DE379205C - Leinenwerk fuer Fesselballone - Google Patents

Leinenwerk fuer Fesselballone

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DE379205C
DE379205C DER46124D DER0046124D DE379205C DE 379205 C DE379205 C DE 379205C DE R46124 D DER46124 D DE R46124D DE R0046124 D DER0046124 D DE R0046124D DE 379205 C DE379205 C DE 379205C
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Germany
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balloon
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longitudinal axis
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DER46124D
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Ballonfabrik Augsburg A G
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Ballonfabrik Augsburg A G
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft
    • B64B1/40Balloons

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Leinenwerk für Fesselballone. Die bisher gebräuchliche Anordnung des Leinenwerkes an Fesselballonen, das zum Angriff des Fesselseiles und zur Aufhängung des Ballonkorbes dient, ist in Abb. t der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht.
  • Hiernach ist der Punkt P" in denn das Fesselkabel angreift, durch die Seile o. dgl s" s_ . . . in seiner Lage zum Ballonkörper derart festgelegt, daß er diese Lage so lange beibehält, als sämtliche Zugorgane s,, s. . . . belastet sind. Dabei wandert der Angriffspunkt A der Fesselkraft in Richtung der Ballonlängsachse auf der langen Strecke f,, f. je nach dem Winkel, den das Fesselkabel F mit der Ballonachse bildet. Bei Überschreiten der Stellungen F' bzw. I#" des Fesselkabels schwingt der Punkt P, nach vorn bzw. nach hinten aus, wobei die Seile s" s_ . . . teilweise außer Zug kommen und der Angriffspunkt der Fesselkraft nach f bzw. f, wandert. Wenn :las Leinenwerk ,furch weitere Festpunkte p" p_ . . . unterteilt ist, wandert der Angriffspunkt der Fesselkraft sogar bis f:" bzw. f,'.
  • Ebenso ist der Punkt P., als Aufhängepunkt für den Ballonkorb beispielsweise durch die `eile l" l - l., festgelegt und 5o angeordnet, daß_ der Angriffspunkt der die Korblast darstellenden Kraft auf der Ballonlängsachse innerhalb der Strecke k,-k., oder bei Unterteilung des Leinenwerkes noch darüber hinauswandert.
  • Diese gebräuchliche Anordnung hat folgende Nachteile: Bekanntlich besteht kein vollkommener Ausgleich in der Belastung der Zugorgane s" s., . . . und l" l @ . . ., selbst wenn, was z. T. schon ausgeführt wurde, der Festpunkt P, durch eine auf einem Teil der Fesselung bewegliche Rolle ersetzt ist, wobei die festen Punkte p,, p, . . . als solche verbleiben.
  • Ferner wandert, wenn der Ballon bei höheren Windstärken größere Abtrift erleidet, cler Angriffspunkt A der Fesselkraft, der durch den Winkel, den das Fesselkabel tnit der Ballonlängsachse einnimmt, bestimmt ist, bis zum Punkt f_ und darüber hinaus. Dadurch wird die erwünschte Gleichgewichtslage des Ballons erheblich gestört, so daß sich dieser niit !lern Kopf stark nach oben stellt und in dieser steilen Lage mit seinem hierdurch vergrößerten Widerstandsquerschnitt einen sehr großen schädlichen Luftwiderstand erzeugt. Ferner geht der Ballon durch dieses Zurückwandern des Angriffspunktes der Fesselkraft bis hinter den Luftwiderstandsmittelpunkt der Fähigkeit verlustig, sich richtig in den Wind einzustellen, er legt sich quer und erzeugt auch dadurch einen sehr hohen Luftwiderstand. Dieser durch die beiden beschriebenen Vorgänge erzeugte hohe Luftwiderstand beeinträchtigt nicht nur den ruhigen Stand des Ballons und damit die Beobachtung sehr erheblich, sondern bewirkt auch eine derart hohe Belastung des Fesselseils, daß leicht ein Reißen desselben eintritt bei Windstärken, die an sich das Festhalten des Ballons in der Luft erfahrungsgemäß noch ermöglichen.
  • Ein weiterer Nachteil der bisherigen Anordnung besteht darin, daß beim Einholen, wobei der Ballon bestrebt ist, durch den erhöhten Kabelzug den Kopf nach unten zu neigen, sofort die Angriffspunkte der Fessel- und der Korbkraft erheblich nach hinten wandern, so daß vier Ballon in nahezu horizontaler Lage unter Entwicklung großen Luftwiderstands und hohen Kabelzugs nach unten gezogen werden muß.
  • Diese Nachteile sind gemäß vorliegender Erfindung dadurch beseitigt, daß das ganze Leinenwerk durch im Luftschiffbau an sich bekannte Rollen oder ähnliche, eine Bewegung gestattende Zwischenglieder in Richtung (ier Ballonlängsachse so frei beweglich ist, daß die Angriffspunkte der Fesselkraft und Korblast ihre Lage zu der Ballonlängsachse annähernd fest beibehalten.
