DE38020C - Neuerung an Flüssigkeitsmessern - Google Patents

Neuerung an Flüssigkeitsmessern

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DE38020C
DE38020C DENDAT38020D DE38020DA DE38020C DE 38020 C DE38020 C DE 38020C DE NDAT38020 D DENDAT38020 D DE NDAT38020D DE 38020D A DE38020D A DE 38020DA DE 38020 C DE38020 C DE 38020C
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DE
Germany
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piston
motor
distributor
cylinder
chambers
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DENDAT38020D
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A. BONNA in Paris
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/02Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
    • G01F3/04Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
    • G01F3/14Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body
    • G01F3/16Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising reciprocating pistons, e.g. reciprocating in a rotating body in stationary cylinders

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 42: Instrumente.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein auch als Motor verwendbarer Mefsapparat für Wasser und andere Flüssigkeiten, welcher sich aus einem Cylinder mit doppeltwirkendem Kolben, einem kleinen doppeltwirkenden hydraulischen Motor und Vertheilungsvorrichtungen mit drehbar beweglichen Registern als kennzeichnenden Organen zusammensetzt.
Derselbe ist auf den beiliegenden Zeichnungen in' Fig. ι im Verticalschnitt und in Fig. 2 in Oberansicht mit theilweisem Horizontalschnitt und als mit zwei Vertheilern versehen dargestellt, deren einer direct von der Kolbenstange und deren anderer mittelst des genannten hydraulischen Motors in Thä'tigkeit gesetzt wird und die Kolbenbewegung umsteuert.
Der Mechanismus ist in einem aus zwei luftdicht mit einander verbundenen Stücken C und 5 aus Gufs zusammengesetzten Mantel eingeschlossen. Der untere, den Cylinder bildende Theil C dient zum Messen des den Apparat durchströmenden Wassers, während der mit zwei Stutzen, bezw. zum Einflufs und Ausflufs, versehene obere Theil oder Deckel S den ganzen Vertheilungsmechanismus einschliefst. Der Messer besteht:
i. aus einem sich frei im Cylinder C bewegenden doppeltwirkenden Kolben P; derselbe ist aus zwei kreisrunden Metallscheiben dd" zusammengesetzt, welche zwei concentrische Ledermanschetten gegen einen zwischenliegenden kreisrunden Metallring k pressen. Im Centrum des Kolbens, im Metallkörper der beiden Scheiben, ist ein cylindrischer Raum η gebildet, in welchem sich die am unteren Ende mit einem bronzenen Anlauf h versehene Kolbenstange frei bewegt —;
2. aus zwei Vertheilungsvorrichtungen A und B mit Registern, welche die Function von Schiebern erfüllen. Diese Gattung von Vertheilern setzt sich aus drei Kammern zusammen, welche luftdicht mit einander verbunden sind. Die centrale, beständig mit dem Wasserzuflufs E communicirende Kammer ρ bezw. r enthält auf zwei gegenüberliegenden, als Dichtungsflächen dienenden Innenseiten zwei Register ν und v'\ die beiden seitlichen Kammern o' und 0" (bezw. u' und u") besitzen jede ein solches Register, welches auf der der Wasserzuflufsseite' t bezw. f gegenüberliegenden Seite angeordnet ist.
Bezüglich des die Vertheilung des Wassers in dem Cylinder bewirkenden Apparates A7 Welcher, von dem hydraulischen Motor bewegt wird, ist die Kammer 0' in Verbindung mit dem Raum unterhalb des Kolbens P und die Kammer o" mit dem Raum oberhalb des Kolbens. Betreffs des zweiten, direct von der Kolbenstange bewegten Apparates B, welcher die Wasserverteilung in dem hydraulischen Motor K zu bewirken hat, befindet sich dessen seitliche Kammer u' in Verbindung mit der Seite x' des hydraulischen Motors und seine andere seitliche Kammer u" in Verbindung mit dessen entgegengesetzter Seite x", nach welchen beiden Richtungen hin sich der hydraulische Motor bewegen kann.
Der Innenraum des Deckels S steht in steter Verbindung mit dem Wasserabflufs.
Die gegenseitige Stellung der Register ist derart, dafs die letzteren behufs beständigen Anliegens an ihre bezw. Sitze den Druck des einströmenden Wassers empfangen. Im Falle von Gegendrücken könnte man ausnahmsweise die Register auch verdoppeln, d. h. auf jeder Seite des Spiegels ein Register anordnen; ausnahmsweise —, weil Gegendrücke keine bedeutende Wirkung auf die Register ausüben können, indem letztere auf einer viereckigen Achse angeordnet und auf derselben durch Gummischeiben e abgedichtet sind, welche infolge ihrer Zusammenpressung zwischen den beiden Registern der mittleren Kammer und bezw. dem Register und der gegenüberliegenden Wand der beiden seitlichen Kammern als Federn wirken.
