DE379370C - Herstellung von Radreifen o. dgl. - Google Patents

Herstellung von Radreifen o. dgl.

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DE379370C
DE379370C DEB99986D DEB0099986D DE379370C DE 379370 C DE379370 C DE 379370C DE B99986 D DEB99986 D DE B99986D DE B0099986 D DEB0099986 D DE B0099986D DE 379370 C DE379370 C DE 379370C
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  • Tyre Moulding (AREA)

Description

  • Herstellung von Radreifen o. dgl. Zwecks Herstellung von Radreifen o. dgl. wird (las Werkstück zunächst zwischen dem flachen Untersattel und dem Preßstempel ztt Einem flachen Kuchen gepreßt, alsdann zwischen zwei Vorlnatrizen beiderseits eingedrückt, darauf in die Fertigmatrize geschoben und durch einen einzigen Preßhub gleichzeitig gelozlit und in die Ringform hineingepreßt. Bei diesem Vorgange weoliselt also das Werkstück wiederholt seine Lage, indem es von dem flachen Untersattel -zwischen die Vortnatrizen und von diesen in die Fertigmatrize gebracht «-erden muß. Es hat sich aber gezeigt, daß es vorteilhafter ist, wenn das Werkstück, wenn möglich, seine Lage nicht wechselt, sondern in ein und demselben Gesenk vollständig fertiggestellt wird. XI-an vermeidet hierdurch die schädliche Abkühlung des Werkstückes, die unter Uniständen so weit ,Zellen kann, daß der Radreifen oder Ring nicht finit Sicherheit in einer Hitze gewalzt werden kann. Gerade hierin liegt jedoch der Hauptvorteil des Verfahrens. Aber nicht allein durch die wiederholte Lagenä nderung und Berührung tnit den verschiedenen Werkzeugen, sondern auch durch die längere Eatier des Arbeitsvorgangcs kann die Abkühlung unter Umständen zu weit gehen.
  • Ein weiterer Nachteil des bisherigen Verfahrens und der zugehörigen Vorrichtung lag noch darin, daß dabei ein unten geschlossenes Gesenk verwendet wurde, in dein sich Zunder ansammeln konnte, der beim Niederpressen von dein Block abblätterte und sich in (las Werkstück einpressen konnte, wodurch der gewalzte IZe'#.fen unrein wurde.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun eine Vorrichtung, bei der diese Nachteile vermieden sind. Bei dieser verbesserten Vorrichtung erfolgt die Vor- und Fertigpressung des Reifens in ein und demselben Gesenk, so riaß der Block überhaupt nicht durch irgendwelche 'besonderen Mittel aus dieser Lage gebracht zli «-erden braucht. Bei dieser Vorrichtung ist das Schmiedegesenk mittels Hebevorrichtungen, zweckmäßig mittels hydraulisJier Zvlinder, 'in seiner Höhenlage @erstellbar. «-älireii<l der Boden des Gesenkes in einem "Fische liegt, der nach Anheben des Gesenkringes wagerecht auf dein Untersattel verschiebbar ist, zum Zwecke, an Stelle des geschlossenen einen offenen Boden unter den Uatrizenring zu schieben und darauf das Werkstück zii lochen und fertigzupressen. Gemäß der Erfindung wird zunächst der Block in (Nie unten geschlossene Matrize durch einen Oberstempel hineingedrückt, wobei bereits der Ding vorgepreßt wird, indem der Oberstempel in die Matrize eindringt. Alsdann liebt man die Matrize senkrecht von ihrem Boden ab und verschiebt den Schlitten, der die Bodenplatte trägt, so daß an Stelle des geschlossenen der offene Boden zu liegen kommt. Inzwischen ist der Oberstempel abgenommen und der 1_ochstelnpel an seine Stelle gesetzt. Pei der dann folgenden Lochung wird gleichzeitig durch den etwas kegelförmig erweitertün Stempel der Werkstoff auch noch seitwärts in den Matrizenring hineingepreßt und dadurch der Ring fertig zum Walzen vorbereitet. Penn Wiederhochgeheii des Lochstempels sorgt ein finit Gegengewicht versehener Abstreifring für das Abstreifen des ein wenig ges_hrumpften Ringes von dein Stempel. Der geschlossene Boden des Gesenkes ist gewölbt, damit der Zunder beim Pressen seitwärts aus dem Spalt zwischen Boden und Ring heraus-,gelangen kann. Zu diesem Zwecke wirrl der ltatrizenring zu Beginn des Preßvorganges zunächst ein wenig angehoben und erst gegen Ende des Vorganges fest auf den Boden auf-"c(1rüclkt.
  • In der Zeichnung ist Abh. t ein senkrechter Schnitt durch die gesamte Presse nebst Stempel, Abb. 2 ein quer dazu liegender senkrechter Schnitt durch Gesenk und Untersattel allein in der zweiten Stellung des verschiebbaren Tisches.
