmälig nähernden Zähnen; die Gewindegänge werden in dieser Weise allmälig vertieft und treten endlich unter Zahn 6, welcher dieselben auf die bestimmte Tiefe bringt, aus der Zange hervor. In dem Augenblick, wo derjenige Theil der Schraube, an welchem die Spitze anhängt, aus der Kluppe hervortritt, wird die schwingende Bewegung des Schraubstahles wieder schnell fortgesetzt und die Bohrerspitze durch Zähne 7, 8, 9 erzeugt.
Sollen sehr kurze Schrauben fast bis unter die Köpfe angeschnitten' werden, so können Zähne 8 und 9 ohne Weiteres weggelassen werden, um mehr Raum zu gewinnen. Anstatt des Profils Fig. 49 kann das zugespitze Profil Fig. 50 fabricirt werden, indem man die Form der Zähne 7, 8, 9 derart abändert, dafs dieselben in dem Augenblick, wo sie die Spitze anschneiden, der Achse parallel sind. Auch kann vermittelst entsprechend geformter Zähne die Spitze Fig. 46 oder jede beliebige andere erzeugt werden. Hier, wie bei allen anderen oben beschriebenen Werkzeugen wird die Schwingung derselben durch die Kegelspitze der Führungshalterplanscheibe Y bewirkt, je nach der Form dieser Spitze und dem die Scheibe Y treibenden Knaggen. Es sei jedoch bemerkt, dafs die Kegelspitze von einem cylindrischen Theil getragen wird. Letzterer ist stets mit dem Backenhebel in Berührung, welcher während des Andrückens der Werkzeuge die Schraube stützt. Diese Backe rotirt nicht auf der Spindel.
b) Anordnung. Fig. 46, 47 und 48. Der Schneidstahl ist in einem Π-förmigen Gehäuse befestigt; letzteres ist im Aufrifs und im
Grundrifs besonders gezeigt und gleitet normal zur Schraubenachse zuerst bis auf die Tiefe der Gewindeganghöhe, sodann nachdem dasselbe während einiger Umdrehungen in dieser Stellung verharrt, wird die gleitende Bewegung fortgesetzt und die Spitze erzeugt. Diese Bewegung des Schneidstahles, welche der oben beschriebenen ähnlich ist, wird, wie in vorherigem Falle, durch die Kegelspitze bewirkt.
5. Gewindebohrer. Fig. 14, 15 und 16. Gewindebohrer T sitzt, von einer Druckschraube gehalten, am äufseren Ende einer Stange A, Fig. 14, in einer etwas erweiterten Oeffnung. Die Stange A gleitet im Rohr B einen festen Keil entlang. Rohr B wird von zwei nicht gleitenden und auch nicht rotirenden Werkzeughaltern C Cλ getragen. Auf Rohr B sind zwei Zahnräder -D E gekeilt. Zwei andere Zahnräder F G rotiren lose auf Muffe W, und treibt eine auf der letzteren mittelst Druckschraube h festgestellte Kupplungshülse H das Rad G an, wenn der Gewindebohrer vorgehen soll, und wirkt auf das Rad F, wenn derselbe aus der eingeschnittenen Bohrung herausgezogen werden soll.
Zum Umkehren der Rotation stehen die Räder F und D mit einander durch Rad K in Eingriff; Rad G dagegen greift unmittelbar in Rad E ein. Das Verhältnifs der Räder ist derart gewählt, dafs der Gewindebohrer mit beschleunigter Geschwindigkeit zurückläuft. Der Gewindebohrer dringt zuerst unter Einwirkung einer Spitze 'der Führungsplanscheibe Y ein; diese Spitze läfst den Gewindebohrer frei, sobald der Angriff stattgefunden hat, und geht dann der Bohrer von selbst weiter. Wenn der Gewindebohrer nach erfolgter Arbeit in entgegengesetzter Richtung rotirt, läuft derselbe von selbst zurück bis an das Ende der eingeschnittenen Bohrung. Von da an geht derselbe 'noch um einige Millimeter weiter zurück unter Einwirkung einer Feder R, welche an Ring 1, Fig. 14 und 15, anschlägt, wenn der Kegel e des Bohrerhalters A den Hebel berührt. Läuft Stange A, von der Spitze m getrieben, aufs Neue aus, so wird Feder R aus der Lageröffnung herausgetrieben und gleitet dann, von Feder V, Fig. 15, angedrückt, über den Lagerrand.
