DE371586C - Arbeitsverfahren beim Klaeren von Trueben in Klaerteichen - Google Patents

Arbeitsverfahren beim Klaeren von Trueben in Klaerteichen

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DE371586C
DE371586C DEST31753D DEST031753D DE371586C DE 371586 C DE371586 C DE 371586C DE ST31753 D DEST31753 D DE ST31753D DE ST031753 D DEST031753 D DE ST031753D DE 371586 C DE371586 C DE 371586C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D21/00Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
    • B01D21/003Sedimentation tanks provided with a plurality of compartments separated by a partition wall

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

  • Arbeitsverfahren beim Klären von Trüben in Klärteichen.
  • Die in den verschiedensten Zweigen des Bergbaues, der Hüttenbetriebe, der chemischen Industrie u. dgl. auftretenden Trüben bedürfen, ehe sie in die Vorflut geleitet werden, einer Klärung, einerseits, um die festen Bestandteile zu entnehmen und nutzbar zu machen, anderseits, um die Trübe möglichst rein der Vorflut zuzuführen. Man bedient sich hierzu der bekannten Klärteiche, in die die Trübe am einen Ende eintritt, um sie, nachdem sich die festen Bestandteile gesetzt haben, am anderen Ende wieder zu verlassen. Nach einer gewissen Zeit müssen nun diese Klärteiche entschlämmt werden, um auf diese Weise die festen Bestandteile zu gewinnen und die Möglichkeit einer weiteren Klärung für die Trübe zu schaffen.
  • Zu diesem Zwecke verfährt man bisher so, daß, wie in Abb. 1 und 2 in senkrechtem Schnitt und Grundriß dargestellt, der Klärteich beispielsweise in vier voneinander getrennte Behälter I, II, III und IV unterteilt wird. Sobald einer dieser Behälter, beispielsweise Behälter 1, genügend mit Schlamm gefüllt ist, wird der Trübezufluß zu diesem abgestellt und die sich darin befindende Trübe geklärt. Nach erfolgter Klärung wird das darüber stehende Wasser entfernt und im Anschluß daran der anstehende Schlamm entweder von Hand oder mit Hilfe von Schöpfwerk, beispielsweise Kolben- oder Zentrifugalpumpe oder einer pneumatischen Schlammförderanlage bzw. Becherwerk o. dgl., beseitigt.
  • Nachdem Behälter 1 restlos vom Schlamm befreit worden ist, wird die Trübe wieder in diesen Behälter gelassen und der Trübezulauf zu Behälter II unterbrochen, und das vorbeschriebene Spiel wiederholt sich.
  • Berücksichtigt man, daß zum Klären und Entwässern im allgemeinen etwa so viel Zeit benötigt wird wie zum Entschlämmen, so erkennt man, daß während einer 24stündigen Tagesschicht die den Schlamm fördernde Einrichtung nur I2 Stunden in Tätigkeit und dementsprechend die Gewinnung des Schlammes nur eine intermittierende ist. Infolgedessen muß zur Bewältigung der innerhalb 24 Stunden sich' ausscheidenden Schlammmasse eine Fördervorrichtung verwendet werden, die groß genug ist, um dies in 12 Stunden zu tun.
  • Der Zweck der Erfindung ist es nun, dieses beim Klären von Trüben in Klärteichen bisher angewandte Verfahren durch ein neues, wirtschaftlicheres zu ersetzen. Dieses den Gegenstand der Erfindung bildende Arbeitsverfahren unterscheidet sich dadurch von dem bisher bekannten, daß stets mindestens zwei von einer Mehrzahl nebeneinander angeordneter Behälter außer Betrieb sind und die Entleerung dieser so vorgenommen wird, daß die eine bzw. die einen gegen die andere bzw. die anderen um die zur Klärung und Entwässerung notwendige Zeit vorauseilen, zum Zwecke einer allmählichen ununterbrochenen Entschlämmung sämtlicher Behälter.
  • Bei der zur Ausführung des Verfahrens, beispielsweise zur Klärung von aus Kohlen-oder Erzwäschen stammenden Trüben geeigneten Vorrichtung ist, wie in Abb. 3 und 4 in senkrechtem Schnitt und Grundriß dar gestellt, der Klärteich in fünf Behälter I, II, III, IV und V unterteilt, die von der Trübe in Richtung der Pfeile durchströmt werden.
