DE37829C - Neuerung an galvanischen Elementen - Google Patents

Neuerung an galvanischen Elementen

Info

Publication number
DE37829C
DE37829C DENDAT37829D DE37829DA DE37829C DE 37829 C DE37829 C DE 37829C DE NDAT37829 D DENDAT37829 D DE NDAT37829D DE 37829D A DE37829D A DE 37829DA DE 37829 C DE37829 C DE 37829C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nickel
sulfuric acid
order
lead
current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT37829D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dr. C. VON NEUMANN in Riva am Garda-See, Süd-Tirol, Oesterreich
Publication of DE37829C publication Critical patent/DE37829C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01MPROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
    • H01M6/00Primary cells; Manufacture thereof
    • H01M6/04Cells with aqueous electrolyte

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Hybrid Cells (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei jeder chemischen Reaction wird Wärme frei. Ein Theil dieser Wärme setzt sich in Elektricität um. Wird diese chemische Reaction nicht ausschliefslich zum Gewinn von Elektricität in galvanischen Elementen vorgenommen, so geht der entstehende galvanische Strom verloren. Alle existirenden Elemente leiden an dem Fehler, dafs die Beschickungsproducte mehr kosten als die Endproducte, die entstehenden' Endproducte, fast immer Zinksalze, sind nicht zu verwerthen, es sei denn das metallische Kupfer, das bei der Depolarisation im Daniell'schen Elemente oder ihm ähnlichen gewonnen wird und ungefähr die Hälfte der Kosten deckt.
Bei der grofsen Ausbreitung der Galvanoplastik, bei welcher nur Salze in Lösung zur Anwendung kommen können, die aus festem Metall dargestellt werden, mit Ausnahme der Verkupferung, geht der Strom, welcher bei der Ueberführung des festen Metalles in den flüssigen Aggregatzustand entsteht, verloren. Einen Theil dieses Verlustes zu decken, ist Gegenstand dieses Patentes.
Fast alle Metalle, deren Lösungen in der Galvanoplastik gebraucht werden, sind in Salpetersäure von ca. 30 pCt. N O3 H löslich. Bei diesem Procentgehalt hat eine wässerige Salpetersäure das beste Leitungsvermögen. Für Gold Und Platin nehme man Königswasser, wodurch die Verbrennungswärme, mithin der Strom, den das Entstehen der betreffenden Chloride veranlafst, ein stärkerer wird. Salpetersäure ist aber auch eines der besten Depolari- ' sätionsmittel, da der freiwerdende Wasserstoff sofort zu Stickoxyd bezw. Untersalpetersäure verbrannt wird. Man braucht also keine Zelle mit aparten Depolarisationsgemischen. Nimmt man nun als Lösungselektrode metallisches Nickel (am besten in Stangenform vom Querschnitt der im Handel vorkommenden Nickelwürfel), als Ableitungselektrode Kohle und als Flüssigkeit Salpetersäure von . 30 pCt. oder Königswasser in einem gewöhnlichen Batterieglase zum Element zusammengestellt, so wird das Nickel zu salpetersaurem Nickeloxydul bezw. Chlornickel aufgelöst, ohne irgend welche fremde Beimischung zu erdulden, als die, welche ursprünglich in dem käuflichen Nickel und der Salpetersäure bezw. Salzsäure vorhanden waren. Einige Blasen Schwefelwasserstoffgas genügen fast immer zur Entfernung der wenigen fremden Bestandteile. Aus 3 kg Nickel und 8 kg Salpetersäure bekommt man beinahe 15 kg salpetersaures Nickeloxydul, welches Salz im Handel mehr-, als das Doppelte der gebrauchten Materialien kostet und der Ausgangspunkt zur Darstellung sämmtlicher centnerweise gebrauchten Nickelsalze ist. Der bei der Auflösung des Nickels etc. entstehende Strom ist also Nebenproduct und kann anderweitig verwendet werden, z. B. zum Niederschlagen des aufgelösten Nickels auf andere Gegenstände, zur Vernickelung. In diesem Falle ist der chemisch - physikalische Kreislauf ein vollständiger: Metall in fester Form zu Metall in fester Form, dazwischen Auflösung

