DE97378C - - Google Patents

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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; ELECTRIC HEARING AIDS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R21/00Variable-resistance transducers
    • H04R21/02Microphones
    • H04R21/021Microphones with granular resistance material

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  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate und Maschinen.
J. P. SCHMIDT in BERLIN. Elektrode für Mikrophone.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Oktober 1896 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein bequemer und kräftig wirkender Ersatz für die jetzt allgemein für Mikrophone gebrauchte gekörnte Kohle durch Platin, dessen Leitungsfähigkeit vermindert ist. Bisher ist Platin für Elektroden entweder in der Form von metallischen, festen Kügelchen oder als Platinschwamm verwendet worden. Indessen hat sich dabei seine Leitungsfähigkeit als zu hoch für eine kräftige. Wirkung herausgestellt. .
Um dem Platin die für die Zwecke der Erfindung nothwendige Form zu geben, werden Theilchen von irgend welchen sich dazu eignenden Stoffen mit einem galvanischen Ueberzug von Platinmohr versehen, oder es wird gediegenes Platin, z. B. Platindraht oder Platinschwamm, in kleine Stücke zerlegt und die Oberfläche derselben in Platinmohr verwandelt.
Im Folgenden soll eine Methode beschrieben werden, um Platinmöhr elektrolytisch niederzuschlagen. In ein passendes Gefäfs wird dicht über dem Boden eine Metallplatte, z. B. von Silber oder Platin, angebracht und mit dem positiven Pol einer Batterie verbunden. Ueber dieser Platte wird ein dicht gewebtes Sieb von feinem Draht angebracht, welches mit dem negativen Pol der Batterie in Verbindung steht. Auf dieses Sieb wird das Platin oder das andere zerkleinerte Metall gelegt, auf welches der Platinmohr niedergeschlagen werden soll. Hierauf wird das Gefäfs mit einer schwachen Lösung von Platinchlorid so weit angefüllt, dafs das Sieb und das, was auf ihm liegt, bedeckt ist. Der Strom geht dann vom positiven Pol der Batterie nach der Platte auf dem Boden des Gefäfses, dann aufwärts durch die Lösung, zersetzt diese dabei und . schlägt das darin aufgelöste Platin auf der Oberfläche der Metallkörner in Form von Platinmohr nieder. Dabei ist selbstverständlich die Stärke des Niederschlages davon abhängig, wie lange der Strom durch das Bad geht. Ist der gewünschte Niederschlag erreicht, so wird das Sieb aus dem Bade herausgehoben, und die darauf liegenden Körner sind, nachdem sie gewaschen und getrocknet wurden, fertig zum Gebrauch.
Ein Verfahren zur Umwandlung der Oberfläche des Platins in Platinmohr ist folgendes:
Das gekörnte Platin wird zunächst in Königswasser gethan; hat dieses dann eine genügend lange Zeit gewirkt, so wird ein Alkali sowie ein passender reducirender Stoff, z. B. Alkohol, zugesetzt. Das Ergebnifs ist, dafs die Oberfläche des Platins mit Platinmohr bedeckt ist, welches sich aus ihm selbst gebildet hat.
In fein gepulvertem Zustande, entweder als Platinschwamm, dessen Oberfläche mit Platinmohr bedeckt ist, oder als Platinmohr allein, besitzt das Platin eine aufserordentliche Fähigkeit, Gase und Feuchtigkeit aufzusaugen. Diesem Umstände ist wohl die kräftige Wirkung gewisser Formen des neuen Ersatzmittels für Kohle zuzuschreiben.
Es ist durch Versuche festgestellt worden, dafs durch die Anwendung von Platin in der oben beschriebenen Form eine deutlichere Lautwirkung erreicht wird und dafs Unterbrechungen oder Verschmelzungen nie eintreten, gleichgültig, wie scharf oder laut der ausgestofsene Laut ist. Ein weiterer bemerkens-
werther Vortheil des neuen Erzeugnisses ist der, dafs es nicht zusammenbackt und dafs bei seinem Gebrauch eine geringere Menge nothwendig ist als von Kohle.
Ein Verfahren, um aus Platinmohr eine passende Masse zu bilden, ist folgendes:
Man mischt Platininohr mit einem Gummikitt, welcher durch Auflösen von ι Gewichtstheil Gummi in 30 Gewichtstheilen Schwefel-"EMehstoff-· entsteht. Es ist dabei vier- bis achtmal,.- scr 'viel'· Platinmohr wie Gummi der Menge nach zu 'nehmen. Nur auf diese Weise erzielt, man eine fesfzusammenhängende Masse von Platinmohr ohne zu viel andere Beimengungen. Nach der Mischung wird die <f Masse getrocknet und darauf einer hohen' Temperatur ausgesetzt, um sie genügend spröde und unelastisch zu machen, worauf sie in kleine Theilchen zerkleinert wird. Anstatt die Masse zu körnen, kann sie auch in Stücke oder Kugeln geformt werden, wie sie für die Elektroden passen würden.

Claims (1)

  1. P A T E N T - A N S P/R U C H :
    Mikrophon, dadurch gekennzeichnet, dafs. als Elektrodenkörper Platinmohr entweder selbst oder als Ueberzug geeigneter Körper aus beliebigem Material verwendet wird.
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