  • Das Arbeitsverfahren geht nun folgendermaßen vor sich: Zunächst wird der Zufluß zu Behälter I abgeschlossen und der in diesem befindlichen Trübe Gelegenheit zur Klärung gegeben. Sobald dies geschehen, wird das Wasser abgelassen, worauf die Schlammförderung beginnt. Zugleich mit Beginn dieser wird der Zufluß zu Behälter II abgeschlossen, die dort befindliche Trübe kann sich klären, und das anstehende Wasser wird dann abgelassen. In derselben Zeit, in der der Prozeß im Behälter II bis zu diesem Punkte vorgeschritten ist, hat die Entschlämmung im Behälter 1 stattgefunden, so daß in diesem Behälter wieder Trübe eingelassen werden kann, während das Förderwerk auf den Behälter II umgeschaltet wird, um diesen zu entschlämmen. Gleichzeitig wird der Zufluß zu Behälter III unterbrochen, so daß in diesem die Klärung und die daran anschließende Entwässerung vor sich gehen kann. In dieser Weise werden nach und nach alle Behälter geklärt, entwässert und entschlämmt, und zwar so, daß der eine gegen den nachfolgenden um die für das Klären und lzntsvässern notwendige Zeit vorauseilt. Man erreicht hierbei eine kontinuierliche Schlammgewinnung, wodurch die Weiterverarbeitung wesentlich erleichtert wird. Abgesehen hiervon benötigt man unter der Voraussetzung sonst gleicher Verhältnisse in bezug auf in der Zeiteinheit ausfallende feste Bestandteile und Trüheumenge zur Bewältigung der Schlammassen ein Pumpwerk, das nur halb so groß zu sein braucht wie bisher, bzw. man kann mit Hilfe eines gleich großen Pump werkes die doppelte Menge Schlamm bewältigen. Hierbei ist es natürlich gleichgültig. ob die festen Bestandteile in Form von Schlamm abgepumpt oder als kompakte Klasse abgestochen werden, in welch letzterem Falle die Böden der einzelnen Behälter e'oen verlaufen. Ebensowenig hat die Zahl der Behälter, in die der Klärteich unterteilt ist, mit der Erfindung als solcher etwas zu tun, diese richtet sich vielmehr ganz nach der Art und nienge der zu klärenden Trübe und der darin enthaltenen festen Bestandteile. Es können daher in dieser Beziehung die verschiedensten Variationen vorgenommen werden, ohne außerhalb des Rahmens der Erfindung zu fallen, vorausgesetzt, daß dabei die WIöglichkeit gewahrt bleibt, daß von den gerade zu entleerenden Behältern die einen gegen die anderen um die zur Klärung und Entwässerung notwendige Zeit in der Behandlung vorauseilen. Beispielsweise kann bei gewissen Arten von Trüben zum Klären und Entwässern die doppelte Zeit wie zum Auskehren des Schlammes benötigt werden, in welchem Falle stets drei Behälter außer Betrieb gesetzt werden müssen von denen jeder gegen den anderen in der Behandlung um ein Drittel der gesamten zum Klären, Entwässern und Entschlämmen notwendigen Zeit vorauseilt.
  • Ebenso könnte der umgekehrte Fall denkbar sein, daß nämlich das Auskehren des Schlammes doppelt so viel Zeit erfordert wie das Klären und Entwässern, infolgedessen würden hierbei gleichzeitig zwei Behälter entschlämmt und der dritte geklärt und entwässert werden, wobei natürlich wieder die Arbeitsperioden in den einzelnen Behältern gegeneinander um ein Drittel der Gesamtzeit versetzt sein müßten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Arbeitsverfahren beim Klären von Trüben in Klärteichen, deren einzelne Behälter in Parallelschaltung von der Trübe durchlaufen werden, dadurch gekennzeichnet, daß stets mindestens zwei Klärbehälter ausgeschaltet sind und die Entleerung so vorgenommen wird, daß während der Auskehrung des Schlammes in dem einen Behälter sich in dem folgenden Behälter die Klärung und das Ablassen des Wassers vollzieht, damit die Auskehrvorrichtung ohne Zeitverlust von dem einen Becken zu dem folgenden übergehen kann, die Entschlammung also eine ununterbrochene wird.
DEST31753D 1919-02-26 1919-02-26 Arbeitsverfahren beim Klaeren von Trueben in Klaerteichen Expired DE371586C (de)

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DE371586C true DE371586C (de) 1923-03-16

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DE (1) DE371586C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1271674B (de) * 1960-11-26 1968-07-04 Arthur Goehlert Filter zum Eindicken von Schlaemmen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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