Claims (2)

und dabei Wärme bezw. galvanischer Strom. Der in diesem Element auftretende Strom hat 0,75 Volt (bei Königswasser 1,00), der innere Widerstand variirt natürlich mit der Gröfse und ist bei 20 cm Glashöhe gleich 0,17 Ohm. Will man aber die zwar nur geringen Dämpfe der Salpetersäure vermeiden und die Auflösung des Nickels verlangsamen, so kann man Schwefelsäure (Salzsäure giebt einen sehr schwachen Strom) nehmen, mufs aber dann eine Zelle zur Depolarisation des Wasserstoffes anwenden. Um keine fremden Bestandtheile in die Salzlösung einzuführen, was z. B. bei Depolarisation mit Chromsäure, deren Salzen oder mit Braunstein geschehen mufs, wird Bleihyperoxyd (Pb O2J angewendet. Hierbei kann sich nur das fast unlösliche schwefelsaure Bleioxyd bilden, welches ebenfalls leicht durch Schwefelwasserstoff aus der sauren Lösung zu entfernen ist. Das in der Zelle um die Kohle gebildete schwefelsaure Bleioxyd ist sehr leicht und billig wieder zu Bleihyperoxyd zu regeneriren, weshalb die Nickelbatterie für den Telegraphendienst verwendbar ist. Bei offenem Stromkreise ist der Nickelverbrauch ein sehr geringer, worauf es übrigens nicht ankommt, da sich das theurere schwefelsaure Salz bildet und das depolarisirende Bleihyperoxyd . auf einfache Weise wieder hergestellt werden kann. Dieses Nickel-Bleihyperoxyd-Element, ist sehr constant, der Strom hat 0,76 Volt, der innere Widerstand ist aber gröfser, erreicht jedoch bei 20 cm Gröfse nicht die Einheit. Pateντ-A NSPrüche:
1. Ein galvanisches Element, bestehend aus metallischem Nickel und Kohle als Leitern erster Ordnung und Salpetersäure oder Königswasser als Leiter zweiter Ordnung.
2. Ein galvanisches Element, bestehend aus metallischem Nickel und Kohle als Leiter erster Ordnung und Schwefelsäure als. Leiter zweiter Ordnung, bei welchem Bleihyperoxyd als depolarisirende Substanz wirkt.
DENDAT37829D Neuerung an galvanischen Elementen Expired - Lifetime DE37829C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE37829C true DE37829C (de)

Family

ID=313567

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT37829D Expired - Lifetime DE37829C (de) Neuerung an galvanischen Elementen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE37829C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2403573A1 (de) Neue elektroden und verfahren zu ihrer herstellung
DE2010169C2 (de) Elektrochemisches Verfahren zum Einbringen von Spurenmengen eines Materials in die Oberflächenschicht eines Trägers
DE1496268A1 (de) Galvanisches Element
DE37829C (de) Neuerung an galvanischen Elementen
DE1909757B2 (de) Verfahren zur reinigung von anoden fuer elektrolytische prozesse, die aus einer unterlage eines filmbildenden metalls und einem ueberzug aus edelmetallen, edelmetalloiden oder edelmetalloxide enthaltenden mischoxiden bestehen
DE97378C (de)
DE152659C (de)
DE290748C (de)
DE34228C (de) Ein- und zweizeiliges galvanisches Element
DE42609C (de) Neuerungen an dem durch das Patent Nr. 39313 geschützten konstanten galvanischen Element
DE654270C (de) Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von UEberzuegen aus Wolframlegierungen
DE104111C (de)
DE100889C (de)
DE34173C (de) Kombinirte primäre und sekundäre Batterie
DE49655C (de) Erregungsflüssigkeit für galvanische Elemente
DE1546693A1 (de) Anoden fuer die elektrochemische Verbrennung von Methanol
DE25993C (de) Neuerung an galvanischen Batterien. ]
DE357231C (de) Galvanisches Element
DE142057C (de)
DE108153C (de)
DE50889C (de) Galvanisches Element
DE81640C (de)
DE182736C (de)
DE250385C (de)
DE199250C (de)