DE375463C - Verfahren zur Darstellung von aromatischen Dimethylaminen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von aromatischen Dimethylaminen

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DE375463C
DE375463C DEK74475D DEK0074475D DE375463C DE 375463 C DE375463 C DE 375463C DE K74475 D DEK74475 D DE K74475D DE K0074475 D DEK0074475 D DE K0074475D DE 375463 C DE375463 C DE 375463C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C209/00Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton
    • C07C209/68Preparation of compounds containing amino groups bound to a carbon skeleton from amines, by reactions not involving amino groups, e.g. reduction of unsaturated amines, aromatisation, or substitution of the carbon skeleton

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von aromatischen Dimethylaminen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Darstellung von aromatischen Dimethy laminen.
  • Es ist gefunden worden, daB bei der Behandlung von Phenyliminodiessigsäure mit Schwermetallsalzen,insbesondere Eisensalzen, in der Wärme eine lebhafte Kohlensäureentwicklung eintritt, und daB man in guter Ausbeute Dimethylanilin erhält. An Stelle der Phenyliminodiessigsäure kann man auch ihre im Benzolkern durch Alkyl oder andere Atomgruppen substituierten Derivate anwenden, und man erhält dann entsprechend substituierte Derivate des Dimethylanilins.
  • Beispiel z.
  • 448 Gewichtsteile Phenyliminodiessigsäure werden mit etwa Zoo Gewichtsteilen Wasser und 2o Gewichtsteilen Schwefelsäure von 6o° B6 erwärmt. Zu der Lösung oder Susrension fügt man allmählich etwa 2o Gewichtsteile Eisenvitriol in fester Form oder in Wasser gelöst zu. Es tritt sehr lebhafte Kohlensäureent-Nvicklung ein. Sobald weiterer Zusatz von Eisenvitriol keine Kohlensäureentbindung mehrverursacht, kochtman noch etwalh Stunde, macht das Reaktionsgemisch alkalisch und leitet Wasserdampf hindurch. Mit dem Wasserdampf geht Dimethylanilin über.
  • Die Wirkung desEisenvitriols dürfte hauptsächlich auf dem darin enthaltenen Eisenoxydsalz beruhen. An Stelle des Eisenvitriols kann auch Ferrisulfat oder Eisenoxyd in saurer Lösung benutzt werden. Beispiele. Zoo Gewichtsteile Monochloressigsäure werden bei gewöhnlicher Temperatur mit zooo Gewichtsteilen Wasser und 16o Gewichtsteilen Magnesia verrührt. Sobald neutrale Reaktion eingetreten ist, fügt man 107 Gewichtsteile o-Toluidin zu und erwärmt das Gemisch unter Rühren ro Stunden lang auf 8o bis go°. Nach dieser Zeit ist alles o-Toluidin verschwunden. Man saugt nun vom Rückstand ab, verdünnt mit Wasser auf etwa 3000 Raumteile und versetzt mit verdünnter Schwefelsäure bis zum Eintritt der congosauren Reaktion. Die o-Methylphenyliminodiessigsäure fällt aus. Sie wird nicht abgeschieden, sondern sogleich weiter verarbeitet. Man versetzt mit etwa Zoo Gewichtsteilen konzentrierter Schwefelsäure, erhitzt zum Kochen und fügt langsam unter Rühren Eisenoxyd oder besser eine Anschlämmung von Eisenhydroxyd zu. Es beginnt eine stürmische Kohlensäureentwicklung. Sobald diese nachläBt, kocht man noch ungefähr 1/2 Stunde-weiter, stumpft dann die Säure, am besten mit Magnesia, ab und leitet Wasserdampf durch das Reaktionsgemisch. Mit dem Wasserdampf destilliert o-Methyldimethylanilin.
  • m- und p-Methyldimethylanilin können in der gleichen Weise hergestellt werden. Beispiel 3.
  • 25o Gewichtsteile p-Äthoxyphenyliminodiessigsäure (dargestellt aus p-Phenetidin und einem überschuß von Chloressigsäure unter Zusatz eines säurebindenden Mittels, aus Alkohol und Wasser kristallisiert, Fp. r2o°) werden mit etwa 3ooo Raumteilen Wasser angerührt. Man versetzt mit etwa Zoo Gewichtsteilen konzentrierter Schwefelsäure, treibt zum Kochen und zersetzt die Diessigsäure in der im Beispiel Z beschriebenen Weise. Leitet man durch das alkalisch gemachte Reaktionsgemisch Wasserdampf, so destilliert p-Äthoxydimethylanilin als öl über, das schnell zu Kristallen erstarrt.
  • Aus derLiteratur ist es bekannt, daßPhenyliminodiessigsäure beim Kochen in wäßriger Lösung Kohlensäure abspaltet, doch ist es nicht bekannt, daß hierbei Dimethylanilin entsteht. Außerdem ist durch Kochen von Phenyliminodiessi.-säure in wäßriger Lösung die technische Darstellung von Dimethylanilin nicht möglich. Weiter ist es bekannt, daß beim trocknen Erhitzen der Phenyliminodiessigsäure Kohlensäure und Kohlenoxyd abgespalten wird und Dimethyl-p-toluidin überdestilliert.
  • Das vorliegende Verfahren stellt somit einen bisher unbekannten und unvorhersehbaren Weg zur Gewinnung von aromatischen Dimethylaminen dar, der unter Umständen gegenüber dem bekannten unmittelbaren Alkylierungsverfahren einen Vorteil aufweist. Zur Zeit ist nämlich der Preis der gewöhxilich angewandten Alkylierungsmittel höher als der für die Darstellung der Aryliminodiessigsäuren notwendigen Chloressigsäure.

Claims (1)

  1. PATENT-Al# spRUcH: Verfahren zur Darstellung von aromatischen Dimethylaminen, dadurch gekennzeichnet, daß man Phenyliminodiessigsäure oder ihre im Benzolkern durch Alkyl oder andere Atomgruppen substituierten Derivate mit Eisensalzen behandelt.
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