6. Aufreiber und Spitzbohrer. Dieselben sind dem Gewindebohrer ganz ähnlich construirt, rotiren aber nur stets in einer Richtung und werden während der ganzen Arbeitsdauer von der Führungsplanscheibe Y angedrückt; nach beendigter Bohrung werden dieselben entweder von einer Feder oder von der Planscheibe Y schnell zurückgezogen.
Seitenwerkzeuge. Nach alledem, was oben betreffs von Werkzeugen für vielseitige Köpfe gesagt worden ist, bleibt über Seitenwerkzeuge nicht viel zu sagen übrig. Die zum Abrichten der vielseitigen Köpfe dienenden Fräser sind Doppelfräser, welche zwei entgegengesetzte Seiten auf einmal abrichten und nur an der Peripherie gezahnt. sind. Es könnten auch Holzzähne auf den Seitenflächen derselben angeordnet werden. Die Sägen bezw. Fräser zum Schlitzen der Schraubenköpfe brauchen nicht näher beschrieben zu werden. Es sei nur bemerkt, dafs zum gleichzeitigen Schlitzen und Abdrehen der Schraubenköpfe , Fig. 8, ein Gummiring α auf Muffe? zwischen der Nabe des Werkzeughalters Z und dem festen Ring der Muffe einzulegen ist. Sobald die die beiden Werkzeughalter Z und Z1 tragende Muffe den Werkzeughalter Z bis zu dem bestimmten Punkte vorgerückt hat (dieser Punkt wird durch Anschläge begrenzt, welche auf Querstange η η, Fig. 2, angeordnet sind, auf welchen die Klauen ν 1V1 gleiten), kann Muffe W noch ihre Bewegung fortsetzen, indem dieselbe Feder α andrückt, um Säge S bis auf die volle Tiefe der Schlitze vordringen zu lassen. Die Bohrer zum Erzeugen von Löchern in Bettstellschrauben etc. werden auf Werkzeughaltern, welche denjenigen zum Spalten der Köpfe ähnlich sind, angeordnet, nur werden die Bohrer von einer Coulisse e, Fig. 19 bis 21, wie oben angegeben, vorgerückt.
Abänderungen in der Zusammenstellung der Maschine zum Bearbeiten von längeren Stangen bezw. Stabeisen. Sollen an Stelle der vorher auf bestimmte Länge abgeschnittenen Stangen ganze Eisenstäbe direct in die Maschine eingeführt werden, wie bei Fagondrehbänken, so wird die Universaldrehbank wie in Fig. 51 und 5 2 aufgestellt.
