DE377182C - Vorrichtung fuer Webstuehle zur Entlastung, Bremsung und UEberwachung des Schuetzenlaufes - Google Patents

Vorrichtung fuer Webstuehle zur Entlastung, Bremsung und UEberwachung des Schuetzenlaufes

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DE377182C
DE377182C DET26183D DET0026183D DE377182C DE 377182 C DE377182 C DE 377182C DE T26183 D DET26183 D DE T26183D DE T0026183 D DET0026183 D DE T0026183D DE 377182 C DE377182 C DE 377182C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/52Shuttle boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Vorrichtung für Webstühle zur Entlastung, Bremsung und Überwachung des Schützenlaufes. Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung, welche es ermöglicht, im Zeitpunkte des beginnenden Schlages den Schützen im Schützenkasten vom Bremsdrucke zii befreien, demselben jedoch die I ührung zu belassen und mit sanft aufsteigender Federung zu empfangen und den Schützen ohne Stoß an gewünschter Stelle zur Ruhelage zu bringen.
  • Das Neue der Erfindung liegt darin, daß durch eine Hebelverbindung, welche von der Hauptwellenkurbelstange in Tätigkeit gesetzt wird, Federn in Form von Stahldrahtbügeln gegen den Schützenkastenzungenfühler nach Beginn des Schützeneinlaufs einwirken und dem Schützen eine bestimmte Ruhestellung vermittels der dadurch einwirkenden Schützenkastenzunge geben, wogegen vor erfolgendem Schlage die Druckwirkung aufhört, der Federzug sich verringert, vermittels eines V inkell`ebels die Stecherwelle verschwenkt wird und der Schützen, vom Eremsdrucke befreit, aus dem Schützenkasten geworfen werden kann.
  • Es sind Vorrichtungen bekannt, welche von de -Hauptwellenkurbelstange bewegt werden und eine Entlastung oder Fremsung des Schützens bewirken. Diesem Bekannten gegenüber umfaßt die. vorliegende Erfindung bei äußerster Einfachheit die vielseitigsten als neu gekennzeichneten Punktionen, so insbesondere, daß durch das Tasten der Drahtbügel der Schützen sanft mit gewünschter Einlaufstiefe zur Ruhe kommt und der Schützenlauf zur Verhütung von Schützenschlägen überwacht wird, was durch das Voreilen des.dem Schützenkastenzungenfühler nähergestellten Bügels erfolgt. Durch starre Verbindung des M inkelhebels mit der Stecherwelle wird das Schwergewicht der massiven Stecher ausgeglichen, so daß di3 Stecherwelle eine balancierende Lagerung erhält, wodurch der Empfang des Schützens im Kasten ein sanfter wird.
  • Die Entlastung des Webschützens vor Beginn des Schlages erfolgt ebenfalls sanft in der Weise, daß die den Antriebshebel und \Vinkelhebel verbindende Feder bei Senkung der Kurbelstange an Spannung nachläßt, den Schützen vom Bremsdtucke freigibt und durch entsprechende Stellung des Gleitstückes die Lüftung des Schützens genau begrenzt werden kann. Die Vorrichtung ermöglicht, daß alle Fangriemen und Pufferleder der Weblade entfallen können.
  • Die besondere Ausführung und Anwendung der ganzen Vorrichtung kann eine den verschiedenen Webstuhlarten beliebige und zweckentsprechende sein.
  • Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen Abb. i eine Seitenansicht der ganzen Vorrichtung und Abb. 2 den Schützenkasten in Hinteransicht. Die Schelle k wird an die Kurbelstange ES 7' festgeschraubt, welche in bekannter Weise von der Hauptwelle H W den Antrieb erhält. Vermittels der verstellbaren Schraube(.- erhält die Schelle k Verbindung mit dem Antriebshebel J), welcher in seiner Verlängerung auf dem verlängerten Kurbelbolzen K B gelagert ist und seitlich in ein Fassungsstück ra übergeht und an dem zwei hochstehende Stahldrahtbügel e, f' festgeschraubt sind, welche als doppelte Federung auf den Schützenkastenzungenfühler wirken, und zwar in dem Zeitraume der Schützenankunft, so daß unter Mitwirkung der Feder i der Schützen abgebremst und nach mehr oder weniger Tastung der Dralxtbügel e, f, deren entsprechende Einstellung durch die Schraube c erfolgen kann, der Schützen an gegebener Einlaufstiefe festgehalten, das heißt zur Ruhestellung gebracht werden kann. Die Feder j steht in Verbindung mit dem Winkelhebel h, welcher durch die Schelle g eine starre Verbindung mit der Stecherwelle erhält. Der Winkelhebel la verleiht durch sein Eigengewicht gegenüber dem Stecher ST der Stecherwelle ST TV eine bahnzierende Lagerung, wogegen die Feder i das Spiel der Kurbelstange K ST vermittels des Winkelhebels h, der Stecherwelle ST W dem Kastenzungenfühler KF und der KastenzungeE, welch letztere auf den Schützen einwirkt, überträgt.
  • Bei Senkung der Kurbelstange KST läßt die Zugkraft der Feder i nach, hat bei Tiefstand der Kurbel die geringste Spannung und erfolgt etwa in diesem Augenblick der Schlag. Durch Zusammenwirken des letzterwähnten Vorganges wird der Schützen im Kasten vom Bremsdrucke frei und kann ohne besonderen Kraftaufwand und Reibung den Kasten verlassen. hm die Entlastung des Schützens nach Wunsch genau regeln zu können, ist auf die Nabe des Fassungsstückes cz der Stellring mit Gleitstück i aufgesteckt, welch letzteres auf den Winkelhebel h wirkt, damit auch durch seine Verbindung auf die Klappe K eingewirkt werden kann.
  • Als Sicherung zur augenblicklichen Abstellung des Antriebsriemens und zum gleichzeitigen Aufhalten der Bewegung des Webstuhles, wenn durch irgendein Vorkommnis der Schützen überhaupt nicht oder zur unrichtigen Zeit in den Kasten gelangt, dienen Stecher ST und Puffer A mit gebräuchlichen Einrichtungen; doch kommt es vor, daß die Feder zu schwach gespannt ist oder reißt, und wenn der Stuhl mit hoherT ourenzahl läuft, daß die gebräuchlichen Einrichtungen versagen. Diese Übelstände kommen bei vorliegender Erfindung nicht vor, indem der Stahldrahtbügel e, der Sicherung von Stecher ST und Anschlag A voreilt und die Wirkung der Feder i unterstützt. Da die Feder i in den Momenten der Schützenbremsung besser zur Wirkung kommt wie bei gebräuchlichen Einrichtungen, außerdem als doppelte Federung zur Schützenbremsung die Stahldrahtbügel e, f einwirken, können alle Fangriemen und Pufferleder auf der Weblade, wie bis jetzt gebräuchlich, entfallen. Außerdem bietet die Vorrichtung den Vorteil, auch das mindeste Schußmaterial verarbeiten zu können.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Vorrichtung für Webstühle zur Entlastung, Bremsung und Überwachung des Schützenlaufes, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Bewegungen der Hauptwellenkurbelstange mittels einer Schelle (k) und Stellschraube (e) ein Antriebshebel (L), welcher auf dem verlängerten Kurbelstangenbolzen gelagert ist und in einem Fassungsstück (a) zwei Federn in Form von Stahldrahtbügeln (e, f) faßt, durch Einwirkung auf den Schützenkastenzungenfühler und die Schützenkastenklappe eine Bremsung des Webschützens bewirkt und durch Zugfederverbindung (j) des Antriebshebels (b) mit einem auf der Stecher-welle (ST W) festsitzenden \Vinkelhebel (k) unter Zwischenschaltung eines einstellbaren Stellringes (i) bei Kurbeltiefstand eine Verminderung des Federzuges (j) verursacht wird, so daß vor erfolgendem Schlage der Schützen vom Bremsdrucke befreit wird.
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