Wie aus Fig. ι (rechte Seite) zu ersehen, sind die Spiegel von einer gleichen Anzahl sectorförmiger Oeffnungen durchbrochen. Die Register besitzen die gleiche Anzahl gleicher Oeffnungen. Die die Register bewegende Stange ist von rechteckiger Form, und sind die Register, deren Achse ebenfalls rechteckig ist, auf dieser Stange unter verschiedenen Winkeln angeordnet. In jedem Vertheiler liegen nämlich zwei Register so, dafs die Diagonale des Vierecks der Stange durch die Achsenlinie der Oeffnungen geht, und sind die beiden anderen Register unter einem zwischen 35 bis 450 bezüglich dieser Linie variirenden Winkel je nach dem zu bewirkenden Hube befestigt. In der mittleren Kammer werden die Oeffnungen des einen Spiegels entblöfst, während die des gegenüberliegenden Spiegels bedeckt sind. Wenn in den seitlichen Kammern die Oeffnungen der Spiegel für den Zulafs geöffnet sind, sind die der äufseren oder Abflufsspiegel geschlossen, und umgekehrt. Die Vertheilungswechsel finden gleichzeitig, statt; dieselben werden durch eine einzige Stange bewirkt.
In der Zeichnung sind die Register vertical angeordnet, doch ist zu bemerken, dafs dieselben auch in anderen Lagen angeordnet werden können —;
3. aus einem doppeltwirkenden hydraulischen Motor K, welcher den die Wasserverteilung in dem Cylinder bewirkenden Vertheiler bewegt. Derselbe ist vertical gestellt und besteht in einer Membran oder einem Diaphragma aus Leder oder anderem zweckdienlichen Stoff, welches auf der einen Seite vermittelst eines kleinen Kanals x' u' den Druck des zufliefse'nden Wassers empfängt, während es auf der anderen Seite durch den kleinen Kanal x" u" in Verbindung mit dem Wasserabflufs steht, und umgekehrt, wenn die Vertheilung umgekehrt wird. Er ist mittelst der Stange d'" und der Kurbel q' mit den Registern des Vertheilers A verbunden.
Die Vertheilung des den hydraulischen Motor bethätigenden Wassers findet durch den direct von der Kolbenstange mittelst der Kurbel q bewegten Vertheiler B statt.
Der Hub des hydraulischen Motors ist sehr klein, weil die zur Umsteuerung der den Cylinder bedienenden Register nöthige Verstellung ebenfalls nur klein ist. Infolge dessen sind die Arbeit und Abnutzung auf ein Minimum reducirt.
In gewissen Wassermessern hat man Membranen oder Diaphragmen, und zwar mit verhältnifsmäfsig grofsem Hube bisher ausschliefslich als Kolben angewendet; beim vorliegenden Zähler erfüllt dagegen diese Membran die Function einer Feder; .ihre Wirkung ist plötzlich , und besteht ihr Zweck ausschliefslich darin, den Wechsel der Vertheilung des Wassers in dem Cylinder lebhaft eintreten zu lassen. Namentlich beansprucht wird die Anwendung eines solchen aus einem Diaphragma oder einer Membran gebildeten hydraulischen Motors in Zählern mit nur einem Cylinder, wo eine solche Anwendung unter analogen Bedingungen bisher-noch nie gemacht oder vorgeschlagen worden ist.
Obschon in der Zeichnung die Membran vertical steht, so ist doch klar, dafs sie auch horizontal am oberen Theile des Deckels oder in jeder anderen Lage angeordnet werden kann, um mittelst ihrer verticalen Stange d'" die Register des betreffenden Vertheilers zu verstellen —;
4. aus der Vorrichtung zum Betriebe des Zählwerkes, bestehend aus einem von der Kolbenstange bewegten gegabelten Hebel, Fig. 2, dessen alternirende, geradlinige Bewegung mittelst zweier Klinken und eines Schaltrades in Drehbewegung umgewandelt wird.
Der Zähler functionirt wie folgt: In der auf der Zeichnung angenommenen Lage der Theile bedeckt eines der Register der mittleren oder Einflufskammer r des Vertheilers A die Oeffnungen derselben nach der Kammer 0", während das andere Register die Oeffnungen nach der Kammer 0' entblöfst hat. Gleichzeitig sind die Oeffnungen der Kammer 0' auf der Abflufsseite durch deren Register geschlossen, während sie bei der Kammer 0" offen sind. Die untere Seite des Kolbens P ist in Verbindung mit dem Wasserzuflufs, die obere Seite mit dem Abflufs oder dem Innenraum der Kappe S.
Setzt man nun den Zähler in Thätigkeit, so fliefst das durch E eindringende Wasser (s. auch die Fig. 3 bis 7) durch die Kanäle E E' und EE" in die mittleren Kammern beider Vertheiler A und B und fliefst hier durch die entblöfsten Oeffnungen. Der Druck des Wassers setzt den Kolben in Bewegung und ein entsprechendes Volumen Wasser wird da-

