DE37608C - Aus drehbaren Roststäben bestehende Vorrichtung zum Hinausschaffen der Kohle aus kontinuirlichen Filtern - Google Patents
Aus drehbaren Roststäben bestehende Vorrichtung zum Hinausschaffen der Kohle aus kontinuirlichen FilternInfo
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- DE37608C DE37608C DENDAT37608D DE37608DA DE37608C DE 37608 C DE37608 C DE 37608C DE NDAT37608 D DENDAT37608 D DE NDAT37608D DE 37608D A DE37608D A DE 37608DA DE 37608 C DE37608 C DE 37608C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B32/00—Carbon; Compounds thereof
- C01B32/30—Active carbon
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 89: Zücker- und Stärkefabrikation.
Kohle aus continuirlichen Filtern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom g. Februar 1886 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Knochenkohlefilter, in' denen der sich in steigender
Richtung hindurchbewegende Zuckersaft ununterbrochen von seinen Unreinigkeiten befreit
und entfärbt wird, und aus denen deshalb ebenso ununterbrochen die sich mit Unreinig^
keiten sättigende und deshalb unwirksam werdende untere Knochenkohleschicht auf mechanischem
Wege entfernt werden mufs. Eine neuartige Vorrichtung, um letzteres zu bewirken,
bildet den Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Die Construction des Filters selbst ist die übliche. Ueber der Aufnahmekammer B liegt
die Filtrirkammer A, aus der bei C der Zuckersaft entfärbt abfliefst. Der ungereinigte Zuckersaft
tritt durch Rohr1 IT und D in B und von
hier in A ein, und aus A gelangt die ausgenutzte Knochenkohle durch eine mechanische
Vorrichtung, die im vorliegenden Falle von charakteristischer Construction und Wirkungsweise
ist, nach B, um von hier durch Becherwerk d d1 bei Z)2 aus dem Apparat herausbefördert
zu werden.
Die Vorrichtung zum Hinausschaffen der ausgenutzten Knochenkohle aus A besteht nun
in diesem Falle aus einer Anzahl gleich weit von einander entfernter horizontaler Roststäbe
FF, die den Boden der Kammer A bilden, und von denen jeder an beiden Enden mit
Lagerzapfen f versehen sind, welche in den beiden Horizontalbalken G auf der unteren
Kammer B gelagert sind; diese Lager werden von den halbrunden Aussparungen g im Balken G gebildet, auf den der Deckel G1 mit entsprechenden
Ausrundungen g1 gelegt wird. G und G1 werden durch Schraubenbolzen G2
zusammengehalten.
Die auf diese Weise gelagerten Roststäbe sind an jedem Ende mit nach unten reichenden
Kurbelarmen F1 F1 versehen, die ihrerseits wieder mit den horizontalen Verbindungsstangen
F'2 J72 drehbar verbunden sind. Mittelst
derselben wird auf die Roststäbe eine oscillirende Bewegung von dem auf der Welle /
aufgekeilten Excenter aus übertragen, welches auf die Gleitrahmen Z1 · einwirkt, von dem aus
mittelst der Schieberstangen Z2 z3, die durch
Stopfbüchsen Z1 hindurchtreten, und der Gelenkstücke Z4 die Verbindungsstangen F2 F2
hin- und hergezogen werden. Wie ersichtlich, werden dabei die Roststäbe in Oscillation versetzt
und einmal in solche Lage gebracht, dafs sie die untere Mündung gänzlich verschliefsen,
dann aber auch in solche Lage zurückgedreht, dafs freie Zwischenräume zwischen ihnen entstehen,
durch welche hindurch die Knochenkohle aus A in B hineinfallen kann. Diese
Wirkungsweise an sich würde zwar auch manchen anderen Rostsystemen verschiedener
Querschnittsform gemeinsam sein, so beispielsweise einem nach Art der Jalousien hergestellten
System, bei welchem sich die einzelnen Platten mit ihrer einen Längskante unter und mit ihrer
anderen Kante über die zunächst liegenden Platten legen. Da aber das ganze Gewicht der
Knochenkohlesäule auf dem Rost aufliegt, so würde bei Anwendung eines derartigen Jalousie-
rostes eine enorme Kraft aufgewendet werden müssen, um die einzelnen Platten in Schwingung
zu versetzen, d. h. um sie aus ihrer horizontalen Lage in verticale Lage überzuführen.
