DE37952C - - Google Patents

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DE37952C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12MAPPARATUS FOR ENZYMOLOGY OR MICROBIOLOGY; APPARATUS FOR CULTURING MICROORGANISMS FOR PRODUCING BIOMASS, FOR GROWING CELLS OR FOR OBTAINING FERMENTATION OR METABOLIC PRODUCTS, i.e. BIOREACTORS OR FERMENTERS
    • C12M41/00Means for regulation, monitoring, measurement or control, e.g. flow regulation
    • C12M41/12Means for regulation, monitoring, measurement or control, e.g. flow regulation of temperature
    • C12M41/18Heat exchange systems, e.g. heat jackets or outer envelopes
    • C12M41/24Heat exchange systems, e.g. heat jackets or outer envelopes inside the vessel

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
C. G. BÖHM in FREDERSDORF bei BERLIN.
Kühlwassers.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1886 ab.
Bei der Herstellung von Hefemaischen in Spiritusbrennereien ist es von grofser Wichtigkeit, dafs das Herabkühlen dieser Maischen möglichst schnell und gleichmäfsig geschieht. Zu diesem Zwecke wird in neuerer Zeit die mechanische Hefekühlung angewendet, d. h. es wird in der Hefestube' eine von der Dampfmaschine aus getriebene maschinelle Vorrichtung angebracht, welche den Kühler, je nach seiner Construction, in eine auf- und ab-. steigende oder rotirende Bewegung versetzt.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun, das durch den Kühler gelaufene, zu anderen Zwecken gebrauchte oder frische Wasser, überhaupt alles disponible Wasser, entweder für sich oder gemeinschaftlich durch seine Schwere als Betriebskraft für die Bewegung der Kühlapparate zu benutzen.
Dieses Verfahren kann nun durch verschiedene Einrichtungen zur Ausführung gebracht werden. Hat das verfügbare Wasser noch eine genügende Druckhöhe, so kann man einen kleinen Wassermotor, z. B. einen Schmidt'schen, eine kleine Turbine oder dergl., bei gröfseren Wassermengen ein kleines Wasserrad anbringen und durch eine geeignete maschinelle Verbindung dieser Motoren mit dem Kühlapparat die beabsichtigte Bewegung leicht erzielen. Steht aber nur verhältnifsmäfsig wenig Wasser von geringer Druckhöhe zur Verfügung, so sollen die beiden in Zeichnung dargestellten und weiter beschriebenen Apparate in Anwendung kommen.
In Fig. 1 bedeutet A den hier spiralförmig angenommenen Kühler, welcher in dem Bottich B hängt. Ein durch Füfse D gestützter Holzrahmen C trägt ein mit einem Deckel verschliefsbares, kastenartiges Gefäfs E. An der linken Seite dieses Gefäfses befindet sich in zweckentsprechender Lagerung eine Welle F und auf dieser sitzen neben der Vorder- und Hinterseite des Gefäfses je ein zweiarmiger Hebel H; an den linken kürzeren Enden dieser Hebel hängt, durch Schienen G getragen, der Kühler A. Im Innern des Gefäfses E sitzen zwei gleiche Blechkasten J und J1, sich gegenüberstehend, an einer gemeinschaftlichen Welle K, jedoch so, dafs ihre Mittelachsen gegen die Welle verschoben sind. Welle K trägt noch eine Scheibe L mit zwei sich gegenüberstehenden, flachen, keilförmigen Kerben, in welche eine Feder M einklinken kann. Feder M, sowie Lagerung der Welle K ist an den Seitenwänden von E angebracht. Die rechten, längeren Arme der Hebel H tragen durch Hängeschienen (in der Zeichnung nur punktirt) einen Blechkasten Q. mit einem kleinen, im Boden angebrachten Abflufsrohr q. Der Boden, sowie die rechte Seitenwand des Gefäfses E sind nach unten zu einer trichterförmigen Verlängerung ausgezogen, welche in den Kasten Q. hineinreicht. P ist ein Rohrstück, auf dem Deckel von E befestigt, und dazu bestimmt, das Wasser in die Kasten J bezw. J1 hineinzuleiten. N ist der Wassereinlauf in den Kühler und O der Auslauf; N wird durch einen Schlauch mit der Hauptwasserleitung ver-
bunden, während O durch einen anderen Schlauch mit dem linken Ende von P communicirt. Die Hebelarmlärigen von H, sowie das Gewicht des leeren Gefäfses Q. sind so bemessen, dafs, wenn der Apparat in Stillstand ist, Kühler A das Uebergewicht hat und von selbst nach unten sinkt.
