-
Vorrichtung zum Prüfen der Härte von festen Körpern, insbesondere
von Metallen, mittels eines aufprallenden Fallgewichts. Bei der Vorrichtung zum
Prüfen der H- rte von festen Körpern, insbesondere von Metallen, mittels eines aufprallenden
Fallgewichts gemäß Patent 376504 ist zum Zurückwerfen des Fallgewichts (Fallhammers)
in seine Ausgangsstellung eine Einrichtung vorgesehen, die durch Aufw,*° rtsziehen
eines Handgriffs ausgelöst wird. r fiese Auslösungsart hat den Nachteil, daß die
Vorrichtung beim Gebrauch festgehalten werden muß. Weiter hat es sich als ein Nachteil
erwiesen, daß die unter den Hammer greifende Cabel des Auswerfers dauernd in der
Fallbahn
des Hammers liegt. Uni den Hammer aus seiner Führungsbahn
herausnehmen zu können, war es deshalb notwendig, den Aufwerfer so zu lagern, daß
er nach unten aus seiner Führung herausgezogen werden kann.
-
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Anordnung, bei welcher der Aufwerfer
außer seiner Aufwärts- und Abwärtsbewegung noch eine: Querbewegung ausführen kann,
durch die er erst in dem Augenblick, wo er zum Aufwerfen des Hammers ausgelöst wird,
in die Hammerbahn hinein und unter den Hammer geführt wird, während er bei seiner
Abwärtsbewegung nicht in die Hammerbahn eingreift. Infolgedessen kann der Aufwerfer,
während die Vorrichtung in Tätigkeit ist, in seiner liüclisten Stellung stehenbleiben,
ohne den freien Fall des Hammers zii behindern, und es kann somit das Spannen der
den Aufwerfer und den Hammer zurückschnellenden Feder durch einfache. Abwärtsdrücken
erfolgen.
-
Auch die Auslösung des Aufwerfers wird vereinfacht, da die besondere=,
bei der Einrichtung nach Patent ;7hjo4 vorgesehene in Wegfall kommt.
-
Da der Aufwerfer in der Ruhestellung nicht in die Bewe gungsbalin
des Hammers eingreift, kann letzterer ohne weiteres aus seiner Führungsbahn herausgenommen
«erden, nachdem ein einfacher Anschlag, der ein unbeabsichtigtes Herausfallen des
Haniiner: verhindert, zurückgezogen ist, ohne daß die Aufwerfvorrichtung durch eitle
Sondereinrichtung verwickelter gemacht werden müßte.
-
Die Anordnung gemäß der Erfindung ist derart getroffen, daß der Aufwerfer
aus seiner Ruhelage durch eine auf ihn wirkende Druckstange abwärts bewegt wird,
wobei gleichzeitig die Aufwerffeder gespannt wird. Wenn der Aufwerfer seine tiefste
Stellung erreicht, wird er unter der Einwirkung eines geeigneten Anschlags derart
quer zti seiner Bewegungsrichtung zur Seite bewegt, daß die hruckst@inge, mit der
er beweglich verbunden ist, nicht mehr auf ihn einwirkt, so daß er, sobald er von
der Druckstange freigegeben wird, unter der Einwirkung der Aufwerffeder nach oben
zurückgeschnellt werden kann. Bei der erwdintrn Querbewegung tritt der =lufwerftr
in die Fallbahn des Hammers und unter letzteren und nimmt ihn daher bei der Aufwärisbewegting
mit. In der höchsten Stellung de; Aufwerfers ist durch einen anderen geeigneten
Aufschlag dafür Sorge getragen, daß, nachdem die I)ruck;tange in ihre höchste Stellung
zurückgegangen ist, der Aufwerfer sich wieder in der Querrichtung zurückbewegt,
so claß die Druckstange von neuem mit ihm in Eingriff kommt.
-
In der °leichnung ist eine der neuen Vorrichtung beispielsweise dargestellt.
Abb. i ist- ein senkrechter Längsschnitt, der die Ruhestellung zeigt, in der der
Hammer durch eine Fangvorrichtung festgehalten wird.
-
Abb. a ist ein senkrechter Längsschnitt durch die Vorrichtung im Augenblick
des Auslösens der Aufwerfvorrichtung. Die höchste Stellung des Aufwerfers vor seiner
Rückkehr in die Ruhestellung ist gestrichelt dargestellt.
-
Abb. 3 ist ein Querschnitt nach .-1-Y in Abb. i. Abb. 4 ist ein ()verschnitt
nach C-D in Abb. 2. Die den Teilen der Vorrichtung nach Patent ,37()7().I entsprechenden
Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen wie dort bezeichnet. Im Körper d der Vorrichtung
liegt vorn die prismatische, zweckmäßig im wesentlichen dreiseitige Führungsbahn
für den Failhamnie r a. die vorn durch einen Glasstreifen ii abgedeckt ist. Der
Glasstreifen ii liegt in einer Nut des K<')rpers e1 und wird oben und unten durch
die Deckplatten io und rh' festgehalten. Auf dem oberen Ende des Körpers
(1 sitzt ein Kopf ;i, in dein oberhalb der Führungsbahn io zwei Fanghaken
1b um einen Stift 1d schwingbar gelagert sind. Die Fanghaken haben am oberen Ende
Ansäitze h' und 1i'. Gegen die Ansätze 15'
wird durch die Feder i.I
eine Hülse _;2 gedrückt, die unten eine Hohlkegelfläche hat. Die An-L'
s ätze
b' werden dadurch nach innen gegeneinander bewegt und. die unteren Enden der Fanghaken,
die in einen Hohlraum des Fallhammers eingreifen, auseinandergespreizt (Abb. i).