  • Auf dem Untersattel a ist der Tisch b durch hydraulische Zylinder c wagerecht verschiebbar. In dem Tisch b ist einerseits eine gewölbte Bodenplatte d, andererseits eine gelochte Platte e eingelassen. Der Gesenkring f liegt in einem besonderen Schlitten g, der in der Höhe durch hydraulische Zylinder lz, von denen in der Zeichnung nur einer auf der einen Seite dargestellt ist, verstellbar ist und an den Säulen der Presse mittels der Gleitschuhe i geführt wird. Das Gesenk selbst ist noch mit einem auswechselbaren Schleißring ausgefüttert.
  • Der Preßstempel k trägt an seinem unteren Ende die Lochplatte nz, die mit dem Stempel verschraubt ist. Außerdem trägt der Stempel 1z noch einen mit Gegengewichten n versehenen Druckring o. Unter der Lochplatte ist der Oberstempel p zum Eindringen in das Gesenk f dargestellt. Der Oberstempel p wird einfach lose mit Zentrierung auf das Werkstück aufgesetzt, damit er beim Wiederhochgehen ohne weiteres beiseitegebracht werden kann.
  • Der Arbeitsvorgang ist folgender: Der Block y wird auf die gewölbte Platte d in der Mitte aufgesetzt. Hierauf drückt der Stempel mit der aufgesetzten Vormatri!ze p den Block herunter, wobei zunächst der Gedenkschlitten g etwas angehoben ist, damit der leim Niederpressen vom Block abbröckelnde Zunder unten herausgleiten kann. Gegen Ende des Herunterpressens wird der Gesenkschlitten - fest auf den Tisch b aufgedrückt, so daß das Gesenk auch unten geschlossen ist. Nachdem nun der Reifen auf diese Weise vorgepreßt ist, wird der Vorstempel p entfernt und der Gedenkschlitten wieder etwas angehoben, damit der Tisch b darunter seitlich verschoben werden kann und der- Lochring e in die Stempelachse zu liegen kommt, Nachdem nunmehr der Gesenkschlitten mit dem Werkstück wiederum auf den Tisch aufgedrückt ist, kommt der Lozhstempel m herunter, locht (las Werkstück und drückt den so gebildeten Ring mit dein Druckring o von oben sowie mit dem kegeligen Teil s auch von der Seite fest in das l*esenk hinein in die gewünschte Form.
  • Der auf diese `leise fertig gepreßte Reifen schrumpft nun etwas auf dem Stempel auf und wird beim Rückgang der Presse von dem Druckring o abgestreift. Die Wirkungsweise des Druckringes o kann verschieden gedacht sein. Der Ring kann sich beim Einpressen des Reifens in das Gesenk etwas in dem Gesenkmantel festklemmen, so daß er beim Hochgehen des Stempels zunächst zurückbleibt und so den Reifen vom letzteren abstreift, oder das Abstreifen des Reifens kann durch einige kräftige Schläge auf den Ring o erfolgen. Der Ring o hat in der Höhe ein gewisses Spiel, damit er durch die Gegengewichten wieder in seine oberste Lage zurückgeführt werden kann. Das Bewegungsspiel des Ringes wird mit einfachen bekannten Mitteln, z. B. durch Anordnung von Langlöchern oder besser durch eine Teilung des Ringes, erzielt. Im letzteren Falle kann man über die Stoßstellen der Ringteile auch hakenförmige Klauen greifen lassen, die gelenkig an dem M utrizenträger g angeordnet sind und vor dem Hochgehen des Stempels einfach über den Ring geworfen werden. Geht der Stempel dann hoch, so halten die Klauen den Ring so lange fest, bis sich die Ringteile an den Stoßstellen so weit voneinander getrennt haben, daß sie an den Klauen vorbeigehen. Der Ring kann in diesem Falle in zwei oder mehrere Teile zerlegt sein, von denen jeder mit einem Gegengewicht rc versehen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Herstellung von Radreifen o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Werkstückblock (r) zunächst in das unten geschlossene Gesenk (g, d) durch einen Vorstempel (p) hineingedrückt; alsdann der Vorstempel beseitigt, der Gesenkmantel (g) angehoben und der Gedenkboden (d) durch einen Lochring (-e) ersetzt wird, der neben diesem Boden in einem seitlich verschiebbaren Tische (b) ruht, hierauf der Gedenkmantel wieder herabgedrückt wird und nunmehr der Lochstempel (n1) niedergeht, der mit einem oberen beweglichen Druckring (o) und mit seinem kegeligen Mantel (s) das Werkstück vollständig in das Gedenk von oben und von innen hineindrückt, worauf beim Wiederhochgehen des Stempels der fertige Reifen durch den Druckring abgestreift wird. z. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gelcennzeichnet, daß der geschlossene Gedenkboden (d) gewölbt ist, damit der von dem Werkstück (r) beim Niedergehen des Preßstempels (p) abbröckelnde Zunder seitlich zwischen dem Boden und dein angehobenen Gesenkmantel (g) herausgleiten kann.
DEB99986D Herstellung von Radreifen o. dgl. Expired DE379370C (de)

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