Es ist deshalb ein charakteristisches Merkmal der vorliegenden Neuerung, dafs die Roststäbe
eine solche Querschnittsform haben, dafs sie beim Oscilliren in beliebiger Richtung nicht
die mindeste Hubwirkung auf die darüber liegende Kohle äufsern und deshalb mit der
gröfsten Leichtigkeit in Oscillation versetzt werden können.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, ist jeder Roststab F an seiner Oberseite mit einer convexen
Fläche ι construirt, die concentrisch zu seiner Schwingungsachse liegt. Die gegenüberliegenden
Längskanten dieser Fläche ι bilden spitze Winkel mit den Seiten 2 bezw. 3; letztere
kufen auf eine kurze Entfernung radial auf die Achse des Roststabes zu und wenden
sich dann in einem Bogen nach aufsen, wo sie in die cylindrische Oberfläche 4 des Roststabes
übergehen. Die Abmessungen der Roststäbe sind so gewählt und die Entfernungen zwischen
ihren Achsen so getroffen, dafs nach Beendigung der Oscillationsbewegung nach jeder Seite
hin der flache Theil der Seite 2 bezw. 3 eine verticale Lage zur Achsenrichtung einnimmt
und der an der Vereinigungsstelle von 3 und 1 bezw. von 2 und 1 gebildete spitze Winkel
sich gegen die cylindrische Fläche 4 des nächsten Roststabes anlegt und das Durchfallen
von Knochenkohle verhindert, Fig. 1 und 7.
Es ergiebt sich aus dieser Construction und Anordnung der Roststäbe, dafs dieselben beim
Herumschwingen nach der einen und nach der anderen Richtung sämmtliche Stellen des Bodens
der darüber liegenden Knochenkohlesäule nach und nach aufdecken und so eine Bahn für
dieselbe öffnen müssen, auf der die ganze untere Schicht der Säule nach B hin austreten
mufs.
Wo die Gröfsenverhältnisse des Filters dies erforderlich erscheinen lassen, können die Roststäbe
F auch an ihrem mittleren Theile noch durch Balken K unterstützt werden, die auf
den Lagerarmen K1 an den Wänden der Kammer B ruhen und oben mit ausgerundeten
Lagern versehen sind, in denen die Roststäbe sich ohne grofse Reibung drehen können. Im
übrigen sind die Balken K oben zugespitzt oder abgerundet, damit die aus A herausfallende
Knochenkohle sich nicht auf ihnen ansammeln kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Vorrichtung zum Hinausschaffen der Kohle aus continuirlichen Filtern, bestehend aus einem Rost von horizontalen, mittels gemeinsamer Schieberstange drehbaren Stäben F, deren unterer Theil 4, Fig. 5, eine cylindrische Querschnittsform hat und ein von den radialen Seiten 2 und 3 begrenztes Ansatzstück trägt, dessen Oberfläche 1 mit dem Achsenmittel des unteren Theiles 4 concentrisch ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37608C true DE37608C (de) |
Family
ID=313351
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37608D Expired - Lifetime DE37608C (de) | Aus drehbaren Roststäben bestehende Vorrichtung zum Hinausschaffen der Kohle aus kontinuirlichen Filtern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37608C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4208815C1 (en) * | 1992-03-19 | 1993-06-24 | Friedrich 4983 Kirchlengern De Hellmich | Sorption appts. for waste gas cleaning - has pivot flap for discharging spent sorbent |
-
0
- DE DENDAT37608D patent/DE37608C/de not_active Expired - Lifetime
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4208815C1 (en) * | 1992-03-19 | 1993-06-24 | Friedrich 4983 Kirchlengern De Hellmich | Sorption appts. for waste gas cleaning - has pivot flap for discharging spent sorbent |
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