i)ie# erwähnte Hülse ;1a wird von einer Druckhülse ,;,; umschlossen, die im Kopf
;i verschiebbar sitzt. hie wird durch die Wirkung der Feder 14 aufwirts gedrückt,
bis ihr Ansatz gegen einen entsprechenden Absatz der Bohrung anliegt. Dir Druckhülse
,,j hat unten ebenfalls eine Hohlkegelfiäche, gegen die sich die Fanghaken 1) finit
ihren seitlichen Ansätzen 1)" anlegen. Drückt man die Hülse "", gegen die Wirkung
der Feder 14 abwärts, so bewegt ihre Hohlkegeltläche die Fanghalsen entgegengesetzt
wie die Hül;e , 2, und die unteren Enden der Fanghaken bewegen sich zueinander,
bis ihre hakenfiärnligen Enden außer Eingriff mit dem Fallhalniner kommen, so daß
letzti_-rer losg_classen wird und Herabfällt lAbb. 2l.
-
lin Kopf ,;i führt sich auch das obere Ende der den Aufwerfer betätigenden
Stange i . Ihr unteres, schwächeres Ende liegt in der mit 17 ein hinteren Teil des
Körpers d. Durch die; Feder 2-1. wird sie nach oben bewegt,- bis sie mit einem Bund
,31 gegen die untere Fläche: des Kopfes ,;i <in;töl;et.
-
Das untere Ende der Druckstange c, das in Ansätzen iN' und i"-#" der
rückwärtigen Deckplatte i@ der Vorrichtung geführt ist, stützt sich auf einen Ansatz
; am unteren Ende des Aufwerfen: h, während an dessen oberem Endsein ringförmiger
Ansatz i vorgesehen ist, der die Stange c lose umfaßt. Zwischen diesem ringfürinigen
Ansatz i und dem Ansatz i,#"
der rückwärtigen Deckplatte liegt die
Aufwerffeder e. Diese drückt den Aufwerfer nach oben, so daß er mit einer Schrägfläche
35 gegen die obere Kante 22' des Schlitzes 22 stößt, durch den der Aufwerfer in
die Hammerbahn eintreten "kann. Hierdurch wird der Ansatz g des Aufwerfers unter
der Stange c festgehalten. Der Ansatz g des Aufwerfers ist ebenfalls mit einer Schrägfläche
36 versehen, und eine weitere Schrägfläche 37 befindet sich an einem Vorsprung am
unteren Ende der rückwärtigen Deckplatte 18.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende Wenn man die Stange
c abwärts drückt, so wirkt sie auf den Ansatz g des Aufwerfers und nimmt diesen
nach unten mit, wobei die Feder e zwischen dem Ansatz i und dem Ansatz IS" gespannt
wird. Sobald die Schrägfläche 36 des Ansatzes g auf die Schrägfläche 37 auftrifft,
gleiten diese beiden Flächen aufeinander, und das untere Ende des Aüfwerfers wird
quer zu seiner Bewegungsrichtung zur Seite und durch den Schlitz 22 in die Fallbahn
des Hammers hineingedrückt, bis der Fortsatz 23 des Rufwerfers unter den Hammer
greift und der Ansatz g von dem unteren Ende der Stange c: abgleitet und dadurch
frei wird (Abb.2). Der Rufwerfer wird nun durch die sich entspannende Feder e nach
oben geschleudert, wobei er an der Stange -c entlang gleitet. Hierdurch wird während
der ganzen Aufwärtsbewegung der Mitnehmer 23 des Rufwerfers zwangläufig in der Bahn
des Hammers a geführt und nimmt diesen nach oben mit. Da die hintere Fläche des
Ansatzes g an der Stange c anliegt, bleibt das untere Ende des Rufwerfers zunächst
noch in der Stellung, in- der der Mitnehmer 23 in die Fallbahn des Hammers eingreift.
Läßt man nun die Stange c los, so wird sie durch die Feder 2.1 wieder nach oben
bewegt, bis der Bund 3.1 an dem Kopf 31 anliegt.- Hierdurch wird der Ansatz g des
Rufwerfers von dem unteren Ende der Stange c freigegeben, so daß ihn die Feder e
noch weiter aufwärts drücken kann. Hierbei gleitet die Schrägfläche 35 an der Kante
22', wodurch der Rufwerfer wieder in die Ruhestellung zurückgeführt wird, in der
der Ansatz g unter das untere Ende der Stange c greift. Der Rufwerfer liegt nunmehr
wieder außerhalb der Fallbahn des Hammers er, und die Vorrichtung ist zu neuem Gebrauch
bereit.
-
Wie ersichtlich, kann bei dieser Anordnung der Hammer leicht aus der
Führungsbahn herausgenommen werden, nachdem ein Anschlagstift 39 entfernt worden
ist, der das unbeabsichtigte Herausfallen verhütet. Dieser Anschlagstift kann auch
beweglich, z. B. federnd, angeordnet sein, um das Herausnehmen des Hammers zu erleichtern.