Auf der über dem Gestell hervorragenden Verlängerung der Welle P wird eine Arbeitsstückhalterplanscheibe festgekeilt und eine am Gestell befestigte Planscheibe angeordnet. In Planscheibe 0 sind auf einer mit P concentrischen Kreislinie Oeffnungen ausgespart, durch welche die zu bearbeitenden Stäbe frei hindurchgehen. Die Drehpunkte der Hebel T liegen auf der Planscheibe. Die Hebel drücken stets, ■ unter Einwirkung der zusammengedrückten Feder d, die Backen S zusammen, ausgenommen in dem Augenblick, wo der Ring E an Muffe N dieselbe in Schwingung versetzt und gegen die Planscheibe R hin drückt. Muffe N ist bis iV1 verlängert. Wie Scheibe N in Fig. 1, so erhält auch Muffe NN1 eine hin- und hergehende Bewegung durch Vermittelung einer in Welle P angeordneten und mit Muffe W verbundenen Stange; die Muffe W sitzt, wie vorher auf Welle P, zwischen den beiden Gestellböcken. Muffe N N1 trägt eine nicht aufgekeilte, jedoch zwischen
zwei Kragen der Muffe gehaltene Scheibe π. Eine an der Seite von p1 in einem leichten Gerüst (nicht gezeichnete) lagernde Welle ρ pl greift bei ρ in das Kopfende der Welle P. Welle ρ rotirt nicht und dient nur den Theilen π1 und α zur Stütze. Letzterer bildet eine Platte, welche nur dazu dient, die Stabenden zu stützen; derselbe ist nicht festgekeilt, sondern rotirt und gleitet mit den Stäben. Die einzelnen Stäbe tragen an beiden Enden kleine, feste Bügel I und nehmen vermittelst dieser Vorrichtung die Platte α mit, so dafs dieselbe jedesmal in der Pfeilrichtung f fortschreitet. Die Hohlscheibe π' gleitet auf einem festen Keil- der Welle ρ ρ1. Diese Scheibe π1 ist vermittelst frei durch die beiden Scheiben hindurchgehende Stangen e mit Scheibe π verbunden. Die einzelnen Stangen e tragen an einem Ende eine Mutter, und ist das andere Ende bei e an einen Hebel g mittelst eines länglichen Loches angelenkt. Die einzelnen Hebel g tragen je eine kleine drehbare Backe g1. Scheibe π1 wird durch Feder h bis an Ring i zurückgezogen.
Im Innern des Gestelles sitzt auf Welle P eine Werkzeughalterplanscheibe Z, ein Zahnrad a, sowie eine Werkzeugführungsscheibe Γ, welche alle den oben beschriebenen ähnlich sind. Im übrigen ist die Maschine wie in Fig. ι angeordnet, nur sind die Räder K und H an der anderen Seite der Maschine angebracht.
Diese neue Anordnung, welche z. B. bei der Herstellung von Schrauben, wie in Fig. XVII gezeigt, angewendet werden kann, arbeitet folgendermafsen: Der Arbeitsreihe nach bestehen die Werkzeuge aus vier Zangenmessern x, vier Schraubenschneidkluppen b und vier mit Meifsel und Rändelrädchen versehenen Zangen c, im Ganzen zwölf Meifsel oder Schneidwerkzeuge behufs Erzielung von vier fertigen Schrauben auf einmal (mit Ausnahme der Spalte, welche jedoch mit ausgeschnitten werden könnte, wozu die Schraube mit dem Kopf nach vorn zu bilden und vier Sägen hinzuzuführen wären); in diesem Falle mufs sich die Kluppe über dem Kopf schliefsen. Durch Scheibe ο gehen 60 Stäbe hindurch; die Durchlöcherungen der Scheibe sind wie in Fig. 52 angeordnet, mit Zwischenräumen, wie oben bereits beschrieben, d. h. der Kreis ist in 60 Bogen zu je 6° getheilt, die Werkzeuge a stehen um fünf Zwischenräume, also um 300 aus einander, ebenso die Meifsel b und c; der erste Meifsel b steht um vier Zwischenräume hinter dem letzten Meifsel oder Werkzeug, also um 240, und das erste Werkzeug c um vier Zwischenräume, also um 240, hinter dem letzten Werkzeug b zurück. Die Scheibe durchläuft vier Zwischenräume, also 240 auf einmal. Jeder Stab hält zuerst vor einem Meifsel