  • Der Einbau einer Rollenführung in das Leinenwerk ist bisher nur bekannt geworden bei starren Luftschiffen und hat dort den Zweck, die starre Verbindung der Gondeln mit dem Gerippe zu ersetzen, um bei Landungen oder Zusammenstößen mit Bäumen usw. Beschädigungen der Gondeln und ihrer Verbindungen mit dem Gerippe zu verhüten. Weiterhin hat die Rollenführung bei starren Luftschiffen die Bedeutung, gleichzeitig die einzelnen Verbände (les Gerippes von starken lokalen Beanpruchungen zu entlasten und so den Gesamtverband des Gerippes erheblich zu verstärken. Dies sind aber Aufgaben, die bei Fesselballonen durchaus nicht in die Erscheinung treten.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in einer Ausführungsform in Abb. a veranschaulicht. Hiernach sind die Angriffspunkte der Kräfte l', (Fesselseil) und P2 (Korblast) durch Anbringung von Rollen r, f- oder sonstigen, die Beweglichkeit belassenden Zwischengliedern im gesamten Leinenwerk so beweglich angeordnet, rlaß sich die Zugkräfte im Leinenwerk in ihrer Stärke vollständig ausgleichen und die Angriffspunkte der Fesselkraft und der Korblast bei allen Winkeln, die das Fesselkabel innerhalb der gegebenen Grenzen mit der Ballonlängsachse bildet und bei allen praktisch möglicbell Winkeln, die der Ballon mit der Horizontalen*bildet, in den Punkten A und K oder wenigstens in deren ummittelbarer Nähe verbleiben.
  • Dadurch wird erreicht, daß der Ballon, auch bei großer Abtrift, seine Normallage beibehält und immer denselben Widerstandsquerschnitt dem Wind bietet, so daß der Widerstand lediglich der Windstärke entsprechend wächst; hierdurch ist die Möglichkeit einer ruhigen Beobachtung, auch bei starkem Wind, und einer Ausnutzung des Ballons bis zu hohen Windstärken gegeben.
  • Zur Wahrung der Normallage des Ballons bei höherer Korbbelastung (zweiter Beobachter, Gerät usw.) werden durch besonders in das Leinenwerk eingefügte Zugseile Z, Z die Angriffspunkte von P, und P,, in ihrer Beweglichkeit derart festgelegt, daß bei dem durch die höhere Korblast verursachten Bestreben des Ballons, den Kopf hoch zu nehmen, die Angriffspunkte der Fesselkraft und Korblast so weit nach vorn rücken, daß nahezu die gleiche Lage wie bei gewöhnlicher Korbbelastung und damit günstige Stand- und Widerstandseigenschaften des Ballons gewahrt sind. Dasselbe gilt für den Fall, daß infolge geringerer Auftriebskraft des Füllgases sich die Zugwirkung der Fesselkraft gegenüber der Korblast vermindert. Ebenso werden, wenn durch starken Wind usw. ein hoher Zug im Fesselkabel auftritt, bei hoher Korblast die Seile Z, Z wiederum entlastet, so daß der richtige Kräfteausgleich gerade dann sicher gewährt ist, wenn hohe Beanspruchungen auftreten.
  • Weiterhin wird durch die neue Anordnung der Festlegung der Angriffspunkte für Fesselkraft und Korblast auf der Ballonlängsachse erreicht, daß beim Einholen dem Ballon die :Möglichkeit bleibt, ohne Einwirkung störender Kräfte sich in denjenigen Neigungswinkel zur Horizontalen zu stellen, der der Richtung entspricht, die sich als Resultante aus dem durch Wetter bestimmten Wind und dem sogenannten Einholwind ergibt. So wird der zum Einholen notwendige Kabelzug sehr wesentlich herabgemindert, womit die Möglichkeit gegeben ist, (len Ballon ohne Schaden für ihn selbst und unter verhältnismäßig geringem Arbeitsaufwand mit großer Geschwindigkeit einzuholen.
  • Die senkrechte Entfernung der Angriffspunkte des Fesselkabels und der Korblast von der Ballonlängsachse (und die Art ihrer Verbindung mit dem Ballon) ist so festgelegt, daß l,ei eintretender Kopfneigung des Ballons die in den Schnittpunkten der Fesselkraft P, und der Korblast P2 mit der Ballonachse liegenden Angriffspunkte A und k dieser Kräfte um eine kleine bestimmte Strecke zurückwandern; diese kleine Strecke reicht eben aus, um beim Aufhören der Einholbewegung die Rückkehr des Ballons in die Normallage entgegen der im Leinenwerk auftretenden Reibung und, falls durch die Kopfneigung Verlagerungen der Gasfüllung eingetreten sind, auch entgegen der Wirkung des durch die Kopfneigung nach hinten gewanderten Schwerpunktes der Gasfüllung zu sichern.
  • Die Hauptbedeutung der Erfindung ist der vollständige Kräfteausgleich im Leinenwerk, die Wahrung der richtigen Lage der Punkte A und K auf der Ballonlängsachse und, dadurch bedingt, die richtige Lage des Ballons bei jeder Windstärke, Abtrift und Korbbelastung und die für die Erzeugung kleinsten Widerstands richtige Einstellung des Ballons beim Einholen, ferner die Rückkehr des Ballons in die Normallage nach dem Einholen oder nach Störungen dieser Normallage durch äußere Einflüsse.

Claims (1)

  1. Pt\TG\T-ANSI'RC"CIIE: i. Leinenwerk für Fesselballone mit im Luftschiffbau an sich tekannten Rollen oder ähnlichen, eine Bewegung gestattenden Zwischengliedern, dadurch gekennzeichnet, daß das ganze Leinenwerk in Richtung der Ballonlängsachse so frei beweglich ist, daß die Angriffspunkte der Fesselkraft und Korblast ihre Lage zu der Ballonlängsachse annähernd fest beibehalten. z. Leinenwerk für Fesselballone nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die senkrechte Entfernung der Angriffspunkte der Fesselkraft und der Korblast von der Ballonlängsachse so gering gewählt ist, daß bei der durch das Einholen verursachten Kopfneigung des Ballons die Schnittpunkte dieser Kraftrichtungen mit der Ballonachse um eine kurze Strecke nach hinten wandern, die zur Wiederherstellung der Normallage des Ballons beim Aufhören der Einholbewegung genügt.
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