Der Gang des Apparates ist nun folgender: Das aus dem Kühler kommende Wasser fliefst durch P in den Kasten J; da dieser seitlich zur Drehachse sitzt, wird das Wasser das Bestreben hervorbringen, diesen nach rechts zu drehen, d. h. den Kasten zum Umkippen zu bringen. Die Drehung verhindert aber die in den Kerb von Scheibe L eingeklinkte Feder, und zwar so lange, bis die Drehkraft diesen Widerstand überwindet, dann macht die Welle mit dem Kasten, durch die Schwungkraft getrieben, eine halbe Drehung, weil die Feder in den anderen Korb einfällt; Kasten J nimmt jetzt die obere Stellung ein. Bei dieser Drehung stürzt nun das Wasser des Kastens J durch den trichterförmigen Auslauf von E in Kasten Q, dieser bekommt das Uebergewicht und zieht durch seinen Niedergang den Kühler A in die Höhe; allmälig entleert sich aber wieder Kasten Q. durch den Ablauf q, und . ist das geschehen, so geht Q. wieder in die Höhe und ein neues Spiel kann beginnen. Der Durchgang von q ist natürlich so zu bemessen, dafs die Entleerung von Q. etwas schneller vor sich geht, als Kasten J bezw. J1 gefüllt werden.
Dieser eben beschriebene Apparat wird mehr eine stofsweise Bewegung hervorbringen und auch dann noch functioniren, wenn Unreinlichkeiten führendes Wasser zur Verwendung kommt.
Durch den zweiten Apparat soll eine ruhigere Bewegung erzielt werden und wird derselbe da Verwendung finden, wo das Wasser rein ist.
In Fig. 2 bezeichnet A wieder den Kühler, B den Bottich, C den Holzrahmen mit den Füfsen D, H die Hebel mit der Achse F, welche hier in besonderen Lagerständern auf Rahmen C gelagert ist. Die rechten Hebelenden sind durch ein in diesen festsitzendes rundes Verbindungsstück M zusammengehalten. Dieses geht lose durch Kasten J, welcher hierdurch beweglich getragen wird. Ueber J ist in irgend einer Weise ein Ventilgehäuse K mit dem Ventil k feststehend angebracht. Rohr P leitet das Wasser von O her aus dem Kühler in dies Gehäuse. L ist ein Ueberlaufrohr für den Fall, dafs mehr Wasser zugeführt als gebraucht wird. In dem Boden von J befindet sich wieder ein Abflufsrohr q mit darüberliegender Ventilklappe P.
Auf dem Verbindungsstück M sitzt im Innern von J noch ein kleiner, fester Hebelarm H\ welcher durch die Zugstange R mit der Ventilklappe P verbunden ist. Die Hebellängen von JFi, sowie das Gewicht von J sind auch hier so bemessen, dafs beim Stillstand des Apparates durch das Uebergewicht von A Kasten J immer seine höchste Stellung einnimmt. Bei dieser Stellung drückt die Verbindungsstange M gegen den Führungsstift des Ventils k und schiebt dieses in die Höhe, so dafs es offen steht. Fliefst nun das Wasser von A durch P in das Gehäuse K, so gelangt es durch das geöffnete Ventil k in den Kasten J, sammelt sich hier so lange an, bis J das Uebergewicht bekommt und durch Niedergehen den Kühler A in die Höhe. zieht. Zu Anfang der Bewegung wird sich das Ventil k schliefsen und der Wasserzuflufs aufhören, bei weiterem Niedergang dagegen wird die veränderte Winkelstellung von H zu J, ,der Arm H1 durch die Stange R die Ventilklappe P öffnen und wieder einen langsameren Wasserabflufs bewirken und eine rückgängige Bewegung des Apparates eintreten.
Will man den Kühlern eine rotirende Bewegung geben, so ist es nur nöthig, die Hebel H durch Winkelhebel und Sperrklinkenübersetzung oder sonstwie zweckentsprechend mit den Kühlern in Verbindung zu bringen.
Das oben angeführte Verfahren und die hierfür zur Anwendung kommenden beschriebenen Apparate sind nun nicht allein für die Hefefabrikation in Spiritusbrennereien bestimmt, sondern allgemein auch für alle solche Fälle, wo es sich darum handelt, Flüssigkeiten jeglicher Beschaffenheit durch Apparate zu kühlen oder zu erwärmen und wo durch die Bewegung dieser. Apparate eine besondere Wirkung erzielt werden soll.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Vorrichtung zum Bewegen von Kühlschlangen für Hefebottiche mittelst des benutzten Kühlwassers in folgenden zwei Modificationen:
    ι. Der Construction Fig. ι, bestehend aus Welle K mit den daran sitzenden Kästen J und J1 und deren Arretirungsmechanismus L M, sowie dem mit der Kühlschlange A durch Hebel H verbundenen Kasten Q., welcher durch das in Intervallen einfliefsehde Wasser sich stofsweise senkt.
    2. Der Construction Fig. 2, bestehend aus Ventilgehäuse K, Sammelgefäfs J, sowie den Hebeln HH1, der Welle M, der Zugstange R und den Ventilen k und P.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE954925C (de) * 1954-02-11 1956-12-27 Willi Krueger Kuehlvorrichtung fuer fluessiges Gut, vorzugsweise Milch
DE1022411B (de) * 1957-06-15 1958-01-09 Hinrich Jantzen Vorrichtung zum Kuehlen und Umruehren von in Kannen befindlicher Milch
DE1053540B (de) * 1955-01-13 1959-03-26 Atom A G Verfahren und Vorrichtung zum Waermeaustausch
WO1997020185A1 (en) * 1995-11-30 1997-06-05 Olin Corporation Dual core jacketed bullet

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