a, sodann vor · einer Kluppe b und schliefslich vor einer Zange c mit Schneidstahl nebst Rändelrädchen, welche die Schraube fertig stellt und abschneidet. Hinter jedem Meifsel c erhält jeder Stab eine fortschreitende, der Länge der neu zu bildenden Schraube entsprechende Bewegung. Letztere wird folgendermafsen erzeugt, Die Planscheibe, durch welche die Stäbe hindurchgehen, trägt gegen jeden einzelnen Stab eine Rolle. Entfernt sich Muffe JV N1 von der Planscheibe 0, so nimmt erstere die Theile π π1 mit, während die Backen g1 nicht mit den Stäben in Berührung treten; beim Rücklauf der Muffe NN1 aber werden die Backen gl gegen die Stäbe geprefst und daher die letztere vorgeschoben, und ist dies dadurch ermöglicht, dafs in dem betreffenden Augenblick die Backen S nicht mehr durch Hebel T zusammengedrückt werden. Die längeren Arme der Hebel T tragen ein Gelenk t'", zum Zweck, dem Ring ε den Rücklauf zu gestatten, nachdem Hebel T unter Einwirkung der Federn $ zusammengeprefst sind. Die Muttern e dienen dazu, die Länge des Vorschubes der Stäbe zu reguliren; je weiter die Muttern auf ihren Stangen vorgeschoben werden, desto gröfser ist auch der Vorschub, dessen Maximum durch den Hub der Muffe NN1 begrenzt wird. Je mehr Spielraum die Mutter dem Hebel g läfst, desto mehr wird sich der Vorschub des Stabes gegen denjenigen der Muffe NN1 verspäten.
Die Anzahl der Backen geht nicht über vier hinaus; dieselben sind um vier Zwischenräume, also um 240 vor jedes Werkzeug α gestellt. Die. Werkzeuge c schneiden die durch dieselben beendigten Bolzen nicht ganz ab, sondern lassen einen dünnen Stutzen bestehen, Fig. XVII. Sobald die Meifsel sich zurückgezogen haben, bewegt sich Scheibe 0, und während dieser Bewegung stofsen die vier fertigen Schrauben an einen auf Seite R befestigten Anschlag; infolge dieses Stofses trennen sich die vier Schrauben von den Stäben ab und fallen in einen Trichter hinein. Indem die Scheibe ο die Drehung fortgesetzt, stellen und halten sich die abgekürzten Stäbe vor den Backen, welche dieselben um die Länge einer neu zu bildenden Schraube vorschieben. Die vier Stäbe befinden sich somit wieder in gewünschter Länge vor den Werkzeugen a, welche dieselben dann wieder angreifen können. Vermöge dieser Anordnung können daher vier Schrauben auf einmal in annähernd 4 Sekunden erzeugt werden, also ungefähr eine Schraube pro Secunde. Es ist dieses Beispiel aufs Geradewohl gewählt und kann die Leistungsfähigkeit durch Vergröfserung der Werkzeuganzahl und der Planscheibendimensionen nach, Belieben gesteigert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einer selbsttätigen Universaldrehbank eine Welle, welche drei Planscheiben trägt, von denen die erste als Haltescheibe der zu bearbeitenden Gegenstände, die zweite als Werkzeughalter und die dritte als Antriebsund Führungsscheibe der Werkzeuge dient, so dafs die intermittirend rotirende Haltescheibe jedes der sich auf derselben befindlichen Arbeitsstücke gleichzeitig den Wirkungen der Werkzeuge in auf einander folgenden Zwischenräumen aussetzt, wobei die Werkzeughalterscheibe in solcher Weise angeordnet ist, dafs die verschiedenen zu entsprechender Bearbeitung dienenden Werkzeuge z. B. für axiale oder seitliche Wirkung oder für beide Wirkungen combinirt auf der Werkzeughalterscheibe die hierzu entsprechenden eigenthümlichen Bewegungen und wobei die Zuführung der , Arbeitsstücke durch einen oscillirenden Speisebehälter bewirkt wird.
    Hierzu 7 Blatt Zeichnungen.
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