Claims (1)

  1. durch aus dem Raum oberhalb des Kolbens durch das Rohr S ausgetrieben. Bei dieser aufsteigenden Kolbenbewegung wirkt die Kolbenstange auf die Kurbel des Vertheilers B, und im Augenblicke, wo er sein Hubende erreicht, wird der Vertheiler des hydraulischen Motors umgesteuert. Letzterer setzt sich in Bewegung und steuert, indem er durch die Kurbel q' auf die Register des Vertheilers A wirkt, lebhaft die Vertheilung des Cylinders um. Der Vertheilungswechsel stört das Gleichgewicht, und da jetzt der Druck auf die obere Kolbenseite wirkt, so bewegt sich der Kolben nach unten und treibt ein neues gleiches Volumen Wasser aus.
    Die Kolbenstange tritt aus dem oberen Abschlufs des Cylinders durch eine Stopfbuchse heraus.
    Patenτ-Anspruch:
    Ein Apparat zum Messen oder Zählen von Flüssigkeiten, der auch als Motor verwendet werden kann, gekennzeichnet durch die Flüssigkeitsvertheilung, bestehend in der Verbindung zweier rotirenden, mit Registern versehenen Schiebern A und B, von denen B vom Kolben P bewegt wird und einen kleinen doppeltwirkenden hydraulischen Motor mit Diaphragma oder Kolben K in Thätigkeit setzt, während der andere, A, von diesem Motor K bewegt wird und den Kolben P in Bewegung setzt. Die beiden Schieber A und B sind aus drei neben einander liegenden Kammern zusammengesetzt, von denen die mittlere beständig mit dem Wasserzufiufs in Verbindung steht und mit den beiden seitlichen Kammern vermittelst sectorförmiger, von rotirenden Registern bedienten Oeffnungen in Verbindung treten kann, während die seitlichen Kammern den Cylinder C oder den kleinen Motor K entweder mit der centralen Kammer oder mit dem AbfLufs durch ebenfalls von rotirenden Registern bedienten sectorförmigen OefFnungen in Verbindung setzen, Fig. ι und 2.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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